2. Meinung einholen, Mann liegt aber im Krankenhaus!!!

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von oma.2009 25.01.11 - 13:32 Uhr

Hallo,

ich muß mal nachfragen: mein Mann liegt seit 5 Monaten auf einer neurologischen Intensivstation. Er hat schwer Parkinson und dadurch Schluckbeschwerden. Nach einer Lungenentzündung (im krankenhaus geholt) hat man ihn intubiert und nach 1 Woche einen Luftröhrenschnitt mit einer geblockten Trachealkanüle gelegt. Jezt haben wir, nach der 1.!!!! Schluckendospokie letzte Woche erfahren, dass mein Mann diese kanüle nie wieder loswerden soll. Da ich die Aussage so nicht hinnehmen möchte, wollen wir eine 2. Meinung einholen. Wenn er bei einem Arzt in Behandlung wäre, ist es kein problem. Aber wie stelle ich es an, dass Männe zu einer Untersuchung in ein anderes Krankenhaus verlegt wird. Man hat mir die Uniklinik Eppendorf empfohlen. Unsere Krankenkasse hat mir heute morgen erklärt: diese Verlegung müsse von dem jetzigen Krankenhaus aus befürwortet und auch beantragt werden. Das Gespräch darüber haben wir morgen. mit Chefarzt, Oberarzt, behandelnden Arzt und Logopädin. Ich kann das nicht so recht glauben, dass man bei Einholung einer 2. Meinung auf die Ärzte angewiesen sein soll. Denn wenn mein Mann die Kanüle behalten muß, kann er nie wieder essen, trinken und sprechen. Er wird schon so lange künstl. ernährt, ist nur noch Haut und Knochen. Aber er ist "gesund" ins Krankenhaus gegangen, kontte essen, trinken und auch sprechen, hatte nur eine erheblich niedrigen Blutdruck. Der Rest ist im Krankenhaus passiert.
Wäre toll, wenn mir Jemand seine Erfahrung mitteilen würde, evtl. auch ein Mitarbeiter der Krankenkasse (DAK).
Ich dachte immer, ich muß das alles in die Wege leiten, da wir ja eine 2. Meinung haben möchten bzw. eine Beurteilung von einem anderen Arzt / Krankenhaus. Denn es ist entscheidend für unser weiteres Zusammenleben.

Danke schon mal für Antworten, gerne auch über VK

LG

Beitrag von alex_22_nrw 25.01.11 - 13:38 Uhr

Hallo, ich kann es nur aus unserem Fall beichten. Mein Mann lag mit wirbelsäulenverletzungen im kh. Ich war noch in zwei weiteren Kliniken mit röntgenbildern etc. Und wir hätten die Verlegung vornehmen müssen!!! Das entscheidet doch ihr! Nur der Krankentransport wär vorher abzuklären meine ich

Lg und alles gute

Beitrag von oma.2009 25.01.11 - 13:42 Uhr

Hallo,

danke für die Anwort. Genau dieser Meinung war ich auch.... bis die krankenkasse mir das heute morgen eben anders erklärt hat. und ich habe keine Röntgenbilder, ich habe nur evtl. einen Arztbericht und die Diagnose, mehr eben nicht. Und die Aussage, er wird die Kanüle nie wieder los.
Aber das werde ich mir morgen alles schriftl. geben lassen, und dann begebe ich mich auf Krankenhausodyssee...

LG

Beitrag von mansojo 25.01.11 - 14:05 Uhr

hallo,

erkläre das euer vertrauensverhältniss massiv gestört ist


ich kann mich an ein fall auf unserer station erinnern da war die verlegung kein problem




warum soll dein mann mit einer liegenden trachealkanüle nicht essen und trinken können?
auch sprechen ist mit einem speziellen sprechaufsatz möglich

gruß

Beitrag von oma.2009 25.01.11 - 19:41 Uhr

Hallo,

erstmal Danke für die Antwort.... genau DAS ist auch mein problem...die versuchen eben garnicht, ihn zu entblocken weil sie Angst haben er bekommt sofort wieder eine Aspiration (ist das richtig?) alse einer erneute Lungenentzündung......

