Gefährliche Hausgeburt - was sagt Ihr dazu?

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Beitrag von nele27 24.01.11 - 10:59 Uhr

Hi Ihr Lieben,

in letzter Zeit gab es ja viele Publikationen, die die Sicherheit der Hausgeburt unterstrichen.

Hier habe ich mal wieder etwas ganz anderes zum Thema gefunden: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41849/Hausgeburt_gefaehrlicher_fuer_den_Saeugling_als_fuer_die_Mutter.htm

Was meint Ihr dazu?

LG, Nele

Beitrag von goldengirl2009 24.01.11 - 11:06 Uhr

Hallo Nele,

in Zeiten wo die Ärztelobby gewissen Berufen das Leben schwer macht um sich weiter sein "Monopol" zu sichern und ja nichts anderes zu akzeptieren als die eigene Meinung halte ich absolut nichts von diesem Bericht.

Gruß

Beitrag von nele27 24.01.11 - 11:21 Uhr

Mmmmmm - Ich gebe zu bedenken, dass die meisten Pro-Hausgeburt-Berichte aus Hebammenzeitschriften stammen... ist doch dann dasselbe in Grün, was die Lobby betrifft, oder?

Ist es nicht vll so, dass viele Fachleute und auch Nicht-Fachleute die Tatsachen ihrer Meinung / ihrer Ideologie anpassen und die Wahrheit irgendwo ganz anders liegt??

#winke

Beitrag von qrupa 24.01.11 - 11:26 Uhr

Du mußt bedenken dass weder die Hebammen noch die Ärzte diese Studien selber durchführen. In allen fällen wird sich auf fremde Studien berufen und daraus berichtet. Und wie dieser fall ziemlich deutlich zeigt leider oft alles andere als wissenschaftlich korrekt und objektiv. Da ist nämlich genau das rausgeflückt worden was man gerne schreiben wollte. Bei sämtlichen dieser Veröffentlichungen sollte man immer auf das original der Studie sehen und nicht auf einen kurzen Artikel.

LG
qrupa

Beitrag von nele27 24.01.11 - 11:31 Uhr

Würdest Du nicht dazu neigen, alle Studien, die nicht Deiner Meinung entsprechen, als unseriös zu bezeichnen, während Studien die Argumente PRO Deine Meinung in die Hand liefern, willkommener sind??

Ich frag das nicht als Angriff, sondern weil es mir hier aufgefallen ist. Es wird nicht diskutiert, sondern nur die eigene Meinung untermauert ... ob nun mit der Hebammenzeitschrift, dem Ärzteblatt oder sonstwas.
ODER?

LG

PS: Ich bin übrigens kein HG-Gegner, auch wenn ich selbst sie nicht in Erwägung gezogen habe

Beitrag von qrupa 24.01.11 - 12:15 Uhr

Hallo

um eine echte Aussage über das Sterblichkeitsrisiko bei deutschen Hausgeburten machen zu können (und meine HG fand in Deutschland satt, wie der Großteil der HG hier im Forum auch) müsste man erstmal nur deutsche Haus- und Klinikgeburten vergleichen, was in dieser Studie aber nicht der Fall ist. Vorsorge in der SS, Ausbildung der Geburtshelfer,... sind überall anders, es gibt keine einheitlichen Regelungen dafür wie die Säuglingssterblichkeit in unterschiedlichen Ländern erfasst wird. (als Beispiel die Niederlande wo ein sehr großer Teil der Babys zu hause geboren wird die aber auch eine relativ hohe Säuglingssterblichkeit haben. Allerdings werden viele bei uns völlig normalen Vorsorgeuntersuchungen sowohl vor als auch nach der Geburt nicht gemacht so dass ein relativ großer Teil an Babys an Erkrankungen oder Fehlbildungen stirbt die bei uns routinemäßig überprüft werden. Auch die Frühchenversorgung beginnt dort erst viel später, es sterben daher viele Babys, denen bei uns ganz selbstverständlich geholfen werden würde, es werden aber auch deutlich öfter als bei uns Babys bewußt zu hause geboren wenn man schon in der SS festgestellt hat, dass sie keine Überlebenschance haben)
All solche Dinge müssten in einem wirklich aussagekräftigen Artikel wenigstens erwähnt werden. Hätte ich mir im Studium soeine Zusammenfassung erlaubt, wäre ich völlig zu Recht durchgefallen. Nur zu sagen die Säuglingssterblichkeit nach Hausgeburt ist höher als nach einer Klinikgeburt reicht einfach nicht, wenn die Ergebnisse der Studie nicht auch auf unser Gesundheitssysthem übertragbar sind.

