Kinderfreibetrag

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von hww58 26.01.11 - 08:49 Uhr

Hallo,

bin geschieden, habe 2 Kinder die bei der Mutter leben. Habe hälftigen Kinderfreibetrag auf Lohnsteuerkarte eingetragen. Es erfolgte eine deftige Steuernachzahlung diesjährig, da meine EX den vollen Kinderfreibetrag steuerlich geltend gemacht hat. Meines Wissens darf dies nur dann erfolgen, wenn ich den Kindesunterhalt unter der 75% Grenze zahle. Dies ist nicht der Fall. Ist dies rechtens?

Beitrag von blaue-rose 26.01.11 - 09:14 Uhr

Hallo,



ich kenne deine Einkommensverhältnisse nicht, denke aber das deine Steuerrücknachzahlung nicht unbedingt mit dem Kinderfreibetrag zusammen hängt, sondern mit er geänderten Steuerklasse.


Freundliche Grüße

Beitrag von silbermond65 26.01.11 - 09:28 Uhr

Es erfolgte eine deftige Steuernachzahlung diesjährig, da meine EX den vollen Kinderfreibetrag steuerlich geltend gemacht hat.

Sie kann doch nur das geltend machen ,was sie auf ihrer Steuerkarte hat.
Wenn bei dir nichts geändert wurde ,liegt es nicht daran.

Beitrag von king.with.deckchair 26.01.11 - 10:25 Uhr

Wegen 0.5 Kinderfreibetrag kommt es sicher nicht zu einer "deftigen" Steuernachzahlung, Teuerster. Beispiel: 0.5 Zähler (nein, das heißt nicht: halber Kinderfreibetrag) Kind machte bei meinem Mann gerade mal 5,- € netto mehr im Monat aus (bei einem Monatsbrutto von seinerzeit 2.500,- €).

Beitrag von hww58 26.01.11 - 11:07 Uhr

Sehr geehrte Teuerste,

es handelt sich um 2 Kinder, also 1. Und es war auch nicht die Antwort auf meine Frage. Und wie sich deftig definiert ist daher relativ, und für mich war es deftig.

Beitrag von hauke-haien 26.01.11 - 13:13 Uhr

Das hängt doch wohl klar vom zu versteuernden Einkommen ab.
Lt. Wikipedia kann man im günstigsten Fall bis zu 1472€ zusätzliche Steuerersparnis bei 1.0 Zähler errechnen.

Das 1472€ für dich Kleinkram sind, wissen wir bereits, Teuerste! :-p

Beitrag von hauke-haien 26.01.11 - 11:07 Uhr

Seid ihr beim gleichen Finanzamt?
Woher weißt du von der Geltendmachung deiner Ex? Hast du die Erklärung gesehen?

Ich nehme mal an, im deinem EKS-Bescheid sind keine Kinderfreibeträge eingetragen, obwohl du sie in der Erklärung angegeben hast.
Dann erhebe Einspruch gegen den Bescheid und versuche zu erfahren, warum sie die Freibeträge nicht berücksichtigt haben.

Rechtens ist es nicht, wenn deine Ex gelogen hat!

Beitrag von hww58 26.01.11 - 11:51 Uhr

Hallo,

die sind in der jährlichen Vorlage des Arbeitgebers angegeben und auch in meiner Erklärung. Das FA hat in der Nachberechnung (nachdem meine EX in Ihrer Steuererklärung den kompletten Freibetrag geltend gemacht hat) mich zu einer Nachzahlung aufgefordert mit der Begründung, dass meine beiden Kindern nicht bei mir gemeldet sind. Den Wohnsitz der Kinder habe ich klar und deutlich bei der Mutter angegeben.

Beitrag von blaue-rose 26.01.11 - 12:46 Uhr

Hallo,


darf ich fragen welche Lohnsterklasse du nach der Scheidung hast?


Freundliche Grüße

Beitrag von hauke-haien 26.01.11 - 13:06 Uhr

Hi,

Die Begründung des FA, dass deine Kinder nicht bei dir gemeldet sind, habe ich so noch nie gehört.
Besorg dir eine steuerliche Lebensbescheinigung für die Kinder beim Meldeamt am Wohnsitz deiner Kinder. Die reichst du zusammen mit der Steuererklärung unter Angabe von 2 Kindern beim FA ein.

Hast du mal telefonisch bei FA nachgefragt (Nummer auf dem Bescheid)?
Vielleicht solltest du Kontoauszüge nachreichen, die beweisen, dass du regelmäßig Unterhalt zahlst.
Hast du auch den Kindergeldbezug angegeben? Pro Kind genau ein halbes Kindergeld. Vielleicht hast du da ja einen Fehler?

Ich habe mich auch schon gefragt, wie das FA das eigentlich kontrolliert, wenn jemand den vollen Freibetrag beantragt. Scheinbar gar nicht!

Viel Glück, H.H.