Gibt es hier Kinder die Gitarre spielen?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von zaubertroll1972 23.01.11 - 18:08 Uhr

Hallo,
mein Sohn ist 7 1/2 und hat sich lange gewünscht das Gitarrespielen zu lernen.
Da an seiner Grundschule JEKI angeboten wird haben wir das Angebot wahrgenommen und ihn ab dem 2. Schuljahr angemeldet. Nun hat er einmal die Woche Unterricht aber zum einen geht es nur sehr langsam voran und zum anderen scheint die Lehrerin nur ziemlich langweilige Dinge mit den Kindern zu üben. Ich sehe das an Hand der Übungsblätter die mein Sohn mit nach hause bringt. Die Lieder/ Verse sind total blöd und öde.
Nun haben die Kinder schon fast alle keine Lust mehr und ich find`s eigentlich schade. Ich erwarte keine Wundern aber ich kann verstehen das die Kinder nicht sehr motiviert sind wenn`s nur so langsam und langweilig voran geht.
Ich bin jetzt nicht vom Fach und spiele selber kein Instrument. Daher meine Frage an Eltern, deren Kinder ebenfalls Gitarre spielen: Läuft es anfangs immer so schleppend un wie lange dauert es bis es mal voran geht? Wo lernen Eure KInder? Zieht Ihr Privatunterricht vor und wie sind da die Kosten?

LG Z.

Beitrag von lena10 23.01.11 - 18:47 Uhr

Hallo!

Lernt er denn klassische Gitarre oder mehr Begleitung?

Ich habe früher klassische Gitarre in der Musikschule gelernt. Klar war das anfangs langweilig, bis man die Noten alle spielen konnte. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es dann auch recht schnell voran ging.

Allerdings hatte ich am Anfang Einzelunterricht, so dass es von meinem eigenen Übungsfleiß abhing, wie schnell es weiter ging. Beim Gruppenunterricht ist das natürlich anders!

Mein Sohn (wird bald 6) hat jetzt auch angefangen ein Instrument zu spielen (Schlagzeug ;-) ). Ich habe ihn auch in der Musikschule angemeldet. Ist zwar teurer, aber bestimmt auch effektiver!

LG Lena

Beitrag von zaubertroll1972 23.01.11 - 18:49 Uhr

Hallo,

ehrlich gesagt kann ich es Dir nicht sagen ob er Begleitung oder klassische Gitarre lernt.

Daß es an der Musikschule teurer ist glaube ich wohl aber warum denkst Du ist es effektiver? Bekommt er Einzelunterricht? Bei uns sind 5 Kinder in der Gruppe. Wie ist es in der Musikschule?

LG Z.

Beitrag von lena10 23.01.11 - 18:58 Uhr

Ja, in unserer städtischen Musikschule kann man für jedes Instrument Einzelunterricht buchen.

Das finde ich für den Anfang auf jeden Fall effektiver! Der Lehrer kann sich ja viel intensiver um das eine Kind kümmern und es geht eben so schnell voran, wie das eine Kind es schafft. Beim Gruppenunterricht muss halt auf jeden Rücksicht genommen werden und wenn ein Kind nie übt oder von Natur aus eher unbegabt ist....
Später kann man ja immer noch in den Gruppenunterricht wechseln - da wird geschaut, dass die Schüler ungefähr das gleiche Leistungsniveau haben.

LG LEna

Beitrag von zaubertroll1972 23.01.11 - 20:58 Uhr

Was kostet Dich denn die Std. Einzelunterricht, wenn ich fragen darf?

Beitrag von lena10 23.01.11 - 21:36 Uhr

Wir bezahlen im Monat 43 €.

Beitrag von zaubertroll1972 23.01.11 - 21:46 Uhr

Okay, vielen Dank!

Beitrag von luka22 23.01.11 - 18:47 Uhr

Wer erteilt denn den Unterricht? Ist es der Musiklehrer der Schule oder ein Musiklehrer von der Musikschule? Wie groß ist die Gruppe?

Grüße
Luka

Beitrag von zaubertroll1972 23.01.11 - 18:51 Uhr

Es ist eine Gitarrenlehrerin der Musikschule und in der Gruppe sind 5 Kinder. Im 3. Schuljahr würde noch eine 2. Std. hinzukommen. Also dann hätte er einmal die Woche Instrumentalunterricht und eine Std. Orchesterunterricht.

