Geburtsplanung- Ärger in der Partnerschaft

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wieweiterreagieren??? 25.01.11 - 16:45 Uhr

Hallo,

eigentlich gehöre ich wohl eher ins Forum Geburt und Wochenbett, allerdings belastet diese Diskussion zunehmend meine Partnerschaft...und ich möchte anonym bleiben....

Ich werde in wenigen Wochen unser Kind zur Welt bringen.
Nachdem ich mich ausführlich informiert habe, und auch viel mit Freundinnen und anderen Frauen, die bereits Kinder bekommen haben gesprochen habe, ist für mich klar, dass ich NICHT in ein Kranken- sondern in ein Geburtshaus gehen möchte.
Natürlich nur solange alles klar geht, es keine Komplikationen gibt und meine Werte ok sind.

Mein Mann, mein Umfeld, ganz besonders unsere engste Familie empfinden diesen Entschluss als unzumutbar, kindsgefährdent, kopflos und und und...(das waren noch die nettesten Ausdrücke)
Ja, mein Mann war eine Frühgeburt, wurde per Kaiserschnitt geholt...in solch einem Falle würde ich auch eindeutig ins Krankenhaus gehören und ohne jeglichen Widerspruch gehen!!!

Solange aber einer natürlichen Geburt nichts entgegenspricht, will ich das auch natürlich...ich will nicht angefasst und ständig untersucht werden, nichts soll mit mir gemacht werden wass ich nicht möchte und auch wenn ich ein Kind bekomme reden wir von MEINER Intimsphäre und -zone.

Das Schlimme ist, dass ich keinerlei Rückhalt von meinem Mann erhalte #heul ich hatte schon im GVK immer wieder das Gefühl, er traut dem ganzen nicht, hätte sowieso lieber, dass ich per Kaiserschnitt entbinde (kalkulierbarer!) und sieht in meiner Entscheidung eine Gefärdung unseres Kindes.

Gestern ist die Lage und Diskussion vollends eskaliert, ich habe ihm gesagt, dass ich ALLEINE zur Geburt ins Geburtshaus gehe, ihn NICHT DABEI HABEN MÖCHTE und ihn anrufe, wenn er uns dann wieder abholen kann!

Nun ruft mich seine Mutter heute an, er sei so fertig und ich so egoistisch.
Bin ich das wirklich?
Ich finde nein, ICH bin diejenige, die gebären wird, ICH muss mich wohlfühlen und das könnte ich im KKH sicherlich nicht.
Jeder Versuch, ihn rational zu überzeugen, ist gescheitert....leider!

Wie seht ihr das?

Beitrag von agostea 25.01.11 - 16:57 Uhr

Ich sehe das ähnlich wie du. Was mich stört: Was mischt sich die Mutter da so ein?

>> Nun ruft mich seine Mutter heute an, er sei so fertig und ich so egoistisch. <<

Na gute Nacht, Marie - das wird noch lustig......#augen

Ich würde meine Entscheidung nach meinem Gusto treffen. Du entbindest - du entscheidest die Umstände. Fertig. Und wenn die alle weiter so einen Affentanz veranstalten, würde ich denen eine klare Ansage machen:

"Ihr dürft draussen bleiben!"

Gruss
agostea

Beitrag von ayshe 26.01.11 - 08:57 Uhr

##
Was mich stört: Was mischt sich die Mutter da so ein?
##
Allerdings!

Diese Mutter hat sicher ein Trauma wegen der Geburt des Sohnes bekommen und leidet heute noch darunter, wie man sieht.
Und sie hat es gleich ihm Sohn genauso eingeredet #augen

Beitrag von wohlfühlen 25.01.11 - 16:57 Uhr

Ich finde nein, ICH bin diejenige, die gebären wird, ICH muss mich wohlfühlen und das könnte ich im KKH sicherlich nicht.


Ende aus,es ist dein Körper,lass alle reden

Beitrag von spark.oats 25.01.11 - 17:00 Uhr

es ist dein körper, allerdings euer kind... ich würde eigentlich sagen, dass ihr das wirklich zusammen entscheiden müsst...

dass sich die mutter einmischt.. man man man das klingt ja nach meinem schwiegervater #schock

ich hoffe, dass ihr das regeln könnt.. egoistisch finde ich das allerdings nicht...

