4 1/2 Jahre alt und nachts noch ne Windel - jetzt Schamgefühl

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nineeleven 26.01.11 - 11:58 Uhr

Hallo, so jetzt mal konkret, da in die Überschrift ja immer nicht viel reinpasst.

Also unsere Tochter ist 4 1/2 Jahre alt, an sich seeeehr selbstständig. War mit 1 3/4 Jahren sauber und brauchte von da an tagsüber keine Windel mehr. Nachts pullert sie aber leider noch viel ein. Sie trinkt abends eigentlich auch nicht mehr viel, dennoch ist an manchen Tagen die Windel proppevoll. Es gab aber auch schon Tage an denen sie nachts nicht eingepullert hatte. Aber das zieht sich seit ca. nem dreiviertel Jahr dass mal ungefähr einmal in zwei Wo die Windel trocken bleibt.

Wir haben bisher seitdem (also seit Sommer letzten Jahres) viell an 4 oder 5 Tagen unsere Tochter nachts wach gemacht und sie auf's Klo gesetzt. Dabei haben wir schon alles durch: einmal wach gemacht, einmal gepullert, bis morgens trocken geblieben; einmal wach gemacht, danach noch zweimal ins Bett genässt; dreimal wach gemacht, entweder gar nicht gepullert oder jedes mal. Es gibt also irgendwie kein Schema bei ihr. Ich weiß nicht wann sie muss und ob überhaupt.

Gestern wurde ich von der Mutti ihrer besten Freundin gefragt ob sie nicht jetzt von Do zu Fr dort übernachten möchte. Da gingen gleich die Mundwinkel nach unten und obwohl sie es sehr gerne gewollt hätte hat sie gleich nein gesagt. Hinterher meinte sie, dass es ihr peinlich ist und sie nicht will dass L. sieht dass sie noch mit Windel schläft. Sie würde nur dort schlafen wenn sich L. auch ne Windel anzieht. Hab mit der Mutti nicht weiter reden können da ich meine Tochter in dem Moment nicht bloßstellen wollte.

Bisher habe ich immer wieder abgewartet und mir gesagt dass es schon von alleine kommen wird. Aber mittlerweile hab ich auf das Abwarten auch keinen Bock mehr, da es zum einen Geld kostet und zum anderen ich ja merke dass sich meine Tochter nicht mal traut woanders zu übernachten. Aber ich will sie auch nicht unter Druck setzen, denn den macht sie sich seit gestern selbst, hab ich den Eindruck.

Was ist denn nun richtig? Es ignorieren und weiter drauf vertrauen und warten bis es von alleine passiert oder sie beim Trockenwerden unterstützen? Wenn ja, wie???

Ich weiß dass es mit einem gewissen Hormon zusammen hängt. Daher bitte hierzu keine Vorträge. Kann man evtl auch das mit der Hormonbildung irgendwie anstupsen? Mir ist so als hätte ich mal irgendwas von gehört dass der KiA da irgendwie das Hormon verabreichen kann oder so ähnlich?

Also bitte nur wirklich hilfreiche Tipss, dieses "Warte-einfach-ab" mag ich schon nicht mehr hören.

LG trotzdem
nineeleven

Beitrag von lyss 26.01.11 - 12:33 Uhr

Hmmm... tja.... wenn du das "warte ab" nicht hören willst - du willst bestimmt auch nicht hören dass ich das Argument "Kosten" absolut daneben finde" - bleibt dir nur noch der Weg zum Kinderarzt. Der kann dir sagen, ob und wie man mit Hormonen helfen kann - wenn überhaupt. Zuerst muss ja mal festgestellt werden, ob das Hormon überhaupt das Problem darstellt.

Unser KiA hatte uns damals allerdings gesagt, dass er nichts bis zum 6 Lebensjahr des Kindes unternehmen würde. Bis dahin sollte man dem Kind schon Zeit lassen. Unser Sohn war um seinen 5 Geburtstag rum nachts trocken. Sein Windel war immer proppenvoll - bis wir sie dann mit seinem Einverständnis wegliessen. Er meinte mal, er würde schon manchmal merken, dass er müsse - da er ja aber eine Windel anhabe müsste er doch nicht aufstehen. Also Windel weggelassen - und bis auf einige Unfälle klappte es dann.

