der Traum vom eigenem Haus

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von steffi1742 23.01.11 - 15:12 Uhr

Hallo,

mich würde mal interessieren ob der Traum vom Haus machbar wäre, oder doch eher ein Traum ist.

Wir würden gerne in 2-3 Jahren ungefähr bauen wollen, wenn es möglich ist.

Wir haben kein Eigenkapital, höchstens 10%, was ich jedoch lieber als Sicherheit falls was knapp wird, oder was unverhofft anders kommt, als Reserve behalten wollte.

Mir würde dann ein Baugrundstück von Eltern überschrieben werden, reicht das als EK?

Wir schätzen mit einem Kredit von etwa 100000 - 120000 Euro, müsste aber noch eine genaue Berechnung gemacht werden.
Müsste aber in etwa hin kommen, weil wir so gut wie alles selbst machen, da wir alle nötigen Leute im Verwandten Bekanntenkreis haben die zum Hausbau nötig wären, und uns helfen wollen.

Wir könnten eine Rate von 500-700 Euro aufbringen, reicht das? Würde dann wohl auf 30 Jahre laufen, denk ich mal...

So nun eure Meinung, ist es nur ein Traum oder auch machbar?

LG Steffi

Beitrag von pollypo 23.01.11 - 15:21 Uhr

Hallo

bedenke bitte dass es nicht allein bei der Rate bleibt.
Es kommen noch Nebenkosten jeden Monat dazu wie z.B. Grundsteuer, Versicherungen, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Strom, Wasser, Gas,... dazu.

Das alles ist für ein Haus in der Regel teurer als in der Mietwohnung.

Kalkuliert das mit ein in eure Rechnung.

Gruss, die Polly #winke

Beitrag von steffi1742 23.01.11 - 15:25 Uhr

Ja daran habe ich schon gedacht, deshalb auch nur die Rate von 500 - 700 Euro, ambesten natürlich 500 Euro.

LG

Beitrag von lisasimpson 23.01.11 - 18:56 Uhr

du mußt allerdigns bedenken, wenn du 30 jahre lang die rate bezahlst, daß du innerhalb dieser zeit viele modernisierungsmaßnehmen, neue heizung, neuer putz?, neues dach, festern usw.. brauchen wirst- jede reparatur die ansteht, alles du evtl. noch verändern willst,...

wenn also noch eine sparrate mit drin ist in euer rechnung, die euch ermöglich alles anfallende der nächsten 30 jahre dennoch abzudecken, dann geht das wohl
auf 30 jahre würd ich niemals finanzieren (in 30 jahren will ich ehrlich gesagt mein haus wieder verkaufen- dann sind die kinder weg und ich will lieber wieder in einer stadtwohnung leben...)

lisasimpson

Beitrag von curlysue1 23.01.11 - 16:05 Uhr

Hallo,

ich finde 120 000€ ein bischen niedrig angesetzt, aber es kommt ja auch drauf an was man baut.

Auch ist es wesentlich was sonst noch so übrig bleibt, aber grundsätzlich ist diese Summe mit 500€ abzubezahlen.

LG

Beitrag von coppeliaa 23.01.11 - 16:11 Uhr


hi!

zum zahlen spielen wäre es mal am besten wenn du nach "kreditrechner" googelst

und sonst: ganz ehrlich, das wird nix.

- bei 120 000, 30 jahre und 3% kommt ihr schon über die gewünschten 500 euro

- 120 000 werden für einen neubau - helfer hin oder her - nicht reichen

- wenn bis jetzt kein eigenkapital da ist wird euer bonität nicht die beste sein, mit anderen worten: ihr müsst jetzt schon - und jetzt sind die zinsen niedrig! - mit mehr als 3% kreditzinsen rechnen.

alis kurz gefasst: meiner meinung stehen eure chancen denkbar schlecht.

lg

Beitrag von steffi1742 23.01.11 - 16:24 Uhr

EK wäre das Baugrundstück

500-700 Euro wäre möglich als Rate

Und der Kredit wäre zwischen 100000 - 120000 Euro

Mit dem Kredit wäre es schon machbar.
Das Haus wäre Holzrahmenbau, mein Mann ist Zimmermann und stellt mit seiner Firma in der er arbeitet genug Häuser auf und kennt die Preise.

