Fruchtwasseruntersuchung ja oder nein

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mutterschatz 23.01.11 - 19:53 Uhr

Hallo zusammen,

habe eine Frage zur Fruchtwasseruntersuchung:

ich war am 13.01. zur Nackenfaltenmessung (und Blutentnahme) und habe am jetzt am Freitag bei meinem Arzt angerufen: das Risiko laut meines Alters hat sich durch die Messung von 1:336 auf 1:427 verbessert; ein Blutergebnis hat sich von 1:687 auf 1:11000 verbessert; aber der andere hat sich von 1:330 auf 1:93 verschlechtert!!!!!#schock

Mein Arzt meinte, dass das schon mal vorkommt, er hat aber noch nie erlebt, dass bei nur einem schlechten Wert dann wirklich ein "besonderes" Kind kam. Sicherheit gibt es aber nur mir der Fruchtwasseruntersuchung (1% Gefahr einer Fehlgeburt)

Ich bin total am Verzweifeln!!! :-( Ich weiß gar nicht was ich tun soll? Ich weiß nicht, ob ich / wir einem Kind mit Down-Syndrom gewachsen wären, glaube sogar eher nicht. Auf der anderen Seite weiß ic h auch nicht, ob ich einen Abbruch vornehmen lassen könnte. Oder was ist, wenn das Kind gesund ist und durch die Fruchtwasseruntersuchung abgeht?

Hat jemand mit solchen Ergebnissen, Fragen, Ängsten irgendwelche Erfahrungen oder Tipps für mich?
Sorry fürs bla-bla. #bla Bin ziemlich durcheinander.

Danke für zahlreiche Antworten!

Beitrag von christinadietrich79 23.01.11 - 20:06 Uhr

Hallo,
lass Dich mal #liebdrueck
Ich kann Deine Sorge verstehen...
Die NFM würde ich niemals machen lassen, da ich schon des öfteren gehört habe, dass das Kind anschließend gesund war obwohl sich die Ärzte sicher waren, dass es das Down-Syndrom hat.
Von der Fruchtwasseruntersuchung bin ich auch nicht begeistert und würde diese auch niemals machen lassen.
Würde aber an Deiner Stelle einen feindiagnostischen Ultraschall machen lassen. Dieser ist die harmloseste und sicherste Methode.
Frag mal Deinen FA ob er Dir eine Überweisung hierfür ausstellt.
Ich hätte auch nicht gewusst ob ich einem Kind mit D-S gewachsen gewesen wäre. Aber die Chance das es dieses hätte, war zu gering, da wir in der Familie niemanden haben mit D-S
Wünsch Dir alles Liebe
Christina & Maja 6 1/2 Monate #verliebt

Beitrag von tonip34 23.01.11 - 20:21 Uhr

Hi, sorry aber kein Arzt wuerde nach einer NFM sicher sagen das das Kind ein DownSyndrom hat, diese Diagnose darf und kann es so doch gar nichr stellen, er kann nur eine Wahrscheinlichkeit einer Behinderung berechnen , mehr nicht !

lg toni

Beitrag von christinadietrich79 23.01.11 - 20:39 Uhr

OH doch!!!!
Ist einer Freundin von mir passiert!!!!
Das gibt es sehr wohl!
#augen#augen

Beitrag von tonip34 23.01.11 - 21:23 Uhr

...ich glaube damit wuerde er sich sogar strafbar machen. Es ist ein grosser Unterschied zu sagen, die Wahrscheinlichkeit das Ihr Kind Down Synrom hat ist recht hoch, oder Ihr Kind hat zu 100 % das Down Syndrom...

Ich arbeite selber mit Patienten und weiss wie schnell was missverstanden wird...mir wurde schon so oft was Zugetragen was ich so nie gesagt habe...

Aber ok ...

Beitrag von christinadietrich79 23.01.11 - 21:45 Uhr

Es war so wie ich es gesagt habe.
Der FA war allerdings schon älter und hatte sich nie so richtig Zeit für sie genommen.
Mittlerweile ist er im Ruhestand!