Beitrag von witch71 25.01.11 - 17:01 Uhr

War Dein Mann mit im Geburtshaus Deiner Wahl und hat dort seine Bedenken direkt an die Hebamme ausdrücken können? Das hört sich nämlich nicht so an, wäre aber Euer Weg, diese Situation zu entspannen.

Er wäre nicht der Erste, der seine Ängste und Bedenken auf ein Minimum reduzieren könnte, einfach indem er sich vor Ort umsieht und informiert.

Beitrag von nele27 26.01.11 - 10:32 Uhr

Das denke ich auch.

Klar ist die Frau diejenige, die entscheiden muss... aber die Geburt sollte doch für beide ein schönes Erlebnis sein und nicht von STreit begleitet. Daher würde ich meinen Mann an ihrer Stelle auch noch mal zur´Hebamme schicken, mit der er seine Bedenken besprechen kann.

LG, Nele

Beitrag von Hebamme007 25.01.11 - 17:10 Uhr

Hallo,
also erstmal würde ich alle reden lassen was sie wollen, denn richtig DU bist die Gebärende!

Aber ohne deinen Parner zu entbinden wäre schon sehr schade.
Habt ihr ausführlich (mit der Hebamme auch) darüber gesprochen wie eine Geburt im Geburtshaus abläuft? Habt ihr euch das Geburtshaus gemeinsam angeschaut? Wurde darüber gesprochen was im Falle einer schwierigen Geburt passieren würde? Ist ein Krankenhaus in der Nähe wo man im Ernstfall schnell sein könnte?

Emotionenen sind jetzt ganz klar, aber es wäre schön wenn ihr da runter kommt und euch sachlich zusammensetzt, du seine Ängste ernst nimmst und er dich versucht zu verstehen.

Ein Geburtserlebnis zusammen als Paar in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre ist etwas ganz besonderes und Risiken birgt eine Geburt sowohl im Krankenhaus als auch im Geburtshaus - selten gibt es Komplikationen, aber in Erwägung müssen sie vorher gezogen werden.

Beitrag von anyca 25.01.11 - 17:10 Uhr

Inhaltlich kann ich Dich verstehen, aber emotional ihn auch - es geht bei der Geburt ja eben NICHT nur um Dich und Deine Intimsphäre, sondern auch um EUER Kind und dessen Gesundheit. Mit einem - im schlechtesten Fall - geschädigten Kind müßte er ja genauso leben wie Du.

Versteh mich nicht falsch, ich halte das Risiko im Geburtshaus nicht für so hoch. Aber der Beginn der Elternschaft ist damit natürlich nicht gerade ideal, wenn Du (aus seiner Sicht) Dein "Wohlfühlen" über das Wohl seines Kindes stellst und ihn von der Entscheidung ausschließt ...

Ich drücke Dir die Daumen, daß Du ihn noch überzeugen kannst!

Beitrag von frauke131 25.01.11 - 17:27 Uhr

Naja, für mich wäre ein Geburtshaus auch nie infrage gekommen, aber das ist eben meine Einstellung dazu. Nicht zwingend sind es Ängste, die mich ins KH gehen ließen, aber ich habe mich dort sicherer gefühlt.

Du solltest seine Ängste ernstnehmen. Er ist weiter weg vom Kind als Du und weiß, dass er im Prinzip nicht viel machen kann. Die Machtlosigkeit kann Männern Angst machen. Es wird nicht besser, wenn Du mit dem Kopf durch die Wand willst und ihn nicht anhörst, auch wenn letztendlich DU das Kind bekommen musst.

Nimm ihn mit ins Geburtshaus, sieh Dir evt. auch ein KH an, denn es kann durchaus passieren, dass du doch in ein KH gehen musst.

(Ich bin da pragmatisch- ich wollte nur meine Kinder bekommen und gut. Letztendlich ist es doch nicht so wichtig.

