Wer hat es gewagt und wohin? Auswanderung

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von romance 24.01.11 - 14:01 Uhr

Hallo,

das Thema lässt mir keine Ruhe und es liegt daran, das ich nichts zu tun hätte. ;-)

Aber seit Jahren denken wir darüber nach. Auswanderung! Aber wohin.Über den Teich, hier in der EU bleiben oder doch lieber ganz in DE bleiben.

Wir fühlen uns schon lange nicht mehr wohl. Wir hatten zwar mal über Kanada nach gedacht. Aber dann kam die Krise, ich war damals noch keine Mutter und so blieben wir hier. Aber es junkt einen. Den Drang was zu tun, was vielleicht in 20 Jahren zu spät wäre. Arbeitsfaul sind wir beide nicht, auch wenn hier einige das meinen;-) Ich kann hart arbeiten, weiß das es dort nicht leichter sein wird. Hart Arbeiten wird normal sein. Die Sprache müssen wir können, Englisch geht soweit aber eine andere Sprache lernen. Neue Sprach dauert natürlich. Ich habe ja keine 24 Std. Zeit die Sprache zu lernen, wenn ich ich nebeher arbeite und noch mein Kind habe.

Da ich auf Jobsuche bin, möchte ich evtl. den richtigen Job machen. Um dort in dem Land evtl. einzusteigen. Mein med. Ausbildung wird leider nicht so annerkannt wie hier. Und müsste alles nochmal lernen bwz. Prüfung in der Landesprache absolvieren. Das ist nicht in 6 Monaten getan.

Ich möchte auch betonen, das ich nicht blaugäugig bin und eine Auswanderserien schaue, die so blauäugig sind und in einem Land ohne Geld und Kenntnise gehen würde. Vorbereitung ist hier alles....und wird sicherlich Jahre dauern. Daher möchte ich gerne schon vorab Infos haben.

In welches Land seit ihr gegangen und warum? Welche vorab Infos habt ihr euch eingeholt und wo?

Ein Pro und ein Contra wäre auch nett.

Gern auch über VK.

LG Netti
falls ich nicht antworte, mein Kind ist dann wach gworden.

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 14:08 Uhr

Wir werden auswandern, wenn wir in Rente sind.

Wie sieht es denn beruflich für Deinen Mann aus - hätte er im Ausland verünftige Chancen, sofort voll einzusteigen und verdienen zu können?

Du schreibst ja, dass Deine Ausbildung nicht anerkannt würde und hast hier auch schon lange nicht im Job gearbeitet. Da würde ich mir dann nicht viel versprechen. Was hier nicht funktioniert, wird im Ausland sicher nicht einfacher.

Gruß,

W

Beitrag von romance 24.01.11 - 14:10 Uhr

das letzte mal 2008 und das wird hier schwieriger nun als mutter.

Für mein Mann sähe es besser aus. gott sei dank.

ich muß off, meine Tochter ist wach.

Wo wollt ihr hin?

LG Netti

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 14:22 Uhr

Wissen wir noch nicht...irgendwohin, wo es nicht so bitterkalt wird, wie hier.
Irland vielleicht oder Spanien.

LG

Beitrag von vwpassat 24.01.11 - 14:34 Uhr

Gute Idee.

Bis dahin sind noch paar Jäjrchen, das könnt ich mir aber auch vorstellen.

Vielleicht sehn wir uns da?

Beitrag von windsbraut69 24.01.11 - 14:42 Uhr

Das Schöne an der Idee ist, dass man dann nicht mehr beruflich auf die Nase fallen kann :)
Zum Einkaufen, Essen gehen und fürs Hobby reichen die Sprachkenntnisse und die Rente.

Mal schauen - uns wird man an ner Anhäufung gammliger alter schwedischer Autos auf dem Hof und ner kleinen Herde Welsh Cobs oder PRE auf der Wiese am Hof erkennen.

LG,

W

Beitrag von vwpassat 24.01.11 - 14:32 Uhr

Du widersprichst Dich mehrfach in Deinem Posting.

Du bist nicht reif für so eine gravierende Lebensänderung, ich halte es für eine fixe Idee.

Mit Kindern würde ich sowas auch niemals nur denken. Mag sein, dass die sich schneller anpassen, aber ich will meinem Kind hier nicht der Vormund sein. Es ist HIER geboren.

Beitrag von romance 24.01.11 - 14:49 Uhr

Und widerspreche ich mich.

Beitrag von romance 24.01.11 - 14:52 Uhr

#klatsch

Ich wollte sagen. Und wo widerspreche ich mich?

Beitrag von vwpassat 24.01.11 - 17:36 Uhr

Dass Du hart arbeiten kannst/willst - aber andererseits auf Jobsuche bist und gar nicht recht weißt, was Du arbeiten kannst/willst. Das ist für mich ein derber Widerspruch.

In einem fremden Land ist Arbeitrssuche noch schwerer als hier bzw. hat man da viell. noch weniger die Auswahl.

