Bitte gebt mir Tipps!Tochter ist 2,5 Jahre alt..

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von millamaus 24.01.11 - 20:56 Uhr

Hallo,

habe schon einiges im Kleinkindforum gepostet, aber leider nie viele Antworten erhalten.
Unsere maus iste eigentlich ein Sonnenschein, nur leider testet sie aus wo sie nur kann. Neustes Beispiel von heute Abend:wir haben einen Chouchtisch aus Glas. Sie probierte mal wieder aus wie ich drauf reagiere wenn sie auf diesen Tisch kriecht. Das ganze ging 5-8 Mal so. Ich zog sie jedes Mal vom Tisch, erklärte ihr ruhig, ernst und eindringlich das es nicht geht...das sie sich sehr weh tun kann....
Wenn sie es nicht lässt würde ich die Gute nacht Geschichte für heute streichen. Das sie es wiederholt machte, wurde die geschichte gestrichen.
Vorher hatten wir aber wieder Kämpfe beim Zähne putzen, und sie meinte, sie müsste nach dem Zähne putzen, obwohl wir noch nicht fertig wahren in unser Schlafzimmer rennen um auf dem bett zu hüpfen. Da bin ich dann ausgerastet, wurde laut und sehr eindringlich...dann wollte sie die geschichte lesen und weinte natürlich. Weil ich konsequent sein wollte blieb die geschichte gestrichen. Das schlimme ist, dass sie uns in dieses Situationen wie z.B.mit dem Tisch angrinst...und trotzdem weiter macht.
Und auch schlimm ist, dass ich mitlerweile auf 180 bin und es mir hinterher leid tut.... :-(
Also was sind sinnvolle Konsequenzen??was machen wir falsch?

Lg Millamaus

Beitrag von sillysilly 24.01.11 - 21:02 Uhr

Hallo

Konsquenz ist wichtig - aber es "sollte" einen Bezug zur Tat haben

Gute-Nacht-Geschichte streichen finde ich schwierig -
denn sie hat am Abend kein Gefühl mehr dafür warum es nicht geht
Gute Nacht Geschichte ist etwas sehr emotionales, eine Bindung zwischen Euch - ihr das zu nehmen ist fies.
Und es ist für dich dann schwer das durch zu halten.

Sie testet dich einfach aus - ( ganz normal in diesem Alter )
drückt die Knöpfe bei denen sie weiß, daß du dich ärgerst

Bei uns ist es auch so, daß massiv ausgetestet wird - gäbe es die Möglichkeit mit ihr den Raum wo der Tisch steht zu verlassen ?
Nach dem Motto wenn es leider nicht mit ihr klappt, ist dir das viel zu gefährlich mit ihr da zu sein ..... im anderen Raum dann aber keine Bespaßung bieten .....

Beim Zähne putzen ich hätte sie gebeten, wieder mit zu kommen
wenn nicht hätte ich sie mir geschnappt und dann zurück getragen, weil mir wichtig ist, daß sie da lernen, daß es mir ernst ist.

Es gibt keine Ideallösungen - du mußt für dich eine Weg finden -

Liebe Grüße Silly

Beitrag von meringue 24.01.11 - 21:05 Uhr

Ein willensstarkes Kind- es wird ihm später nützen.
Ja, ist schwer. Schreien hilft nicht. Wenn sie nicht tut, was sie soll, dann gibt es nette Zuwendungen eben nicht. Das ist sehr anstrengend, auch bei vielen anderen Eltern von 2jährigen (die geben es vllt nicht zu), aber wenn du jetzt konsequent bist, zahlt es sich später aus.
Übrigens: Unsre Wohnung war kindersicher , um Unfälle zu vermeiden UND die Nerven der Eltern zu schonen. Ich kenne ein kleines Mädchen, das in einen Glastisch gefallen ist....
"Kinder fordern uns heraus"
"Kinder können Regeln lernen"
sind eine sinnvolle Lektüre und helfen beim Kosequent-bleiben.#winke

Beitrag von hoffnung2011 24.01.11 - 21:41 Uhr

Du machst nichts falsch. Dein Kind ist normal, du bist normal und dieses ist nur eine normale Phase.

wenn du bischen Refkletion willst, Tipps...gehe in eine Buchhandlung rein, setze dich hin und lese dich rein..einfach Thema:das Trotzalter..und dann wirst du sehen, was du evtl. hättest besser machen können.