Beitrag von nisivogel2604 25.01.11 - 18:55 Uhr

Ich hatte auch so ein Problem, habe dieses erfolgreich gelöst. Schreib mich gern per PN an. Und guck doch mal bei www.privatgeburt.de rein. Da kann man dir sicher auch helfen


Ich kann deine Entscheidung voll und ganz verstehen.

lg

Beitrag von claudia2708 25.01.11 - 18:55 Uhr

Hallo,

Du hast ja schon einige Antworten bekommen. Grundsätzlich sehe ich es auch so, dass DEIN Körper nun mal betroffen ist und DU für Deinen Körper entscheidest. Dennoch ist es Euer gemeinsames Kind und ich kann auch Deinen Mann mit seinen Ängsten verstehen. Wer sagt denn, dass Du im Krankenhaus ausgeliefert und fremdbestimmt bist? Ich hatte eine Beleghebamme und es wurde nichts ohne Absprache mit mir gemacht... die Ärzte kamen erst ins Spiel als es kritisch wurde.
Und ich möchte Dir keine Angst machen, aber es gibt seltene Fälle, da gibt es unvorhersehbar lebensbedrohliche Komplikationen. Ich bin völlig entspannt und vorfreudig in meine erste Geburt gegangen, hatte schön die Vorbereitungskurse und Akupunktur gemacht und mich komplett auf eine natürliche Geburt mit meiner Beleghebamme eingestellt. Ich hatte eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft und es gab KEINE Anzeichen.

Nach dem ungeplanten Kaiserschnitt hat der Oberarzt mich mit den Worten begrüßt: schön, dass Sie noch bei uns sind! Hätte ich im Geburtshaus oder gar zu Hause entbunden, hätte ich wahrscheinlich nicht überlebt.

Ich schreibe Dir das nicht, um Dir Angst zu machen, aber überleg nochmal, ob es nicht einen Mittelweg gibt, mit dem Dein Mann auch leben kann. Denn ER hat genauso viel Recht, sich um Dich und das Kind zu sorgen.

Mit welchem Recht entscheidest Du allein, dass er nicht dabei sein darf?
Krankenhausgeburt ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Entmündigung. Es gibt ganz tolle Hebammen, die (so lange alles komplikationsfrei läuft) völlig ohne Ärzte arbeiten. Schau Dich doch nochmal um!
Das wird nicht das einzige Mal bleiben, dass Ihr im Bezug auf das Kind vielleicht nicht einer Meinung seid und ist doch eine gute Übung, GEMEINSAM zu lernen, wie Ihr damit gut umgehen könnt.

Ich wünsche Dir alles Gute für die Geburt!

Beitrag von hoeppy 25.01.11 - 19:16 Uhr

Ich muss Dir Recht geben.

Ich wollte auch ins Geburtshaus.
Meine Nachbarin war damals parallel zu mir schwanger.
Sie wollte ins Krankenhaus.

Sie ging mit Wehen ins Krankenhaus. Dort löste sich dann die Plazenta. Es musste sofort ein Notkaiserschnitt gemacht werden. Da zählen Minuten. Sobald die Plazenta sich ablöst wird das Kind nicht mehr versorgt. Die Mutter kann verbluten.

Und sie hatte vorher keine Anzeichen dafür das so etwas passieren kann. Wäre sie im Geburtshaus gewesen, dann wäre sie, das Kind oder beide gestorben.
Das Geburtshaus ist bei uns keine 5 Minuten vom Krankenhaus weg.

Ich ging dann auch ins Krankenhaus. Heute bin ich froh deswegen, denn meine große Tochter blieb in der Scheide stecken weil meine Scheidenmuskulatur verkrampft war. Ich habe noch nie gehört das sowas passieren kann aber der Arzt und die Hebamme erklärten es so.
Es wurde ein Arzt gerufen und der durfte mich dann in der Scheide schneiden. Ich spreche hier nicht vom herkömmlichen Dammschnitt sondern es wurde in der Scheide geschnitten.

Was wäre im Geburtshaus gewesen?

