Zwangsversteigerungen! Wer hat Tips?

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von anke515 24.01.11 - 08:20 Uhr

Wir möchten bald was Eigenes kaufen, da es in einer Stadt wie Köln so teuer ist zu mieten, daß man besser einen Kredit abbezahlt.

Wir haben uns entschieden lieber IN der Stadt zu bleiben und schauen uns deshalb nach einer ETW um.

Jetzt die Frage:

Kennt sich jemand mit Zwangsversteigerungen aus?

Wir werden uns morgen mal eine ansehen um ein Bild davon zu bekommen, wie das ganze so abläuft.

Meine größte Sorge ist, daß man sein ganzes Erspartes dareinsteckt und dann aber den insolventen Ex-Besitzer oder den Mieter nicht rausbekommt.
Was macht man in so einem Fall?

Grundsätzlich ist so eine ZV aber eine gute Sache, oder?
Man kann sich zwar selten das Objekt ansehen, hat dafür aber ein unabhängiges Gutachten eines Sachverständigen, was ehrlicher ist als so manches Maklerexposé.

Freue mich auf Tips und Erfahrungen.

Beitrag von wemauchimmer 24.01.11 - 09:20 Uhr

Also, ich kenn es so:
Ist das ersteigerte Objekt vermietet, dann mußt Du den Mietvertrag mit allen Rechten und Pflichten zunächst übernehmen. Du könntest dann eine Eigenbedarfkündigung versuchen, wenn der Mieter sich wehrt, wirst Du aber schlechte Karten haben, weil Du ja quasi den Eigenbedarf selbst herbeigeführt hast.
Ist das Objekt lediglich vom Vorbesitzer bewohnt, kannst Du ihn sofort auf die Straße setzen lassen. Er hat dann kein Wohnrecht, er hat keinen Mieterschutz, er hat da nichts mehr zu suchen in Deinem Eigentum.
LG

Beitrag von parzifal 24.01.11 - 20:00 Uhr

"wirst Du aber schlechte Karten haben, weil Du ja quasi den Eigenbedarf selbst herbeigeführt hast. "

Das ist nicht korrekt.

§ 57 a ZVG: Der Ersteher ist berechtigt, das Miet- oder Pachtverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Frist zu kündigen. Die Kündigung ist ausgeschlossen, wenn sie nicht für den ersten Termin erfolgt, für den sie zulässig ist.

Die Kündigung ist aber nur bei berechtigtem Interesse bzw. bei Eigenbedarf unter Einhaltung der jeweiligen Kündigungsfrist möglich. In diesem Fall nur zum 1. zulässigen Termin und zudem muss die Kündigung bis zum 3. Werktag des auf den Zuschlag folgenden Monats erklärt werden.

Beitrag von 280869 24.01.11 - 10:29 Uhr

Wir haben unser Haus ersteigert, und würden es immer wieder tun.

Damals, es ist schon einige Jahre her,waren wir mal bei einer Versteigerung über die Bank. War nicht so doll, man hat die Häuser nur auf dem Papier gesehen und meißt waren da noch Mieter/Exeigentümer mit drin.Wobei dei Mieter am Ende noch das kleiner Übel waren, Mängel hat man ja nicht gesehen.

Bewohnt oder Ungesehen würden wir heute nicht mehr ersteigern wollen, damals hatten wir keine Ahnung, aber bis heute haben wir schon oft gehört das man dann Jahre braucht ehe man das Haus leer hat, oder man ein teures Abrisshaus hat

Wir haben über die Stadt ersteigert. da wurden leere Objekte angeboten, Vom Rohbau bis fertig Bewohnbar.
Es gab auch Besichtigungstermine und das Gebot hat man schriftlich abgegeben. Und wir hatten beim 2. mal gleich Glück.

VG 280869

Beitrag von donaldine1 24.01.11 - 13:13 Uhr

Hallo,
ich habe mal bei einer Bank in der Zwangsvollstreckungsabteilung gearbeitet. Da habe ich auch mitbekommen -obwohl ich selber jetzt nicht direkt Versteigerungen betreut habe, aber halt einige Kollegen- , daß manche Vorbesitzer einen immensen Streß verursachen, in dem sie nicht ausziehen, alles verwüsten, etc. Klar, die meisten tun es nicht, aber du weist halt nie, woran/an wen du gerätst. Ist halt schon Risiko dabei.
Ich würde daher nur ein leerstehendes Objekt ersteigern, alles andere wäre mir persönlich zu unsicher. Udn auch bei einem leeren Objekt kauft man schon immer ein wenig die Katze im Sack. ;-)
Man kann auch super Glück haben. Mein Freund hat vor eingen Jahren mal ein vermietetes Doppelhaus ersteigert (wollte er allerdings weiter vermieten). Diese Mieter wohnen da immer noch, Miete kommt pünktlich und nie ist Ärger. Das war dann z.B. eine geglückte Ersteigerung.
ich denek, wenn man gut schaut und überlegt ersteigert, macht es durchaus Sinn.
LG
donaldine1