Also, zuerst mal beim KiA das Problem ansprechen - ihm auch erklären, dass Tochter sich deswegen schämt - und dann seht ihr weiter...

LG,
Lyss

Beitrag von nineeleven 26.01.11 - 13:56 Uhr

Hallo, danke dir erstmal für deine Antwort.

Das Argument mit den Kosten ist aber nunmal für uns ein Argument. Tut mir leid, so ist das. Wir haben nun zwei Windelkinder zH und da ist der Kostenfaktor natürlich da.

Zum anderen hatte mich die KiÄ bei der U8 schonmal sowas angedeutet wg den Hormonen. Kam aber zu dem Zeitpunkt noch nicht so in Frage. Allerdings war sie aber auch der Meinung sie nachts ständig zu wecken. Und das wird ja nun gar nicht empfohlen.

Das mit deinem Sohn macht mir allerdings wieder Mut. Eine Frage aber noch: wann in etwa fing er denn an dass er sagte er merke wann er müsse? Bei meiner Tochter kann neben dem Bett ne Bombe platzen und sie würde nicht wach werden.

LG
nineeleven

Beitrag von lyss 27.01.11 - 07:58 Uhr

Hmmm, kurz vor dem 5. Geburtstag sagte er mal zu meinem Mann, dass er schon mal merkte dass er müsse... So etwa 2-3 Wochen vorher. Daraufhin beschloss mein Mann, die Windel mal wegzulassen - weil Sohnemann ja sonst keine Veranlassung sieht um aufzustehen. Ich war skeptisch...

Wie gesagt, es klappte nicht sofort 100%tig- aber doch recht gut. Allerdings stand er doch recht oft jede Nacht auf - 2-3 Mal pro Nacht. Fand' ich viel... Erst so ein gutes halbes Jahr später konnte man sagen, dass er auch mal eine Nacht durchhielt ohne aufstehen zu müssen, so dass ich denke dass er wohl spätestens dann - also so mit 5,5 Jahren - von alleine trocken geworden wäre.

Er wacht auch nicht wirklich auf wenn er muss - er tapert im Hablschlaf auf's Klo, schleicht imm Halbschlaf wieder zurück ins Bett und schläft sofort tief und fest weiter.

Es gibt doch so Klingelhosen - habe ich aber nie probiert. Aber vielleicht wäre das was für euch?

LG,
Lyss

Beitrag von noie 26.01.11 - 12:50 Uhr

Hallo nineeleven,

ich weiß, dass hilft dir jetzt nicht wirklich weiter - aber heute morgen hatte ich beschlossen genau diese Frage im Forum zu stellen...

Mein Sohn 4,5 braucht nachts auch immer noch eine Windel - im März fährt er mit der Kita auf eine Reise (3 Tage resp. 2 Nächte) und hat schon gemeint, dass ich ihm aber keine Windel einpacken soll!
Es ärgert ihn total und er wünscht sich nichts mehr, als nachts ohne Windel zu schlafen - aber er schaffts nicht ohne.
Wir haben ihn schon nachts auf Toilette gesetzt - manchmal muss er manchmal nicht - nur was bringt das? Gewöhnt man dann nicht eher das nächtliche Geschäft an?
Wenigstens haben wir jetzt besprochen, das er am Anfang der Nacht eine Windel anzieht und er sie nachts ausziehen kann, wenn er wach wird und sie nass ist, den Rest der Nacht (toi, toi, toi) schafft er dann ohne.
Am Tage funktioniert alles bestens, obwohl er auch lange gebraucht hat trocken zu werden und dann hats geklappt, von einem Tag auf den anderen...

Na ja den Arzttermin werde ich mir jetzt wohl auch mal holen...
Bin aber schon gespannt auf deine Antworten und Tipps.

Alles Gute für euch

Beitrag von sanfi76 26.01.11 - 13:08 Uhr

>>Aber mittlerweile hab ich auf das Abwarten auch keinen Bock mehr, da es zum einen Geld kostet und zum anderen ich ja merke dass sich meine Tochter nicht mal traut woanders zu übernachten. Aber ich will sie auch nicht unter Druck setzen, denn den macht sie sich seit gestern selbst, hab ich den Eindruck.<<


Du gehts total unentspannt mit der Situation um, das merkt deine Tochter und reagier genauso. Natürlich ist sie unsicher, nachdem was ihr schon alles ausprobiert habt mit ihr. Ich glaube das du viel von deinem Problem mit der Nachtwindel auf deine Tochter übertraegst.

