christenlehre-gibts sowas noch (oute mich ahnungslos)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sina236 24.01.11 - 21:48 Uhr

so. jetzt muss ich euch mal was fragen.... mein mann und ich sind beide ohne jegliche religion aufgewachsen (war ja nicht so ungewöhnlich im östlichen deutschland), von daher haben wir beide absolut keine ahnung. unsere tochter besucht einen katholischen kindergarten. wir sind absolut zufrieden mit den werten, die dort vermittelt werden. sie mag es auch. ihr zu liebe geh ich auch mit in den kindergottesdienst. sie will es, weil alle ihre freunde dort sind und ich finde es auch gut. nur eines ist halt: sie ist eine der wenigen, die nicht getauft ist. nun. ich dachte mir, wenn sie den wunsch äussert, dass sie auch getauft ewrden will, dann darf sie es auf jeden fall machen. aber was müssen wir dafür tun? muss sie dafür nicht bestimmte dinge wissen oder lernen? ich habe noch nicht raus gefunden, dass die da sowas haben in der kirche für kinder zur vorbereitung auf eine taufe. bisher sind wir nur zu den kindergottesdiensten gegangen und halt weihnachten. also, wie läuft das so??????

sina#kratz

Beitrag von -tinar- 24.01.11 - 22:02 Uhr

Ich bin zwar evangelisch, und unsere Tochter auch, aber ich antworte trotzdem mal: wir haben unsere Tochter taufen lassen als sie 3 Monate alt war. Da hatte sie noch nicht sooooviele christliche Dinge gelernt:-D. Spaß beiseite, es werden ja auch Neugeborene getauft, insofern gibt es da keinen Wissenstest, auch nicht, wenn die Kinder älter sind. Dafür gibt es dann später für die Katholiken die Kommunion und für die Protestanten die Konfirmation mit entsprechendem Unterricht vorher. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass der Pfarrer Euch als Eltern fragen wird, warum Ihr denn ein Kind taufen lassen wollt, wo Ihr doch selber nicht in der Kirche seid.

Lg, Tina

Beitrag von sina236 24.01.11 - 22:07 Uhr

aber grundsätzlich kann sie doch schon getauft werden, auch wenn wir nicht in der kirche sind?! ich finds halt schwierig. mir bedeutet das alles nichts. ich habe das so nicht gelernt und mir fällt es da schwer, jetzt mit knapp 40 noch umzuschwenken--> geht einfach nicht vom kopf her und passt auch nicht zu mir. aber grundsätzlich finde ich es schon schön, wenn kinder einen glauben haben. ich würde das voll unterstützen.

Beitrag von zahnweh 24.01.11 - 22:39 Uhr

ja, klar geht das. ok, der Pfarrer könnte fragen. Aber die Entscheidung liegt bei euch Eltern und wenn ihr das unterstützt, wird er sicher auch gerne taufen.

Wichtig, da sind die Regelungen konkreter: die Paten (können 1, 2 oder 3 sein - sehr selten auch mehr) MÜSSEN in der Kirche sein: getauft und später nicht ausgetreten.
Die Konfession der Paten ist meistens egal. Wobei das von Pfarrer zu Pfarrer unterschiedlich sein kann. Manche bestehen auf mind. einen derselben Kofession, andere sagen: hauptsache getauft, egal welche konf., sollte Bezugsperson zum Kind sein... manche nennen es Taufbeistand...

Beitrag von hedda.gabler 25.01.11 - 01:01 Uhr

Hallo.

Bei einer katholischen Taufe muss ein Pate zwingend katholisch sein ... das kann der Pfarrer nicht von Fall zu Fall entscheiden. Das ist Kirchenrecht.

Andere Konfession können lediglich Taufzeuge werden, was zwar in der Zeremonie keinen Unterschied macht, aber eben kirchenrechtlich.

Und soweit ich weiß, muss der katholische Pate auch firmiert worden sein.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von zahnweh 25.01.11 - 02:13 Uhr

Unserer (kath.) hätte auch zwei evangelische genommen.

