vorgezogene Schuleingangsuntersuchung

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von kati543 23.01.11 - 18:24 Uhr

Hallo,
nun ist es bei meinem Großen bald soweit. Er hat die vorgezogene Schuleingangsuntersuchung, da er im Kiga ein I-Kind ist. Wir wohnen in Hessen.
Was wird bei so einer Untersuchung gemacht und was ist dann das Ergebnis? Eigentlich ist von uns gewollt, dass er noch ein Jahr im Kiga bleibt.

Beitrag von moni68 23.01.11 - 19:00 Uhr

Hi,

wie wohnen auch in Hessen.
Aber ich muß nachfragen, weil ich nicht ganz verstehe. Sorry!

Er ist ein I-Kind und muss zur vorgezogenen Untersuchung. Ist das nicht die, für KANN Kinder? Soll er als I-Kind früher eingeschult werden?

Danke für Deine Aufklärung

Beitrag von kati543 23.01.11 - 19:23 Uhr

Nein, er soll eben nicht eingeschult werden. Die Untersuchung wird vorgezogen, dass er nicht in die Vorschulgruppe im Kiga kommt. Dann müsste er die ja 2 Mal machen, wenn er ein Jahr länger im Kiga bleibt.
Also er ist massiv im sprachlichen Bereich hinterher (über 1 Jahr). Intelligenz ist normal. Die Frage ist nun: jetzt einschulen lassen auf eine Sprachheilschule (täglich ca. 2 Stunden Autofahrt) oder eben noch ein Jahr warten und dann Regelschule mit oder ohne Helfer. Nur hat er meiner Meinung nach auf einer Sprachheilschule nichts verloren. Er ist sowieso Maikind. Bei ihm besteht wirklich eine begründete Hoffnung, dass er es in diesem einen zusätzlichen Jahr schaffen könnte. Bei meinem Jüngsten würde ich so etwas nicht einmal in Erwägung ziehen, aber bei dem Großen besteht eben Hoffnung.

Beitrag von moni68 23.01.11 - 19:33 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Er würde als "normal" nächstes Jahr eingeschult werden? Soll aber ein Jahr später gehen. Jetztversth ich es. Sorry, stand wohl auf dem Schlauch.

Mein Interesse rührt daher daß unsere Tochter im Dezember geboren ist und ich noch nie was von einer vorgezogenen Untersuchunge gehört habe. Allerdings steht für sie schon fest daß sie mit 6 Jahren, also 2013 eingeschult wird. Ich bin nicht für vorgezogenen Einschulung von kann-Kindern.

LG

Moni

Beitrag von kati543 23.01.11 - 22:13 Uhr

Ja, also normal wäre die Untersuchung nächstes Jahr, aber sie soll auf dieses Jahr vorgezogen werden. Ich würde meine Söhne auch nie vorgezogen einschulen lassen. Aber bei meinen Jungs ist das ja sowieso utopisch. Ich habe darunter selber als Kind gelitten. Mit 5 in die Schule zu kommen ist schon hart.

Beitrag von girl08041983 24.01.11 - 07:38 Uhr

Hallo,

also er wird erst nächstes Jahr eingeschult, ist dieses Jahr kein Muss oder Kann- Kind? Dann frag ich mich wieso er untersucht wird.

Bei uns gab es die Untersuchung in dem Jahr, wo Jerry eingeschult werden müsste (also als er ein Muss-Kind war), da wurde dann beschlossen, dass er ein Jahr noch weiter in den Kita geht und dieses Jahr kam dann die Nachkontrolle.

Was gemacht wird?

Also bei uns im Lande Bremen so üblichen Kram wie bei der U9:

Farben und Situationen in einem Buch benennen, Holzklötze so nachlegen wie die Ärztin das vor macht (das hat Jerry sogar richtig nach Farben sortiert, obwohl es nur um die Form ging), Hör- und Sehtest, allgemeines abhorchen, abtasten, wiegen und messen und dann noch ein Bild malen.


Lg

Beitrag von kati543 24.01.11 - 11:52 Uhr

Omar wird nächstes Jahr MUSS-Kind. Also die reguläre Schuleingangsuntersuchung hätte er so März-April nächstes Jahr. Und ab dieses Jahr September würde er ja in die Vorschulgruppe des Kiga gehen. Es geht also nicht um eine vorzeitige Einschulung, sondern erst einmal darum, ob er überhaupt nächstes Jahr in die Schule geht,oder noch ein Jahr zu Hause bleibt und wenn er geht, dann wohin. Denn eine Regelschule wäre dann definitiv falsch für ihn. Da würde er untergehen. Er hat eine Sprachentwicklungsverzögerung von über einem Jahr und ansonsten einen normalen IQ. Er ist sozial natürlich extrem schwach, da er nicht oder nur kaum kommunizieren kann. Andere Kinder verstehen ihn kaum. Bisher im Kiga haben ihn die größeren Kinder immer mit ins Spiel einbezogen. Von selbst kam von ihm nie etwas.

