Nackenfaltenmessung: ich kann mich nicht entscheiden?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von nicki20 26.01.11 - 09:11 Uhr

Hallo ihr Lieben. Muss heute Bescheid geben, ob ich eine Nackenfaltenmessung möchte oder nicht. War eigentlich dagegen, da man laut Forum kein genaues Ergebnis bekommt sondern nur eine Risikoeinschätzung. Wie habt ihr entschieden? Und was passiert, wenn das Risiko hoch ist (wann ist es hoch, ab welchem faktor?)??? Kennt ihr jemanden, der nach dieser Untersuchung entschieden hat, dass Kind nicht zu bekommen weil das Risiko zu hoch ist???
Oh Mann...Alle die ich kenne haben Kinder im alter ab 7 Jahren und die sagen, dass gabs damals noch nicht...

Beitrag von elame 26.01.11 - 09:14 Uhr

Guten Morgen,

also ich denke wenn du dir sicher bist, dass du auch bei einem eventuell behinderten Kind nicht abtreiben würdest, dann macht es null sinn. War mein Argument dagegen. Ansonsten gibts wirklich nur schätzwerte. Soweit ich weiß, muss man nach erhöhten werten zur FD.

Lg

ela

Beitrag von 54321 26.01.11 - 09:14 Uhr

Hallo,

die FRage ist doch recht einfach zu beantworten. Würdest Du dein Kind (auch wenn du es dann besser noch nciht als Kind ansehen solltest) abtreiben, wenn es behindert wäre?
Ja - lass die Untersuchung machen, dann weißt du (zumindest so relativ) Bescheid.
Nein - spar dir die Untersuchung. Wenn es keine Konsequenzen hat, braucht man darüber nicht weiter zu sprechen.

(Und genau so hat meine FÄ mir das gesagt.)

LG und eine gute Entscheidung wünscht Sabine

Beitrag von haruka80 26.01.11 - 09:19 Uhr

Hallo,

ich habs bei meinem Sohn machen lassen und habe mir für Nr 2 auch schon nen Termin geben lassen.
Mir hat es bei meinem Sohn sehr gut gefallen, dass der Arzt mich beruhigen konnte, dass alles ok ist (vorher war das son Wischi-waschi, hatte schon 2x den Arzt gewechselt bis zur 12.SSW).
Jetzt hab ich den Termin gemacht, weil mein Arzt noch nicht weiß, welche Woche ich denn bin und ichs wieder beim Arzt im KH machen lasse, hoffe, der kann mir dann mal ne bessere Auskunft geben.
Außerdem, wäre jetzt wirklich etwas sehr auffällig beim 2. Kind, würde ich mir schon überlegen, was für Untersuchungen ich noch machen kann und was dann für ne Konsequenz folgen würde. Mit nem 2,5 jährigen Kleinkind und nem evtl behinderten Kind...sowas möchte ich gerne abgeklärt haben, gerade weil ich mich Ende des Jahres selbständig machen möchte.

Mir hats bei meinem Sohn einfach viel Sicherheit gegeben, ich hätte damals nie abgetrieben. Ich hoffe, dass die NFM jetzt wieder genau so positiv verläuft (davon mal abgesehen, dass mein Doc in der ZEit 2 Wo Urlaub hat und sonst 6 Wochen zwischen den Terminen wären:-p)

L.G.

Haruka

Beitrag von neomadra 26.01.11 - 09:20 Uhr

huhu - also erstmal: ich habs machen lassen.
das war mein statement dazu (etwas lang, deshalb kopiere ich mal den link rein): http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&tid=2944060&pid=18621107
ich würds auch immer wieder machen.

und nein, ich hätte nicht abgebrochen, wäre ein erhöhtes risiko bei der untersuchung rausgekommen. erhöht wäre das risiko bei einer nackenfalte mit einem durchmesser über 2,5 mm und einer kaum sichtbaren nase sowie entsprechend darauf hindeutenden bluwerten.
ich habs machen lassen, weil ich wissen wollte, woran ich bin (im rahmen der möglichkeiten) um mich ggf auf etwas vorzubereiten was anders sein könnte.

menschen sind unterschiedlich - ich lese hier sehr oft "ich lass es nicht machen weil ich sowieso nicht abbrechen würde, also bringt es ja nix".
doch, für mich schon. für mich bringt es wissen. ich möchte nicht 9 monate wahnsinnig freudig auf etwas warten, was mir dann einen riesenschock versetzt weil ich in eine lage katapultiert werde, die von mir anderes handeln verlangt als "normal".
ich weiss, dass diese untersuchung nur ein richtwert darstellt und kein konkretes, beweisbares ergebnis. aber man hätte zumindest eine richtung, eine info - und ich hätte mich dann mit dem "was kann sein" beschäftigt und mich mental drauf vorbereitet.
ich glaube, wenn etwas "ab der norm" bei rumgekommen wäre hätte ich eine fruchtwasseruntersuchung gemacht um gewissheit zu haben.
und dann hätte ich entschieden, wie ich vorzugehen habe, auf was ich mich vorzubereiten habe.
ich glaube, ein abbruch nur aufgrund eines erhöhten risikos wäre eine heikle geschichte - ein abbruch aufgrund fester tatsachen, ja, das muss jeder für sich selbst entscheiden können. aber aufgrund eines verdachts, das halte ich für ... naja, etwas verfrüht.

deshalb: ich bin in meinem fall immer für "ich wills wissen, ich will eine tendenz", deshalb hab ich die nfm machen lassen.

aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, wie schon in meinem anderen posting geschrieben: sie ist medizinisch nicht notwendig, man muss es persönlich wissen ob man es machen will oder nicht.

