Stillen/Fertignahrung

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von visa 24.01.11 - 00:11 Uhr

Hi Ihr Lieben,
inzwischen ist meine Maus 6 Monate alt - und wir stillen - sie kommt in 2-3 std abständen (auch nachts :-(( ).
Meine Hebi meint - ein 6 monate altes kind muss nachts nicht mehr trinken...soll schlafen.

Ich hab es auch schon mit Fertigmilch probiert - das wenn sie kommt ich ihr diese anbiete (in der Hoffnung das dies irgendwie länger hält)
Wen ich abpumpe, hab ich so wenig Milch - ca. 40-50Ml - das ist doch sehr wenig - kein wunder das sie nicht satt wird.
Leider nimmt sie die Fertigmilch nicht - das riecht auch so komisch - ist das normal ??? oder hab ich nur komische erwischt - ich hatte das von Humana Pre und Bebevita Pre - aber beides hat komisch gerochen...da ist mir ja auch schon schlecht geworden. Danach hab ich dann auch aus Kostengründen kein paket mehr gekauft. Wie ist den Milupa - Apatamil und so? kann mir das jemand sagen ? oder die 1er Milch ? riecht die auch so komisch ?
LG Visa

Beitrag von unoduetre 24.01.11 - 01:17 Uhr

riecht alles komisch, schmeckt auch doof,ich finds auch nich so lecker!
Deine Tochter ist wenigstens älter als meine, ich hab auch gerade MIlchmangel und hungriges Kind und bin nich wirklich ermutigt gerade.
Eventuell hat deine Tochter schon INteresse an anderer Nahrung, sprich morgens und abends einen Hirseflockenbrei , irgendwann dann mit einem teelöffel Obst drin....
Meine erste Tochter fand das extrem gut und schlief dann wieder besser.
Ich hab sie aber noch lange gestillt.

Beitrag von zahnweh 24.01.11 - 01:35 Uhr

kleiner Tipp:

öfter anlegen regt die Milchproduktion an.
zufüttern nimmt einmal Saugen weg, wodurch weniger Milch nachproduziert wird. das führt zu weiteren Versuchungen zu zufüttern und weiterem Milchrückgang.

Ich weiß, die erste Zeit im Wachstumschub war anstrengend. Nach ein paar Tagen hat sich die Milchproduktion meist auf die erhöhte Nachfrage eingependelt. Meine hat in der Zeit stündlich getrunken. Kaum war der Wachstums-/Entwicklungsschub vorbei oder der Zahn da, war's wieder alle 3-4 Stunden und die Milchmenge passte sich wieder an :-)

Beitrag von zahnweh 24.01.11 - 01:30 Uhr

Hallo,

meine stillte damals auch nachts öfter noch. Nicht so sehr weil sie trinken wollte, sondern - Zähne bekam und Schmerzmittel brauchte (Muttermilch), Infekt ausbrütete oder herumbrütete, Entwicklungsschub machte etc.

Ich hab sie dann einfach zu mir genommen und sie trank von selbst so oft sie es brauchte. Nach einiger Zeit schlief sie wieder "durch" (wobei durchschlafen laut unserem Kinderarzt mind. 6 Stunden am Stück bedeutet, auch dann wenn das Kind die restliche Nacht stündlich wach ist)

Der Gedanke Fertigmilch zu geben liegt Nahe. Aber wenn sie es wirklich braucht (Trinken, saugen, beruhigen oder was auch immer in dem Moment), dann wird sie auch mit Flasche nicht "durchschlafen".

Zumal zusätzliches Fläschchen geben oft ein leises Abstillen einläutet, da dadurch weniger oft gesaugt wird, dadurch wird weniger Milch produziert, Kind will öfter/mehr, was die Versuchung der Flasche erhöht und wieder weniger gesaugt/Milch angeregt wird ;-)

Wenn dein Kind Fertigmilch ablehnt und lieber stillen will und dein Bauchgefühl/Geruchssinn sie ebenfalls ablehnt, lass ihr noch das Stillen. Mach es dir nachts gemütlich, verbanne Uhren aus deinem Sichtfeld (denn nur wer auf die Uhr schaut, weiß wann er/sie wach wurde), und denke dran: es wird nicht ewig dauern.

Beitrag von lhyra 24.01.11 - 08:00 Uhr

Ähm sorry, ich krich grad einen hysterischen Anfall:
*WAS* hat Dir Deine Hebamme gesagt?!
So ein Riesenmegablödsinn!
Verzeihung. Das sins Ansichten aus den guten 70ern, die mit heutigen Erkenntnissen in bezug auf das Stillen nichts zutun haben. Muttermilch und Pulvermilch haben nur sehr wenig gemeinsam.
Deswegen stimmt es absolut nicht, daß ein 6 Monate altes Baby nachts nicht mehr stillen braucht. #augen
Dazu hat Prof. Dettwyler einen sehr schönen Artikel verfasst:
http://www.uebersstillen.org/kdnotted.htm
Die Frau ist Ernährungswissenschaftlerin und Antropologin und hat mehr Schnall von diesen Dingen, als Deine "Hebi".
Also schmeiß die Folgemilch weg und gib Deinem Kind, was es braucht: Deine Milch.
#herzlich Grüße!
L.
P.S.: Ich kenne 2 ehemalige "Flaschenkinder" die nachts 2 Flaschen brauchten bis sie mit 2 Jahren plötzlich damit aufhörten.
So ein Schwachsinn.... (sorry, aber solche Unwahrheiten bringen mich auf die Palme).