Der evangelische Pfarrer bestand auf mind. einen evangelischen Paten. Einen katholischen hätte er nun ja, geduldet...

Beitrag von hedda.gabler 25.01.11 - 09:04 Uhr

Hallo.

Damit verstößt er eigentlich gegen bestehendes Kirchenrecht und die Gültigkeit einer solchen Taufe ist fraglich ...

... dass die evangelischen noch mehr anstellen, habe ich aber auch erlebt. Diese Patenbescheinigung brauchte ich auch nur als Patin in der evangl. Kirche. Unserem katholischen Pfarrer hat es völlig gereicht, dass ich ihm sage, welche Konfessionen die Paten haben, Beweise brauchte er dafür nicht.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von kyrilla 25.01.11 - 09:15 Uhr

Hallo Hedda,

obwohl die Taufe unter den von dir genannten Umständen kirchenrechtlich verboten ist, ist sie dennoch gültig.
Solches Verhalten kann für den Pfarrer jedoch Konsequenzen nach sich ziehen.

LG

Kyrilla

Beitrag von hedda.gabler 25.01.11 - 09:18 Uhr

Hallo.

Vielen Dank für die genaue Erläuterung.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von zahnweh 25.01.11 - 10:25 Uhr

also vor 20 Jahren war es auf jeden Fall noch so. Da konnte eine Taufe nur stattfinden, bis jemand mit kath. Konfession gefunden war.

Zum aktuellen kenne ich mich nicht so genau aus. Da ich nicht wirklich aktiv bin, habe ich mich auf die Aussage unseres Pfarrer verlassen, der meinte, dass eigentlich schon so sei, aber es wohl gelocktert worden sei oder eben nicht mehr so streng genommen würde, u.a. weil sonst einige gar nicht getauft würden, wenn keine Paten da sind. Und da man hier um jeden "Neuzugang" froh ist, würde das nicht mehr sooo genau genommen bzw. keine Probleme geben.

Beitrag von hedda.gabler 25.01.11 - 10:35 Uhr

Hallo.

Das Einzige, was meines Erachtens gelockert wurde, ist dass man es nicht mehr katholische oder evangelische Taufe, sondern christliche Taufe nennt ... an der Art der vorgeschriebenen Paten ändert das aber nichts.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von zahnweh 25.01.11 - 10:44 Uhr

Wie gesagt, ich habe da keine wirkliche Ahnung und in mehreren Gesprächen mit dem kath. Pfarrer darauf vertraut, dass er sich da besser auskennt.

Während mir der eine evangelische schon im ersten Gespräch menschlisch nicht zusagte.

Beitrag von baerbelino 24.01.11 - 22:09 Uhr

hallo :)

also ich weiß auch nicht ob das so einfach geht, wenn ihr quasi keine kirchensteuer zahlt - ich begrenze es jetzt mal darauf.
ich bin selbst katholisch, mein mann auch und wir haben auch unseren sohn katholisch taufen lassen. ihr braucht zwei paten die beide "mitglied" einer kirche sein müssen - natürlich am besten der katholischen!

am besten erkundigst du dich mal im pfarrbüro oder direkt beim pfarrer. wissen müßt ihr dafür nix, adam und eva waren die ersten menschen und jesus gottes sohn. ich denke, das reicht ;)

bei der kath kirche könnte ich mir echt vorstellen, dass ihr eintreten müßtet. hauptsache, ihr zahlt jeden monat eure steuern damit die die kinder der pfarrer finanziert werden können...#aerger

liebe grüsse
barbara

Beitrag von sina236 24.01.11 - 22:12 Uhr

hmmm ja, ich versteh schon. grundsätzlich wär mir evangelisch auch lieber, aber nun ists halt mal so von den umständen her. in der gemeinde fühl ich mich (ungetauft ;-)) auch echt wohl. nette leute. kennt man halt jetzt auch alle. ok, da muss ich mich mal erkundigen, ob wir da eintreten müssen. ich denk mal, wenn sie es unbedingt wollen würde (bisher gehts noch ohne) dann würd ich halt auch eintreten.