LG

Beitrag von mansojo 25.01.11 - 19:51 Uhr

ah,

nun versuch macht klug

wenn eine erfahrene pflegekraft am bett steht sollte nichts passieren
und wenn doch kann man recht schnell mit absaugen reagieren

aspirationen können immermal wieder auftreten
das ändert nichts daran das mit dem patienten unbedingt essen und trinken geübt wird

bekommt er logopädie
wenn nich tritt denen mal auf die füsse

auch mit dem sprechaufsatz muss geübt werden


lg und viel glück

Beitrag von oma.2009 25.01.11 - 20:21 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort.
Ja er bekommt Logopädie, auch mit dem Sprechaufsatz haben sie schon versucht zu üben....aber angeblich läuft zu viel Speichel in die Lunge bzw. es bleibt angeblich zuviel im Kehlkopf liegen.. Wenn er mal entblockt wird und mit Sprechaufsatz, dann muß Männe husten und dann wird er sofort wieder geblockt...die haben Angst, ich weiß nur nicht, warum. Er sitz doch im Rolli, liegt nicht im Bett, ist aufrecht usw. Ich selber gehe seit 14 Tagen mit ihm kaffee trinken, ich Tasse er Löffel. Und es geht gut. Aber die Ärzte meckern mich an deswegen.......
Aber heute hat die Logopädin es mal mit gefrorenem Birnensaft versucht, so als Eis. Na das hat ihm gefallen, endlich mal etwas mit Geschmack. Aber entblockt hat sie auch nicht...... Ich werde morgen mal richtig Tacheles mit denen reden. Ich weiß seit gestern das es "gefensterte" Kanülen gibt, damit könnte er geblockt bleiben und trotzdem sprechen, wäre ja schon mal ein Anfang..... na mal sehen, wie es weitergeht. Mein Kampfgeist ist erwacht, hoffentlich hält er auch noch lange an.

LG

Beitrag von allyl 25.01.11 - 14:25 Uhr

Hi,

hat Dein Mann denn keinen Hausarzt? Falls doch, wende Dich an ihn. Er soll sich die gesamte Krankenakte geben lassen und sich dann ggfs. ans UKE oder eine andere Spezialklinik wenden und den Fall schildern.

Falls er keinen hat, sprich mal mit Deinem Hausarzt / Internisten, vielleicht kann der Dir helfen.

So hat es uns kürzlich eine befreundete Ärztin geraten, als wir eine zweite Meinung einholen wollten...

LG Ally#klee

Beitrag von kimchayenne 25.01.11 - 18:16 Uhr

Hallo,
eine zweite Meinung einzuholen ist nicht das Problem sondern der Transport in ein anderes Krankenhaus,die kosten werden von der KK wohl nur übernommen wenn die behandelnden Ärzte einer Verlegung zustimmen.So war es bei uns damals.Ich wünsche Dir viel Kraft und deinem Mann alles Gute.
LG Kimchayenne

Beitrag von curlysue1 25.01.11 - 18:50 Uhr

Hallo,

wir haben gerade einen ähnlichen Fall, Intensivstation seit 4.10.10, allerdings mit einer anderen Vorgeschichte, wir waren bisher in 5 Krankenhäusern, die Verlegung war nie ein Problem, im Gegenteil jede Klinik war froh die Oma los zu haben, da sie dann auch noch MRSA hatte.

Habt Ihr den Arzt des KH schon darauf angesprochen?

Aber warum kann er mit seiner Trachealkanüle nicht essen? Meine Oma isst alles und trinkt auch sehr viel.

LG+Alles Gute

Beitrag von oma.2009 25.01.11 - 19:44 Uhr

Hallo,

danke für die Antwort. Genau DAS frage ich mich ja auch.... er soll angeblich für immer geblockt bleiben müssen, da er ansonsten eventuell vielleicht es ist nicht gewiss.....usw. aspirieren könnte.... die haben einfach Angst vor einer erneuten Lungenentzündung.

LG

Beitrag von curlysue1 25.01.11 - 19:48 Uhr

Hallo,

meine Oma isst mit einer geblockten Kanüle, die Speiseröhre ist ja frei.

Schlimm ist , wenn die Speisereste in die Luftröhre kommen, wenn geblockt ist, kann ja eigentlich nix in die Luftröhre kommen, oder nur wenig.

Lungenentzündungen hatten wir bisher 4 Stück, das ist bei beatmeten Patienten leider normal.

LG

Beitrag von oma.2009 25.01.11 - 20:23 Uhr

Hallo

Na dann habe ich ja Hoffnung, aber ich will trotzdem versuchen, meinen Mann in die Uniklinik zu bekommen...Irgendwie sagt hier jeder : es geht. Nur die in der Klinik nicht.....ist doch schon komisch, oder?

LG

Beitrag von curlysue1 26.01.11 - 08:17 Uhr

Liegt Dein Mann jetzt seit 5 Monaten in der gleichen Klinik ?

Hat er die Trachealkanüle auch zum atmen oder nur zum blocken? Wird er beatmet?

Zur Not würde ich den Krankentransport selbst bezahlen.

Warum hat die weitere Krankengeschichte Einfluß auf die Beziehung?