Firmen können das Material günstiger bekommen als Privat Leute.
Das würde dann beim Holz und Heizung, Wasser zu unseren gunsten günstiger.

Beitrag von coppeliaa 23.01.11 - 16:30 Uhr


nur was ist mit den sonstigen kosten? die häuser die die firma deines mannes hinstellt werden wohl kaum inklusive anschlusskosten (strom, wasser, abwasser), böden, küche, sonstiger einrichtung und aussenanlagen (aussentreppe, parkplatz, gehwege) sein. oder? und was ist mit keller oder auch nur bodenplatte? das wird in den 120 000 kaum drinnen sein!

sorry wenn ich so "gegenrede" ;-), aber es erscheint mir einfach nicht realistisch ....

lg

Beitrag von steffi1742 23.01.11 - 16:53 Uhr

Nein, find es ja gut wenn jemand gegen redet, und nicht schön redet.

Nein diese Sachen wären da nun nicht drin, aber die Kosten für den Rohbau auch wesentlich niedriger 60000 - 70000 Euro.

Küche hab ich grad ne neue, und die wird dann mitgenommen. Fussböden Fliesen, Laminat, Tepich gibt es ja auch günstig und unsere Ansprüche sind da nicht hoch.

Aussenanlage, Aussentreppe wird es keine geben, wird ja wenn auch ein kleines Haus was für irgendwann 4 Personen reicht, Gehweg würd auch erstmal Schotterweg reichen, Parkplatz wird der gleiche sein den wir jetzt schon haben;-)

Keller wäre nicht drin, darauf müssen wir verzichten.

Es ist halt so das wir im Elternhaus eine seperate Wohnung haben, wir könnten auch Anbauen was um die 30000 - 40000 Euro liegen wird weil zu mehren Seiten ausgebaut werden müsste. Die Wohnung reicht zwar für 2 locker aber mit Kinder wird es eng.

Meine Mutter meinte das selbst bauen wohl besser wäre weil man ja nun nicht weiss was kommt wenn Eltern nicht mehr sind. Das Haus ist zwar abbezahlt aber sind 5 Geschwister. Man könnte zwar festhalten was wir reingesteckt haben aber man macht sich ja auch nicht gern viel Arbeit wenn man nicht weiss ob das Haus irgendwann verkauft wird weil es keine Einigung gibt, und dann muss man doch irgendwo zur Miete wohnen. Weil für uns allein wäre das Elternhaus viel zu gross um drüber nach zudenken ob man Geschwister irgendwann dann auszahlen kann.

LG

Beitrag von coppeliaa 23.01.11 - 17:13 Uhr


"aber die Kosten für den Rohbau auch wesentlich niedriger 60000 - 70000 Euro."

echt? da schau ich aber, bei uns wäre das für zb 100 qm auch in der billigsten ausrührung niemals drinnen!

vergiss aber nicht: auch die billigsten böden summieren sich, die heizungsanlage ist nicht billig, bad auch nicht, einrichtung muss auch her etc etc.

was ihr schon mal machen könnt: zur bank pilgern und euch mal ausrechnen lassen was euch die bank an kredit (und zu welchen konditionen) geben würde. dann wisst ihr schon mal ein bißchen mehr.

was ich aber auch nur im absolut äußerstem notfall tun würde: bei den eltern anbauen. was eigenes ist immer netter. und man weiß nie was später wird (streit mit eltern, erbschaftstreitigkeiten etc)

lg

Beitrag von biene81 24.01.11 - 09:39 Uhr

Meine beste Freundin hat mit viel Eigenleistung ihr Stein-auf-Stein Haus fuer 100.000 Euro gebaut. Und das ist ein grosses Haus! Es ist also durchaus moeglich.

Beitrag von platon 23.01.11 - 17:30 Uhr

Hallo,

du solltest schon 50% Eigenkapital haben, besser 65%.
Rund 15% der Kosten gehen an den Architekten, Notar, etc.

Falls du 120.000€ aufnimmst bei 6% auf 30Jahre zahlst du nur

254.608,66 € an die Bank zurück! Monatliche Belastung nur 707,24€

Zusätzlich darfst du Gebühren und Abgaben mit 200€ rechnen , je nach Stadt.