LG Z.

Beitrag von luka22 23.01.11 - 21:31 Uhr

5 Kinder sind eine Menge, vor allem wenn es Anfänger sind.
Ich denke es liegt vielleicht auch am Instrument. Gitarre ist am Anfang einfach noch nicht gerade spektakulär ;-). Wenn ich das Gefühl hätte, dass mein Sohn ernstes Interesse hat, würde ich mich nach Paarunterricht oder Einzelunterricht erkundigen. (Vielleicht auch einem anderen Lehrer) Das ist zwar teurer, aber auch viel effektiver. Du müsstest ihn halt an die Musikschule fahren.

Grüße
Luka

Beitrag von alfamama33 23.01.11 - 19:56 Uhr

<<<<<<<Hallo,

mein Sohn ist 6 und bekommt seit Oktober Einzelunterricht. Die Lehrerin ist super und geht toll auf ihn ein, aber er hatte schon sehr bald keine Lust mehr zum üben, weil es ihm anfangs noch recht schwer viel. Jetzt, nach den ersten Erfolgen ist es besser und er ist auch wieder motivierter. Trotzdem muß ich als Mutter sehr dahinter her sein, dass er übt. Sonst würde er gar nicht voran kommen.
Übst Du mit Deinem Sohn? Vielleicht merkt er, dass Du die Verse blöd findest. Kinder finden ja oft Sachen ganz lustig, über die ein Erwachsener schon lange nicht mehr lachen kann.
Viele Übungen dienen auch dazu erst einmal die Beweglichkeit der Finger zu verbessern. Die Fortschritte sind für Dich dann nicht so offensichtlich

LG A.

Beitrag von zaubertroll1972 23.01.11 - 21:01 Uhr

Hallo,

er findet die Verse blöd. Ich habe nicht einmal was gesagt. Da sind Dinge bei wie:

Lirum, Larum Löffelstiel. Wer nicht übt der kann nicht viel!

Supi! Da hat er ja schon Spaß! Ich habe schon mit meinem Sohn geübt aber da ich selber keine Gitarre spiele fällt es mir nicht leicht und mein Sohn weiß ja auch daß ich nicht spielen kann.
Die Beweglichkeit der Finger ist auf jeden Fall schon besser geworden. das sehe ich wohl.
Was kostet denn der Einzelunterricht wenn ich fragen darf?

LG Z.

Beitrag von luka22 23.01.11 - 21:33 Uhr

Bei uns kosten 20min Einzelunterricht (Flöte) knapp 50 Euro im Monat. Und das wird 12 Monate durchgezahlt. Es ist wirklich viel!

Grüße
Luka

Beitrag von zaubertroll1972 23.01.11 - 21:53 Uhr

Bei uns wird auch durchgezahlt. Ich glaube das ist an der Musikschule einfach üblich. JEKI ist ja ein Projekt der Musikschule.
Wenn ich bedenke daß 2 Std. Unterricht pro Woche jetzt im 3. Schuljahr 35 Euro inklusive Leihinstrument kostet finde ich 50 Euro für 20 Min. pro Woche schon viel.
5 Kinder pro Gruppe finde ich eigentlich nicht sehr viel zumal die Kinder in der Gruppe oft viel lieber lernen als allein mit einem Lehrer.
Ich fänd`s nur einfach schade jetzt nach einem Jahr wieder aufzuhören wo es nicht einmal richtig begonnen hat.
Mal sehen wie es sich entwickelt.

LG Z.

Beitrag von alfamama33 25.01.11 - 15:30 Uhr

Mein Sohn hat 1x 25 Min. pro Woche. Das reicht auch, weil er sich noch nicht länger konzentrieren kann. Im Monat kostet es 35 Euro.
Die Lehrerin ist allerdings auch als Musikpädagogin ausgebildet.

LG a.

Beitrag von kleinezitrone 23.01.11 - 23:49 Uhr

Hallo,
bin gerade mal aus Neugier in dieses Forum gerutscht ;-) habe noch keine Kinder im Schulalter, aber ich bin selbst Musiklehrerin an einer Schule.