Beitrag von berry26 24.01.11 - 08:46 Uhr

Hi,

1. deine Hebamme ist warscheinlich kurz vor der Rente!! Solche Ansichten sind jedenfalls mind. 20 Jahre alt und bewiesener Schwachsinn!! Ein Baby wird nach BEDARF gestillt und das Tag UND Nacht!

2. Vergiss die Fertigmilch! Damit reduzierst du deine Milchproduktion

3. Die Pumpmenge, Trinkdauer und Trinkabstände sagen NICHTS über deine Milchproduktion aus! Ein Baby kann wesentlich mehr aus der Brust "melken" wie eine Pumpe pumpen kann. Würde ich mein Baby mit abgepumpter Milch füttern wollen, dann würde die Kleine verhungern, da ich auch max. 40-80 ml pumpen kann.

Meine Tochter ist 7,5 Monate und stillt nachts sogar mehr als tagsüber! Das ist völlig normal und ok.

Du solltest einfach nach Bedarf weiter stillen und deine Hebamme in Bezug auf Stillen vergessen! Sie hat wirklich keine Ahnung!

LG

Judith

Beitrag von lhyra 24.01.11 - 08:49 Uhr

#pro
Nur mal eben so! :-)

#herzlich
L.

Beitrag von berry26 24.01.11 - 09:05 Uhr

#hicks

Beitrag von anarchie 24.01.11 - 09:07 Uhr

hallo!

Ein Kind mit 6 Monaten braucht vielleicht rein anatomisch keine nahrung mehr nachts, aber essen/nuckeln ist mehr als nahrung...den tag verarbeiten, sicherheit, nähe...

Zudem erleben viele kinder tags soviel, dass sie einafch zu wenig essen - und dann anchts nachholen!

Ein baby mit 6 Monaten draf druchaus nachts noch einige male zum stillen kommen!

Deine hebamme ist da nicht wirklich fit scheinbar...

Die who empfiehlt stillen nach bedarf!

zur kunstmilch kann ich nichts sagen, wowas mussten meine kinder nie essen...ich finde sie widerlich, schon vom geruch her..

lg

melanie mit 4 Stillkindern

Beitrag von nele27 24.01.11 - 09:36 Uhr

***.ich finde sie widerlich, schon vom geruch her..***

Allerdings - am schlimmsten stinkt Bebivita #zitter

Mein Anton fand das Stinkezeug allerdings total super, als ich umstellen musste...

Beitrag von nsd 24.01.11 - 10:05 Uhr

Hi!
Meine Maus ist zwar erst 9 Wochen aber in den letzten 10 Tagen hat sie 7 Mal komplett durchgeschlafen (22 Uhr bis etwas zwischen halb 7 und halb 9) und die restlichen 3 Tage ist sie einmal in der Nacht ca. 4 Uhr gekommen (ab ca. 22 Uhr) (*freu*) und ich stille nach Bedarf. Hast du mit der Hand abgepumpt oder mit der Maschine? Mit der Hand hatte ich auf einer Seite nach 30 Minuten nur 10 ml, aber mit der elektrischen Pumpe da hatte ich in 10 Minuten auf einer Seite 50-60 ml. Ich habe in der 3. und 4´. Lebenswoche voll abgepumpt.

Ich kann dir jetzt nicht wirklich helfen, aber ich wollte dir nur die mögliche Differenz zwischen Handpumpe und elektrischer Pumpe zeigen. Dein Kind ist beim abpumpen noch besser...

Beitrag von raleigh 24.01.11 - 11:31 Uhr

Die Stillabstände sind unbequem, aber erscheinen mir normal. Insbesondere, wenn es phasenweise ist. Ich selber habe fast die gesamte Stillzeit solche Abstände gehabt.

Deine Hebi erzählt Quatsch, was unter Hebammen wohl auch jetzt noch üblich ist. Natürlich muss dein 6 Monate altes Baby nicht durchschlafen. Wäre zwar schön, aber die wenigsten tun einem den Gefallen, meistens unabhängig davon, ob man sie bis zum Anschlag abfüllt oder nicht und womit.

Per Milchpumpe die "Milchleistung" kontrollieren zu wollen, funktioniert auch nicht. Was auch immer man da abpumpt, steht nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem, was dein Kind da so rausholen kann.

Wenn du jetzt nicht abstillen wolltest, würdest du dein Kind weiter nach Bedarf anlegen, also vermutlich öfter als gewohnt, damit die Milchbildung in Schwung kommt und das mit Stilltee oder alkoholfreiem Hefe-Weizen unterstützen. Das ist so die Grundregel (in der Theorie): öfter Anlegen = mehr Milch. Und theoretisch klappt das bis ins Kindergartenalter und auch mit zwei Stillkindern.

Natürlich muss man schauen, dass das Kind weiter zunimmt und selbst entscheiden, wann die persönliche Belastungsgrenze erreicht ist. Die kann natürlich auch dann erreicht sein, wenn die Vorstellung, dass dass Baby nicht völlig satt ist, an den Nerven zerrt.

Wenn dir das Abstillen ganz recht kommt, dann würde ich mit Pre-Milch anfangen, weil die am verträglichsten ist. Welche Sorte ist dabei relativ egal, jedes Kind verträgt die anders. Und Kunstmilch riecht immer seltsam. Für mich roch die (und schmeckte) vor allem nach Eisen und Sahne.