Ganz wichtige Frage wegen Milchpumpe und Stillen ....

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von vivi8 25.01.11 - 17:24 Uhr

Hallo ihr Lieben,
mein Sohn ist nun genau 3 Wochen alt #huepf und er kommt tagsüber alle 2 Stunden. Nun habe ich eine Frage dazu... ich finde es ist ein sehr kurzer abstand, wenn er eingeschlafen ist, dauert es 10 min und er ist wach und schreit weil er wieder hunger hat ... kann es vielleicht sein, das er nicht satt wird, bzw. das meine milch ihn nicht sättigt ??
Ich wollte gleich los fahren und mir eine Pumpe holen, damit mein Mann auch mal Füttern kann, aber wie ist das dann mit der Mahlzeit in meinen Brüsten ??
Ach man, ich bin echt verzweifelt wegen der Situation, ich komme zu nichts und mein Sohn will im moment auch nur auf meinem Arm schlafen !!!

Ich weiss echt nich wie das funktioniert mit dem Pumpen usw.
Könnt ihr mir das alles mal so erklären ??

Danke schon mal Vivi mit Louis #baby 3 Wochen

Beitrag von lilly7686 25.01.11 - 17:35 Uhr

Hallo!

Also wenn dein Sohn nach 10 Minuten wieder Hunger hat, dann leg ihn an. Das dient der Milchproduktion.

Alle 2 Stunden ist doch ein schöner Abstand!

Ich würde so früh noch nicht abpumpen und so füttern. Nicht wegen der Brüste. Sondern weil dein Körper noch nicht weiß, was er tun soll und wie viel Milch benötigt wird.
Der Bedarf wird nur durchs Anlegen gesteigert.
Wenn du dazwischen pumpst kann es höchstens passieren, dass du weniger Milch produzierst. Denn beim Pumpen wird der Milchspendereflex nur sehr schwach ausgelöst. Das hat zur Folge dass 1. nicht so viel Milch produziert wird, und 2. dass du wohl keine ganze Mahlzeit abpumpen kannst.


Was meinst du mit, du kommst zu nichts? Wozu willst du denn kommen?
Ich möchte zu bedenken geben, dass du dich im Wochenbett befindest! Es hat einen Grund, warum das WochenBETT so heißt.
Klar, du kannst jetzt nicht 6 Wochen lang im Bett liegen.
Aber du sollst dich schonen. Du hattest jetzt 9 Monate lang ein Kind in deinem Körper. Du hast dieses Kind vermutlich unter Schmerzen und Anstrengung und Kraftaufwand zur Welt gebracht.
Du musst noch nicht wieder funktionieren! Im Gegenteil, du darfst noch ne Weile faul sein und nichts tun! Die ersten 6-8 Wochen nach der Geburt gehören dir und deinem Baby zum Kennen lernen, zum Stillen lernen, zum Kraft schöpfen.
Nimm dir das bitte zu Herzen :-)

Liebe Grüße!

Beitrag von vivi8 25.01.11 - 17:43 Uhr

hallo

erstmal danke für deine antwort ..
meine angst ist einfach :
z.B. louis kommt um 12 uhr zum essen, dann isser so 12.45 uhr fertig mit allem und um 13.30 uhr isser dann erst eingeschlafen, manchmal auch erst 13.40 uhr ... dann um 14 uhr kommt er wieder und hat hunger ...
das sin 20 min schlaf... länger schläft er dann auch nicht !!!
er kommt gar nicht richtig zur ruhe und ich auch nich ..
das macht mich fertig ...
ist das denn normal ?

Beitrag von lilly7686 25.01.11 - 18:05 Uhr

Ja, das ist ganz normal ;-)
Mach dir keine Sorgen. Die Kleinen wissen genau, wie viel Schlaf sie brauchen.

20 Minuten Schlaf ist okay. Immerhin schläft er ja quasi einmal in 2 Stunden so viel. Das sind theoretisch 240 minuten pro Tag, das sind 4 Stunden.
Ich vermute, dass er nachts mehr schläft?

Außerdem kann es sein, dass dein Kleiner grad nen Wachstumsschub macht.
Diese Schlaf- und Stillgewohnheiten werden sich noch sehr oft ändern. Vielleicht nicht immer zum Positiven. Aber sie ändern sich ;-)

Und wie gesagt, du bist im Wochenbett. Oberste Priorität im Wochenbett: schlaf, wenn dein Baby schläft ;-)
Wenn du mit ihm im Bett kuschelst und auch schläfst, schläft er vielleicht länger :-) Meine Kleine schläft immer umso besser, wenn ich mich dazu lege. Da wird aus dem 30-Minuten-Schläfchen nachmittags gleich ein 2 Stunden Schläfchen :-D

Lg

Beitrag von dasthes 25.01.11 - 17:39 Uhr

Hallo Vivi,

also du bist im Wochenbett, Du musst zu nichts kommen!