Beitrag von nele27 24.01.11 - 12:29 Uhr

Nun versteh ich Deinen Kritikpunkt. Ja, ich erinner mich auch mit Schrecken an die Recherchepuzzelei aus Unizeiten :-) Fummelarbeit *schüttel*

Aber zurück zum Thema.

***Allerdings werden viele bei uns völlig normalen Vorsorgeuntersuchungen sowohl vor als auch nach der Geburt nicht gemacht***

Aber ist es nicht so, dass die meisten HG-Frauen auch hier in Deutschland gar nicht zur Vorsorge gehen? Bzw. nicht zum US? Das ist zumindest mein Eindruck.

Die Niederlande werden hier übrigens von HG-Befürwortern gern als Traumland in Sachen Geburtshilfe herangezogen - als ich die Kindersterblichkeit neulich googelte, musste ich mich auch wundern.

Eine richtige deutsche Studie scheint es also nicht zu geben....

??!?

Beitrag von goldengirl2009 24.01.11 - 12:32 Uhr

Ich klink mich noch einmal kurz ein.

Meine ideale Vorsorge wäre bei der Hebamme der ich vertraue und US beim Arzt.

Gruß

Beitrag von anarchie 24.01.11 - 12:38 Uhr

nele, klar war ich zur Vorsorge!

Bzw sie bei mir!;-)

meine hebamme hat alle Vorsorge-sachen aus dem mupa gemacht - bis auf US.
dafür war ich, wenn es mir sinnvoll erschien, im KH.

Bei Max einmal in der 12.SSW(würde ich heute anders machen)
Bei Leonie einmal in der 28.SSW, um abzuschecken, ob iorgendwas gegen eine HG spricht, also Etwas, was sofort behandelt werden müsste...
Bei Moritz 4 mal in der Früh.ss, weil ich ja so Probleme hatte - und einmal in der 21.SSW, aus dem selben Grund wie bei leonie.
Bei felix einmal in der 30.SSW, aus dem selben Grund.

dazu sei aber gesagt, dass ich das nicht zum Auschluss von Behinderungen gemacht habe, sondern eben nur, um evtl. im KH zu entbinden, wenn nötig...

lg

melanie

Beitrag von qrupa 24.01.11 - 13:17 Uhr

Hallo

die meisten HG Frauen gehen nur nicht permanent zu Baby TV. Und die allermeisten HG Hebammen verlangen wenigstens einen US in der Schwangerschaft. Die meisten HG Frauen machen die Vorsorge eben bei ihren Hebammen, die genau dafür auch ausgebildet sind. Und fast alles was man wirklich wissen muß, läßt sich auch prima ohne alle 4 Wochen US feststellen, wobei einen jede Hebamme zum Arzt und US schicken würde wenn ihr etwas komisch vorkommt.

In Deutschland gibt es für die Sicherheit von HG die quag statistiken in denen die allermeisten außerklinischen Geburten zusammengefasst sind und die zeigen für Deutschland eben ein ganz anderes Bildals das aus dem Artikel

Beitrag von oekomami 24.01.11 - 13:30 Uhr

Hallo,

Vorsorge war mir schon wichtig, aber ein Hebi kann die Vorsorge doch genauso gut wie ein Arzt.

Ich hatte eigentlich vor nur zu den US zum FA zu gehen oder wenn was ist. LEider gab es Probleme und meine Hebi mich zum FA geschickt.

Ein Hebi macht die VU meistens viel genauer

Beitrag von claerchen81 24.01.11 - 13:41 Uhr

"Traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast."
Lernt man auch im Studium an dt. Hochschulen. Man muss immer die Quelle beurteilen können und das kann man mit dem Artikel nicht wirklich.

Es gibt soweit ich weiß keine belastbare dt. Studie, insofern können wir über pro/contra gar nicht soviel sagen. Es ist eigentlich auch einfach eine persönliche Entscheidung, über die sich nicht streiten lässt (besser-schlechter gibt es hier nicht).

