Er will sich behaupten...

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Beitrag von reynie 26.01.11 - 08:17 Uhr

Hallo liebe Mamas,

mein Finley ist heute genau 10 Monate alt und hat vor 3 - 4 Wochen angefangen "sich zu behaupten".

Damit meine ich, leider, er haut und tritt mich, und neee nicht aus versehen oder das er einfach zu stürmisch ist, sondern er provoziert mich und will zeigen das er nicht das tun will was ich grade von ihm will.

Selbst mein Mann meinte als ich ihm das anfangs erzählte, das das doch viel zu früh sei und er das doch noch garnicht einschätzen könnte...aber jetzt hat mein Mann das Spektakel zum 2. mal mitbekommen und ist nun auch davon überzeugt das er das macht um sich mir zu widersetzen.

Also, mal 2 Beispiele, da er sich nen ganzen Keks in den Mund gesteckt hatte, hab ich den Keks wieder aus seinem Mund geholt und wollte ihn dann abbeissen, er fing an zu schreien und haut mir dann mehrmals hintereinander die Hände ins Gesicht und kneift zu. Bei "NEIN" wird er noch böser und haut noch fester zu. Gestern abend, beim wickeln und Schlafanzug anziehen, wollte er sich auf den Bauch drehen, da ich die Pampers noch nicht zu hatte, hab ich ihn nicht gelassen und ihm erklärt das ich erst die Pampers zu mache und das er sich dann hinsetzen darf und ich den Rest im sitzen mach. Er blieb dann liegen und fängt an mich mit beiden Beinen zu treten, nicht wild strampeln, sondern ganz kontrolliert schaut er mich dann an, zieht die Beine an und tritt dann zu... Das hat er dann jedes Mal gemacht wenn ich nein gesagt habe und er hat erst aufgehört als der Papa ihm mehrmals nein gesagt hatt und die Beinchen nach oben gehalten hat...

Natürlich weiss ich, das er sich als erstes mit mir anlegen muss um sich später "draussen" im Leben zu behaupten, ich weiss auch das er immer wieder Reaktionen testen muss um etwas zu lernen....aber fängt er damit nicht ein bisschen früh an??? Und auch noch gleich so agressiv??? So wie man meistens hört und liest fangen die Kleinen erstmal damit an zu testen was passiert wenn die Mama nein sagt und ich trotzdem mit der Fernbedienung spiele (oder was auch immer) oder das sie anfangen zu schreien oder heulen bei nein oder wenn ihnen etwas weggenommen wird...?!

Also, wie ist das bei euch??? Wie reagieren eure auf ein NEIN??? Gibts hier noch so ein paar Mamas die von nem 10 Monate alten Baby absichtliches hauen und treten kennen??? Und was macht ihr? Wie setzt ihr euer NEIN um (auch an die Mamas von etwas älteren)???

Ich bin auf viele Antworten und Tipps gespannt :-)

Liebe Grüße Verena & Finley der noch schläft #winke

Beitrag von babylove05 26.01.11 - 08:28 Uhr

Hallo

Also wenn ich des lese glaub ich torztdem nicht des er das alles so bewusst macht um die WEH zutun oder um sich zubehaupten .

Sondern ich denke einfach des du einfach in der Schusslinie bist wenn er keinen andren ausweg kennt und dann wild schlägt und tritt , ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen des dein Kind das Bewusst macht , mit der absicht dir weh zutun ....

Ich würd wenn er des macht einfach aus der Schussline gehen , und ihn sich "auspinnen" lassen .

Aber des ist nur meine Meinung , ich kann es mir halt nicht vorstellen des kinder mit 10 monaten so was schon bewusst machen .

Trotzdem musst du in dem Alter auch schon anfangen grenzen zusetzen , ihm sagen des es so kein weg ist sein frust abzubauen . Sag ihm Nein , leg ihn dann irgenwo auf den Boden und setz ihn hin und geh aus der situration raus . Ich sag dann zu meinen 3 jährigen wenn er mal wieder vor lauter frust mal wieder um sich schlägt des ich des nicht möchte und ich weiter mit ihm spiele oder mich mit ihm beschäftige wenn er sich abreagiert hat .

Lg Martina

Beitrag von monab1978 26.01.11 - 08:54 Uhr

Hi,

ich finde dieses ganze "Grenzen setzen" und den Kindern zeigen, dass sie nicht der Chef sind (sondern du), totalen Quatsch, Ich weiss, das ist grade sehr in zu sagen "Kinder brauchen Grenzen" etc., aber ich halte nichts davon. Ein Kind mit 10 Monaten hat auch ohne dich eine Menge Grenzen. Es kann noch nicht laufen, kann nicht essen was es will und wann es will, kommt nirgens ran etc. Ich glaube genau dieses "begrenzt sein" macht einfach Frust und Wut.