Nebenkosten 200-300€

LG

Plato



Beitrag von sini60 23.01.11 - 18:08 Uhr

Wieso nur 65 % und keine 100. #kratzWenn ich mein Haus bar zahle, brauche ich 0 Zinsen zu zahlen. #rofl

Beitrag von platon 23.01.11 - 19:06 Uhr

Es geht sich ja nicht um dein Haus, sondern um steffi`s überlegungen.

Ausgangssituation war:
Sie hat in drei Jahren etwa 10% Eigenkapital und will 100.000-120.000€ aufnehmen, und diese auf 30 Jahre finanzieren.

Bei einer solide Finanzierung (Kredit) sollte man über 65% Eigenkapital verfügen.

Hast du das nicht Verstanden?

Hast du ein Haus bar bezahlt ?

Nee, ich glaube du hast keins, oder Mama und Papa haben dir das Geld geschenkt.#rofl

Gruß


Beitrag von seikon 23.01.11 - 18:51 Uhr

Bei dem Baugrundstück handelt es sich aber nicht um das, wo das Haus dann drauf gebaut werden soll, oder? Wenn ihr da drauf bauen wollt, dann wird das vermutlich nicht als EK anerkannt. Wobei ich bislang immer der Meinung war, dass es sich bei EK um Geld handeln muss, nicht um Naturalien.

Beitrag von anarchie 23.01.11 - 18:59 Uhr

Hallo!


das grundstück wird als kapital anerkannt - was wiederrum den beleihungswert senkt - das ist gut für euch.

Aber: bei angenommenen 5% Zinsen und 30 jahren liegst du bei 650EUR ca moantlich...und es wären nur 1,5% tilgung.
Und du hättest 110.000EUR zinsen gezahlt...

und: ein Puffer sollte da sein...

Zum hausbau kommen noch anschlusskosten, Notar, grundbuch, ver-und einmessung, bodenprobe, aussenanlagen, etc....

Wir haben vor 5,5 Jahren vollfinanziert, ohne jedes EK - aber mit 3% anfangstilgung.

lg

melanie


Beitrag von derhimmelmusswarten 23.01.11 - 19:16 Uhr

Ohne EK hört sich das nicht wirklich gut an. Du schreibst, dass deine Eltern ein Haus haben, wo ihr ohnehin wohnt? Warum überschreiben sie euch das nicht und ihr zahlt deine Geschwister aus? Wäre ja auch eine Möglichkeit, falls alle mitmachen. Dann würden sich die Umbaukosten ja rentieren.

Eine andere Möglichkeit wäre doch Kauf. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht. Aber in meiner Region stehen massenweise Häuser leer, weil alte Leute sterben und die Verwandten die Häuser nicht haben wollen. Da kann man schon für 70.000-80.000 Euro an ein recht gutes Haus kommen. Wenn dein Mann Handwerker ist, könntet ihr euch noch was günstigeres kaufen, da er ja mit Sicherheit viel in Eigenleistung renovieren kann. Eine wietere Möglichkeit sind Zwangsversteigerungen. Man muss sich nur ein wenig damit befassen. Wenn man sich da mal erkundigt, kann man wirklich zum Spottpreis ein Haus bekommen. Alles allemal besser als 30 Jahre an einem Kredigt abzuzahlen ohne Eigenkapital.

Beitrag von gh1954 23.01.11 - 19:44 Uhr

>>>da wir alle nötigen Leute im Verwandten Bekanntenkreis haben die zum Hausbau nötig wären, und uns helfen wollen.<<<

Darauf würde ich mich nicht verlassen. Vorher sind die Hilfsangebote immer groß.

Wie oft habe ich hier schon gelesen, dass Paare Riesenkrach haben, weil es der Frau stinkt, dass der Mann dem Freund auf dem Bau hilft.

Außerdem wollen Freunde am Bau auch verköstigt werden, den Posten sollte man nicht vernachlässigen.

Beitrag von chatterbox 23.01.11 - 21:18 Uhr

"Außerdem wollen Freunde am Bau auch verköstigt werden, den Posten sollte man nicht vernachlässigen."

Du sagst es. Bei mir war immer "Bauherrensamstag" angesagt, sprich, ich hab da die Herrschaften verköstigt. Da war ich mit geschätzen 30-50 € am Tag dabei. (4 - 5 Mann) Und das war ohne Bier. Auf meiner Baustelle war absolutes Alkoholverbot angesagt, weil ich einen muslimischen Polier hatte. Schweinefleisch fiel natürlich auch aus....

