Wer weiß es genau?-Arbeitszeiten MuSchuG

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tigerentenbine 25.01.11 - 11:53 Uhr

Hallo ihr Lieben,


ich bin morgen in der 13.ssw #huepf und möchte dann gerne meinen AG offiziell informieren.
Nun habe ich das Problem, dass ich in einem Offenen Jugendhaus arbeite und Arbeitszeiten bis 21 Uhr habe, an Sonn- und Feiertagen arbeite und mal 11 Stunden und mal 5 Stunden Tage habe (aber immer 39 Stunden pro Woche).

ICH möchte meine Arbeitszeiten gerne so behalten, da ich mich gut damit fühle und die Betreuung unseres großen Sohnes auf diese Arbeitszeiten ausgerichtet ist. Da mein Mann auch solche Schichten hat, wechseln wir uns mit den Tagen ab, mal hat er früh, mal ich usw. D.h. ich kann nicht jeden Tag 8,5 Stunden arbeiten, da ich auch noch ne knappe Stunde Fahrtzeit habe und die Kita die Zeiten dann gar nicht abdecken würde!

In der Schwangerenberatungsstelle wurde mir gesagt, dass mich Niemand zu den anderen Arbeitszeiten zwingen kann, ich habe das Recht meine Zeiten laut MuSchuG zu ändern, aber nicht die Pflicht! Das hat mich etwas gewundert, denn hier heißt es ja ganz oft, dass man sich daran halten muss, egal ob man will oder nicht- es sei denn man fällt in die im Gesetz genannten Bereiche wie Theater, Klinik usw., aber das ist bei mir ja nicht de Fall#nanana!

Was ist denn nun richtig#gruebel? Mein Arzt würde mir bestätigen, dass medizinisch nichts gegen die Arbeitszeiten spricht, aber er wusste auch nicht, was dann im Versicherungsfall passiert, natürlich möchte ich nicht die ganze Verantwortung alleine tragen!!

Ich kenne auch die Möglichkeit eines BVs bzw. halben BVs, aber da ich medizinisch keine Gründe habe, würde mir mein Arzt da nichts ausstellen und wieso sollte das mein AG tun, er kann mir ja andere Arbeitszeiten anbieten, die ich aber aufgrund der Betreuung vom Großen nicht annehmen kann, das ist ja kein wirklicher Grund, oder#schwitz??

Kompliziert, kompliziert, will doch einfach nur ganz normal weiterarbeiten #heul.

Wer kennt sich nun also genau aus und kann Licht in mein Dunkel bringen???

LG und #danke, Bine mit Lukas (*01.2008) und #ei (11+6)

Beitrag von sweetelchen 25.01.11 - 11:57 Uhr

Ich glaube hier kannst du alles entnehmen was einem BV zuspricht :

http://www.familie.de/schwangerschaft/schwanger-sein/artikel/mutterschutzgesetz-kurz-zusammengefasst/mutterschutz-schutzfrist-beschaeftigungsverbot-gefahrenschutz/
:-)



Beitrag von tigerentenbine 25.01.11 - 12:14 Uhr

Aber alles was da drin steht, passt ja in meinem Fall nicht :-(.

Ich verstehe es so, dass ich mich an die Regelungen halten muss und ein BV ebenfalls nicht in Frage kommt, weil ja weder Leib und Leben von mir noch vom Baby in Gefahr sind, wenn der Große keine Betreuung hat... Wieso ist das denn so kompliziert?

Ich kann also höchstens über das Aufsichtsamt eine Sondergenehmigung beantragen, der sie dann zustimmen können oder eben nicht, ansonsten habe ich keine Möglichkeit, oder wie??

Ich finde solche Gesetze ja gut, wenn sie der Mutter helfen, aber dass man sich auf Teufel komm raus daran halten muss, obwohl es wesentlich mehr Stress bedeutet, das kann ich nicht nachvollziehen #schmoll.

Trotzdem #danke...