Zur Vorsorge. Ich war beim FA die ganze Zeit. Nachdem uns gesagt wurde, unsere Tochter hätte Trisomie13/18, später dann einen Herzfehler und ggf. einen Wasserkopf, habe ich glücklich bei 40+1 in Geburtshausatmosphäre ein vollkommen gesundes Kind bekommen. Das ganze Schallen, Blutanalysieren etc. ist bei mir richtig nach hinten los gegangen. Es kommt einfach immer auf die Qualität von FAs und Hebammen an. Genau das ist das Problem und macht die Gefahren aus: wie sollen wir als Laien das beurteilen? Ein Kernproblem des medizinischen Systems. Und dann hast du ein gesundes Kind im KH bekommen und sie geben ihm verunreinigte Milch und es stirbt daran... 100% sicher ist man nirgendwo.

Es ist und bleibt eine individuelle Entscheidung, ich kann alle Seiten verstehen und habe meinen eigenen Weg gewählt.

Aber sag mal: lässt Alma dir zuviel Zeit, dass du die Mädels hier so ärgern musst? Du weißt doch ganz genau, dass es kein falsch/richtig hier gibt :-p.

Gruß, C.

Beitrag von nele27 24.01.11 - 14:00 Uhr

***wie sollen wir als Laien das beurteilen***

Das ist allerdings richtig. Das nervt mich aus zB beim Thema Zahnersatz immer wieder. Man weiß nie, warum die einem was andrehen wollen...

Klar ist es subjektive Entscheidung. Mich hat halt interessiert, ob HG-Frauen auch Gegenthesen mit Interesse und Aufmerksamkeit verfolgen oder ob eh alles als falsch zerschmettert wird, was nicht der Ideologie entspricht....

Ja, Alma ist heute ausgesprochen glucksig drauf #huepf Und dazu noch schläfrig. Also hab ich viiiel Zeit für Euch :-p Zumindest bis Anton seine Siesta beendet hat...

Beitrag von lieke 24.01.11 - 18:41 Uhr

Man kann eine deutsche HG ABSOLUT nicht mit einer niederländischen vergleichen. Auch nicht die Vorsorge und Betreuung während der SS.

Ein Punkt, der die relativ höhe Kindersterblichkeit erklärt, hast du genannt, Frühchen werden erst ab der vollendeten 26.SSW behandelt, und dann auch nur, wenn sie einen "fitten" Eindruck machen. Zur Begründung hat mir mal ein FA gesagt, "es ist schwer die Grenze zu ziehen, man will ja keine schwerstbehinderten Kinder. Bis zur 24. SSW ist eine Abtreibung noch erlaubt, und eine Woche später sollen sie überlebensfähig sein?"

Ein anderer Grund ist die schlechtere medizinische Versorgung nachts. Wenn es denn Komplikationen gibt, sei es bei HG oder im KH (wo Geburten nachts oft von einer Hebamme geleitet werde, der FA ist nicht im Haus) dauert es oft zu lange, bis Frau im KH ist und die nötigen Fachärzte (man vergesse auch den Anästhesidt für den KS nicht) vor Ort sind. Man kann das wirklich nicht vergleichen mit den deutschen Gewohnheiten.

Eine Studie hierzu ist in Arbeit und vom niederländischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben.

LG

Beitrag von meandco 24.01.11 - 11:31 Uhr

funktioniert umgekehrt auch ...

da beißt sich die katze in den schwanz #augen

natürlich nimmt jeder die studie so, dass rauskommt was er will. studien sind statistik und statistik ist das, wo du angenehm temperierte füße hast, wenn du mit einem fuß auf einer eingeschaltenen herdplatte stehst und mit dem anderen im gefrierschrank ...

lg

Beitrag von qrupa 24.01.11 - 11:22 Uhr

Da das alles andere als ein seriöser Bericht ist, halte ich da gar nichts von.

Beitrag von nele27 24.01.11 - 11:25 Uhr

In wiefern ist er unseriöser als die hier regelmäßig geposteten Links aus Hebammenzeitschriften?

Beitrag von nele27 24.01.11 - 11:40 Uhr

Anders gefragt: Was ist an den Links der viel zitierten Doula Ortenau seriöser??