Doch eins ist grundlagend falsch, kannst du aber an sich nicht wissen.
Zwischen einem Verbrechen und einer bestrafung (Konsequenz), kann keine längere Zeit sein (die gute nacht Gexchichte), weil die Kids in solchen Zeiten noch nich denken können. Eine folge muss unmittelbar erfolgen, bitte mach es nächstes Mal nciht...übrigens, du findest es aber auch in jedem Erziehungsratgeber..

In diesem Alter ist es einfach kein Glastisch zu haben..manchen Sachen kann man aus dem Weg gehen, manchen nicht...

Beitrag von bunto97 24.01.11 - 23:41 Uhr

süß sind se in dem Alter...
wegen sowas wie Zähneputzen rastet du aus?
Ich hab meinen Sohn dann zwischen die Beine geklemmt und geputzt,ging auch und nach 3 x hat er kapiert das es nix nutzt.

Grenzen austesten ist völlig normal und es wird heftiger je älter sie werden(meiner ist 13 Jahre)

Und das Thema Glastisch
Kauft euch einen anderen wo nix kaputtgehen kann.

Wir haben damals alle gefahrenquellen weggeräumt um irgendwelchen Gefahren aus dem Weg zu gehen.

Beitrag von lisasimpson 25.01.11 - 07:48 Uhr

keine gute nacht geschichte ist eine strafe.
wenn du ihr zeigen willst, daß du konsequent bist, dann sag ein mal (oder zwei mal) nein und Dann- sorge dafür, daß sie nicht mehr auf den tisch geht.

ob du den tisch wegpackst, ob du mit ihr statt dessen ein attraktives spiel machst, ob du mit ihr den raum verläßt, ob du mit ihr ein leid singst (der tisch der ist tabu) ist dabei völlig wurscht.
wenn du es nicht schaffst, ein kleinkind davon abnzuhalten 8 mal auf einen tisch zu kletter, der tabu ist, dann ist bist du völlig inkonsequent und da nutzt keine strafe der welt etwas.
dein nein gilt IN DIESEM MOMENT nichts!

sorge dafür, daß dein ja ein ja ist und dein nein ein nein- dann bist du konsequent

lisasimpson

Beitrag von marion2 25.01.11 - 11:44 Uhr

Hallo,

es gibt keine sinnvollen Konsequenzen.

Einzig konsequent wäre, sie vom Tisch runter fallen zu lassen - aber das wäre nicht sinnvoll.

LG Marion

Beitrag von zahnweh 25.01.11 - 12:14 Uhr

Hallo,

zunächst kann ich das Buch "die ersten fünf Jahre im Leben eines Kindes" von Weltbild empfehlen. Darin sind keine pauschalen "so-muss-das-sein" Aufforderungen, sondern erst mal einfach - die Entwicklung des Kindes.

Warum machen sie was sie tun? Warum reagieren Kinder in welchem Alter, so wie sie reagieren? Was geht in ihrem Köpfen vor etc.

Wenn man sein Kind versteht und sich hineinsetzen kann, wird so manches leichter :-)

Konsequenzen sollten direkt erfolgen und im Zusammenhang stehen.
Glastisch: immer wieder runter holen. Ggf. MIT dem Kind den Raum wechseln.
1. raus aus der Situation
2. zusammenhang zur Situation
Abends die Geschichte streichen ist noch zu früh. Das ist in etwa so, als würde Dir ein Strafzettel wegen falschparkens in 5 Jahren ins Hausflattern. Der Zeitabstand ist zu groß und der Zusammenhang fehlt.