Ich kann dir soviel sagen, dass es für Kinder nicht immer einfach ist ein Instrument zu lernen. Meiner Meinung nach ist nicht wichtig, dass die Eltern sich mit dem Instrument auskennen müssen damit sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen können, sondern dass sie Interesse daran zeigen, was ihre Kinder machen.
Bsp: "spiel mir doch mal dein neues Stück vor" "spiel doch der Oma zum Geburtstag ein Stück vor" "das ist aber schön" ... ist ja nicht so schwer (auch wenn es am Anfang sehr stockt und schief klingt - ist oft gar nicht so unnormal)
Wenn es mal stockt "das ging aber noch nicht so gut, üb es noch mal (ca. fünf Minuten) und dann spielst du es mir noch einmal vor"

Zur Liedauswahl möchte ich dir sagen, dass es noch vor ca. 10 Jahren normal war diese Lieder zu lernen - sie sind Kulturgut - ich mache aber selbst die Erfahrung, dass es immer schwieriger wird, Kinder dafür zu begeistern, da sie von den Medien andere Klangbilder eingeflöst bekommen. Ich habe den Satz "das ist aber uncool" schon häufig gehört, bin aber der Meinung, dass unsere Kinder auch "altes Liedgut" kennen lernen sollen und schaffe es letztendlich doch meine Schüler dafür zu begeistern. Es ist aber immer wieder sehr schwierig.
Ich bin der Meinung, dass es hier die Mischung macht - mal was Aktuelles und dann wieder mal eher was Traditionelles. Die Kinder sollen ja Spaß an der Musik entwickeln, aber auch etwas an Bildung abbekommen.

Nächster Punkt: Der Anfang ist oft mühsam. Die Kinder müssen eine ganz neue Sprache (Notenschrift etc) lernen und diese aufs Instrument übertragen, was etwas dauert da man nicht alles auf einmal lernen kann...
deshalb scheint es die erste Zeit sehr schleppend zu gehen - oft neigen Kinder in dieser Phase auch dazu Unlust zu entwickeln, diese müssen Eltern unbedingt mit Motivation und Kraft überwinden - nicht sofort den Unterricht aufhören, weil ein Kind mal ein paar Wochen nicht üben will. Der Tiefpunkt wird meist überwunden und danach geht es schon fast wie von selbst oder ein ganzes Stück besser!

Für einen guten Instrumentalunterricht finde ich 5 Schüler auch etwas zu viel. Der Lehrer kann sich nicht konsequent auf Eines konzentrieren und seine Schwächen erkennen. Für die Kinder ist ein zweier Unterricht meist angenehmer, aber ein Einzelunterricht ist noch effektiver.
Der Großgruppenunterricht wird oft angeboten wegen der Geldfrage und um es auch Kindern zu ermöglichen ein Instrument zu lernen, deren Eltern nicht so gut verdienen.
Mein Tipp: Achte auf deinen Sohn - sagt er zu den Liedern langweilig, weil sie nicht zeitgemäß sind oder weil sie ihm leicht fallen und er auf andere Schüler warten muss, da er die Stücke schneller beherrscht?
Rede mit der Lehrkraft und frag ganz konkret, wie dein Sohn mit dem Lernen zurecht kommt. Ist er immer genau auf dem Lernstand - kann er Dinge schneller als andere oder hällt er die Gruppe auf?
Bei beiden Aussagen - er ist langsamer als die Gruppe und er kann die Stücke schneller als die anderen Kinder würde ich dir empfehlen einen anderen Lehrer zu suchen. Dieser kann sich dem Lerntempo deines Sohnes anpassen und macht sich am Ende doch bezahlt.
Da gibt es natürlich Angebote in der Musikschule, aber es gibt auch viele Privatlehrer, die nicht über eine Musikschule angestellt sind und auch einen hervorragenden Unterricht machen. Findet man in Zeitungsanzeigen etc.

Ich hoffe mein Text langweilt dich nicht und ich konnte dir etwas helfen - zumindest aus meiner Sicht!
Auch ich kann dir kein Patentrezept geben, was du tun sollst, da ich deinen Sohn nicht kenne! Aber ich wünsche dir viel Erfolg und ich bin mir sicher, dass du die beste Entscheidung für deinen Sohn treffen wirst!