Liebe TE-ich kann Deinen Mann absolut verstehen.
Was ist wenn irgendetwas schief geht?
Und nur weil Du dann unbedingt ins Geburtshaus wolltest ist dann vielleicht euer Kind sein Leben lang geschädigt.

Und DANN wird aber vom Partner erwartet das er alles mit einem durchsteht, denn es wäre ja feige wenn er sich dann verdrücken würde-oder?

Es ist euer Kind!!!

Ich würde immer wieder ins Krankenhaus gehen.

LG Mona

Beitrag von simone_2403 25.01.11 - 19:07 Uhr

Hallo

Ich würde kein Kind in einem Geburtshaus zur Welt bringen und ich kann die Ängste deines Mannes voll und ganz verstehen.

ALs Leon geboren wurde,ging man von einer ganz normalen Geburt aus.Sämtliche Untersuchungen waren vorbildlich und auch im US nie etwas auffällig.Als ich in die Klinik ging wurde zur Aufnahme nochmals ein US gemacht der gute 20 Minuten ging,selbst da hat die Oberärztin NICHTS festgestellt was auffällig wäre.

Als Leon dann geboren wurde,war der Schock um so größer.Mein Sohn kam mit offenem Bauch zur Welt.

Wäre ich in ein Geburtshaus gegangen oder hätte mich für eine HAusgeburt entschieden,weiß ich nicht ob mir mein Kind heute so viel Freude bereiten könnte,im schlimmsten Fall,hätte er es mit seinem noch nicht richtig begonnenem Leben bezahlt.

Es ist richtig...es ist dein Körper,du gebärst das Kind aber was ist,wenn wirklich etwas sein sollte? Du würdest dich vor Selbstvorwürfen zerfleischen.

Natürlich,man kann sagen das nichts sicher ist.Deine Situation hingegen sehe ich etwas anders.Dein Mann und auch deine Schwiegermutter machen sich unbändige Sorgen und können nicht verstehen wie du so "locker" damit umgehst.Sollte bei der Geburt (was ich weder dir noch sonst jemanden wünsche) irgendetwas schief gehen....was meinst du,ist dann erst los?

Im Grunde musst du selbst entscheiden ws du tust.Mir persönlich ist es wichtig Sicherheit zu haben und die haben ich nunmal nur in einer Klinik,in der ich und auch mein Kind sofort Erstversorgt werden würden.Der ahle Kliniktrist,ist schon lange nicht mehr.Viele Kliniken bieten an,das du deine Hebamme mitbringen kannst.Vieleicht wär das ja eine Alternative.

lg und alles Gute

Beitrag von littlequeen 25.01.11 - 19:10 Uhr

Ganz ehrlich es ist aber nicht nur DEIn Kind sondern EUER Kind das da geboren werden soll, und wenn er da Angst hat kann ich das ein Stück weit auch verstehen. Wenn du bedenken wegen der Intinmsphäre hast und nicht möchtest das du in einem Unpersönlichen Kh entbindest in dem womöglich etwas getan wird was du nihct möchtest, wie wäre es dann mti einer Beleghebamme? Das ist eine hebamme die dann NUR für dich da ist, die mit dir da hin geht, und egal wie lange die Geburt dauert diese mit dir durchsteht, die vorher mit dir bespricht was ok ist und was nicht, was du möchtest und was nicht, und die nur wenn es Komplikationen gibt den Arzt holt. Also quasi geburtshausatmosphärte in den Räumen und mit der Sicherheit einer Klinik. Übrigens gibt es in vielen KH, vor allem in denen mit Beleghebamme die möglichkeit den kreissaal ein bisschen individuell zu gestalten, also Tücher, ein Bild, Musik, Kissen oder was auch immer mitzubringe, damit man sich wohl fühlt, uns wurde das sogar dringend empfohlen!!!!
Vielleicht wäre das der richtige kompromiss?

Alles gute

Beitrag von gh1954 25.01.11 - 19:35 Uhr

>>>.ich will nicht angefasst und ständig untersucht werden, nichts soll mit mir gemacht werden wass ich nicht möchte und auch wenn ich ein Kind bekomme reden wir von MEINER Intimsphäre und -zone. <<<

Kann ich verstehen, aber warum nimmst du an, dass genau das in einem Krankenhaus passiert?
Hast du dich nicht ausreichend informiert?