LG

Beitrag von oma.2009 26.01.11 - 08:59 Uhr

Hallo,

ja mein Mann liegt in der gleichen Klinik, nein, er wird nicht beatmet, es wird nur geblockt weil man Angst vor einer Lungentzündung hat.
Wenn mein Mann so nach Hause entlassen werde würde, müßte er in ein Pflegeheim....ich kann die Versorgung auch mit einem Pflegedienst dann nciht mehr sicherstellen. Er hat, glaube ich, z.Zt. 9 Einnahmezeiten von Medikamenten und auch die Sondenkoste muß zeitgenau angehängt werden, weil die sich mit einigen Medis nicht verträgt. Ich könnte noch nicht mal mehr einkaufen gehen.......ohne Angst.

LG

Beitrag von curlysue1 26.01.11 - 09:57 Uhr

O.K., bei meiner Oma muß die Kanüle auch für immer bleiben, aber bei uns ist es wegen der Beatmung.

Ich wünsch Euch alles Gute, es ist nicht einfach, aber das mit dem Essen versteh ich nicht, man kann jederzeit absaugen und meine Oma isst, mit der geblockten Kanüle.

Es gibt auch so 24 Stunden Pflegedienste für zuhause, dass waren wir jetzt am überlegen, die Behandlungspflege zahlt die Krankenkasse.

LG

Beitrag von oma.2009 26.01.11 - 19:50 Uhr

Hallo Curlysue,

danke, das mit der Behandlungspflege wußte ich so noch nicht. aber ich denke, da kann ich mich drum kümmern, wenn es an der Zeit ist.
Ich habe jetzt jedenfalls erstmal durchgesetzt, dass wir die 2. Meinung aus der Uniklinik bekommen Ich hoffe, von dort eine für uns positive Beurteilung zu bekommen was diese blöde Kanüle angeht.

Erstmal danke für die Tipps

LG

Beitrag von curlysue1 27.01.11 - 08:22 Uhr

#pro#fest alles Gute, ich hoffe für Euch, dass die blöde Kanüle raus kann.

LG

Beitrag von oma.2009 27.01.11 - 08:45 Uhr

Hallo curlysue,

danke, genau DAS hoffen wir auch. Ich lege aber wahrsheinlich schon wieder einmal viel zu viel Zuversicht in die 2. Meinung.....aber vielleicht ergibt sich ja doch noch etwas, zumal der Uniklinik evtl. noch andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen bzw. es evtl. sogar einen Forschungsauftrag dafür gibt. Für uns heißt es jetzt auf den Termin warten und dann sehen wir weiter.

LG

Beitrag von curlysue1 27.01.11 - 13:17 Uhr


Ich drück Euch auf alle Fälle alle Daumen.

LG

Beitrag von oma.2009 25.01.11 - 19:47 Uhr

Hallo an Alle,

danke für eure Antworten. Ich werde morgen noch einmal persönlich mit unserer Krankenkasse sprechen und dann soll man mir erklären, warum das so kompliziert ist.
Ansonsten haben wir (Männe und ich) mogen ein groés Gespräch im Krankenhaus mit Arzt und Oberarzt der intensivstation und mit Chefarzt von der Parkinsonstation und dem Logopädenteam. Mal sehen, was dabei raus kommt. Ich lasse mich jedenfalls nicht abspeisen, ich fange grad erst an zu kämpfen. Das wird wohl noch eine WEile so weitergehen.

LG

Beitrag von elofant 26.01.11 - 08:01 Uhr

Das tut mir leid mit Deinem Mann.
Ich würde bei Deinem Gespräch die Ärzte um eine Verlegung in die besagte Klinik beten. Wenn sie da nicht drauf eingehen, dann hol Dir einen Anwalt.





Das mit dem Sprechen und Essen ist aber nicht wahr.
Es gibt Sprechaufsätze für solche Kanülen. Die werden anfangs entblockt, später ganz getauscht. Hab das in unserer Reha zur Genüge mit erlebt. udn irgendwann kann das Ding auch weg. Das hab ich dort auch sehr oft gesehen.

Wie wird denn Dein Mann künstlich ernährt? Hat er eine Magensonde, sprich PEG?

Und wieso ist das entscheidend für Eure Zusammenleben? Sorry für die Frage, aber sowas stößt mich bitter auf.

Beitrag von yozevin 26.01.11 - 09:51 Uhr

Hallo

Ich antworte mal stellvertretend für meine Mutter....

