Diese blöde Brille - seit über einem Jahr nur Zoff deshalb!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von rumpelstilzchen 24.01.11 - 18:07 Uhr

Ich habe wirklich mal wieder keine Ahnung mehr, was ich noch machen soll. Seit einem guten Jahr hat meine Tochter (jetzt 4 1/2) eine Brille. Diese hat eine relativ geringe Stärke (1,5 Dioptrien beidseitig - weitsichtig) - sie benötigt sie wegen ihres Schielwinkels. Das Problem an der Sache ist, dass sie die Brille dringend aufsetzen MUSS und zwar durchgehend, damit sich der Schielwinkel verbessert (zusätzlich kleben wir das Auge täglich vier Stunden ab, da gibt es zum Glück nicht so große Diskussionen). Auf der anderen Seite gibt es für meine Tochter durch das Tragen der Brille eben keine merkliche Verbesserung, weil das Auge diese geringe Dioptrienzahl auch selbst problemlos ausbessern kann.
Beim Augenarzt und Optiker wurde uns damals gesagt, dass es bestimmt kein Problem geben würde, weil fast alle Kinder die Brille schnell als Verbesserung wahrnehmen und deshalb gerne tragen. Tja, bei unserer Tochter ist das leider nicht so. Quasi vom ersten Tag an - die Brille empfindet sie nur als Störung und trägt sie sehr ungern. Reisst sie sich ständig von der Nase. Im Kindergarten geht es zum Glück ein wenig besser.
Ich habe schon alles durch: Erklären, Schimpfen, Belohnungssystem etc. Jetzt bin ich mit meinem Latein am Ende und habe ehrlich gesagt die Nase voll von dem ganzen Ärger und den Machtspielchen. Es ist gut und wichtig für sie, die Brille zu tragen, aber das kann meine Tochter so natürlich nicht verstehen und in dem Augenblick ist es auch viel wichtiger, was SIE möchte und dass die Brille nervt. Aber ich kann die Brille ja auch nicht festtackern.
Habt ihr noch irgendwelche Tipps für mich? Die Brille durfte sie sich damals natürlich selbst aussuchen und war auch erst stolz auf ihr neues Schmuckstück - bis sie realisierte, dass sie sie jetzt immer tragen soll...

Vielen Dank im voraus,

Rumpelstilzchen

Beitrag von lexie 24.01.11 - 18:55 Uhr

Hallo Rumpelstilzchen,
mein Sohnemann hat seit seinem 1.Geburtstag eine Brille und wir haben *toi toi toi* noch nie ein Problem gehabt.
Hat Deine Maus eine Lieblingspuppe/Lieblingsteddy?
Vielleicht würde es etwas bringen wenn ihr gemeinsam Augenarzt und/oder optiker spielt und der Puppe oder dem Teddy dann gemeinsam eine Brille bastelt. Aus Karton eine Brille ausschneiden, die dann bemalen oder mit Alufolie umwickeln z.B.
Oder vielleicht mit Hilfe von Büchern...z.B.
http://www.kinderbuch-couch.de/doinet-mymi-leo-hat-eine-feuerrote-brille.html

http://www.amazon.de/Meine-Brille-zaubern-Britta-Schwarz/dp/3890822371

Liebe Grüße Lexie

Beitrag von schnullabagge 24.01.11 - 22:04 Uhr

Hallo!
Oh, ich bin begeistert, dass es auch anderen so geht. ;-)
Unsere Tochter trug ihre Brille seit dem 15 Lebensmonat problemlos. Bis vor Kurzem. Sie ist nun genau so alt wie deine Tochter. Vielleicht liegt es ja am Alter!?
Warum sie sie auf einmal nicht mehr trägt weiß ich nicht, vor allem wäre es ihr eine große Hilfe, da sie stark Kurzsichtig ist (-11/-13dpt)
Was soll man machen? Festtackern dachte ich auch schon. Evtl. Kontaktlinsen(?) davon riet uns aber der Optiker, wegen der Epilepsie ab.
Ich persönlich hoffe einfach auf Einsicht in naher Zukunft.
LG Steffi

Beitrag von mabapri 24.01.11 - 23:51 Uhr

sicher das es die richtige stärke ist?
sicher das sie nicht auf der nase drückt?
würde mir noch eine meinung einholen.

