Inhalieren für Pferde..Tipps?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von anarchie 25.01.11 - 12:15 Uhr

Huhu!


Meine Stute hat sich damals beim Umzug in ihr neues Zuhause bei mir ne fiese Brochitis eingefangen, die natürlich behandelt wurde, aber nie ausheilte.
Für sie war das so ein Mörderstress damals mit dem Umzug...ihre Nerven waren nicht die besten, ich vermute eher daher die infektanfälligkeit damals.
Da war sie knapp 5.
Mit wenig Staub(Silage anstatt heu, gut belüftete , 22m² Box, große fenster etc..), viel bewegung und draussen sein ging es ihr damit die letzten fast 15 jahre gut.
Keine Beeinträchtigung, bis auf ein zeitweilliges Atemgeräuscht bei extremer Belastung und in manchen Jahren ein leichter Husten beim Wechsel von Ganztagesweide auf teilzeit Weide und Paddock.
Nun , wo sie älter wird, wird es schlimmer...Medikamente helfen ihr nicht(bzw nur sehr kurzfristig, solange sie sie nimmt - und GUT ist es dann auch nicht).
Tag und Nacht raus geht nicht(das will ICH seit jahren), macht sie nicht mit.

was ihr sehr gut tut, ist inhalieren!:-)
mit kamille, eukalyptus...

Wer inhaliert hier noch?
Wie macht ihr das?

Ich nehme ganz klassisch Eimer und handtuch...
an tagen, an denen wir das machen, hustet sie garnicht:-D
Nur das Atemgeräusch geht nicht mehr weg...:-(

lg


melanie







Beitrag von saorsa21 25.01.11 - 12:51 Uhr


Hallo #winke

ich habe das mit einer Stoffeinkaufstasche gemacht :-D
natürlich eine aus Naturstoff, also keine gefärbte mit Aufdruck etc.
dann in einen Eimer gehängt, Kräuter eingefüllt in die Tasche und mit heißen Wasser übergossen.
Ein paar min. gewartet das es nicht mehr gar so heiß ist und dann Beutel aufgemacht, über die Nüstern und die Henkel links und rechts im Halfter festgemacht, so dass man im Notfall nur dran ziehen braucht und die Tasche fällt runter.

Das erste mal fand er das nicht so toll, und hat immer den Kopf geschüttelt aber dann war es kein Problem mehr. In der Zeit wo Inhaliert wurde, habe ich das Pferd geputz. :-D

Die Kräuter und den Aufguss habe ich ihm dann noch unters Futter gemischt, je nach dem was es halt für Kräuter sind und ob sie das Pferd haben darf.

Hoffe ich konnte helfen #winke

Beitrag von jrc 25.01.11 - 13:53 Uhr

Bist du sicher, daß die Bronchitis nicht ausgeheilt wurde und sie vielleicht mit einer Allergie kämpft?
Sollte sie die Bronchitis nicht ausgeheilt haben und ein Geräusch haben, denke ich schon an Dämpfigkeit. Sie hat es somit chronisch und wird es nicht mehr los, du kannst nur lindern.
Ich habe selber eine chronische Husterin, die aber auch allergisch gegen Pollen ist.
Außer nasses Heu (du fütterst ja Silage), viel Bewegung und regelmässige Tierarztkontrollen kannst du nichts machen.
Inhalieren ist gut, ruhig klassisch mit Eimer. Ich habe mal gehört, daß man Pferden auch einen bestimmten Hustensaft von uns Menschen geben kann, weiß aber nicht welchen.

Bitte, bitte fange aber nicht an mit Pulver wie Ventipulmin. Habe das damals verordnet bekommen, bei einmaligem Absetzen ging der Husten noch schwerer wieder los.

Beitrag von anarchie 25.01.11 - 14:22 Uhr

danke für die Antwort!

ja, es ist im Grunde Dämpfigkeit.

der TA hat damals schon gesagt, dass wir das nicht wieder wegkriegen.
Die frage war nur, wann es schlimer wird und wie schlimm...:-(

Wie gesagt, fast 15 jahre ging es ihr wirklich gut damit, wir sind jagden geritten, Turniere, ewige geländeritte - sie hatte NIE beeinträchtigungen..aber irgendwann kommt es halt...

Allergien hat sie keine bekannten, da haben wir vor jahren versucht auszuschliessen, was geht.

