Disorderly Behaviour - bin ich spießig?

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Beitrag von scotland 23.01.11 - 11:23 Uhr

Guten Morgen,

ich bin gestern mit dem Zug zu Freunden gefahren, die 200km weit weg wohnen. Morgens hin, abends zurück.

Da wir nicht in Geld schwimmen, habe ich mir so ein Landesticket gekauft und bin extra um 5:30 los, da ich dachte, dass die betrunkenen Fußballfans vermutlich erst den 7:30 Zug nehmen (wir wohnen auf dem platten Land).

Oh Mann, noch NIE NIE NIE habe ich mir gewünscht, es könnte eine Straftat wie "disorderly behaviour" geben, d.h. öffentlich total betrunken sein, wie das in den USA gibt.

Es war UNGLAUBLICH, wie sich erwachsene Menschen in dem Zug benommen haben! Es war natürlich eine Minderheit, aber ich bin total entsetzt.

- bereits morgens um 5:30 standen haufenweise heftig Betrunkene am Bahnsteig - noch welche, die wohl auf dem Heimweg waren und die ersten Fußballfans #schwitz

- im Zug (leider Großraumabteil) wurde geschrien, gerülpst, ... #kratz

- nach eine Stunde ging der erste wohl zum K**** auf die Zugtoilette, die war danach nicht mehr zu gebrauchen #schock

- beim Umsteigen rannten einige, weil es so cool war, direkt über die Gleise, obwohl ein durchfahrender Güterzug angekündigt war #aerger

- einige haben total geschwankt und man musste Angst haben, dass sie vor den einfahrenden Zug fallen

- nachdem die Fußballfans ausgestiegen sind, war der Zug fast leer, da rauchten dann ein paar verbliebene Fahrgäste

... ein Schaffner ist nicht aufgetaucht - ich meine, die armen .... Was macht man bei so einer Meute? Ich fand es unglaublich. Ich bin wirklich dafür, dass es bei uns auch DISORDERLY BEHAVIOUR wie in den USA gibt.

GLG
Scotland

Beitrag von similia.similibus 23.01.11 - 11:48 Uhr

Oh Mann, HORROR was du da erzählst. Ich hätte die Krise bekommen. Ich würde dem "disorderly behaviour" auch sofort zustimmen! #pro

LG

Beitrag von angeldragon 23.01.11 - 12:01 Uhr

kenn ich berlin zur wm es wahr der horror wen man leider mit strasenbahn und u- bahn zur arbeit muss #schwitz#schwitz

Beitrag von sneakypie 23.01.11 - 14:09 Uhr

Kenn ich. Hab mal so ne Meute Frankfurter Ultras im Zug, da kuschen selbst die Polizeibeamten, wenn sie mit "Grün-weiße Scheiße" besungen werden. Eben da seh ich auch das Problem - wer soll die denn wegen "Disorderly Behaviour" ermahnen bzw. Personalien aufnehmen, wenn da auf der einen Seite zwei auf Deeskalation bedachte Polizeibeamte stehen und auf der anderen eine ganze Meute betrunkene, aggressive Brecher, Maße zwei Meter mal zwei Meter? Ich als Polizist würde Schadensbegrenzung betreiben und drei Kreuze schlagen, wenn die den Zug verlassen haben.

Für alles andere bräuchte man mehr Personal...

Gruß
Sneak

Beitrag von maupe 23.01.11 - 14:19 Uhr

Hi,

ich finde es abscheulich sich bis zur Besinnungslosigkeit zu betrinken und öffentlich damit andere zu belästigen - durch jedwedes "Benehmen".

Aber die USA sind garantiert kein Land an welchem ich mich orientieren würde wenn es um Gesetze geht. Natürlich haben sie Deutschland damals unter anderem eine gute Starthilfe gegeben nach dem zweiten Weltkrieg (total uneigennützig natürlich.....*ironie off*).

LG maupe

Beitrag von hedda.gabler 23.01.11 - 14:51 Uhr

>>> Natürlich haben sie Deutschland damals unter anderem eine gute Starthilfe gegeben nach dem zweiten Weltkrieg (total uneigennützig natürlich.....*ironie off*). <<<

Muss man den Zusammenhang verstehen oder klingt das nur hübsch?

Beitrag von maupe 23.01.11 - 17:29 Uhr

Hi,

was erwartest Du jetzt? Eine komplette Abhandlung über die Entstehung der Bundesrepublik Deutschland und die Rolle der USA darin?

Den Satz halt anders formuliert: Damals waren die USA eine Hilfe, heute jedoch sollte man sich die Gesetze und deren Anwendungen in den USA einmal genauer ansehen um zu wissen, dass man in Deutschland sehr gut aufgehoben ist.

LG maupe

Beitrag von hedda.gabler 23.01.11 - 17:37 Uhr

Hallo.

Verstehe die Kausalität immer noch nicht ...

... warum muss man, wenn man argumentiert, sich die Gesetze und deren Anwendungen in den USA genauer anzusehen, um festzustellen dass man in Deutschland sehr gut aufgehoben ist (und man nicht allen Blödsinn gut finden sollte, der aus den USA kommt, um es mal platt auszudrücken), dabei auf die Hilfestellung der USA nach dem 2. Weltkrieg hinweisen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von sassi31 23.01.11 - 15:40 Uhr

Was Zugbegleiter da machen? Die kämpfen sich nicht mehr durch die Mengen und wenn wirklich jemand randaliert, rufen sie die Polizei zum nächsten Bahnhof.