Das geht mir irgendwie zu sehr zu Lasten Deines Mannes.

Ich mag diese Art Rollenverteilung weniger, da jeder auch mal ausfallen kann. Deshalb sollten beide mit beiden Beinen im Leben / Job stehen und notfalls auch mal die Frau Geld verdienen können/sollen/müssen.

Beitrag von romance 24.01.11 - 17:43 Uhr

Ich sehe das genauso.

Dennoch sehe ich das so.

Ich möchte wissen, ob mein Beruf gefragt ist. Ob ich im Notfall meine Familie ernähren kann. Wenn ich das kann, das ist es wunderbar. Und ich nehme es in Kauf, nochmal alles zu lernen bwz. eine Prüfung abzulegen.

Wenn ich da kaum Chancen habe, könnte ich mir was suchen. Was für mich später ein Vorteil wäre. Im Verkauf (war ich schon tätig) wenn ich da immer Jobs finde. Dann ist es gut, Zeugnisse zu haben in diesem Beruf. Und Zeugnisse kann mann auch in der Landessprache übersetzen lassen.

Ich möchte arbeiten, bin auf der Suche aber erstmal muß auch die Betreuung meines Kindes gegeben sein. Und ich kann dir jetzt sagen. FAlls mein Mann ausfallen wird, hier in Deutschland. Dann kann ich mit meinem erlernten Beruf niemals die Familie ernähren. Dann müssten wir Hartz4 beantragen.

Ich weiß was mein Mann macht und was er alles in Kauf nimmt, für seine Familie.

Wir würden gerne auswandern. Wenn es allerdings nicht geht, tja vielleicht im Rentenalter wie die Winsbraut es macht. Sonst Traum ade und es muß noch jemand her

Beitrag von vwpassat 24.01.11 - 17:53 Uhr

Das dachte ich mir.

Deine Zeilen bestätigen nämlich nochmals, dass es eine fixe Idee ist und Du aus Langeweile den Beitrag erstellt hast.

Weißt Du, was ich alles gerne wöllte?????

Man muss Träume haben - aber auch noch so realistisch sein um abzuschätzen, was machbar ist und was nicht.

Beitrag von biene81 24.01.11 - 17:59 Uhr

Teilweise gebe ich Dir recht, Rudi - auch der Mann koennte mal ausfallen und dann kanns ganz schnell uebel aussehen.
An diesem Satz stoere ich mich allerdings:

>>Das geht mir irgendwie zu sehr zu Lasten Deines Mannes.<<

DAS ist immernoch etwas, was Mann und Frau untereinander ausmachen muessen, da hat Rudi von Urbia nichts mit zu tun. Was die Rollenverteilung angeht auch nicht. Das sieht jeder anders. Mein Mann haette kein Problem damit fuer uns komplett zu sorgen, ich will aber arbeiten weil mir sonst stinkelangweilig waere, nicht wegen des Geldes.

LG

Biene


Beitrag von vwpassat 24.01.11 - 20:01 Uhr

Ok, ok.

Das muss natürlich jede Familie für sich entscheiden.

Im vorliegendem Fall allerdings hat sie mit 34 Jahren auch kein unbefristetes AV, wo sie nach der EZ wieder arbeiten kann. D.h. für mich, dass sie doch nicht so ganz auf sicheren Füßen steht.

Ist ja hier in D dank Familienversicherung auch alles kein Problem, aber im Ausland???

Beitrag von biene81 24.01.11 - 20:10 Uhr

Beziehst Du das auf die KV? Da kommt es nun auch drauf an wo man hinzieht. In GB zum Beispiel ist man auch als Arbeitsloser oder Hausfrau versichert. Egal ob verheiratet oder nicht.

Beitrag von windsbraut69 25.01.11 - 07:11 Uhr

Klar müssen das die beiden unter sich ausmachen!
Du kannst aber Eure Situationen schwer vergleichen. Für mich macht es einen gravierenden Unterschied, ob man freiwillig die Familie alleine ernährt oder gezwungenermaßen.

Solange man die Option im Rücken hat, jederzeit flexibel wechseln zu können, ist das m. E. eine viel geringere Belastung als ohne einen Plan B.

LG,

W

Beitrag von nele27 25.01.11 - 11:29 Uhr

Hmmm, also ich würde auch ohne Plan B mit meinem Mann ins Ausland gehen, wenn er dort einen guten Job hätte.
Lange genug habe ich die Familie allein ernährt und so wäre es eben andersherum, das stört mich nicht.

Ich würde auf Dauer meine Berufstätigkeit nicht aufgeben wollen, weil es mir Spaß macht und ich ja auch nicht für die Katz studiert und geackert habe.
Aber ein paar Jährchen ohne eigenes Einkommen (und im nicht-deutschsprachigen Ausland auch ohne Option auf ein eigenes Einkommen) würden mich nicht schocken. Falls mein Mann dann zum fiesen Haustyrannen wird, müsste ich eben wieder zurückgehen und mir hier was suchen...

