Mein Vater --- grrrr

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mimiblue 25.01.11 - 22:58 Uhr

Hallo ihr Lieben


Mein Vater schickaniert mich und meine Mutter seid eh und je...früher war noch Alk und viel Gewalt mit im Spiel. Aktuell siehts so aus, dass er seit 2002 krebskrank ist (und wieder kurz vor der Chemo steht) ..er nimmt auch viele Schmerzmittel und Cipralex ein..
und aber natürlich weiterhin (vor allem mich und meine Mutter) bevormundet.. "So ist es besser...und nicht so..." Oder: " Mach dies und lass das"...was mich am meisten ankotzt ist, dass er mir sagt wie ich mit meiner Tochter (3 Monate alt) umzugehen habe! Und das gerade von seinem Mund! Z. B. sagt er (ich wollte von ner Freundin ne Babytrage probieren
: "Du kannst doch nicht deine Tochter in die Trage einer anderen Mutter stecken, wer weiss was die sich da einholt..." Das ist doch total irre! Heute wars wieder soweit, "du kannst doch nicht die kleine ständig zu den Ärzten schleppen" --tja und was soll ich machen wenn ich zum Arzt muss??? Das Kind etwa draussen stehen lassen???.... soweit ist es gekommen, dass ich den Kontakt einschränken möchte...das geht mir zu weit was er da betreibt...Psychoterror der feinen leisen Art...er ist nie mit etwas zufrieden...am besten wäre es wenn meine Mutter ihm noch die Schmerzen abnimmt, denn er verhielt sich und verhält sich immer sehr! egoistisch und zieht uns alle in seinen Psychodreck mit hinein!!! Und wir alle versuchen zu helfen WO ES NUR GEHT. Ich komme mit seiner Enkelin um ihn aufzuheitern und was gibts immer??? Blöde Sprüche am laufenden Band! Meine Depressionen und Angststörungen rühren bestimmt von der Kindheit...

Das Problem ist, immer wenn er seinen Ton ändert (und dieser Ton ist sehr ekelhaft und aggro) und wieder rummeckert bzw. kritisiert, dann fallen mir wieder all die Szenen von damals ein und ich bin nur noch am Zittern....oft kurz vorm oder beim Heulen und mir läufts eiskalt den Rücken runter! Als 3 Jähriges Kind haben sich mir Szenen eingeprägt, z. B. wie er damals meine Mutter brutal an die Wand drückte und geschlagen hat. So ging es über Jahre...meine Mutter wollte immer dass ich einen Vater habe und ich denke sie liebt ihn sonst wäre es aus. Und ausserdem hat sie ihm schon öfters das Leben gerettet. Mit 37 hatte er nen Hinterwand -Herzinfarkt!--und jetzt diese Krebsgeschichte (ich muss dazu sagen meine Mutter ist Ärztin, die aber nicht praktiziert).
Wie würdet ihr euch ihm gegenüber verhalten?

lg

Beitrag von windsbraut69 26.01.11 - 06:47 Uhr

Ich würde mich ihm gegenüber "gar nicht verhalten".
Wenn er schon immer so war, warum kümmerst Du Dich dann, warum läufst Du ihm hinterher und läßt Dich quälen?

Du bist erwachsen, konzentrier Dich auf Dein Leben!

Lg,

W

Beitrag von mindgames 26.01.11 - 07:06 Uhr

Huhu!

Kontakt drastisch einschraenken! #winke

LG Mindgames

Beitrag von oma.2009 26.01.11 - 07:37 Uhr

Hallo,

unfassbar..... hast du schon mal darüber nachgedacht, dass eine so schwere Krankheit einen Menschen stark verändern kann? Und dazu kommen noch die ganzen Schmerzmittel und sonstigen Medikamente!
Und du hast nichts weiter zu tun, als dich über deine Vergangenheit zu mokieren. Es gibt nicht viel, was du tun kannst: bleib weg, dann brauchst du dich nicht mehr über alte ungelegte Eier zu fürchten oder sprich die Dinge an, besprich es mit deinem Vater (ja, das ist er auch noch als kranker Mensch) und deiner Mutter. Erkläre ihnen deine Sorgen und Nöte, arbeitet es gemeinsam auf. Ansonsten schränke den Kontakt ein und versuche, mit psychologischer Hilfe, deine Kindheit aufzuarbeiten.
Und wenn es um Dinge für oder mit deinem Kind geht: stehe zu diesen Dingen, dann wird man dich auch Ernst nehmen und nicht abkanzeln wie ein kleines Kind.

LG

Beitrag von docmartin 26.01.11 - 09:12 Uhr

#nanana Offensichtlich verhält sich der Vater der TN schon seit ihrer Kindheit völlig unangemessen (Mutter an die Wand drücken und schlagen!?) das scheint mit einer Erkrankung und Medikamentengabe nichts zu tun zu haben...