Beitrag von widowwadman 25.01.11 - 19:58 Uhr

Du bist diejenige die gebaehren wird, aber du bekommst sein Kind, und er liebt dich, da ist doch klar dass er sich Sorgen um Euch beide macht, hast du es schon mal versucht aus der Sichtweise zu sehen?

Beitrag von ta.mira 25.01.11 - 20:53 Uhr

hallo,

ich kann deine Meinung verstehen. aber ich möchte erwähnen das ich jetzt unter umständen nicht mehr am leben wäre hätt ich nicht in einem krankenhaus entbunden. die ss verlief problemlos und ausser ganz leichter plazenta verkalkung ganz am ende der ss war nix. und doch ist während der geburt etwas schief gelaufen und ich habe fast einen liter blut verloren bevor die blutung gestoppt werden konnte. (eine ärtztin war dabei) und soweit ich informiert bin wird es bei 1,5 bis 2 litern verlust kritisch.

und ich fand mein krankenhaus toll und würde selbst wenn ich nicht soeine schlimme geburt gehabt hätte jederzeit wieder im krankenhaus gebären, wüsste nicht was im geburtshaus hätte besser sein sollen.

Beitrag von stubi 25.01.11 - 21:19 Uhr

Warst du schon in einem KH und hast dich dort umgesehen? Viele Krankenhäuser bzw. die Kreissääle sind heute sehr gemütlich und modern eingerichtet, man geht auf Wünsche der Eltern ein usw. Also ich habe die Unterschiede deutlich gemerkt, denn meine Kinder sind 10 Jahre auseinander. Die 2.Geburt war sehr schön, und viel Krankenhausatmosphäre war nicht zu spüren, solang alles glatt läuft.

Beitrag von thyme 25.01.11 - 21:29 Uhr

Ich kann deinen Mann verstehen. Du hast es ja schon von anderen hier gehört: Klar ist es dein Körper, aber dein Mann wird Vater und hat das Recht darauf, von dir ernst genommen zu werden mit seinen Ängsten und Bedenken.
Und eine Geburt kann nun mal auch schiefgehen. Ich bin z.B nur haarscharf um einen Kaiserschnitt herumgekommen.
Ich finds schon ein ziemlich starkes Stück, ihm zu sagen, er hätte bei der Geburt nichts zu suchen. Schliesslich kommt sein Kind zur Welt, für ihn ist das genauso weltbewegend für dich.

Also: Durchatmen und noch mal in Ruhe drüber sprechen.

empfielt thyme

Beitrag von ...alsmandenkt 25.01.11 - 22:21 Uhr

Hallo,

meine Meinung dazu:
Meine Erfahrung:
Zwei Kinder, zwei geplante Hausgeburten, aus denen dann zwei Kaiserschnitte (im Krankenhaus ;-)) wurden - aus unterschiedlichen Gründen übrigens...

Ich kann alle Bedenken, deine und auch die der anderen gut verstehen.


Eine Geburt ist unberechenbar und es gibt keine 100% Sicherheit - wie übrigens überall im Leben!


Ihr könnt euch nur für das entscheiden, wo ihr beide - also dein Mann und du - das größte Vertrauen drin habt - und wenn ihr euch so uneins seid - dann solltet ihr nochmal Für und Wider abwägen:

Auch im Geburtshaus kann ein Arzt dabei sein - auch im Krankenhaus kann auf deine Wünsche Rücksicht genommen werden.

Deine Reaktion: jetzt gehe ich alleine ins Geburtshaus finde ich in der Tat trotzig und würde sie mal auf die Hormone ;-) schieben - redet nochmal miteinander und findet einen Weg:

Vielleicht habt ihr ne Beleghebamme, die ihr vorher kennenlernt, die euch dann die ganze Zeit begleitet, vielleicht kann dein Mann sich auch nochmal das Geburtshaus anschauen und da seine Bedenken in einem persönlichenen Gespräch klären. Vielleicht kannst du mit deinem Mann auch festlegen, worum er sich kümmern soll, wenn ihr im KH seid ...

