muss ich ein schlechtes gewissen haben??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von pink-panther86 24.01.11 - 08:08 Uhr

hi mädels!!

erstmal ne runde#tasse zum wach werden!! :-D

also... ich hab mich beworben und tatsächlich noch in letzter sekunde eine arbeitsstelle gefunden. so jetzt bin ich #schwanger in der 12/13 ssw und hab nichts gesagt!
eigentlich muss ich ja auch beim bewerbungsgespräch nichts sagen, zudem hab ich ja übers arbeitsamt gesucht und die wussten bescheid und haben speziell auch nichts gesagt!
natürlich weiß ich jetzt, dass ich nur bis ende juni anfang juli rum arbeiten werde, bis ich in mutterschutz gehe.
wann sollte ich es denn sagen, was meint ihr dazu? bin gerade total verunsichert wie ich jetzt handeln soll!#zitter
irgendwie komm ich mir gerade blöd vor, weil ich mich ja irgendwie reingeschlichen hab, aber ich bin auf ein richtiges gehalt angewiesen und das ich auch mal richtig gearbeitet habe, weil ich direkt am schluss meiner ausbildung schwanger geworden bin!!

alles so verwirrend....sorry für das viele #bla#bla am morgen..aber wenn ihr tipps oder gute ratschläge hättet, wie ich mich verhalten könnte, wäre es sehr nett von euch!

danke schonmal im vorraus, muss jetzt arbeiten gehen, meld mich gegen abend wieder!!:-)

einen schönen tag noch!#winke

Beitrag von timpaula 24.01.11 - 08:14 Uhr

Hey Guten Morgen,

also ich habe so schon angst davor, meinem chef zu sagen, dass ich schwanger bin, wüsste gar nicht wie ich mich in deiner situation fühlen würde...

also ich hätte so definitiv nicht gehandelt, andererseits, jeder ist sich selbst am nächsten.

ich wünsch dir alles gute

lg Susi #winke

Beitrag von sweatheart83 24.01.11 - 08:35 Uhr

Also ich bin ja auch immer noch auf arbeitssuche. Hatte letzte woche ein telefonat mit dem job center.
Da wurde mir auch gesagt es ist keine pflicht es dem AG beim Vorstellungsgespräch zu sagen. Aber das jeder das selber für sich entscheiden muss. Weil sieht ja irgendwie auch blöd aus wenn du dann irgendwann die beichte ablegst und somit raus kommt du warst von anfang an nicht ganz ehrlich.

Ich denke auch das muss jeder für sich entscheiden. Ich würde von anfang an mit offenen Karten spielen!

Lg

Beitrag von himbeerstein 24.01.11 - 08:44 Uhr

Hallo #winke

nein, bitte kein schlechtes Gewissen haben! Ich kann dich super gut verstehen, ich bin auch (ungeplant) schwanger geworden und das dummerweise EXAKT an dem raus gefunden, an dem meine Probezeit rum war und ich einen Festvertrag hatte. Na klar sah das so aus als hätte ich es ganz genau geplant.

(Hatte ich aber nicht, überhaupt nicht) #schwitz
Aber im Grunde... Ist das nicht schrecklich dass wir uns "schämen" schwanger zu sein?? Mal im ernst, das kommt ja nur, weil wir WISSEN dass die Arbeitgeber das nicht wollen. Und ist das unser Problem?

Ich finde es wirklich schlimm, dass die Arbeitslosenrate am höchsten ist bei Müttern mit kleinen Kindern. Weil keiner einen junge Mutter einstellt. Schämen sich die Betriebe dafür? Haben die ein schlechtes gewissen? Ganz sicher nicht.