Beitrag von leeoo 26.01.11 - 09:35 Uhr

Hi

so ähnlich sehe ich es auch.
Ich habe die NFM machen lassen, allein damit mein Freund mehr mit einbezogen wird. Wir waren uns noch nicht einige, was passieren würde, wenn die Ergebnisse schlecht sind. Darüber hätten wir uns dann GEdanken gemacht ...

Aber wenn die Ergebnisse schlecht wären, dann wäre eine Fruchtwasseruntersuchung in Frage gekommen, und da wären handfeste Ergebnisse bei herausgekommen; sonst eben nicht. Sonst hätte ich dieses Risiko der FU auch nie auf mich genommen ...

Ich hätte mich auch nie die ganze Zeit freuen können und dann kommt ein krankes Kind heraus, das würde mior einen Schlag versetzen! So kann man sich, wenn man sich denn dafür entscheidet, darauf einstellen!

Ich halte auch GAR NICHTS davon, Frauen zu verurteilen, weil sie sich evtl gegen ein krankes Kind entscheiden würden!!!
Jeder Mensch muss alleine wissen, was gut ist und was er schaffen kann ...

In diesem Sinne alles Liebe ...

Beitrag von maari 26.01.11 - 09:29 Uhr

Hi,

gehörst Du denn zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko?
Ansonsten treibt man auch nicht nach der Nackenfaltenmessung direkt ab, weil das Risiko höher ist, sondern es folgen - meines Wissens - noch andere Untersuchungen. Zunächst eine Blutuntersuchung, aber die gibt Dir auch nur einen Wahrscheinlichkeitswert an. Wenn der auch noch auffällig ist, kann eine Fruchtwasserpunktion gemacht werden - und danach weiss man dann genau, ob das Kind Trisomie 21 hat oder nicht. Allerdings liegt das Risiko, dass die Punktion eine Fehlgeburt auslöst bei 1:100.

Diese Angaben sind alle ohne Gewähr, denn so habe ich mir das aus verschiedener Literatur zusammen gelesen. Ich hatte mit meinem FA nur ein ganz kurzes Gespräch darüber, da wir uns bereits dagegen entschieden hatten, aus folgenden Gründen:

1. gehöre ich zu keiner Gruppe mit erhöhten Risiko.
2. würden wir wegen Trisomie 21 nicht abtreiben lassen. Sollte das Kind sowohl Trisomie 21 als auch die häufiger damit verbundenen Herzfehler o.ä. haben, hoffen wir darauf, dass sich diese Herzfehler o.ä. rechtzeitig auf dem US zeigen würde, so dass rechtzeitig (helfend) eingegriffen werden kann.
3. würde ich keine Fruchtwasserpunktion durchführen lassen, da mir das Risiko für eine Fehlgeburt zu hoch ist (jede 100ste geht schief!) und nur die liefert wirklich brauchbare Ergebnisse.
4. habe ich keine Lust mich wegen einer möglichweise falschen Einschätzung aufgrund der NFM für den Rest der SS verrückt zu machen um dann nachher ein völlig gesundes Kind zu bekommen - und das kommt häufig vor.

Was ich nicht verstehe: Ich habe meinem Arzt explizit gesagt, dass ich keine weitere Beratung wünsche, da wir uns bereits entschieden haben. Aber wenn man sich unsicher ist - warum berät einen dann der Arzt nicht ausführlicher???

Ich wünsche Dir, dass Du die für Euch richtige Entscheidung findest.

LG Maari (19. SSW)

Beitrag von nicki20 26.01.11 - 09:38 Uhr

Mein FA hat gemeint, ich gehöre mit 31 nicht in die Risikogruppe. Er bietet es an und jeder sollte für sich entscheiden, ob man diese Untersuchung möchte oder nicht! Es sei nur relevant zu machen, wenn man sich mit dem Gedanken ein behindertes Kind zu haben nicht anfreunden kann.

Ich möchte nicht diese Untersuchung machen, weil ich kein behindertes Kind will. Ich hatte im Sept.2010 eine MA und bin nun recht ängstlich was die Entwicklung meines baby`s betrifft.
Vielleicht würde es mich unterstützen wenn ich wüsste, alles ist soweit ok...
Aber was passiert mit meiner Seele, wenn ich ein erhöhtes Risiko habe und dann 6 Monate hoffen und bangen muss????
davor habe ich Angst

Beitrag von maari 26.01.11 - 09:49 Uhr

Ehrlich gesagt, würde ich unter diesen Voraussetzungen keine NFK machen lassen. Da werden so oft Ängste geschürt und dann ist das Kind nachher kerngesund. (Das ist meine persönliche Einschätzung, die Entscheidung bleibt natürlich völlig Dir überlassen.)
Dann würde ich eher versuchen alle 4 Wochen einen US zu bekommen und vielleicht zwischendrin noch eine Hebamme zu konsultieren. Die sind ganz gut darin, einem wieder Vertrauen zu geben.