Beitrag von mai75 25.01.11 - 12:05 Uhr

Hallo,
ich darf, seit ich offiziell schwanger bin, max. 8,5 Std. täglich arbeiten.
An den langen Tagen heißt das also entweder mehr/längere Pausen machen oder eben später kommen bzw. eher gehen. Mein AG achtet da auch sehr drauf, da ein Verstoß wohl von der Berufsgenossenschaft mit entsprechenden Strafen geahndet wird.
So ist es m.E. auch im Mutterschutzgesetz geregelt.
Mit BV etc. kenne ich mich leider nicht aus .....
LG
Maike

Beitrag von tigerentenbine 25.01.11 - 12:22 Uhr

Danke, da streiten sich anscheinend die Geister... Viele sagen ja, es ist Pflicht, sonst gibt es keinen Versicherungsschutz und Strafen und Andere sagen, nö, das ist freiwillig, da kann man sich dran halten, muss man aber auch nicht... Ich denke, ich werde die Aufgabe dem AG überlassen, soll er sich halt beim Aufsichtsamt schlau machen und dann sehen wir weiter!

LG und #danke!

Beitrag von mai75 25.01.11 - 12:27 Uhr

Pass aber auf, dass Du Dich nicht überforderst. Ganz ehrlich - die für mich zuvor durchaus üblichen 10 Std.-Tage, würde ich inzwischen echt nicht mehr schaffen. Selbst 8,5 Std. sind inzwischen schon anstrengend!

Beitrag von tigerentenbine 25.01.11 - 13:20 Uhr

Ja, na klar, das ist mir durchaus bewusst, zumal ich dann 11,5 Stunden Tage habe uch danach noch die Fahrtzeit nach Hause... Das ist auch nicht schwanger schon sehr anstrengend! Aber ich kann das ja jederzeit ändern, wenn ich merke es geht nicht mehr und dann die Betreuung des Großen irgendwie mit Oma und Opa oder Freunden überbrücken. Das geht mal für nen Monat, aber eben nicht noch für nen halbes Jahr:-(! Hinzu kommt, dass ich halt eher der Spätarbeitstyp bin, also bis 7 Uhr schlafen und dann 9.30 Uhr anfangen zu arbeiten. Sollten sich meine Arbeitszeiten verschieben, müsste ich um 7 Uhr anfangen (was Kitatechnisch überhaupt nicht geht), d.h.spätestens um 4.30Uhr/5 Uhr aufstehen und das ist für mich wirklich Stress, Folter, Quälerei... da bin ich einfach anders gepolt! Und dann bin ich trotzdem noch 2 Stunden später daheim am Nachmittag als jetzt an meinen kurzen Tagen, ne ne, da komme ich ja zu nichts!!! Alles blöd, ich hoffe, es gibt eine andere Lösung!!

Beitrag von estherb 25.01.11 - 12:07 Uhr

Hallo,

ich habe in den SS auch mal am WE oder abends gearbeitet, gehört in meinem Job einfach dazu. Keiner hätte mich zwingen dürfen, aber ich glaube, so lange du das freiwillig machst, darfst du bis zur Geburt tun, was du willst. Im Mutterschutz nach der Geburt hingegen darf der AG dich nicht beschäftigen, soweit ich weiß, das hat mein Chef zumindest damals gesagt. Aber ich hab auch in der 36. SSW in der 1. SSW nochmal 2 Tage gearbeitet, und das ist ja auch erlaubt. Eindeutiger sind die Vorschriften glaub ich bei Gift oder schwerem heben am Arbeitsplatz. Schau doch mal ins MuSchuGesetz.

LG Esther

Beitrag von tigerentenbine 25.01.11 - 12:20 Uhr

Das ist ja genaus das, was die Dame in der ss Beratungsstelle auch gesagt hat, es darf mich keiner zwingen die Arbeitszeiten zu ändern.

Aber genau dem widersprechen hier je Viele und wenn ich ehrlich bin, lese ich aus dem MuSchuG auch heraus, dass ich mich daran halten muss!! Die Zeit nach der Geburt ist Pflicht, das weiß ich, und heben und solche Sachen sind ja auch völlig klar, aber warum ich nun unbedingt meine Arbeitszeiten ändern muss, weiß ich nicht! Schön, wenn es bei dir nicht so war, das macht mir Hoffnung!


Vermutlich muss ich einfach das Aufsichtsamt direkt fragen, die müssen es ja wissen...

#danke und LG