Ausbildung-Fachabi- FH Studium als Umschulung -Bafög?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von hebigabi 24.01.11 - 19:38 Uhr

Hallo

Ich hab da mal ein sehr komplexes Problem, dass ich lieber nicht hätte bzw. mein Sohn.

Mein Sohn ist 19 Jahre alt, macht nächstes Jahr um diese Zeit seine Prüfung zum Mechatroniker in der Industrie (ein Job mit viel Bewegung und auch z.T . viel Kraftaufwand) den er sehr gerne macht, weil er sich gerne auspowert.

....bis letzte Woche seine kleine Welt komplett auf den Kopf gestellt wurde und seine Lebendplanung in sich zusammenfiel.

Er hat einen komplett kaputten Hüftkopf (wo wir nicht wissen woher) und der Arzt hat ihm klipp und klar gesagt, dass er aus DEM Job raus muss und er langfristig auf einen "Bürojob" umschulen muss- aus gesundheitlichen Gründen #heul.

Was wir bis jetzt überlegt haben ist, dass er nach der Ausbildung noch ein paar Monate arbeitet, dann 1 Jahr Schule macht und damit das Fachabi nachholt und dann Mechatronik studiert.

Nur gehts darum- wie finanziert man das Studium, denn für einkommensunabhängiges Bafög hat er nicht genug Berufsjahre zusammen.
Kann man sowas nicht über gesundheitliche Umschulung laufen lassen oder hat irgendjemand Ahnung wo man sich da mal erst mal vorab informieren kann?

Ich weiß es gibt schlimmere Krankheiten, aber er wird wahrscheinlich diesJahr das 1. Mal operiert und wird mind. 2 x eine künstliche Hüfte bekommen und wir hoffen einfach, dass die Enbtwicklung so weit fortschreitet, dass die Dinger länger als 12-15 Jahre halten (für sein Alter) und nicht nur 2 x eingesetzt werden können.

Ach man - alles doof- mal sehen, wir werden das Beste draus machen und bauen den jungen Mann erst mal auf .

Danke für Infos und Tips!

LG

Gabi


Beitrag von lena1309 24.01.11 - 19:48 Uhr

Hallo Gabi,

bei den Fachhochschulen gibt es spezielle Studienberater, die nicht nur prüfen, welche Voraussetzungen für das Studium benötigt werden, sondern die meisten davon sind auch fit in den Finanzen.
Selbst wenn die euch keinen präzisen Finanzplan vorlegen können, wissen die meisten, welche Stellen gerade bei gesundheitlichen Berufsveränderungen helfen können.
Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, das er den Techniker oder Meister macht. Mittlerweile ist das von den Berufsjahren abgekoppelt worden, heißt er kann direkt nach der Lehre weiter machen. Ansprechpartner wäre da die zuständige Handwerkskammer bzw IHK. Auch da gibt es finanzielle Unterstützung, meist sogar unabhängig von den Berufsjahren, besonders wenn er Vollzeit die Weiterbildung macht.
Da kann er dann auch nachher ins Büro.

Hoffe, ich konnte für den Anfang helfen.
M.

Beitrag von hebigabi 24.01.11 - 19:53 Uhr

Hallo

Danke schon mal für dieerste schnelle Antwort.

Einen Techniker könnte er zwar machen, aber er würde da jobmäßig meist erst mal genauso viel rumlaufen wie bisher- als "Studierter" hat er eher Möglichkeiten einen Schreibtischjob zu bekommen, auf den er halt hinarbeiten muss- auch wenn ihm das im Moment noch so garnicht gefällt, da er so gerne "handwerelt".

LG

Gabi

Beitrag von lena1309 24.01.11 - 20:04 Uhr

Hallo,

ich habe einen guten Freund, der den Techniker für Elektriker gemacht hat un der werkelt nur noch in seiner Freizeit.
Aber ist schon richtig, die reinen Bürostellen sind da rar.
Aber auch als Studierter muss man genau schauen, welche Stellen man nimmt, denn mit Hüftproblemen sind Baustellen ja auch nicht so der Hit, aber die Auswahl wird mit jeder besseren Note auf dem Anschluss natürlich größer.

