Gespräch mit Chef wg. Elternzeit

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von serafinabeja 24.01.11 - 12:06 Uhr

Hallo zusammen,

habt ihr auch einen Chef, der noch nie etwas von Mutterschutz gehört hat???
Ich bin wohl die erste, die je in dieser Firma schwanger geworden ist. Er und sein Vater wussten nicht einmal wie lange der Mutterschutz dauert!!! Aber darauf kommt es mir jetzt nicht an.

Er hat zwei Firmen. In der einen Firma (an die ich halbtags ausgeliehen werde) gibt es etwa 20 Angestellte und in der anderen nur mich.

Nach dem tollen Gespräch, in dem er von mir wollte, dass ich auch während des Mutterschutzes noch so einiges mache, überlege ich zur Zeit, ob mir das Elterngeld ohne Zuarbeit nicht doch ausreicht.

Eigentlich war geplant, nach dem Mutterschutz wieder 20 Std/Woche von zu Hause aus zu arbeiten, aber sogar das ist ihm scheinbar zu wenig. Er macht mir Vorwürfe, dass er dann ein Jahr halbtags auf mich verzichten muss!

Es steht noch gar nicht fest, ob ich im zweiten Jahr mehr arbeiten kann bzw. will, aber er scheint mich schon voll wieder einzuplanen!

So, jetzt zu meiner Frage:
Wenn ich mich jetzt doch entscheide, im ersten Jahr komplett zu Hause zu bleiben und erst ab dem zweiten wieder halbtags arbeiten möchte, könnte er mich dann kündigen zu Gunsten einer, die er für mich eingestellt hat?

Beitrag von nelchen84 24.01.11 - 12:20 Uhr

Also mit Beginn der Schwangerschaft besteht Kündigungsschutz bis 4 Monate nach der Entbindung.

Wenn du nach dem Mutterschutz 1 Jahr in Elternzeit gehst, besteht wieder Kündigungsschutz und der besteht auch, wenn du gleich mehrere Jahre zu Hause bleiben möchtest.

Also wenn du einen unbefristeten Vertrag hast, kann er dich nicht ohne weiteres einfach kündigen. Auch nicht, wenn er eine Vertretung für dich einstellen muss!

Lass dich nicht einschüchtern! Wenn dein Würmchen erst mal da ist, bist du froh, wenn du zu Hause bist und die Zeit genießen kannst.

Gruß
Nele

Beitrag von nicolek81 24.01.11 - 12:21 Uhr

Ich kann Dir da leider auch nicht helfen! Verstehe aber deine Sorge!
Wie blöd ist das denn?

Ich hab mich zwar noch nicht soo schlau gemacht wie das aussieht mit Eltergeld und dazuverdienen, aber meine Freundin hat sich auch entschlossen samstags arbeiten zu gehen und das wird ihr dann irgendwie vom Elterngeld abgezogen?
Also da würde ich mich erstmal schlau machen an deiner Stelle.
Nicht dass Du nachher gar nicht mehr Geld hast.
Vielleicht hab ich das aber auch nur falsch verstanden?

Viele liebe Grüße
Nicole

Beitrag von butter-blume 24.01.11 - 12:21 Uhr

Nööööö!!! Du kannst 3 Jahre (Erziehungszeit) nicht gekündigt werden!

Er kann aber deinen Antrag auf Teilzeit (aus wichtigem Grund) ablehnen. Dann kannst du dich arbeitssuchend melden ab dem 2. Jahr und bekommst sogar Arbeitslosengeld (für 12 Monate natürlich nur!)

Ich würde dir raten dich mit dem Muttschutzgesetz vertraut zu machen! Damit du alle Fristen einhälst und er dich nicht doch noch raus-ekeln kann...

Lg Butter-blume

Beitrag von honeysweet 24.01.11 - 12:22 Uhr

Das kenn ich.

Mein Chef hat mich auch ( ich bin erst 6.Woche! ) gefragt wann ich denn wieder komme.

Ich frag mich manchmal echt was die für ne Denkweise haben.

Ich hab ihm gesagt, dass ich das nicht sagen kann, da man ja auch nicht weiß wie das Kind wird und ich auch das erste Jahr mit meinem Kind haben möchte.

Aber soviel ich weiß darf er dich die ersten 4 Monate danach nicht kündigen. Wenn du Elterzeit beantragt hast, in der Zeit auch nicht.

Beitrag von estherb 24.01.11 - 12:50 Uhr

Hallo,

zu Kündigungsschutz haben die anderen schon viel geschrieben. Zum Mutterschutz: Im Mutterschutz nach der Geburt ist Arbeit verboten. Das heißt, er darf dir gar keine Aufgaben übertragen, nicht mal wenn du wolltest. Vor der Geburt darfst du selbst theoretisch auf deinen Mutterschutz verzichten, würde ich dir aber nicht empfehlen. In SS, Mutterschutz und Elternzeit sowie einer vom Gesetzgeber danach festgelegten Frist hast du Kündigungsschutz.

LG Esther

Beitrag von sunnygirl1978 24.01.11 - 12:58 Uhr

Also ich würde das erste Jahr zu Hause bleiben. Wollte eigentlich auf 400 € weiterarbeiten, aber selbst das wird auf Elterngeld angerechnet und da spar ich mir den Stress lieber und genieße das erste Jahr mit dem BAby.

Beitrag von hasi1977 24.01.11 - 13:11 Uhr

Chefs, die selber keine Kinder haben dürfte es gar nicht geben. Ist doch immer dasselbe!!! Ich warte auch auf so ein Gespräch und will das nur hinter mir haben. Bin jetzt 22. SSW und habe ein BV von meiner Gyn bekommen. Antwort vom Chef war nur: Na das ist ja nicht schön. Ist mir klar, aber man kann ja mal fragen wieso, oder seh ich das falsch!?

Naja jedenfalls. Wie die anderen schon sagen nicht einschüchtern lassen.

Ich werdeauch je nachdem wie nett der Chef nächstes mal ist erstmal auf jeden Fall ein Jahr zu Hause bleiben und denn wahrscheinlich Teilzeit... Mal schauen.

LG viel Erfolg !! #winke