Also bitte.. steh voll und ganz hinter deinem Kind, es kann dir ja nichts passieren.
Ich würde sagen dass du dachtest dass das Arbeitsamt es gesagt hätte.
ist es denn ein Festvertrag? ich hoffe doch. Denn bei bestimmten Verträgen gilt der Kündigungsschutz für Schwangere NICHT.

viel Glück #klee#liebdrueck

Beitrag von sephora 24.01.11 - 08:46 Uhr

Hallöchen,
ich kann dich sehr gut verstehen! Ich habe genau das gleiche Problem! Nachher ein Vorstellungsgespräch und ich weiss ganz genau, wenn ich sage dass ich schwanger bin bekomme ich den job nicht.
Das würde ja ganz ehrlich gesagt kein Chef der Welt machen. Ist ja nicht gerade toll für ihn..
ABer auf der anderen Seite brauche ich auch die Kohle! Daher, denke erstmal an dich und dein Baby...in zwei Monaten spät. muss man dann mit der Wahrheit raus. Das ist unangenehmen, aber mei, machen können sie ja nix.

Andernfalls hättest du den job wohl nie bekommen.
Ich weiss aber wie blöd man sich dabei fühlt. Habe eigentlich auchkeine lust zu lügen..aber anders gehts eben nicht.

lg

Beitrag von pheobie.2 24.01.11 - 08:58 Uhr

Hallo,

ich kann dich auch verstehen, aber natürlich ist die Vertrauensbasis erst einmal weg, wenn du jetzt mit der Wahrheit kommst.

Ich würde dir vorschlagen deinem Chef deinen guten Willen zu zeigen und ihm klar zu machen, dass du dir darüber bewusst bist, dass es für seine Firma nicht so toll war, aber das du die Firma unterstützden möchtest.

So würde ich ihm anbieten auf die ersten Wochen Mutterschutz, die bis zum Entbindungstermin gehen, zu verzichten. Das ist gesetzlich ok, solange du dich formlos schrifltich dafür aussprichst.
Und dann würde ich zusehen, dass ich nach den 8 Wochen Mutterschutz nach dem ET bald wieder auf Arbeit bin. Mit Hilfe von Betriebskita, Tagesmutter und/ oder Oma.
Ich kann verstehen, wenn dein Chef so gar keine Lust hätte dich ein Jahr in den Mutterschaftsurlaub zu schicken, da du ja noch nicht einmal halb so lange da wärest, wie du "unbezahlt" frei haben würdest wollen.

Und mit diesem Modell wärest du nur knapp 8 Wochen weg. Ich denke, das würde dich in ein sehr positives Licht rücken.
Was arbeitest du denn? Vllt wäre ja auch eine Halbtagsstelle für die erste Zeit drin, oder die Arbeit von zu Hause.

Ich befürcht ohne ähnlichem Entgegenkommen deinerseits wird die Stimmung dir gegenüber so vergiftet, dass du nach dem Elternjahr sonst auch nur von selbst kündigen würdest.

Liebe Grüße und alles Gute,
pheobie

Beitrag von sarosina1977 24.01.11 - 09:15 Uhr

GENAU diese Situation ist der Grund dafür, warum ich mich vor 7 Jahren selbstständig gemacht habe. Ich hatte quasi einen Festvertrag in der Tasche und habe am Tag vor der Unterschrift festgestellt, dass ich schwanger bin. Ich Trottel war so ehrlich und hab das dem Arbeitgeber gesagt - plötzlich hatte man es sich anders überlegt.

Nun ja. Jetzt bin ich Freiberuflerin, arbeite von zuhause aus und brüte jetzt in aller Ruhe unser zweites Kind aus.

Allerdings gab es dennoch einen Wehrmutstropfen: Ein Auftraggeber ist vorletzte Woche von einem Projekt abgesprungen - gut, der ET lag genau im Zeitrahmen der Projektumsetzung. kann ich verstehen.

Ansonsten mache ich mir derzeit um nichts wirklich Sorgen. Allerdings kriege ich bedeutend weniger Elterngeld als Angestellte. Genau gesagt: Nur den Mindestsatz. Ich habe nämlich kein großes Unternehmen, das jeden Monat satte Gewinne abwirft, sondern eine One-Women-Show, mit der ich gut über die Runden komme. Wenn das Baby erst mal da ist, werde ich bedeutend weniger in der Kasse haben.