#gruebel :-)

Beitrag von meandco 24.01.11 - 11:29 Uhr

"wenn die fakten nicht der gängigen Meinung entsprechen, dann ist das schlecht für die fakten ..."

in deinem fall ist es wohl deine meinung? was genau sollte da dran unseriös sein? weil es nicht deinem weltbild entspricht #kratz

lg

Beitrag von sanella.muc 24.01.11 - 11:26 Uhr

sorry aber ihr habt die Intention des Berichts überhaupt nicht verstanden.
Und warum ist er nicht seriös?

Beitrag von supermutti8 27.01.11 - 22:06 Uhr

dann erklär sie uns :-)

Beitrag von meandco 24.01.11 - 11:27 Uhr

ich würd mal so sagen (ohne den artikel gelesen zu haben):

wenn alles io ist und glatt geht ist es egal wo du entbindest ... das kann auch hinterm heuhaufen sein, wenn du dich wohl fühlst ...

aaaber (und das ist der grund warum ich wieder ins kh gehe): wenn was ist, dann bist du im kh in 5 min unterm messer und alles gelaufen ... wenn du zu hause oder im geburtshaus bist, dann ist da bestenfalls die rettung fast da ...

also wie auch bei allen andern dingen und schon so oft erwähnt hier: immer eigene gedanken machen, risiko abwegen, entscheiden was man will und dazu stehen #pro

lg
me

Beitrag von anarchie 24.01.11 - 11:58 Uhr



Die - meines Wissens - aktuellste und auch representativste, da größte Studie, die hier völlig ausgeblendet wird ist die Studie von

deJong A, van der Goes BY, Ravelli ACJ, et al. Perinatal mortality and morbidity in a nationwide cohort of 529,688 low-risk planned home and hospital births. BJOG 2009;116:1177-84

Doese sagt aus, dass die perinatale Sterblichkeit zwischen Haus- und Klinikgeburten nicht voneinander abweicht.

daher nehme ICH diesen Artikel nicht ernst.

Natürlich, es kann immer so sein, dass ein Fall eintritt, der das Kind zuhause das Leben kostet, während es im KH vielleicht gerettet hätte werden können..das muss Einem IMMER klar sein.
Aber es gibt auch soooooo viele Fälle, wo Probleme im KH hausgemacht sind und NIEEEEEEEEEEE zuhause aufgetreten wären, wenn dann dort eingegriffen wird, heisst es nachdem:"Zuhause hätten wir nicht überlebt!"
Nur wäre dieser Eingriff zuhause garnicht nötig gewesen(meisst).
Zu frühes Abnabeln - Atemprobleme der Kinder.
Druck, dass die nachgeburt kommt...
zeitdruck, wenn es nicht voran geht..
einschränkung der bewegungsfreiheit..
dauerüberwachung durchs CTG..
Wehentropf, wehenhemmer, pda, etc...

Ichbin der meinung, dass das Risiko auch signifikant mit dem Befinden der Mutter einhergeht.(Organisches mal ausgeschlossen)

mal ehrlich:
wer sich im KH gut aufgehoben fühlt, sicher, geborgen und wohl, wer Angst hat das Kind ohne OP im Hintergrund zu gebären, wer Angst hat, es ohne PDA nicht zu schaffen, etc..whatever.....der tut sicher sehr gut daran, dort auch zu gebären!:-)


ich finde, dass muss jeder für sich entscheiden und jeder hat alleine schon durch seine Einstellungen und Ängste, durch das verschiedeneKörpergefühl ein ganz individuelles Risiko.

ich z.B. hätte im KH HORROR gehabt!
Und GANZ sicher keine so problemlosen geburten gehabt.
Fremde Menschen, Untersuchungen, Routine, etc...ich fühlte mich zuhause rundherum sicher und absolut kompetent betreut!

Bei meinem 3. Kind hätte man im KH GARANTIERT die messer gewetzt...schleppende Wehen ab 4 uhr früh...nur alle halbe stunde mal - und zwar bis zu den Presswehen.
dann ein großes 4kg-Kind mit 37cm KU, dass als Sternegucker komtm udn sich noch verkeilt...welches KH hätte mich da einafch machen lassen?
meine hebamme kannte mich aber schon 5 Jahre und wusste, dass wenn ich sage, es ist gut so, dann ist es das auch...
und so konnte ich trotzdem in Ruhe im wasser gebären und trug nichts ausser einem leichten Riss davon..
Kaum eine frau mit ähnlichen Umständen hat spontan, geschweige denn ohne Glocke, auf den bauch schmeissen und Schnitt geboren..

oder mein 2. Kind, dass sich trotz hammerwehen nicht senkte, die NS um den hals hatte...


lg

melanie und die 4 hausgeburtsmäuse

Beitrag von nele27 24.01.11 - 12:15 Uhr

Ich sehe auch viele Vorteile der Hausgeburt, obwohl ich bewusst im KH entbunden habe.