Ansonsten bliebe ihm noch die Möglichkeit, mit einem Meister oder Techniker noch einen Zusatz drauf zu setzen und als Lehrer an die Berufsschulen zu gehen. Da wird immer gesucht, denen veralten die Lehrer, da gehen in den nächsten Jahren viele in Rente.
Das kann er aber auch nach seinem Studium machen.
Ist vielleicht nicht für jeden was, aber der Job ist krisensicher.

Schrauben kann er ja Zuhause noch ganz viel.

Wünsche euch alles Gute.
M.

Beitrag von hebigabi 24.01.11 - 20:07 Uhr

Danke erst mal - aber wie man sowas als Umschulung laufen lassen kann und es evtl. finanziert zu bekommen weißt du nicht?

LG

Gabi

Beitrag von lena1309 24.01.11 - 20:15 Uhr

Hallo,

Techniker und Meister sollten über das normale Meisterbafög gehen.

Beim Bafög für´s Studium bin ich nicht mehr auf dem Laufenden.
Aber da ist wirklich der direkte Ansprechpartner in der FH.
Man kann natürlich auch noch bei der Arbeitsagentur und der Krankenkasse nachfragen, aber da müsste ich mich auf Glatteis begeben.
Aber es gibt Bildungskredite und Bildungsschecks bei der Arbeitsagentur, vielleicht geht da was drüber.

Aber ich bin mir sicher, hier wird bestimmt auch noch ein schlaues Köpfchen mehr wissen. Sind doch so einige hier unterwegs, die da fit drin sind.

LG
M.

Beitrag von goldie99999 24.01.11 - 20:43 Uhr

Voraussetzung für eine UMschulung ist, dass bereits ein Berufsabschluß erworben wurde. Dies ist hier ja gar nicht der Fall, da Dein Sohn die Ausbildung ja noch nicht mal beendet hat

Elternunabhängiges Bafög bekommt er nicht. Ich halte es zwar für unwahrscheinlich, aber ggf. kann der Rentenversicherungsträger hier helfen. Einen Versuch ist es wert! Dein Sohn sollte sich möglichst bei der Reha-/ Studienberatungder Arbeitsagentur melden und einen Beratungstermin vereinbaren. Parallel solltet ihr bei der RV nachfragen.

Alles Gute!

Beitrag von hebigabi 24.01.11 - 20:45 Uhr

Hallo

Er willj auch erst die Ausbildung zuende machen- wir wollen uns einfach mal Gedanken machen, was so in Zukunft machbar ist und auf uns zukommen könnte.

LG

Gabi

Beitrag von goldie99999 24.01.11 - 21:30 Uhr

Das sind für einen jungen Mann wirklich ganz blöde Aussichten :-( Umso besser, dass ihr euch bereits jetzt schon Gedanken macht.

Möglicherweise kann es, so blöd das klingt, für ihn vorteilhafter sein, wenn er irgendwann in der Ausübung des Lehrberufs gesundheitlich eingeschränkt wird und somit eine (RV-getragene) Umschulung machen kann. Vorab mit Aussicht auf Einschränkung wird sich das nicht realisieren lassen.

Wühl Dich mal durch diesen Text, er enthält nicht nur viele Definitionen, sondern auch eine umfangreiche Liste von Ansprechpartnern. Das Thema ALG musst Du überlesen, das trifft bei euch ja nicht zu.

Ein (FH- Studium) wird aber auf diesem Wege nicht finanziert.

Grüße, Goldie

Beitrag von goldie99999 24.01.11 - 21:31 Uhr

Hier kommt jetzt auch der Link zum Text:

http://www.arbeitsratgeber.com/umschulung-0273.html

Beitrag von hebigabi 24.01.11 - 21:32 Uhr

Danke dir - nur welchen Text meinst du ?

LG

Gabi

Beitrag von goldie99999 24.01.11 - 21:54 Uhr

Sorry, habe den Link als Nachtrag gepostet, ich hatte den Beitrag zu schnell abgeschickt.

Beitrag von helly1 24.01.11 - 22:36 Uhr

Hi,

am besten lässt er sich von einem Reha-Berater bei der Arbeitsagentur beraten; die können auch über mögliche finanzielle Hilfsmittel (ggf. wird die Reha-Umschulung auch komplett übernommen) informieren und berufliche Perspektiven besprechen.
Da er bislang (dann) nur die Ausbildung abgeschlossen hat, wird Träger voraus. die Arbeitsagentur und nicht die Rentenversicherung.

LG helly