Beitrag von rumpelstilzchen 25.01.11 - 13:47 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten. Ich beantworte eure Fragen mal gesammelt:
Ja, die Brille ist ganz sicher in der richtigen Stärke - wir sind schon beim zweiten Augenarzt, dieser ist ein sehr beliebter Kinderaugenarzt. Dass sie drückt, kann auch nicht das Problem sein, weil wir eigentlich mindestens zweimal im Monat beim Optiker sind, um sie wieder grade rücken zu lassen. Das Problem ist einfach, dass es für meine Tochter keine spürbare Verbesserung durch das Tragen der Brille gibt (hat mir auch unsere Orthoptistin so bestätigt).
Die diversen Bücher zum Thema hatten wir auch schon aus der Bücherei geholt - die haben meiner Maus zwar gut gefallen, aber sie nicht weiter beeindruckt :-).
Brille basteln für die Puppe müssen wir mal probieren, aber ich habe da auch so meine Zweifel, ob das was hilft - ich hatte nämlich so große Hoffnungen, als die beste Freundin meiner Tochter auch eine Brille bekam... hat aber auch nichts geholfen.
Kontaktlinsen für Kinder? Davon habe ich noch gar nichts gehört. Gibt es das wirklich? Das wäre ja mal interessant!

Vielen Dank nochmal und liebe Grüße,
Rumpelstilzchen

Beitrag von kleinvivien 25.01.11 - 15:39 Uhr

Hallo Rumpelstilzchen,

unser Soh trägt auch eine Brille seid er 4,5 Jahre ist, mittlerweile ist er sechs. Gott sei Dank hat er noch nie Probleme gemacht, der Optiker hat ihm für seine Brille auch seine Brillengarage (Brillenetui) gegeben und er hat sich total darauf gefreut sie abends dort rein zulegen. Im Kindergatren haben die Erzieher die Brillen tragen zum lesen auch Ihre Brillen aufgesetzt als er mit seiner Brille kam. Bei uns hat einfach jeder mitgewirkt damit er es für ganz normal empfand und es für ihn total positiv war. Aber unsere Sohn hat auch eine viel höher Dioptrie, er fing damals bei +10 auf beiden Augen an (extrem Übersichtig) und ich nehme an das er gemerkt hat das ihm die Brille das Sehen einfach erleichtert. Der Arzt aht uns damals erklärt das er mit seinem Gehirn jeden Tag Hochleistungssport betreibt, da er trotz dieser Dioptrie 60 bis 70 % Sehstärke hatte ohne Brille.

Ich kann Dir leider auch nicht viel raten was man alles noch machen kann, ihr habt ja schon so viel versucht. Tragt ihr denn selber Brillen?
Hat Sie villeicht jemand gehänselt oder geärgert wegen ihrer Brille?
Kann mann vielleicht auch abkleben ohne die Brille, weil so eine Starke Dioptrie hat sie nicht. Was sagt denn eure Augenarzt?

Wünsche Euch jedenfalls noch viel Glück das ihr die richtige Lösung findet.

Viele liebe Grüße Kathrin #winke

Beitrag von rumpelstilzchen 25.01.11 - 19:53 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort! Ich weiß schon, wir haben da ein ziemlich seltenes Problem - der Augenarzt meint aber trotz der geringen Dioptrien, dass die Brille wichtig sei, um das Schielen weg zu bekommen.
Ich selber bin kurzsichtig, trage allerdings Kontaktlinsen ;-). Anfangs bin ich für ein paar Wochen mit gutem Beispiel voran gegangen und habe statt der Linsen meine Brille getragen, aber das hat nichts geholfen und offen gesagt geht es mir ähnlich wie meiner Tochter: ich hasse das Ding! V.a. wird mir ständig übel, wenn ich die Brille trage und den Kopf zu schnell drehe - z.B. beim Autofahren etc. Ist also auch keine wirkliche Alternative. Das Opfer kann ich dann leider doch nicht bringen :-).

Liebe Grüße,
Rumpelstilzchen