Liebe Grüße #winke

Beitrag von zaubertroll1972 24.01.11 - 09:22 Uhr

Hallo,

vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort.
Nein, Dein Beitrag hat mich gar nicht gelangweilt. Es war gut mal etwas von einer Fachkraft zu hören.
Ich werde mir tatsächlich mal die Gitarrenstunde ansehen und mit der Lehrerin sprechen.
Gleichzeitig werde ich auch mal nach einem prvaten Lehrer Ausschau halten.
Ich würde es auch sehr schade finden wenn er schon aufhören würde. natürlich üben auch die anderen Kinder Einfluß aus. Diese haben entweder keine Lust oder hören schon von den Eltern daß es nichts bringt und sie die Kinder abmelden werden wenn das Schuljahr um ist.
Ich bin noch die Einzige die daran festhält.
Danke und LG Z.

Beitrag von kleinezitrone 24.01.11 - 10:59 Uhr

Freut mich, damit ich dir helfen konnte!

Ja, ich finde es eine gute Idee dich nach einem anderen Lehrer um zu sehen bzw. nach einer anderen Gruppe! Vielleicht ist dir die jetzige Lehrkraf gar nicht so unsympatisch und du fragst sie, ob sie nicht auch private Einzelstunden gibt!
Falls sie dir nicht zu sagt, bzw. dein Sohn Andeutungen macht, dass er sie nicht mag, dann würde ich auf jeden Fall eine/n Andere/n suchen!

Und ich finde es auch ganz toll, dass du deinen Sohn unterstützt und nicht gleich den Mut verlierst! Ein Instrument lernen heißt auch immer Durchhaltevermögen zeigen - in der Pupertät "könnte" es schwierig werden ;-) aber dein Sohn wird es dir danken, wenn er später etwas kann, was andere nicht können!
(Bzw. kann man während eines Studiums etc. sein Taschengeld sehr gut durch eine Band oder so aufbessern - ich weiß wovon ich spreche :-P)

Liebe Grüße

Beitrag von rienchen77 24.01.11 - 06:22 Uhr

meine Tochter spielt jetzt das vierte Jahr klassische Konzertgitarre und am Anfang gab es auch nur so olles Zeug... langweiliges und ich hatte das Gefühl es geht nicht vorran...

aber dann aufeinenmal wenn die Grundgriffe drin sind geht es ganz flott weiter...

tolle super Lieder spielt sie immer noch nicht, nicht berühmtes sondern auch so "alte" Sachen halt nichts mordernes....

Beitrag von 3wichtel 24.01.11 - 08:24 Uhr

Meine Söhne (7 und 9) haben kurz vor den Herbstferien mit Gitarre bzw. Klavier angefangen und ich muss scho sagen, dass Gitarre für Anfänger ein echt undanbares Instrument ist.

Beim Klavier hat man von Anfang an einen großen Tonumfang zur Verfügung (alle 88 Tasten/Töne, von denen schon zu Anfang oft 2 gleichzeitig gedrückt werden).

Bei der Gitarre lernen die Kinder sehr viel langsamer die einzelnen Töne/Noten, da sie ja zum Teil recht komplizierte Griffe dazu lernen müssen. Und dann kann man auch noch jeden Ton auf verschiedenen Saiten greifen/spielen.

Das ist sehr viel komplizierter als beim Klavier, wo von Anfang an jede Note genau einer Taste entspricht.

So spielt mein Gitarren-Kind bisher nur Lieder mit maximal 4 verschiedenen Noten, während mein Klavier-Kind schon richtig schöne Lieder klimpert.

Ich habe aber die Hoffnung, dass es schneller voran geht, wenn die Grundlagen (Griffhaltung, Dur-Tonleiter) erstmal sitzen.

Dazu kommt noch das Üben: Das Klavier steht immer offen im Wohnzimmer, so daß man sich "mal eben schnell" davor setzen kann. Die Gitarre muss erst aus der Tasche geholt werden, Notenständer davor stellen, etc.

Beitrag von nana13 24.01.11 - 10:27 Uhr

Hallo,

Als kind habe ich mit meinem bruder unterricht genommen, aber da mein bruder doch nicht so grosse intersse daran hatte, kam ich sehr langsam vorwärts, da er wenig geübt hatte.

das jahr darauf, ging ich alleine zum unterricht und es war viel besser, den der lehrer konnte auf mich eingehen.

wie viel es kostet? keine ahnung, haben halt meine eltern bezahlt, ging über eine musikschule.
evt ist es ja auch anders bei uns in der schweiz ;-)

lg nana