Was mich speziell hier immer stört, ist der Fanatismus. Man kann mit kaum jemandem mal über dieses eigentlich mega interessante Thema diskutieren.
HG-Frauen die zugeben, über Risiken nachgedacht zu haben, kannst Du mit der Lupe suchen. Oder gar, die zugeben, diese bewusst in Kauf genommen zu haben. Die meisten tun doch so, als ob bei der HG überhaupt nie etwas passieren könnte (ist ja schon per se Quatsch, weil es ja überall ein Restrisiko gibt).

Deswegen wollte ich mal sehen, ob über so eine Studie, die nicht dem aktuellen Urbia-zeitgeist entspricht, genauso diskutiert werden kann, wie über die 100. Publikation der Doula Ortenau mit ihrem BEL-Gebärfritzen aus Nürnberg ;-) Wobei ich dessen Ansichten inhaltlich durchaus teile.
Oder es heißt "In Afrika machen es die Frauen auch allein" - was für ein Vergleich #augen

eS ist leider wie immer ein Zweifrontenkrieg :-( Schade, ich diskutier so gern #schein

Die Fahrt ins KH zur zweiten Geburt hätte ich mir übrigens sparen können. Ich hab da eh nur 30 min verbracht. Es war für keine einzige Untersuchung Zeit und ich habe alles allein gemacht (war mir sehr recht). Da taucht schon mal die Frage auf, wäre ich nicht gleich zu Hause geblieben hätte ich mir die Tortur im Auto erspart...
Daher interessiert mich das Thema und ich hätter so gern mal eine Sachdiskussion.

Warst Du Dir sicher, dass zu Hause nichts passiert? Oder hattest Du auch mal Angst?

LG

Beitrag von anarchie 24.01.11 - 12:29 Uhr

Warst Du Dir sicher, dass zu Hause nichts passiert? Oder hattest Du auch mal Angst?


Sicher ist nichts...

sagen wir mal so:
ich war zuversichtlich, dass Alles gut geht, fühlte mich kompetent betreut - und das Restrisiko habe ich "in Kauf genommen", wie du so schön sagtest;-)
Wir haben uns da damals sehr genau informiert...und unsere hebamme hat auch sehr eindringlich erlätutert, wo im Ernstfall ihre Grenzen liegen.
hat uns gedrängt, uns mit dem worst-case vertraut zu machen..damit wir bewusst entscheiden können.

Für MICH erschien mir das Risiko in der klinik für Körper und Seele größer, als das zuhause.

Als mein erstes Kind in der 36.SSE immernoch in BEL lag, da war meien grenze: dieses Kind wäre zwar spontan, aber im KH geboren worden.
Er hat sich dann aber noch gedreht...

Moritz lag in der 38.SSW immer mal wieder in BEL...da hätte ich tritzdem zuhause geboren(mit dem Wissen, dass da 37cm KU gut durchpassen;-))

Trotzdem würde ich das NIE einer anderen Frau nahelegen.

ich war mir bewusst, dass Klinik oder nicht, den Unterschied machen kann im Ernstfall.
Aber ich wusste auch, wie unglaublich selten Komplikationen wirklich nicht vorhersehbar UND nicht zuhause soweit behandelbar sind, dass genug zeit ist, ins KH zu kommen...das steht und fällt aber auch mit der hebamme.

Meine ist DIE hausgeburtshebamme in HH, unglaublich erfahren, immer auf dem neuesten Stand und sie kennt mich seit Jahren..

Angst hatte ich nie.
Es fühlte sich immer alles richtig an.

ch bin zwar Statistiker, aber auch Bauchmesch - und lag bisher immer gut damit.

Ich bin zwar Befürworter der HG - aber bei Weitem nicht für jede Frau.
ich würde NIE verurteilen, wenn eine Frau sich im KH sicherer fühlt.
Wenn sie dort gut gebären kann, dann ist es gut für sie.

lg

melanie