Krankengeld bei Bezahlung nach Stunden?

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Beitrag von anele88131 23.01.11 - 19:37 Uhr

hallo zusammen,
ich bin in einer praxis geringfügig angemeldet. eine mindeststundenzahl pro woche ist nicht vereinbart, das heißt ich bekomm halt je nach patientenlage meinen lohn.
letzt woche bin ich aufgrund einer magen darm grippe flach gelegen und hab meinem arbeitgeber gleich am telefon gesagt, dass ich ihm meine krankmeldung sobald wie möglich zukommen lassen werde.
da meinte er, dass eine krankmeldung in meinem fall gar nicht so wichtig ist, weil ich eh einfach kein geld bekomm wenn ich nicht arbeite (bin erst seit 4 wochen dort).
nun meine frage: habe ich tatsächlich keinen anspruch auf krankengeld nur weil im arbeitsvertrag keine stundenzahl angegeben ist? weiß das jemand? oder wer könnts wissen?

danke schonmal fürs antworten...
grüßle, anele

Beitrag von shampoo 23.01.11 - 21:13 Uhr

na, wenn du keinen festen stundenlohn hast, wie sollte es dann abgerechnet werden?
offensichtlich gibt es ja nicht mal einen richtwert bei dir, wieviele stunden du im durchschnitt arbeitest. arbeitest du keine stunden im monat - wenn du also nicht gebraucht wirst, bekommst du ja auch kein geld , oder?

Beitrag von anele88131 23.01.11 - 21:47 Uhr

hallo,
es ist zwar nicht festgelegt wieviele stunden ich arbeite, aber ich habe ja einzeltherapien, die sind ja zumindest für eine woche fix. deshalb bin ich davon ausgegangen, dass ich das geld bekomme, für die stunden, die ich ja da gewesen wär wenn ich nicht krank geworden wäre... (hoffe ich habs verständlich erklärt)

grüße

Beitrag von shampoo 23.01.11 - 21:51 Uhr

also bekommst du doch einen festen lohn für eine feste anzahl an stunden ? wenn du von einzeltherapien sprichst, muss es sich ja um eine feste stundenanzahl handeln...
schriftlichen vertrag hast du keinen ?

Beitrag von anele88131 23.01.11 - 21:57 Uhr

doch, ich habe einen schriftlichen vertrag. aber da steht drin, dass ich nach den stunden bezahlt werde, die ich arbeite (ist ja logisch). aber wieviele patienten ich pro woche habe ist davon abhängig wie`s mit der terminvereinbarung hinhaut. z.b. wäre ich letzte woche 7 h in der praxis gewesen, kommende woche hab ich aber einen patienten mehr, demnach auch mehr stunden...

Beitrag von shampoo 23.01.11 - 22:03 Uhr

also hast du dementsprechend auch kein festes gehalt- sei es auch noch so gering.
das bedeutet eben auch - wenn du nicht arbeitest, aus welchem grund auch immer , hast du keine stunden und bekommst demzufolge auch kein geld.
lohnanspruch in dem sinne hast du auch nicht.

wer bezahlt deine krankenversicherung ?

Beitrag von susannea 23.01.11 - 22:00 Uhr

Auf Krankengeld nciht, aber auf Lohnfortzahlung natürlich.

Beitrag von anele88131 23.01.11 - 22:04 Uhr

ja, lohnfortzahlung mein ich ja :)
das heißt ich geb meinem AG meinen stundenzettel und sag ihm, dass ich die stunden, die ich da gewesen wär mit aufgeschrieben hab, und er soll sie mit abrechnen?
danke,
anele

Beitrag von shampoo 23.01.11 - 22:04 Uhr

lohnfortzahlung auf was denn ?

wenn sie nur bezahlt wird, wenn sie arbeitet ?
sie hat ja keine stundendefinition wonach abgerechnet werden kann.

Beitrag von anele88131 23.01.11 - 22:05 Uhr

wen kann ich denn da fragen? arbeitsamt? oder wer könnt sowas definitiv wissen?

Beitrag von shampoo 23.01.11 - 22:19 Uhr

http://www.erwin-denzler.de/arbeitsrecht.html

lies mal da nach... aber wie so vieles im netz - ohne gewähr !
ich bin da im moment ratlos...

Beitrag von anele88131 23.01.11 - 22:20 Uhr

trotzdem dankeschöön :-)#herzlich

Beitrag von susannea 23.01.11 - 22:15 Uhr

Dafür gibts auch eine Berechnugnsformel. Ja, darauf hat sie auch anrecht, egal ob sozialversicherungspflichtig oder Minijob!

Beitrag von anele88131 23.01.11 - 22:16 Uhr

berechnungsformel??

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 07:26 Uhr

Google doch einfach mal.
Ich meine, es wird der durchschnittliche Verdienst der letzten 3 Monate oder 12 Wochen zugrunde gelegt.

Wenn die letzte Woche aber Deine 4te Woche im Beschäftigungsverhältnis dort war, bekommst Du eh nichts bezahlt.

Gruß,

W

Beitrag von susannea 24.01.11 - 08:39 Uhr

Auch das kommt auf den Vertrag an, aber meist wird erst ab der 5. Woche bezahlt, dass stimmt.

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 09:55 Uhr

Das ist die gesetzliche Regelung.

Gruß,

W

Beitrag von susannea 24.01.11 - 10:17 Uhr

Ja, aber die wird natürlich von vielen Tarifverträgen außer Kraft gesetzt ;)

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 07:24 Uhr

Nicht in den ersten 4 Wochen des Arbeitsverhältnisses!

Gruß,

W

Beitrag von susannea 24.01.11 - 08:45 Uhr

Das hängt vom Vertrag ab. Welcher Tarifvertrag gilt usw. viele sehen das nämlich vor ;)

Aber gesetzlich erst ab der 5. Woche, das stimmt!

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 09:56 Uhr

Gäbe es einen günstigeren Tarifvertrag, würde der AG sich ja nicht quer stellen.

Beitrag von susannea 24.01.11 - 10:18 Uhr

Das denke ich nicht. Auch die gesetzliche Regelung gilt ja für alle und trotzdem wollen sie bei 400 Euro Jobs oft nicht bezahlen. Da interessiert auch niemanden, was sie müssen.

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 13:03 Uhr

Einigen wir uns darauf, dass die gesetzliche Regelung das Maximum dessen sein dürfte, was die TE rausschlagen kann.

Gruß,

W

Beitrag von susannea 24.01.11 - 13:11 Uhr

Nein, es ist das Minimum dessen, was herausgeschlagen werden kann ;)

Beitrag von imzadi 24.01.11 - 02:02 Uhr

Wenn jetzt jeder 400 € Jobber Geld verlangen könnte für die Zeit die er nicht arbeitet, wo wäre dann noch der Arbeitgebervorteil?

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