LG, Nele

Beitrag von windsbraut69 25.01.11 - 11:50 Uhr

Ja, im Vergleich zur TE hast Du doch aber einen Plan B, selbst, wenn Du dafür nach Deutschland zurück müßtest und bislang wart Ihr beide abwechselnd für den Broterwerb zuständig.

LG

Beitrag von nele27 25.01.11 - 12:05 Uhr

Gut, ich würde wohl wieder einen Job kriegen. Aber ein Risiko ist dabei - muss mich ja in meiner Branche ständig mit super durchgestylten Kinderlosen messen #schwitz
Ich würde mich wahrscheinlich erstmal verschlechtern... aber das Risiko wäre es mir Wert, mal in ein anderes Land zu kommen (leider tut sich da bei meinem Mann nichts, zurzeit hat er Kontakte nach Pakistan und Simbabwe #zitter)

Beitrag von kati543 24.01.11 - 14:43 Uhr

Also wir wollen auwandern in mehreren Jahren. Aber das wäre dann das Heimatland meines Mannes. Er spricht also die Sprache 100%ig. Er ist dort aufgewachsen und erst mit 26 nach Deutschland gekommen. Ich war dort mittlerweile auch schon mehrere Monate auch am Stück. Ich kenne Land und Leute nicht von den Hotels und den geführten Touren, sondern wirklich aus dem Leben. Meine Sprachkenntnisse sind eher schwach. Es reicht, um sich mit jemanden zu unterhalten, aber beim handeln und feilschen würde ich hoffnungslos über den Tisch gezogen werden. Englisch kann ich natürlich fließend mittlerweile. Ansonsten behördlich ist alles geregelt. Die gesamte Familie hat eine lebenslange Aufenthaltserlaubnis mit Arbeitserlaubnis dort. Wir haben uns dort letztes Jahr ein paar Hektar Land gekauft und sind nun dabei, das zu bebauen und zu bestellen. Es war immer unser Wunsch auf dem Land auf einer Farm zu leben. Erfahrung diesbezüglich ist auch genug vorhanden (also auch nicht blauäugig). Mein Mann neigt ja immer dazu, alles Hals-über-Kopf zu machen. Allerdings konnte ich ihn davon überzeugen, dass wir nicht eher gehen, bevor nicht alles 100%ig geregelt ist. ;-)
Ich will dort ein komplettes Haus vorfinden und nicht monatelang in Übergangslösungen wohnen. Ich will ein gesichertes Einkommen - woher und wie auch immer (also ob die Farm dann schon soviel abwirft, dass man davon leben kann oder mein Mann eben weiterhin arbeitet, ist mir egal). Ich will eine gute Schule für meine Jungs in erreichbarer Entfernung. Die Versorgung mit Ärzten dort ist auch so ein Problem. Gesundheitssystem praktisch nicht vorhanden. Und da es nun mal ein Dritte-Welt-Land ist, will ich auch diverse technische Apparaturen, die mir ein Leben dort ansatzweise angenehm machen. Ich kann es ertragen, wenn ich mal 4 Monate dort bin und nur alle 4 Stunden mal eine Stunde Strom habe - aber wenn ich dort dauerhaft lebe, dann sollte dieses Problem gelöst sein. Ich liebe das Leben und das Land dort. Allerdings wird es aufgrund der gesamten Problematik erst in ca. 5 Jahren so weit sein, dass wir vielleicht umziehen können.

Beitrag von nele27 24.01.11 - 14:49 Uhr

Na, nun aber Hose runter - welches Land ist es??

Beitrag von kati543 24.01.11 - 15:02 Uhr

Oh...sorry. Pakistan.

Beitrag von zeitblom 24.01.11 - 15:04 Uhr

das allerdings halte ich fuer sehr mutig. Viel Glueck!!!!

Beitrag von kati543 24.01.11 - 15:12 Uhr

Es ist mutig ;-)
Aber wie gesagt, so ganz blauäugig bin ich nicht. Ich war dort schon öfters. Ich kenne den Anblick von Kalaschnikows auf den Straßen und weiß, dass man als europäische Frau dort besser komplett verhüllt geht - nur meine Augen würden mich noch verraten, denn die sind grün und dort gibt es nur braun als Augenfarbe. Es ist ein bißchen wie Leben im Mittelalter. Aber die Menschen sind einfach sehr freundlich und hilfsbereit dort. Die leben noch richtig. Wir funktionieren hier nur noch. Seit ich das erste mal dort war, weiß ich, was mir hier fehlt. Das kann man eigentlich gar nicht beschreiben.

Beitrag von nele27 24.01.11 - 15:06 Uhr

Ui, ist das nicht gefährlich da?? Also vor allem für Frauen/Mädchen? Da gelten doch die Gesetze der Scharia etc. oder täusche ich mich??
Würdest Du dort arbeiten können und wollen oder wärst Du Hausfrau?

Ich weiß, ich bin schrecklich neugierig #hicks Aber andere Länder interessieren mich.