wie sichert man das Kind (im Todesfall beider Eltern) ab ?

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Beitrag von kiwi1896 23.01.11 - 15:10 Uhr

Hallo !

wie sichert man sich am besten für einen "Ernstfall" ab -der HOFFENTLICH NIE eintritt #winke - bei dem beide Elternteile um Leben kommen und das minderjährige Kind soll nicht in FREMDE Hände.

Wo kann man was nachlesen, welche Bestimmungen gibt es hierzu ? Muß man das vor einem Notar machen, oder reicht die schriftliche Erklärung in der Schublade von beiden Elternteilen unterschrieben ??#hicks

Danke,
kiwi1896 #tasse + Bub 4 J.

Beitrag von kati543 23.01.11 - 15:26 Uhr

Das Kind kommt normalerweise NIE in FREMDE Hände, solange sich jemand aus der Familie dazu bereit erklärt, das Kind zu nehmen. Und wenn die Familie nicht will/kann/darf, dann hilft auch alle Regelungen nicht. Man kann niemanden zwingen. Du kannst dein Kind nicht "vererben". Allerdings kannst du eine Art Testament machen und darin schreiben, welchen "Nachfolger" du dir aus welchen Gründen wünschst. Und wer es auf keinen Fall sein soll - auch mit Gründen. Desto besser du das ausführst, desto besser und wahrscheinlicher, dass das Vormundschaftsgericht nach deinen Wünschen handelt.
Ich würde aber auch in Betracht ziehen, dass eventuell mehrere menschen das Kind plötzlich wollen. Das wäre für mich der einzigste Grund so eine Verfügung zu machen.

Beitrag von romance 23.01.11 - 16:43 Uhr

Hallo,

googel mal nach Leipziger Testament. Ich bin mir nicht sicher, ob es Leipziger ist.

Unser RA ein Freund von uns, hatte uns das als Tipp gegeben.

1. Notar kostet Geld und macht nichts anders.

2. Er muß handschriftlich sein und die Menschen, wo du dein Kind anvertrauen willst namentlich und mit Adresse versehen nennen.

3. Dannach zum Amtsgericht, mit kleiner Gebühr hinterlegen.

4. Falls es beim Brand, Hausschaden und so weiter. Wo ihr auch sterben würdet. Würde das gesetzliche eintreten, das ihr im Falle nicht wollt. So ist es hinterlegt. Und die Gemeinde/Stadt muß das Amstgericht verständigen. Die schauen nach, ob ein Testament hinterlegt worden ist, dann wird es eröffnen und dein Kind ist abgesichert. Wenn du nur das Testament in der Schublade hinterlegst, kann es sein das dann z.B im Altpapier landet. Und es hat keine rechtliche Habe mehr. Ist ja schon alles vorgekommen.

Und mann wird schauen, ob dein Kind gut untergebracht wird. Falls so ein Testament nicht gibt.

Meine Freundin hat so ein Fall. Falls ihr was passieren würde. Würde ihr Junge nicht in der Famlie unterkommen können.

1. Mutter zu alt
2. Vater des Kindes trinkt und ist hochverschuldet
3. kein anderer wird sich um ihn kümmern wollen....kaum Kontakt besteht

Laut dem Jugendamt wurde ihr mitgeteilt, das er in eine Pflegefamlie unterkommen würde.

LG Netti

Beitrag von kati543 23.01.11 - 17:08 Uhr

Meinst du ein Berliner Testament? Das ist aber was gänzlich anderes.

Beitrag von romance 24.01.11 - 07:49 Uhr

Das könnte sein....hört sich irgendwie dannach an. Aber ich bin zu faul es rauszusuchen.;-)

Beitrag von kaykay86 23.01.11 - 20:48 Uhr

Ich glaube du meinst das Belriner testament...

Beitrag von misses_b 23.01.11 - 17:39 Uhr

Hallo!

Leider kann man das im voraus nicht slebst bestimmen.

Alles was man beim Notar oder selbst handschriftlich als Testament hinterläßte ist für den Richter eine Richtlinie, aber keine Anweisung an die er sich halten muß!

Aber jeder Richter ist froh und dankbar, wenn die Eltern sich Gedanken gemacht haben. Wenn nichts gegen den gewünschten Menschen spricht, bei dem das Kind dann leben soll wird der Richter auch so entscheiden.

So hat es uns damals der Notar gesagt.

Gruß

misses_b

Beitrag von h-m 24.01.11 - 09:03 Uhr

Ich habe es in mein Testament aufgenommen, welches ich beim Notar aufgesetzt hab. Ich denke, dass ist sicherer, damit man nicht doch irgendwelche Formfehler begeht.

Letztendlich entscheidet aber das Familiengericht und ist nicht an den letzten Willen der Eltern gebunden.