Beitrag von cazie71 23.01.11 - 19:48 Uhr

Hallo Steffi.

Mit deinen Angaben kann man diese Frage nur sehr vage beantworten. Kommt halt drauf an, wie groß ihr z.B. bauen wollt und welche Ausstattung.

Wir haben 1998 gebaut (zum Glück noch zu DM-Zeiten ;-)) und unser Haus hat Außenmaße von 12 x 13 m. Das Grundstück hatten wir von meinen Eltern bekommen und wir haben wirklich auch alles, was irgendwie möglich war selber bzw. mit Freunden/Bekannten gemacht. Fachleute und Firmen hatten wir nur seeeehr wenige engagiert. Somit sind wir bis zum Bauende mit (ich will nicht lügen - aber nagle mich nicht auf nen Euro fest) mit ca. 400 000 DM (!) hingekommen. Was nicht heißen soll, dass in heutigen Zeiten dafür 200 000 EURO reichen!!!!! #schwitz

Aaaaaber: Wir hatten die fünf Jahre vor Baubeginn fast Tag und Nacht gearbeitet und somit nur einen kleinen Bruchteil der Bausumme finanzieren müssen. :-)

Außerdem kommt es drauf an, ob ihr beide (wenns drauf ankommen sollte) die Möglichkeit und den Willen dazu habt, auch mal Doppelschichten zu arbeiten bzw. euch einen Nebenjob zu suchen....

lb. Grüsse und alles Gute!

Beitrag von chatterbox 23.01.11 - 20:49 Uhr

Hi!

Ich hab grad gebaut und bin noch nicht ganz fertig.

120.000 € ist viel zu wenig. Eigentlich hatte ich vor, ein altes Haus (gehörte schon mir) zu sanieren. Die Substanz war aber zu marode, also wurde es doch zu ca 70% neu hochgezogen.

Ich hab nach den alten Grundrissen (Bauernhaus) gebaut, deswegen etwas merkwürdige Maße:

18 m x 6 m mit Quergiebel, Dachschräge schon im 1. Stock, kein Keller. 120 qm Wohnfläche (Dachschrägen schon abgezogen), 20 qm Nutzfläche, keine Garage.

Bis jetzt hab ich ca. 130.000 € gebraucht. Bezahlt hab ich davon den Abriss (15000 €, viel Sondermüll), Rohbau 50.000 €, Dachstuhl mit Dämmung und Eindeckung 25.000 €, Fenster 8.000 €, Vollwärmeschutz 12.000 €, Heizung 16.000 €, Estrich und Putz 4000 €.

Ich brauche noch Strom, Wasser und Abwasser. Ist aber alles nur ein Wiederanschluss, also kein Neuanschluss. Dafür schätze ich mal so 10.000 €. Solaranlage fürs Warmwasser kommt noch mit 5.000 €.

Dann hab ich noch keine Bodenbeläge, keine Waschbecken, Badewanne, Küche usw. Wenn ich da echt sparsam bin, mags vielleicht mit 15.000 € getan sein.

Bezugsfertig ist es mit vorsichtig geschätzten 160.000 €. Ich habe keinen Billigkram im Haus, hab aber auch nicht das teuerste genommen. Alles so gehobenes Mittelmaß. Hatte keinen Bauleiter, hab alles selbst organisiert, Material hab ich selber mit Bauunternehmerrabatt besorgen können. Selbermachen ging bei mir nicht viel, weil ich alleinstehend bin.

Grob gerechnet mit Keller und Erschließung (also Neuanschluss Wasser/Kanal/Strom) bist Du eher mit knapp 200.000 € dabei. Und das mit der Verwandtschaftshilfe.... naja, verlassen würd ich mich vor allem bei der Finanzierung nicht drauf...

Alles Gute

chat

Beitrag von steffi1742 23.01.11 - 22:17 Uhr

Danke für die vielen Antworten.#danke
Hab ja selbst so meine Zweifel sonst hätte ich nicht hier geschrieben.
Aber man kann sich auch vieles schön reden#augen

Vielleicht ist das anbauen für uns doch eine bessere Alternative, und für evt. spätere Probleme wegen Erben, schrieftlich was festlegen.

LG