Das Grinsen ist oft ein intuitiver Reflex. Ist das Gegenüber sauer, grinsen die meisten Menschen automatisch, um unbewusst das Gegenüber milde zu stimmen.
Bei meiner hab ich oft kurz mitgegrinst, als Zeichen: ich hab dich verstanden/hab dich lieb... aber sauer bin ich trotzdem.

kaputte Schallplatte. Kinder brauchen keine Strafen/Konsequenzen (Streichen der Geschichte, die nicht im Zusammenhang steht), sondern VERLÄSSLICHE Konsequenzen. "ok, ich werde also auch 200 Mal vom Tisch runter geholt... 1000 mal auch? ja... hm... dann wird es wohl auch 20000 mal so sein, nur so oft wird mir selbst langweilig" ;-)

Das Buch kann ich sehr empfehlen.
Wenn man sein Kind und die Entwicklung, Denkweise versteht, fällt vieles leichter und das eigene Bauchgefühl fühlt sich selbstbewusster an :-)

Beitrag von muffin357 25.01.11 - 20:49 Uhr

hi --

dein Kind ist normal. Nervig: ja. aber normal. Julian ist auch ein sehr, -- sagen wir mal: willensstarker *g* ...

ich finde allerdings auch, dass die Konsequenzen immer direkten Bezug haben sollen oder unmittelbar erfolgen sollten. -- wenn nichts direktes passt, dann setz ich Julian auf die Treppe oder in die Zimmerecke zum "nachdenken warum" -- natürlich mit geheule manchmal...

oft kommt auf meine Frage: "warum solltest du jetzt auf die Treppe?" nur ein lachhaftes grinsen oder lachen oder so -- dann setz ich ihn wieder drauf und das solange, bis er mir erklärt, dass er dies oder das nicht machen darf und zwar ernst und ohne mich zu verhöhnen ... -- dann spielen wir weiter und nach 2 Minuten frage ich ihn: weisst du noch, warum du gerade auf der Treppe warst? -- wenn er mich wieder anlacht und mich lächerlich macht, wiederhole ich das und setz ihn wieder auf die treppe (nur bei ganz schlimmen sachen, wie z.B. seine kleine 4-monat alte Schwester hauen) und wieder hole das spiel ... -- mit diesem Vorgehen habe ich eigentlich meist sehr schnell und ohne viel wiederholungen das Missverhalten ausgetrieben ... tja: das ist gut ... aber dummerweise denkt er sich ja dann recht bald wieder was neues aus, mich auszutesten -- aber da bleibt nur konsequenz -- irgendwann reicht eine warnung, dass die treppe droht, um das Missverhalten abzustellen...

tja: die kleinen können ganz schöne terroristen sein ... aber das ist echt altersgemäss ...

#winke tanja

Beitrag von sabrinam86 26.01.11 - 20:15 Uhr

Hallo!

Meine Tochter wird im März 3 Jahre und ich kenne diese Situationen nur zu gut. Diese Trotz-Phasen sind leider ganz normal und man muss da irgendwie durch.
Du solltest Verbote nur 1 aussprechen und wenn sie sich dann nicht benimmt, gibt es gleich Konsequenzen, wie ins Zimmer gehen und BLEIBEN, keine Geschichte vorlesen usw.
Wichtig ist, dass du nicht 5 oder 6mal drohst. Wir haben den gleichen Fehler gemacht. Nachdem wir einige Tage hart durch gegriffen haben (also keine Schläge, halt nur konsequent), wurde es schnell besser.
Sie muss sofort merken, dass du es ernst meinst.
Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass das Verhalten deiner Tochter ganz normal ist und sich innerhalb von wenigen Wochen selbst gibt. Allerdings kommen diese Phasen alle paar Monate wieder.

Liebe Grüße,

Sabrina

Beitrag von melaniemorg77 17.02.11 - 10:55 Uhr

Hallo ich kann dir eine gutes Buch dazu empfehlen !

Jedes Kind kann Regeln lernen von Anette Kast Zahn

Das habe ich auch zu verkaufen !
Ein echt tolles Buch mit verschiedenen beispielen aus Altagssituationen und was Kinder dadurch erzwingen wollen .

LG Melanie