Beitrag von unilein 26.01.11 - 09:12 Uhr

Wie bist du denn drauf? Wäre ja in diesem Falle schön gewesen, wenn die Krankheit den prügelnden Sack verändert hätte ... Dem scheint ja nicht so. Der TE noch Schuldgefühle machen, wo sie es so schon nicht schafft, sich von dieser Person zu lösen! Unglaublich :-[

Und was ist ein altes, ungelegtes Ei? Wenn du schon eine Metapher verwenden willst, um die TE zu demütigen, wie wäre es mit einem alten, faulen Ei? (da die Metapher eines ungelegten Eies auf etwas in der Zukunft verweist) Dein Beitrag schlägt dem frühen Vogel nun wirklich den Boden aus der Krone! Aber immernoch besser als wenn du ihr eine Taube aufs Dach binden würdest #schwitz

Beitrag von windsbraut69 26.01.11 - 12:11 Uhr

"Dein Beitrag schlägt dem frühen Vogel nun wirklich den Boden aus der Krone! Aber immernoch besser als wenn du ihr eine Taube aufs Dach binden würdest "

#rofl

Beitrag von sarosina1977 26.01.11 - 13:03 Uhr

Klasse geschrieben!!! Und obendrein so treffend...

Großes Kompliment...

Beitrag von litalia 26.01.11 - 09:48 Uhr

ich wüsste nicht, was es mit einem mann noch zu bereden gibt der meine mutter früher prügelnd an die wand gedrückt hat.

Beitrag von sarosina1977 26.01.11 - 13:07 Uhr

Du gehörst wohl auch zu der Spezies Mensch, die Krankheiten und andere Unannehmlichkeit dazu nutzen, um für alles eine Erklärung zu finden, etwa so:

"Er ist so gemein, weil er ja so krank ist"

"Er hat die Frau ja nur vergewaltigt, weil er so krank im Hirn ist - das muss man doch verstehen."

Echt eklig.

Die TE hat meines Erachtens ein Recht darauf, sich dieses Verhalten nicht bieten lassen zu müssen.

Sie versucht, Familienbande zu wahren - das wird hier ja so oft so lautstark proklamiert. Und wenn sie dennoch von ihrem Vater eine aufs Dach kriegt und nicht weiß, wie sie mit den Schikanen umgehen soll, wird sie von Leuten wie Dir noch in die Intoleranten-Schublade gesteckt.

Oma - Dein Name ist Programm. Deine Ansichten sind echt verstaub.

Beitrag von xyz74 27.01.11 - 11:59 Uhr

hör auf Deine Trauer auf andere Menschen zu projizieren.
Manchen Menschen sind einfach A...löcher!

Beitrag von docmartin 26.01.11 - 09:14 Uhr

Die Frage ist doch, wie offen kannst du mit deiner Mutter darüber sprechen? Kann oder will sie ihre Situation nicht ändern, hat sie aber eventuell dennoch Verständnis für dich?
Du kannst zu deinr Mtter den Kontakt aufrecht halten, deinen Vater dabei außen vor alssen. Dein Vater hat sich nciht wie ein Vater verhalten, du bist ihm gegenüber nicht verpflichtet auf "Familie" zu machen.
Gruß Franziska

Beitrag von litalia 26.01.11 - 09:46 Uhr

was mir wichtig wäre: mein kind zu schützen!

dieser mann hätte gewiss keinen kontakt zu meinem kind, meiner mutter würde ich anbieten das sie so oft wie sie lust hat zu mir kommen kann, hingehen würde ich nicht.

Beitrag von braut2 26.01.11 - 11:18 Uhr

Dein Vater war schon immer so und wird auch so bleiben. Krankheit hin oder her. Manche ändern sich wenn sie schwerkrank sind ....... in die eine oder andere Richtung. Aber wenn man schon immer so war und man schon immer Angst vor dem Vater hatte, dann kannst Du nur das tun was Dir die meisten hier schon gesagt haben: zieh Dich zurück und arbeite Deine Vergangenheit auf. Du wirst es wohl nicht schaffen die Liebe und den Respekt Deines Vaters zu bekommen. Und am Ende bist Du jetzt selbst Mutter und solltest zusehen das Deine Tochter da rausgehalten wird.
Wenn Du mti ihm reden kannst, dann tu das. Du wirst ja sehen wie er drauf reagiert. Wenn er Dich weiterhin respektlos behandelt oder böse wird, dann solltest Du den Kontakt eben einschränken.
Ich weiß ja nicht inwieweit Du Deine Mutter unterstützen willst / musst. Letztendlich leiden immer alle Familienmitglieder unter einem so dominanten Menschen.

Lg b2

Beitrag von alpenbaby711 26.01.11 - 17:38 Uhr

Es stimmt schon wie die eine Posterin sagt das eine schwere Krankheit einen Menschen verändern kann und er vielleicht nicht drüber spricht wie stark es ihn doch beschäftigt. ABer auch von einem Schwerkranken muß man sich nicht alles gefallen lassen. Nebenbei war er schließlich auch schon früher so und da war er nicht schwerkrank.
Ela