Alles Gute!

Beitrag von braut-die-sich-traut 26.01.11 - 10:12 Uhr


Mein Frauenarzt kennt 36 "Fälle" die ein sehr sehr schlechtes Ergebnis bei der Nackenfaltenmessung erhalten hatten, daraus aber keine Konsequenz zogen.
ALLE 36 Kinder sind kerngesund zur Welt gekommen!
Eine Fruchtwasseruntersuchung birgt grosse Risiken!
Falls ihr aber behinderte Kinder in der Familie habt und Du entscheiden solltest, dass ein solches Kind FÜR DICH nicht lebenswürdig erscheint, und Du es in diesem Falle abtreiben würdest- lass die Untersuchung machen!
Ansonsten geniess deine Schwangerschaft!
Wir haben unseren Termin 1 Woche vorher wieder abgeblasen- fühl mich seither viel angstfreier und freu mich auf unser Kind- mit allen Konsequenzen!

GLG

Beitrag von n.a.y.a..z 26.01.11 - 10:37 Uhr

Hallo,

Also ich finde dieses ganze Abtreibungsblabla wegen Nackenfaltenmessung total daneben. Es wird immer wieder so dargestellt, als würde jede Frau, die diese Untersuchung macht eine Abtreibung in Erwägung ziehen.
Ich sehe diese Untersuchung völlig anders:

1. Man erfährt ob das Risiko für eine Trisomie 13/18/21 erhöht ist.
2. Man erfährt ob der Rücken geschlossen ist oder sonstige Fehlbildungen an den Gliedmaßen vorhanden sind.
3. Man kann schon in diesem Stadium Herzfehler erkennen.

Das alles heißt absolut nicht dass es sofort in eine Abtreibungsklinik geht, sondern zu allererst einmal, dass man sich informieren kann, darüber, ob daran medizinisch etwas zu "reparieren" ist, wenn ja, intrauterin oder direkt nach der Geburt und dass man sich auf das was da auf einen zukommt vorbereiten kann (entsprechende Geburtsklinik finden, Selbsthilfegruppen finden, Wohnung behindertengerecht umräumen etc.pp). Und man muss ja auch sagen, dass im Regelfall alles Gut ist. Aber wenn was ist ist es auch gut das frühzeitig zu wissen.

Viel Erfolg bei der Entscheidung!

Beitrag von fabian250504 26.01.11 - 11:30 Uhr

hallo,

also ich habe auch hin und her überlegt, aber mich dann gegen die nackenfaltenmessung entschieden. es wird dir nicht gesagt, ob dein kind behindert ist oder nicht, sondern nur die wahrscheinlichkeit, dass es behindert sein wird - und da gibt es immer wieder fehler.

ich bin jetzt 32 jahre alt und weder in meiner familie noch in der meines partners gibt es erbkrankheiten oder behinderungen - das war natürlich auch entscheidungsgrund.

wenn ich über 35 jahre alt wär hätte ich es evtl. machen lassen.

du wirst die richtige entscheidung FÜR DICH treffen!

lg

Beitrag von minitouch 26.01.11 - 11:37 Uhr

wir haben den combinedtest machen lassen (nackenfalte+blutuntersuchung) und eigentlich wollte ich es bis zum schluß nicht so wirklich. aus angst, es könnte ein schlechter wert rauskommen und meine restliche ss beeinträchtigen.

hab mich aber von der ärztin überreden lassen und bin jetzt im nachhinein froh drüber, weil der ausgangswert von 1:145 auf 1:2900 (trisomie21) gestiegen ist und uns unheimlich beruhigt hat.

auserdem war das ultraschall sowas von schön mitanzusehen. das kleine war quicklebendig und ich konnte es das 1.mal richtig herumturnen fingerlutschen sehen. die ärztin hat sicher 20min geschallt bis es endlich für einen kurzen moment "richtig" lag.
einer der schönsten momente bisher in der schwangerschaft...
alleine deshalb würde ich es sofort wieder machen lassen.
aber das muß natürlich jeder für sich entscheiden.
der wert hätte ja auch auch viel schlechter aussehen können...

noch eine schöne ss!

Beitrag von ohiticawin 27.01.11 - 09:29 Uhr

huhu,

keiner treibt nur wegen einem erhöhten risiko nach einer nfm ab! äist die nfm auffällig folgen weitere untersuchungen bis hin zur fwu, die risikoreich ist. wenn du nicht bis zur fwu gehen würdest, solltest du die nfm nicht machen, ansonsten machstdu dich doch nur verrückt!

alles gute!