Beitrag von munin 23.01.11 - 20:13 Uhr

Hallo!
Ich kann gut verstehen was du gerade durchmachst.
Bei mir war es genauso. Der Bluttest war besser aber nach der Nackenfaltenmessung war ein Risiko von 1:200. Ich habe schon zwei gesunde Kinder und für uns war dann die Frage was wir machen.
Wir haben uns dann für die Fruchtwasseruntersuchung entschieden.
Die Untersuchung war am Dienstag. Am Donnerstag hatte ich dann das Ergebnis des Schnelltest. Unser Kind hat keine Auffälligkeiten. Das entgültige Ergebnis erfahren wir nach 2 Wochen. Leider habe ich am Freitag eine leichte Blutung bekommen. Aber dem Kind geht es gut und ich muß das Bett hüten.
Es ist keine leichte Entscheidung. Ich weiß auch nicht ob ich einen Abbruch vornehmen könnte.
Ich wünsche dir viel Kraft egal wie deine Entscheidung ausfällt.
LG Andrea

Beitrag von co.co21 23.01.11 - 20:17 Uhr

Die einzige Frage, die du dir eigentlich zur Beantwortung stellen musst, ist: Werde ich einen Abtreibung vornehmen lassen bei einem schlechten Ergebnis.

Normalerweise sind sich die Frauen, was das angeht immer sehr sicher, zumidnest wenn die Antwort JA ist.

Denn nur dann macht eine FWU auch Sinn, wenn deine Antwort nein ist, oder du unsicher bist, ob du das kannst, dann würde ich an deiner Stelle die Untersuchung auf keinen Fall machen lassen.

Ich persönlich würde eine FWU oder auch eine sonstige invasive Untersuchung nie durchführen lassen, weil für uns klar ist, wir nehmen unser Kind so, wie es ist, und ich könnte es einfach niemals im Leben töten #heul Von daher wäre die Untersuchung für uns sinnlos.

LG und alles Gute
Simone

Beitrag von kaykay86 23.01.11 - 20:18 Uhr

Hallo!

Also wir haben uns sogar gegen die NFM entschieden und erst recht gegen eine Fruchtwasseruntersuchung.

1. Hoffen wir auf das Beste.
2. Denken wir, dass das, was wir bekommen ein Geschenk ist, egal wie es dann aussieht (auch wenn ich es mir schwer vorstellen könnte)
3. Sind nicht immer alle Ergebnisse richtig. Oft sind ergebnisse fälschlicherweise richtig und andersrum...
4. Gibt es eine (meinermeinungnach) hohe Rate an Fehlgeburten/Abgängen


Ich denke wir vertrauen da einfach auf Gott. Man kann nicht alles 100 % kontrollieren.


Aber denk enfach darüber nach und hör auf dein Bauchgefühl...

Ich wünsch euch alles Gute!!!

KayKay

Beitrag von anyca 23.01.11 - 20:28 Uhr

Aus genau dem Grund habe ich die NFM gar nicht erst machen lassen.

Mein Erfahrungshintergrund: In meiner Familie gibt es drei behinderte Kinder, bei denen NFM oder FWU nichts angezeigt hätten (zwei sehr seltene Sachen, nach denen gar nicht gesucht wird, ein Unfall im Kleinkindalter). Bei den beiden genetisch kranken Kindern wurde das erst mit einem bzw. zwei Jahren festgestellt.

Von daher ist es aus meiner Sicht eh Schicksal, ob man eines Tages mit einem behinderten Kind dasteht oder nicht. Du weißt ja auch nicht, ob Dein Partner (Elternteil, Geschwister ...) morgen behindert ist und derjenige wäre ja trotzdem noch Dein Angehöriger. Genau wie Dein Kind.

Alles Gute!

Beitrag von juulsen 23.01.11 - 21:40 Uhr

... und nur um das Ganze zu vervollständigen... nur 4% der Behinderungen sind pränatal diagnostizierbar! Der Rest entsteht post- und perinatal.
Ich habe es bewusst nicht machen lassen, das Risiko auf Fehlgeburt von 1:100 ist im Vergleich zu dem Risiko auf Down-Syndrom als häufigste pränatal diagnostizierbare Behinderung (bei Alter der Mutter von 30 Jahren 1:850) einfach zu hoch...Ausserdem find ich Down-Syndrom keinen Grund für eine Abtreibung, das Leben mit 3 Chromosomen ist durchaus lebens- und liebenswert. Ich arbeite mit geistig behinderten Erwachsenen und glaub mir: es gibt nicht DEN Menschen mit Down-Syndrom. Die Ausprägung ist krass unterschiedlich.... Wusstest Du, dass in Spanien ein Mann mit Down-Syndrom das Lehramtsstudium gemacht hat? Alle übrigen Behinderungen, die man bei einer FWU erkennen kann sind noch seltener und zu einem großen Teil nicht vom Alter der Mutter abhängig.
Das Organscreening habe ich bekommen, das war super. Für den Fall, dass eine Komplikation entdeckt worden wäre, könnten bei der Geburt Spezialisten bereitstehen o.ä. und die Untersuchung schadet nicht.