Ich fahre gerade gut damit meinen Kindern in einer solchen Situation (ja, ich muss ihnen auch die Windeln wechseln) zu zeigen was sie schon alles können, lass sie entscheidungen treffen oder äussere zumindest Verständnis.

Noch dagene ankämpfen, dagegen lehnen und sich auf gedeih und verderb durchsetzen, damit man später keine Tyrannen hat, halte ich für quatsch. Erstens verschlimmert es die aktuelle Situation, zweitens lehrt es langfristig: Man muss sich durchsetzen, nicht kooperieren.

Grenzen gibt es hier nur wo die Gesundheit gefährdet ist oder wo ich persönlich angegrifen werde. Aber auch da versuche ich jeden Tag das nicht persönlich zu nehmen, sondern als das was es ist: Ein wichtiger Entwicklungsschritt. Nicht mehr und nicht weniger.

Zu deinen Beispielen: Den Keks hätt ich ihm gelassen, das kann er auch selber lernen, dass das vielleicht zu viel auf einmal war,.

Mit dem Wickeln: vielleicht kannst du was tun, was die Situation von vorn hinein nicht so eskalieren lässt(ihm irgendwas tolles in die Hand geben, im stehen wickeln etc) oder beim nächsten Mal festhalten und ihm aber sagen, dass es dir leid tut, dass er weg will und nicht kann aber gleich etc....

Ob er sich behaupten will, kann ich nicht sagen, klingt aber für mich eher als wäre er in dem Moment einfach sauer und fertig. Nicht gegen dich, einfach so.

lg
mona

Beitrag von reynie 26.01.11 - 09:06 Uhr

Das war eine tolle Antwort, die mich auch sehr bestätigt hat!!! Vielen Dank, denn ich möchte auf keinen Fall immer hinter ihm herrennen und ständig NEIN sagen, er soll seine Grenzen selbst kennen lernen oder bzw einfach ausprobieren können und die kleine große Welt entdecken können... Auch wenn er sich denn mal weh tut und knatscht, tröste ich ihn kurz und ermutige ihn dann zum weitermachen... Also wenn er sich richtig weh getan hat nicht dann will er nur aufn Arm, aber wenn er sich halt stösst, komme ich streichel den Kopf, sag ihm das er nur nen "Bumms" gemacht hat und dann ists auch wieder gut und er experimentiert weiter.

Auch bei wirklicher Gefahr, gibts natürlich ein Nein, aber auch da denke ich, was weh tut und was nicht, kann man nicht vermitteln, auch das muss er lernen, aber dafür isser noch ein bisschen klein...

Ich werde also weitemachen wie bisher ( ich hab schon an mir gezweifelt #hicks) werde ihn die Welt entdecken lassen und den richtigen Weg wie ich dann ein ernstes Nein auch durchsetze, werden wir schon finden!

Vielen Dank nochmal!
Verena & Finley

Beitrag von modo 26.01.11 - 12:10 Uhr

OHHHHHHHHHHh wie gut das tat das zu lesen!!!!!!!!

Meine, auch 10 Monate hat genau den selben Trip und sie macht das sehr wohl bewußt!

" Nein " hat sie mitlerweile akzeptiert und wenn sie was machen möchte was sie nicht darf zB. Blume reißen, hebt sie selbst schon den Finger und schüttelt den Kopf ;-)

Sie ist ordentlich auf Zack und läuft seit dem sie 9,5 Monate ist.

Momentan schreit sie immer mal wieder wutentbrannt-ich denke auch, dass sie jetzt lernen, selbst zu reagieren-unsre sind da halt früh dran.

Ich ignoriere es weitgehenst um zu zeigen, dass das keinen Zweck hat und reagiere wenns is ganz ruhig mit den Worten " dass das nicht lieb ist und sie es bitte lassen soll"

Sie steht zu Zeit immer wieder im Hochstuhl auf und bekommt ein glutrotes Gesicht-da sie angeschnallt ist :-)

Ich sag dann :" Leni bitte setzt dich wieder hin" und mitlerweile geht das dann!

Geduld denke ich, ist das Einzigste was uns weiterhilft, wobei ich die auch manchmal verliere!
Aber dadurch lernen wir es ihnen ja auch nur wieder :-(

Folge Deinem Mama-Instinkt und ich denke schon, dass man auch sehr wohl streng sein darf und Grenzen zeigen muss!!

Alles Gute und gute Nerven