Beitrag von girl08041983 24.01.11 - 13:40 Uhr

Hi,

wir haben das ja so ähnllich mit Jerry, abgesehen halt davon dass es bei uns ein Schulprojekt im Kita gibt und keine Vorschulgruppe (machen aber das gleiche, denke ich). Also das Jahr Zurückstellen hat bei ihm sehr viel gebracht und er kann und wird jetzt in einer Regelschule angemeldet. Das Schulprojekt hat er jetzt 2 Jahre, statt normal 1 Jahr besucht, aber das war unabhängig von der Schuluntersuchung.

Er war dann noch in einer Gruppe die bei uns Sprachspass heißt, wo er vorher einen Citotest machen musste und die Sprachentwicklunng getestet wird. Den Test hat er letztes Jahr bestanden trotz der Sprachentwicklung und somit durfte er aus dieser Gruppe und hat jetzt nur noch seine normalen Therapien (also Logo und Ergo).

Das mit den anderen Kindern kenn ich, das hat sich im letzten Jahr bzw dieses Kitajahr auch geändert, er wurde auch immer als sozialschwach eingestuft, aber wie gesagt mittlerweile langweilt er sich mehr im Kita und er kann viele Dinge die er eigentlich in der Schule erst lernen sollte (rechnen, lesen, schreiben) und wo keiner gedacht hat, dass er halt das normal lernen wird.

Bei uns war die Zurückstellung kein Problem und das beste was wir machen konnten.

Bin jetzt gespannt wie es in der Schule wird und Donnerstag wird er angemeldet und er freut sich tierisch drauf.


Lg

Beitrag von kati543 24.01.11 - 16:36 Uhr

Genauso stelle ich mir das für meinen Großen auch vor. Ich denke einfach er ist noch nicht reif für die Schule.

Beitrag von girl08041983 24.01.11 - 22:08 Uhr

Was sagt denn seine Erzieherin bzw. der Kita?


Lg

Beitrag von jindabyne 24.01.11 - 12:30 Uhr

Ich wohne ja in Ba-Wü und meine Tochter ist ziemlich genauso alt wie Dein Sohn (auch ein Mai-Kind ;-)).

Sie hat jetzt am Mittwoch ihre Einschulungsuntersuchung. Die Untersuchung findet immer in dem Alter statt, damit man noch rechtzeitig vor dem Schuleintritt Förderungen in Angriff nehmen kann - für eine Familie, die seit vier Jahren ihr Kind in verschiedenen Therapien fördert, ein bisschen ein Witz...

Ich fühl mich die ganze Zeit ein bisschen wie auf einem anderen Planeten. Im Elternfragebogen, den ich gerade ausgefüllt hab, kann man nirgendwo passend eintragen, dass ein Kind mit einem Gendefekt geboren wurde #kratz Passt das nicht in die Statistik??? Scheinbar ist die Frage nach der Schulbildung und dem Alter der Eltern sowie dem täglichen Fernsehkonsum wichtiger #augen

Untersucht werden bei uns:
Sehen und Hören
Körpergröße und Gewicht
Sprache
Motorik
Malentwicklung
Mengenerfassung
Verhalten

Bin mal gespannt auf Mittwoch. Wenn es irgendwie geht, werde ich dann meinen dicken Bauch von der Couch hieven und mitgehen.

Lg Steffi

Beitrag von silkecoluccelli1 24.01.11 - 22:25 Uhr

Hallo,
wir kommen auch aus Hessen( Main Taunus Kreis). Wir hatten die vorgezogene Schuluntersuchung schon im Nov 010. Wir hatten sie so früh ,da der Antrag für sonderpädagogischer Förderungsbedarf bis zum 15.12.010 beim Schulamt vorliegen muss. Beim Gesundsheitsamt gibt man den kindern einfach mehr Zeit .In der Schule bei der Untersuchung haben sie ja nur ca.20 Min. Zeit.


Im einzelnen sah es so aus (soweit ich mich erinnere):
Seh und Hörtest

- Reihenmuster fortsetzen
- Material befühlen und benennen (Holz, Metall etc.)
- Bild malen (Mensch)
- Türmchenbau
- Sinnlossilben merken und wiederholen, z.B. Do-re-la-bu
- Zahlen bis 10 nennen und auch lesen (Würfel)
- Viereck,Dreieck usw... erkennen
- Stifthaltung

Merkfähigkeit getestet und ganz wichtig Aussprache
Wünsche euch alles Gute....
Silke