Beitrag von riebele 25.01.11 - 10:21 Uhr

Liebe Sina,

ich bin vom Fach, allerdings evangelisch.
- Bis Eure Tochter "religionsmündig" ist, also bis 14 entscheidet Ihr für Sie - idealerweise natürlich mit ihr gemeinsam, ob sie getauft werden soll.
- Wenn die Eltern nicht in der Kirche sind, so braucht Ihr auf jeden Fall kirchliche Paten.
- Da Ihr beide nicht getauft seid, müsstet Ihr/müsstest Du, um in die Kirche einzutreten, Dich taufen lassen. Die Kirche versteht sich nicht als Verein, deshalb kann man nicht einfach so per Eintritt Mitglied werden (es sei denn, man wurde als Kind getauft, ist dann aber ausgetreten).
- Am Sichersten ist es bei Fragen immer, direkt im Pfarramt nachzufragen. Das bedeutet auch nicht gleich, dass man dann auch Nägel mit Köpfen machen muss.

Alles Gute für Eure Entscheidung!
riebele

Beitrag von hedda.gabler 25.01.11 - 00:58 Uhr

Hallo.

Mindestens ein Pate MUSS zwingend katholisch sein.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von baerbelino 25.01.11 - 10:11 Uhr

ok, danke :)

ich wußte es nicht mehr.

Beitrag von kyrilla 25.01.11 - 08:51 Uhr

"bei der kath kirche könnte ich mir echt vorstellen, dass ihr eintreten müßtet. hauptsache, ihr zahlt jeden monat eure steuern damit die die kinder der pfarrer finanziert werden können... "

Hallo Barbara,

der erste Teil deiner Aussage ist so nicht richtig, der Pfarrer kann und soll auch ein Kind nicht katholischer Eltern taufen, wenn er die berechtigte Hoffnung hat, dass das Kind katholisch erzogen wird. Das kann über die Paten (die in der Tat katholisch getauft und gefirmt sein MÜSSEN) und/oder über den katholischen Kindergarten geschehen.

Keinem Menschen wird in der katholischen Kirche das Seelenheil verwehrt, nur weil seine Eltern dies für sich nicht wünschen!

Der zweite Absatz ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit!

LG
Kyrilla

Beitrag von baerbelino 25.01.11 - 10:26 Uhr

nee, ist keine Unverschämtheit!

ich bin katholisch erzogen worden, war jeden Sonntag in der Messe etc. Bis ich ungefähr 18 war und echt durchgeblickt hab, was für ein verlogerner (sorry) Haufen die kath Kirche ist.

Das ich speziell die kath Kirche nicht mag hat nichts mit meinem Glauben zu tun. Das sind zwei paar Schuhe. Aber wie man - letztendlich - nach den ganzen Mißbrauchsfällen hinter diesem Verein stehen kann ist mir ein Rätsel. Klar kann man nicht alle über einen Kamm scheren aber was die Typen in der "Führungsetage" fabrizieren ist echt der Oberhammer!!!

Tausende Kinder werden HIV positiv geboren und eure Heiligkeit verbietet Kondome! Eine kath Nonne wird aus ihrem Orden entlassen weil sie in Afrika das Elend nicht mehr mitansehen konnte und Kondome verteilt hat...sie lebt jetzt von Hartz 4. Papst Benedikt - einer von uns - deckt einen mexikanischen Bischof, der Kinder mißbraucht hat weil er ihm seine Reisen finanziert...da krieg ich echt die Krise!
Prof Dr Hasenhüttel darf keinen Gottesdienst mehr halten weil er mit Katholiken UND evangelischen Christen das Abendmal gefeiert hat!!! Da fehlen mir die Worte! Beten wir nicht alle zum gleichen Gott???

ein Bischof bekommt das Gehalt einen Ministerpräsidenten!!! Ich frage mich: wofür???

