Fühle mich veräppelt - Entsorgungsunternehmen

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von tiffysb 23.01.11 - 17:47 Uhr

Hallo,

heute ist wieder Sonntag - was bedeutet, dass morgen Montag ist und die Müllabfuhr kommt. Früher, also noch letztes Jahr, war das alles einfach. Zu Erlärung, wir haben 3 Tonnen, 1x schwarz für Restmüll, 1xblau für Papier und 1x grün für Biomüll.

Letzes Jahr wurden die Tonnen im 2 Wochen Rhytmus abgeholt, außer die blaue Tonne, die wurde nur alle 4 Wochen geleert. Jetzt wurde das System umgestellt und wir müssen je Leerung bezahlen.

Nach der alten Berechnung wurden die Tonnen also 26 mal je Jahr für einen Betrag X gelleert und seit diesem Jahr die grüne Tonne nur noch 19 mal und die schwarze nur noch 16mal für den gleichen Preis wie letztes Jahr versteht sich.

Mir ist ja klar, dass man den Müll eindämmen muß - keine Frage aber ich kann mich noch daran erinnern als die Wasserspar-Aktion vor ein paar Jahren losging.

Die Bürgen wurden gelobt, dass so toll Wasser gespart wurde aber gleichzeitig auch der Preis erhöht, weil man ja die bestehenden Klär- und Wasserwerke nicht einfach abreißen konnte und diese ja auch Fixkosten haben, die es zu bezahlen gilt.

Jetzt überlege ich natürlich was passiert, wenn jeder noch mehr Müll einspart. Was ist mit den Müllverbrennungsanalgen ? Die werden doch auch nicht abgerissen - was für uns also wieder bedeutet, dass der Müll wohl noch teurer wird.

Also ganz ernsthaft, man fühlt sich doch wirklich nur noch veräppelt, aber was man dagegen tun kann, weiß ich leider auch nicht.

Ja, ich weiß, total sinnlos aber es ärgert mich einfach, weil das Müllentsorgen mittlerweile für uns zu einer Wissenschaft geworden ist. Jetzt müssen wir in einem Kalender auch noch immer abhaken und hochrechnen, wann wir welche Tonne rausstellen können - ist doch wirklich unglaublich oder ?

Liebe Grüße
Tiffy

Beitrag von maupe 23.01.11 - 18:25 Uhr

Hi,

wow, 26 Leerungen? Traumhaft, haben wir schon lange nicht mehr.

Im Grunde geht es darum, für weniger Leistung mehr Geld einzunehmen. Das ganze wird dann fein versteckt hinter den Argumenten: bessere Sortierung und Service. Vergiss es. Hier ist Nehlsen der Platzhirsch und das ist ein riesiges, weltweites Unternehmen und die handeln einzig und allein wirtschaftlich.

Bis letztes Jahr wurde die Abfuhr für den Restmüll jede Woche angeboten (in der Gebühr waren für unsere Tonne jedoch nur 16 Abfuhren gedeckt, alles drüber kostete extra). Dann haben sie die Abfuhr auf zweiwöchentlich geändert, die gedeckten Abfuhren waren auf zehn reduziert und es wurde einem die zusätzlich gebührenpflichtige Biotonne auferlegt (man musste einen Antrag stellen um davon befreit zu werden).

Was mich geärgert hat, ist, dass unser Papier hier von den Jugendlichen des Sportvereins gesammelt wird und denen das Geld zugute kommt. Als vor zwei, drei Jahren die Preise für Altpapier in die Höhe gingen, hat unser Entsorger Papiertonnen eingeführt und nimmt damit der Jugendsparte das Geld. Leider denken viele nicht darüber nach und haben die blaue Tonne genommen obwohl der Sportverein Flyer verteilt hat.

Und keine Sorge, zur Not holt man Müll aus dem Ausland um die Heizkraftwerke zu befeuern.

LG maupe

Und alles wurde einem als besserer Service verkauft.

Beitrag von miss-bennett 24.01.11 - 05:26 Uhr

Hi!

Wir wollten keine Blaue Tonne aus eben dem von Dir genannten Grund. Als sie eingeführt wurde kamen Begriffe wie "Rosinen picken" vor und das stimmt auch. So geben wir unser Altpapier weiterhin an die Vereine. Auch wenn es mittlerweile so viele von den Tonnen hier zu sehen gibt :-(

LG

Beitrag von kaminrot 23.01.11 - 18:55 Uhr

Hallo!

An unserem alten Wohnort wurden die gelben und grauen Tonnen alle 14 Tage geleert.

Seit wir umgezogen sind, haben wir einen blauen Mülleimer für Papier, 1 1/2 Tonnen für Restmüll und gelbe Säcke.
Biotonne wollten wir nicht.
Geleert wird alle 14 Tage, aber die grauen Mülltonnen darf man nur 1x im Monat raus stellen, ansonsten muss man die Extraleerungen bezahlen oder man kauft sich rote Säcke für 2,70 € das Stück.

Fazit: Wir zahlen jetzt mehr als früher, dürfen aber nur alle 4 Wochen den Restmüll raus stellen.

Genauso ist es mit dem Sperrmüll.
Am alten Wohnort 4x im Jahr, egal wieviel.
Hier nun 1x jährlich 6 Kubikmeter bzw. 2x jährl. 3 Kubikmeter.