Und irgendwann wirst du denken:
Mensch, hab ich einen Stress gemacht damals, denn

es kommt immer anders...



.... als man denkt

Grüße

Beitrag von nele27 26.01.11 - 10:35 Uhr

Oje, gleich zweimal ging die HG schief?? Du Arme... Darf ich fragen, welche Komplikationen es waren?

LG, Nele

Beitrag von wieweiterreagieren??? 26.01.11 - 08:22 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.

Nun, zwei Tage später, habe ich mich schon auch etwas mehr beruhigt.

Hier noch einige Anmerkungen von meiner Seite:
ich verstehe, dass ich auch auf meinen Mann eingehen sollte, vielleicht habe ich auch so trotzig reagiert, weil mein Mann von vornherein nicht so auf mich und meine Bedürfnisse und Ängste eingegangen ist....

Im örtlichen Krankenhaus haben mehrere Freundinnen entbunden, es gibt dort auch Beleghebammen (eigentlich alle) aber zuwenig!
Bei allen Freundinnen war es so, dass die Kreissäle überfüllt waren und sie das Gefühl bekamen, sich "schicken" zu müssen....ständig wurde untersucht, ständig bekamen sie zu hören, dass der Mumu schon weiter aufgehen sollte, sie bekamen wehenfördernde Mittel, das hat die Herztöne der Kids beeinflusst, dann wurde denen Blut vom Kopf genommen, geschnitten wurden einige auch und es war allgemein zu viel Intervention dabei.

Selbst als Besucher habe ich die Atmosphäre dort, das ständige kommen und gehen, als meganervig empfunden und bin sobald wie möglich gegangen.

Auf meinen Vorschlag hin, dass wir einfach in eine tolle Klinik in der nächstgrößeren Stadt ca. 40km entfernt fahren (die haben auch eine angeschlossene Kinderklinik) hat mein Mann so ungefähr mit "bist du verrückt, so eine lange Fahrt so weit..." reagiert.

Und wie schon erwähnt, wäre ihm persönlich glaube ich ein Kaiserschnitt (trotz Infos im GVK) am Liebsten... da ist die Geburt planbar, ich hänge die ganze Zeit an Geräten, man könnte sich sogar den Geburtstermin notfalls aussuchen und und und...dass es eine Bauch-PO ist, die einige Risiken (auch für das Kind!!!) birgt, ging meines Erachtens ziemlich an ihm vorbei.

Deshalb habe ich mir nun gedacht, dass ich meine Eltern bitten werde, mich zu Untersuchen und zur Geburt in das von mir erwähnte KKH, das zwar etwas entfernt ist, aber einen super Eindruck gemacht hat und ebenfalls von einigen empfohlen worden ist, zu fahren.

Meinen Mann möchte ich derzeit nachwievor nicht dabei haben, auf der einen Seite bin ich total enttäuscht von ihm, auf der anderen Seite habe ich Bedenken, dass ich während der Geburt das Gefühl haben muss, mich mehr um ihn als um mich kümmern zu müssen.

Danke nochmals für eure Antworten und die ein oder andere gegenteilige Meinung!

Beitrag von ayshe 26.01.11 - 09:27 Uhr

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Bei allen Freundinnen war es so, dass die Kreissäle überfüllt waren und sie das Gefühl bekamen, sich "schicken" zu müssen....ständig wurde untersucht, ständig bekamen sie zu hören, dass der Mumu schon weiter aufgehen sollte, sie bekamen wehenfördernde Mittel, das hat die Herztöne der Kids beeinflusst, dann wurde denen Blut vom Kopf genommen, geschnitten wurden einige auch und es war allgemein zu viel Intervention dabei.

Selbst als Besucher habe ich die Atmosphäre dort, das ständige kommen und gehen, als meganervig empfunden und bin sobald wie möglich gegangen.
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Naja, das hört sich nicht so toll an, stimmt schon, liegt vllt wirklich an der Klinik.
Ich habe das hier von einer Uniklinik ähnlich gehört, auch sehr Negatives, wenn es mal sehr voll war, also zu viele Entbindene auf einmal.