Und wer finaziert den verlogenen Staat?

WIR#ole

Ich werde irgendwann austreten, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Meinem Sohn stelle ich es frei.

Beste Grüße
BArbara

Beitrag von zahnweh 24.01.11 - 22:35 Uhr

Hallo,

da bereits Säuglinge getauft werden, gibt es für die Taufe keine Fragen.

Die Eltern gehen zum Pfarrer und machen einen Termin für ein Gespräch aus. Wenn sie sich einig sind, ihr Kind taufen zu lassen, gibt es ein Taufgespräch: da gibt man eine Bescheinigung ab, die bei der Geburtsurkunde dabei war für religiöse Zwecke, benennt Paten und bespricht wie die Taufe selbst ablaufen soll/könnte.

Vorbereitenden Unterricht gibt es dann später für rk: Kommunion und Firmung bzw. für evangelische: Konfirmation.

Beitrag von erdbeertiger 25.01.11 - 07:55 Uhr

Will deine Tochter denn überhaupt getauft werden? Getauft werden kann und wird man immer, wenn man es will, die Frage der Paten ist für jemanden, der von sich aus getauft werden will, erstmal nachrangig.
Ich glaube an eurer Stelle würde ich jetzt erstmal gar nichts tun - vielleicht findet eure Tochter in ein paar Jahren Kirche gar nciht mehr spannend, dann würde ichsie auch nicht taufen lassen, vielleicht will sie aber auch weiter zu Kindergottesdiensten etc gehen - dann wird spätestens im Kontext der Erstkommunionvorbereitung die Frage auftauchen, ob sie nicht auch mitmachen kann. Und es ist gar nicht so ungewöhnlich, dass Kinder in diesem Alter (8-9) auf eigenen Wunsch getauft werden.

LG

Erdbeertiger

Beitrag von donaldine1 25.01.11 - 13:47 Uhr

Hallo,
ich würde jetzt einfach mal abwarten, wie sich das Ganze weiter entwickelt. Wenn eure Tochter sich für kirchliche Dinge interessiert, kann man sie z.B. immer noch kurz vor der Konfirmation taufen lassen. Und soweit ich weiß, ist das dann nicht mehr daran gekoppelt, ob die Eltern in der Kirche sind. Habe ich zumindest mal gehört, könnte man sicher genauer erfragen.
Meine Kinder sind alle nicht getauft (obwohl ich in der Kirche bin). Wenn die Kinder das später wollen, wird es vor der Konfirmation gemacht. Bei uns lag der Grund in Schwierigkeiten mit/wegen Taufpaten -ist jetzt zu lang, um es ganz detailliert zu erläutern- und daher habe ich besser erst mal auf die Taufen verzichtet.
Und in der Schule z.B. am Religionsunterricht kann sie ja auch ungetauft teilnehmen, das ist kein Problem.
LG
donaldine1

Beitrag von donaldine1 25.01.11 - 13:54 Uhr

PS: Allerdings: Gerade bei der katholischen Kirche sind manche Werte meines Erachtens doch recht seltsam, die propagiert werden. (Sorry, ich will jetzt hier keine Diskussion anfangen, das ist eben einfach meine Meinung. Also bitte die Messer drin lassen. ) Man höre sich nur einmal die eine oder andere Aussage oder Überzeugung des Papstes an. Manches erscheint mir da seltsam. Daurm würde ich persönlich gerade bei der katholischen Kirche auf jeden Fall warten, bis das Kind reif genug ist, die Entscheidung alleine zu treffen.
Der Grudn, warum jemand in der Kirche ist kann letzlich natürlcih unterschiedlich sein. es muß ja nicht immer tiefer Glaube dahinter stehen. Ich z.B. bin nach vielen Jahren wieder in die Kirche eingetreten, weil mich das persönlcihe und soziale Engagemant unseres Pastors in der gemeidne überzeugt hat. Das wollte ich unterstützen. Das es eien Gott gibt, glaube ich definitiv nicht. ;-)