Kann Dir leider für Deine Situation keinen Rat geben.

Alles Gute!

Beitrag von marienkaefer1985 24.01.11 - 09:33 Uhr

Ich habe nach genau einem Monat in der neuen Firma erfahren, dass ich schwanger bin. Da war ich allerdings schon in der 11. Woche.

Wenn man also zurückrechnet, war ich schon schwanger, als ich meine Bewerbung abgeschickt habe, mein Vorstellungsgespräch hatte, meinen Vertrag unterzeichnet habe und meinen allerersten Tag hatte.

Aber ich habe es halt erst ziemlich spät erfahren.

Hatte auch bammel, es meinem Chef zu sagen, aber der hat sehr cool reagiert.

Viel Glück dir! #winke

Beitrag von leeoo 24.01.11 - 10:11 Uhr

Hi,

ich hätte kein großes Problem damit, den Job anzunehmen!

Nicht umsonst ist es das gute RECHT der Frau, das bei Bewerbung, Vorstellungsgesprch etc. zu verschweigen!

Diskreminierung wegen Schwangerschaft?! Ja geht es noch?! Deswegen, obwohl man qualifiziert ist, den Job nicht bekommen?! Nein!

Ich würde auch nicht auf den Mutterschutz verzichten, denn der steht Dir gesetzlich zu und Du wirst ihn brauchen, glaube mir!
Ich würde auch nicht eher als in einem Jahr nach der Geburt arbeiten gehen, denn Du lebst für das Kind und nicht für die Arbeit!

Wenn es ein guter Chef ist, dann kann man mit ihm über alles reden ...

Ich wünsche Dir alles gut und bleibe stark!

leeoo mit #ei 18+3

Beitrag von lilly-marlene 24.01.11 - 11:02 Uhr

Hallo :)

Also der Gesetzgeber sieht bei genau 2 Fragen vor, dass du lügen darfst bei der Bewerbung...
Zum Einen bei der frage ob du in einer gewerkschaft bist und zum zweiten bei der Frage ob du schwanger bist....

Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben.
Wenn ich was finden würde, würde ichs auch so machen. Du bist rechtlich auf der richtigen seite.

Die betriebe sind selber schuld, dass es solche gesetze gibt, schließlich resultieren sie aus deren Verhalten Schwangeren gegenüber.
Keiner würde dir danken für deine Ehrlichkeit und dir trotzdem die Stelle geben, weil du ja dann ausfällst und das den Betrieb nun mal kostet.

Und die Betriebe wissen auch das du bei dieser sache die wahrheit verschweigen darfst und dürften dir THEORETISCH keinen Vorwurf machen.

Du musst selber für dich hinter der sache stehen. Sei selbstbewusst wenn dus dem Chef sagst. Du hast nix falsches getan.
Und auf Mutterschutz und Elternzeit würde ich auch nicht verzichten, das steht dir ebenso rechtlich zu.
Du brauchst das geld. so wie es jeder andere auch bräuchte, was ja auch völlig verständlich ist. so muss es ja auch sein. frau geht arbeiten um für sich zu sorgen und für die bevorstehende elternzeit.

also: seit stark.
ich wünsche dir alles gute

#winke

Beitrag von pink-panther86 24.01.11 - 19:32 Uhr

wow danke für soviel antworten und meinungen, dass hilft mir echt weiter!!:-)

also ich hab grad in einem call center angefangen und es macht spaß und die leute dort so wie meine vorgesetzten scheinen echt locker drauf zu sein. da hab ich auch keinen schiss mehr es zu sagen!:-D

echt #herzlichdank nochmal für eure mühen mir zu helfen!!#liebdrueck

schönen abend noch!!#winke