LG, kaminrot

Beitrag von gg82abt 23.01.11 - 18:56 Uhr

Hi,

na da bin ich aber froh das ich alle 14 Tage im Wechsel Bio- & Restmülltonne rausstellen kann. Im Sommer wird wöchentlich geleert.
Denn bei uns wird nach Gewicht abgerechnet und nicht nach Leerungen.

Gelber Sack, Papier ist bei uns kostenlos

Und da in unserem Landkreis alle so schön Trennen sind bei uns sogar die Müllgebühren um 10% gesunken. Bin gespannt was die Abrechnung spricht.
Haben schlieslich nun 1 komplettes Jahr Windelkind und zusätzlich eine zweite Katze was auch etwas mehr Biomüll bedeutet.

Beitrag von alpenbaby711 23.01.11 - 20:47 Uhr

Was für ein Glück:
Biotonne: Haben wir nicht haben eine Misthaufen
Restmüll: 14 tägig
Papier: gibts nicht wir haben nen Ofen
Ela

Beitrag von eishaendchen80 23.01.11 - 21:05 Uhr

ob du es glaubst oder nicht

wir wohnen schon 11 Jahre hier drin trennen artig unsern Müll und machen auch Häkchen wann welche Tonne abgeholt wird.

Das Häkchen machen ist nur einmal im Jahr und so langsam aber sicher ist es uns förmlich ins Blut übergegangen wann welche Tonne abgeholt wird.

Beitrag von schwarzesetwas 23.01.11 - 21:28 Uhr

Wenn die Mülloutos wenigstens selbst trennen würden, hätte ich damit kein Problem.
Wird aber nicht.
Ich sehe es jeden Tag hier. Es wird reingeschmissen, was an der Straße steht.

Als ich noch auf dem Dorf wohnte:
Von uns wurde damals sogar die Flaschentrennung via Sack verlangt, als das noch abgeholt wurde.
Also ein Sack für weiß, grün, braun! #klatsch

Mülltrennung ist eh was merkwürdiges.
Ich mache es trotzdem, will ja, dass meine Kinder was lernen. Außerdem hab ich es auch so gelernt.

Lg,
SE

Beitrag von sissy1981 24.01.11 - 08:00 Uhr

Das Saarland hat das größte Pro-Kopf-Müllaufkommen der gesamten Republik, es wurde Zeit, das dahingehend endlich was passiert. IHR habt wenigstens das Leerungssystem (mit dem Städte wie WND nun ihre Müllgebühren gesenkt haben!)

Wir hier im ZKE-Bereich haben das Wiegesystem, das noch viel leckerer ist (momentan darf ich mich gerade mit der Stadt streiten ob ich als TM mit ner halbvollen Tonne alle 14 Tage - aber schweren Windeln ncht doch Anspruch auf den Windelzuschuss habe - bei dem Leerungssystem mit seinen einfach nur 10 Pflichtleerungen wär es ne Wohltat)

Und die Müllverbrennungsanlagen (die ja nun erstmal alle wieder offen sind) werden durch unsere Nachbarn doch schon genug gefüllt.

Beitrag von nick71 24.01.11 - 08:30 Uhr

"Jetzt müssen wir in einem Kalender auch noch immer abhaken und hochrechnen, wann wir welche Tonne rausstellen können - ist doch wirklich unglaublich oder ?"

Gibt es bei euch keinen Abfuhrplan?

Beitrag von tiffysb 24.01.11 - 08:57 Uhr

den gibt es nur insoweit, dass an ungeraden Wochen die Bio-Tonne und an den geraden Wochen der Restmüll abgeholt wird.

Aber ich habe ja nur 10 bzw. 19 Leerungen im Jahr für den Preis vom letzten Jahr, jede weitere Leerung kostet halt auch mehr Geld.

Bzw. leisten wir jetzt Müllvorauszahlungen und am Ende des Jahres wird abgerechnet. Da ich den Brüdern aber nicht traue, schreibe ich mir halt jedes Mal auf, wann ich welche Tonne vor die Tür gestellt habe.

Beitrag von wemauchimmer 24.01.11 - 08:31 Uhr

Hi Tiffy,

das was Du schreibst kommt mir ganz normal vor.
Aber lustig ist doch immer wieder, wenn man mal ausländische Gäste zu Besuch hat. Die schütteln nur den Kopf, wenn sie den Mülltrennungswahnsinn bei uns sehen.

Tröste Dich, es geht noch viel, viel schlimmer. Zum Beispiel im Landkreis Böblingen, da hat die Gemeinde beschlossen, keine gelben Säcke zu verteilen. Statt dessen müssen alle Bürger ihren Verpackungsmüll, und zwar fein säuberlich getrennt nach den verschiedenen Materialien, zu einem Wertstoffhof fahren. Die Gemeinde kassiert ein paar Euros vom Dualen System und macht damit einen guten Schnitt. Die Bürger werden natürlich wahnsinnig dabei, den Müll bei sich zu stapeln und wegzukarren. Vor allem die mit kleinen Wohnungen und ohne Auto.
Und man möchte ja meinen, daß die Gemeinde Böblingen/Sindelfingen mit dem Gewerbesteueraufkommen von Daimler eigentlich nicht unbedingt jeden Cent sparen muß.

LG