Es ist normal das sie aller 2 Stunden Hunger haben, vor allem in dem Alter. Der Magen kann noch nicht so viel Muttermilch aufnehmen und die wird relativ schnell verdaut.

Du merkst, ob dein Kind genug bekommt, wenn du mehrere nasse Windeln am Tag hast (Test: so ungefähr 6 El Wasser in einer Windel), wenn dein Kind ansonsten gut drauf ist, wenn es nicht blass oder so aussieht...

Am Besten pumpst du nach den Mahlzeiten ab, also nachdem du gestillt hast. Du kannst auch innerhalb von 24 h die Milch sammeln für eine Flasche, achte darauf dabei darauf das die Milch im Kühlschrank steht und gleich kalt ist, wenn du sie zusammenschüttest. Innerhalb von 3 Tagen muss sie verfüttert werden, ansonsten pack sie in den Gefrierschrank.
Ob du gut auf die Pumpe anspringst, Milchspendereflex auslöst, musst du probieren. Kann auch sein, das es die ersten paar Male nicht funktioniert.

Mit der Milch in deinen Brüsten passiert nichts, da sie zum Großteil erst beim Stillen gebildet wird. Der Vorrat sind ca. 10-20 ml (sammelt sich in der Pause an). Es kann höchstens passieren, das du etwas Druck, Spannungsgefühl hast. Entweder lässt du deinen Kleinen dann trinken oder streichst aus.

Das dein Sohn nur auf dem Arm schläft, ist doch völlig normal. Schließlich war er neun Monate dir sehr nah. Du bist sein Bezugspunkt, dich kennt er und vertraut dir. Er muss ja auch erstmal ankommen auf dieser Welt. Das dauert manchmal länger.
Probier mal, ob er im Tragetuch schläft. Dann hast zumindestens die Arme frei ;-)

Lg Thes + Paul (16 Wochen)

Beitrag von littlelight 25.01.11 - 18:58 Uhr

Ich kann mich den andern nur anschließen: Leg dich mit deinem Baby ins Bett, kuschel, stille, schlafe. Mehr musst du nicht.

Ich würde auch vom Abpumpen und Fütttern abraten. Erstens ist das Pumpen nicht förderlich für die Milchbildung. Zweitens birgt das Füttern mit der Flasche das Risiko einer Saugverwirrung, dann bekommst du evtl Probleme mit dem Stillen. Warum soll dein Mann füttern? Es gibt für den Papa so viele andere Möglichkeiten sich mit einzubringen. :-)

LG littlelight

Beitrag von nsd 26.01.11 - 09:41 Uhr

Hi!
Ich habe in der 3. und 4. Lebenswoche abgepumpt, da meine BW eine Kraterlandschaft und total kaputt waren und nichts geholfen hat. Wenn du wirklich abpumpen musst, dann würde ich dir eine elektrische Pumpe empfehlen. Mit der Handpumpe habe ich in 30 Minuten einseitig 10 ml rausbekommen, also eher ein Witz. mit der elektrischen Pumpe hatte ich bei beiden Seiten (habe gleichzeitig abgepumpt) in 10 Minuten so zwischen 90 und 130 ml rausbekommen bei einem 3 Stunden Abstand. Mein Rekord waren mal 220 ml, aber da hatte ich 7 Stunden nicht abgepumpt. Fiona hat pro Mahlzeit so 80 ml getrunken ganz selten auch mal 100 ml. Ich habe mehr Milch abgepumpt als sie getrunken hat. Dementsprechend habe ich noch 630ml in der Tiefkühltruhe für den Notfall. Alle 2 Stunden sind normal in dem Alter. Schreit er wirklich wegen Hunger oder will er einfach nur deine Nähe und Geborgenheit und Schmusen? Im Moment habe ich Fiona abends dauerhaft an meiner Brust hängen (ok, sie schläft auch dabei ein und lässt los). Dafür schläft sie sei 1,5 Wochen nachts durch *freu*.
Ich bin auch zu nichts gekommen. Langsam schaffe ich etwas zu machen. Mache einfach immer nur Kleinigkeiten. Geschirrspüler ausräumem geht auch mit einer Hand. Gebügelt habe ich in der Zeit nur wenn mein Mann da war. Zum Glück kocht, putzt und wäscht die Wäsche auch mein Mann. Denke dran, es wird immer besser. Mittlerweile habe ich eine Wippe für Moment wo ich beide Arme brauche (Kochen, mich anziehen). Wenn ich weiß, dass meine Maus gut getrunken hat und eine saubere Windel hat, dann lasse ich sie auch etwas mosern. Das hat noch keinem geschadet (auch wenn mich vllt einige hier jetzt steinigen). Ich lasse sie ja nicht immer mosern und schreien. Genauso machen wir es beim Essen der Eltern. Die 10-15 Minuten muss sie warten (ich stille sie aber vorher noch).

Beitrag von patricia.h 26.01.11 - 22:29 Uhr

"das hat noch keinem geschadet"

bist du gott oder was? woher willst du das denn wissen?