Ventipulimin hatten wir vor jahren mal , als es mal schlimmer war, als Gel...hat super geholfen, ist aber 1. schweineteuer(das nur anbei) und 2. eben wie du schon sagst: dannach muss man dann ECHT aufpassen.


Mit dem hustensaft muss ich mal schauen, wusste ich nicht...

Also doch Eimer.
ich finde das jetzt nicht schlimm für mich - nur für sie eben doof:-(
Vor allem weil sie sonst so hyper-mega-super-top in Form ist.

Derzeit fahre ich zwischen 9 und 10 hin, dann hat sie gefressen, aber die ställe wurden noch nicht gemacht(staub..), lasse sie inhalieren, dann geht sie raus. manchmal bewege ich sie noch etwas.
Dann mach ich die Box, dass der staub sich legt, bis sie wieder kommt, bisschen wasser drüber sprühen...
gegen 16 Uhr kommt sie von der weide, frisst Kraftfutter, ruht etwas, dann wird sie geritten, geht dann rauhfutter fressen und schlummern..

jetzt hab ich nochmal eine homöopathin bestellt, die kann aber erst in 3 Wochen..na, mal sehen...wird schon alles werden mit der Maus.

lg

Beitrag von jrc 25.01.11 - 16:12 Uhr

Wird sie im Frühjahr angeweidet? Oder steht sie ganzjährig draußen auf Gras?
Wenn du sie anweidest, achte mal im Frühjahr drauf, ob sie dann hustet. Sollte es so sein, nimm sie einige Tage runter, auf Sand. Hustet sie dann nicht, hat sie auch eine Allergie gegen bestimmte Pollen.

Dazu noch einen Tip wegen dem Stroh:
Wenn du etwas mehr Geld ausgeben willst, stell sie um auf Hanfspäne. Staubt nicht, wie normale Späne.
Oder versuche gutes Stroh zu bekommen (triticale kann ich empfehlen, auch gegen Strohfresser). Mit dem Triticale habe ich die besten Erfahrungen gemacht, wegen des Hustens und weil mein zweites Pferd ein Strohfresser ist. Achte darauf, daß es lang geschnitten ist. Oft sind in Strohballen so kurze, zerschredderte Lagen bei, die unglaublich stauben. Die Lagerung spielt auch eine Rolle.
Wenn dein Tierarzt o.k. gibt, reite sie ruhig, soweit ihre Fitness es zuläßt. Ansonsten mußt nur DU dich umstellen, soooo schlimm ist die Dämpfigkeit nicht, wenn man alles berücksichtigt und das Geld lieber in Heilmethoden statt in Medis steckt ;-)

Beitrag von anarchie 25.01.11 - 17:01 Uhr

Sie steht das ganze jahr auf gras, bis auf wenige tage, wenn wirklich alles landunter ist, dann ist mal der paddock - aber das kann ich an einer hand abzählen.

Wir haben schon versucht, da sie immer im frühjahr und herbst(also nicht immer, aber wenn dann dann) Probleme hatte, sie eben auf Sand zu stellen - spielt keinerlei Rolle.
Auch einen ausgedehnten urlaub auf anderen Weiden mit anderem Boden und anderem bewuchs hat nix geändert(wir dachten an bestimmte gräser, die sie vielleicht nicht verträgt).

Hanfspäne ist ne idee!
Schau ich mal...
Normale Späne frisst sie#klatsch#schock
Stroh aber nur minimal.#kratz
ich fürchte, das wird damit nicht anders sein...#kratz

Unser Stroh amchen wir selber(kleiner reistall mit etwa 30 pferden und eben Feldern..),das ist immer ziemlich guter Qualität, saget auch der TA.
Es ist auch sehr lang..wenn mal son fisselzeug dabei ist, kommt es nicht in den Stallgang, wo sie steht(da achtet die Satllbesitzerin drauf#verliebt, wird auch nicht gefegt oder einegstreut, wenn sie drinnen steht)

bewegung muss sie haben, tut ihr auch gut...sie dreht auch am rad, wenn nicht, egal, wieviel sie draussen ist.
Ich schau halt, was sie mag und kann - und das sie sich nicht zu sehr anstrengt.

Ich hab kein problem damit...fahre ja jetzt schon 2 mal am tag hin, hab meine Turnier-Ambitionen schon hinter mir und reite nur noch gymnastizierend, weils eben Spaß macht...sie hat hier ein Zuhause auf lebenszeit und ich tu mein Möglichstes, es ihr nett zu machen:-)

lg

melanie