Ja, mein Vater hat eine PEG-Sonde, über die bekommt er 3 Beutel Sondenkost hochkalorisch am Tag.... Allerdings hat er in dem Zeitraum seit September 16 kg abgenommen, denn in der Klinik wurde er zwischendurch nciht gewogen, nur einmal bei der Aufnahme und einmal auf Bitten meiner Mutter, weil er wirklich nur noch Haut und Knochen ist.... Vor dem letzten Wiegen bekam er nur 2x Sondenkost am Tag.... Leider verträgt sich die Sondenkost nicht mit den Medikamenten, so dass nicht mehr gegeben werden könnte....

Die Situation ist entscheiden für meine Eltern, weil sie in einem Reihenhaus (Eigentum) wohnen, welches die Schlafräume im ersten Stock hat... Im Erdgeschoss ist nicht die Möglichkeit, einen Schlafplatz einzurichten, zumindest wäre das eher entwürdigend für meinen Vater! Er muss, um heim kommen zu können, also zumindest eine Treppe bewältigen können... Zudem ist mein Vater nicht sehr einsichtig, was zb das sitzen bleiben im Rollstuhl angeht... Er meint, dass er noch mobil ist und steht des öfteren mal auf, klappt dann aber natürlich zusammen! Meine Mutter könnte also nicht mal eben einkaufen gehen! Zudem kümmert meine Mutter sich noch um meine Oma, da mein Opa Anfang Dezember verstorben ist und meine Oma noch nicht so recht allein klar kommt, mein OPa hat halt das meiste gemacht...

Mein Bruder und ich versuchen, nach unseren Möglichkeiten zu helfen.... Allerdings sind wir beide berufstätig und ich habe 2 Kleinkinder, welche momentan auch die verschiedensten medizinischen Termine haben.... Und wir wohnen (leider noch) etwas weiter weg vom Elternhaus! Bei mir und meiner Familie soll sich das ändern, allerdings finden wir keine Wohnmöglichkeit! Mein Mann und ich sind trotzdem mindestens 1-2x die Woche bei meiner Mutter und mindestens 1x die Woche bei meinem Vater im Krankenhaus (1 Stunde Fahrt für uns)

Mein Vater ist schon in einem Pflegeheim angemeldet seit September, allerdings konnten die uns auch wenig Mut machen, in naher Zukunft einen Herren-Platz frei zu haben... Scheinbar gehen nicht viele Männer in ein Pflegeheim! Und ob die meinen Vater in diesem Zustand nehmen, ist bisher auch fraglich! Denn momentan ist er einfach schwerst Pflegebedürftig... Da ich nie in Heimen gearbeitet habe und auch sonst nie mit Pflegeheimen zu tun hatte (ich bin in der ambulanten Pflege einfach glücklicher), weiß ich nicht, in wie weit er so aufgenommen werden würde... Leider steht aber bei anderen Heimen der finanzielle Hintergund um Raum!

Im Moment hängt einfach vieles von der Trachealkanüle ab, denn MIT darf mein Vater nicht auf die Parkinsonstation der Klinik zum Muskelaufbau und zur FRühreha, die schon genehmigt ist.... Aber OHNE wirds halt laut der Intensivstation nicht mehr geben!

Ich hoffe, ich habe alles so erklärt, wie es ist.... Manchmal steige ich nämlich auch schon nicht mehr durch! Mama, berichtige mich bitte, wenn irgendwas falsch ist!

LG

Beitrag von oma.2009 26.01.11 - 19:46 Uhr

Hallo Tochter,

nein, du hast es toll erklärt. Da gibt es nichts hinzu zu fügen......

Aber Papa darf in die andere klinik zur Untersuchung, und danach wird entschieden bzw. vielleicht bekommen wir dort das Wunder, welches wir uns alle so sehr wünschen.

LG

Beitrag von thekla-c 27.01.11 - 19:34 Uhr

Huhu,

es gibt Rehakliniken, die Patienten mit TK (Trachealkanüle) nehmen. Dort wo ich arbeite, nur so als Beispiel.

Wir übernehmen jetzt aber, glaube ich, keine Parkinsonpatienten.

Das mit der Aspirationsgefahr ist bei Schluckbeschwerden schon gegeben. Wurde dein Vater schon einmal eingefärbt? D.h. Lebensmittelfarbe (bei uns ist das ein sehr hübsches Blau) in den Mund und dann die TK entblockt, dann Schlucktraining.
Je nachdem, ob dann blaue Farbe über die TK abzusaugen ist, kann man eine Aussage über die Aspiration von Speichel geben.
Das ist bei uns gang und gebe, wird von Ergo bzw. Logopädie gemacht.

Es gibt einige Pflegeheime, die durchaus auch Patienten mit TK übernehmen, meine Kollegin hat lange in so einem gearbeitet.

  • 1
  • 2