Ich war in einem kleinen KH, wo meine FÄ Belegbetten hat und sie war dann eben auch dabei.
Es war echt total ruhig und an dem Tag wollte dort wohl kein anderes Kind auf die Welt als meines ;-)


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Auf meinen Vorschlag hin, dass wir einfach in eine tolle Klinik in der nächstgrößeren Stadt ca. 40km entfernt fahren (die haben auch eine angeschlossene Kinderklinik) hat mein Mann so ungefähr mit "bist du verrückt, so eine lange Fahrt so weit..." reagiert.
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So verrückt finde ich das nicht, vor allem, weil sie eine Kinderklinik haben.


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dass es eine Bauch-PO ist, die einige Risiken (auch für das Kind!!!) birgt, ging meines Erachtens ziemlich an ihm vorbei.
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#pro Du hast völlig recht, habe ich auch schon oben gesagt.
Warum glaubt er bloß, daß ein KS so toll wäre und so sicher?
Ist mir ein Rätsel.

Mach ihnen doch damit Angst:
http://www.noz.de/artikel/8107887/kaiserschnitt-baby-verletzt

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,524031,00.html

http://www.focus.de/gesundheit/baby/news/geburt_aid_229142.html

http://www.tagesspiegel.de/wissen/geplanter-kaiserschnitt-verdoppelt-risiko/v_default,1563470.html

und und und


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Deshalb habe ich mir nun gedacht, dass ich meine Eltern bitten werde, mich zu Untersuchen und zur Geburt in das von mir erwähnte KKH, das zwar etwas entfernt ist, aber einen super Eindruck gemacht hat und ebenfalls von einigen empfohlen worden ist, zu fahren.
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Ich fand es auch wichtig, daß ich ein gutes Gefühl bei dem KH hatte, ehrlich, in unsere Uniklinik hätte ich auch nicht gewollt. :-)


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Meinen Mann möchte ich derzeit nachwievor nicht dabei haben, auf der einen Seite bin ich total enttäuscht von ihm, auf der anderen Seite habe ich Bedenken, dass ich während der Geburt das Gefühl haben muss, mich mehr um ihn als um mich kümmern zu müssen.
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Ach ich weiß nicht, könnt ihr euch nicht versöhnen?
Also während der Geburt kümmert sich frau nicht um den Mann.

Meinem wurde gleich gesagt, daß sich keiner um die Väter kümmern kann, wenn sie umkippen, geht eben drumherum, aber die Gebärende steht im Mittelpunkt #rofl

Meistens machen die Männer es besser mit als man denkt, als sie selber sogar vorher gedacht haben ;-)



Beitrag von simone_2403 26.01.11 - 09:45 Uhr

Ich nochmal #winke

Ganz ehrlich...du machst dir einen riesen Kopf um ungelegte Eier #schein

Wenn es los geht, du die ersten Wehen spürst,bin ich mir fast sicher das du deinen Mann nicht ausschlissen willst.Du wirst froh sein,trotz vorheriger Meinungsverschiedenheiten,das er da ist.

Viele Männer wachsen in der Situation Geburt,über sich hinaus.Wenn es deinem Mann aber dann doch zu viel wird,du das Gefühl hast das er dich mehr irre macht als das er dir "nütz" kannst du ihn immer noch in die Cafeteria schicken #schein

Wenn du dem Klinikalltag entfliehen willst,dann entbinde ambulant.Du hast die Sicherheit der Klinik und danach die nötige Ruhe zu Hause.Wichtig ist das du im Vorfeld eine Hebamme organisierst.

Warum mit "Streit" sich in das schönste und größte Abeneteuer wagen,ich denke es muss nicht sein wenn beide etwas kompromissbereit sind.Angefressen sein hin oder her...er macht sich nun mal Sorgen um dich und sein Kind.Geniesst noch die Babyfreie Zeit,bald wird sich alles ändern und es wird vieles auf den Kopf gestellt sein.

#winke

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