Mein Sohn ist auch schon 4 Jahre alt und traegt nachts noch eine Windelhose. Na und? Das ist hier NIE ein Thema. Wir haben vereinbart das sie abbleibt, wenn sie eine Woche lang morgens trocken ist und gut ist. Thema gegessen. Manchmal ist sie morgens trocken, dann freuen wir uns alle, ist sie nass, machen wir keine Worte drum. Irgendwann klappt es schon, mach keinen Druck.

LG Sandra

Beitrag von nineeleven 26.01.11 - 14:03 Uhr

>>>Du gehts total unentspannt mit der Situation um, das merkt deine Tochter und reagier genauso. Natürlich ist sie unsicher, nachdem was ihr schon alles ausprobiert habt mit ihr. Ich glaube das du viel von deinem Problem mit der Nachtwindel auf deine Tochter übertraegst.<<<

Hallo,

da magst du viell Recht haben. Aber wie gesagt, sie wird eingeladen bei einer Freundin zu übernachten und traut es sich nicht wegen der Windel. Da hab ich nichts mit zu tun denn ich mache ihr dabei keinen Druck. Ich sage nicht "selber Schuld" oder "entweder Windel weg oder keine Übernachtung". Das ist Quatsch. Es ist ihre eigene Meinung.

Solange wie es zH ist hat sie kein Problem damit und wir wollten auch weiter warten. Aber nun ist es so dass sie sich selber schämt ohne dass ich ihr was einrede. Ich hab zu ihr immer gesagt irgendwann kommt der Tag. Trotzdem, was ich zugebe, nervt es mich auch zunehmend. Aber das heißt ja nicht dass ich ihr das ständig spüren lasse.

Naja, so ist das eben bei uns.

Danke dir aber für deine Antwort.

LG
nineeleven

Beitrag von sanfi76 26.01.11 - 14:09 Uhr

Vielleicht kannst du ja mit ihr besprechen das sie beim übernachten bei der Freundin zum Schlafi anziehen abends (vielleicht ins Bad) alleine zurückzieht und sich die Windelhose unbemerkt anzieht. Das kann sie ja in dem Alter schon.

Dann einfach ne Plastiküte in die Übernachtungstasche zum deponieren für die volle Windelhose am morgen danach und keiner merkt was. Ich würde das offen mit deranderen Mama besprechen und diese kann nach dafür sorgen das sich deine Tochter alleine an- und ausziehen kann und ihre Tochter dabei nicht stört.

LG Sandra.

Beitrag von bine3002 26.01.11 - 14:05 Uhr

Meine ist genauso alt und seit Sommer hatte ich den "Verdacht", dass sie vor allem abends und morgens (also bewusst) in die Windel macht. Seitdem habe ich ein bißchen auf sie eingewirkt, dass sie doch bitte auf den Topf gehen soll, wenn sie es merkt. (Das Klo wäre zu weit weg, daher steht der Topf neben dem Bett). Nicht passierte. Anfang Dezember habe ich dann beschlossen, dass wir nach Silvester die Windel weglassen und das auch so mit ihr abgesprochen. Der Plan war, dass wir es mal für 14 Tage probieren und dann weitersehen.

Gesagt, getan. Die ersten Nächte ging es gut, dann kamen einige Nächte, wo gar nichts ging und sie auch tagsüber einpullerte. Seitdem ist es so, dass von 7 Nächten ich ein Mal das ganze Bett inklusive Decke und Kissen beziehen muss, ein bis zwei Mal wird nur der Schlafanzug ein wenig nass und 4 bis 5 Nächte bleibt alles trocken. Ist doch ein guter Schnitt. Sie möchte jetzt auch keine Windel mehr anziehen und ich respektiere das.

Ich habe jetzt alles doppelt, also Matratzenschoner, Decke, Kissen und immer eine komplette Montur griffbereit, falls es nachts mal sein muss. Außerdem liegt ein zusätzlicher kleiner Matratzenschutz in Pohöhe auf dem Bett, den kann sie dann selbst runternehmen, wenn er nass ist. Die Hose liegt ebenfalls da, die wechselt sie dann ggf. auch selbst (wobei sie mich natürlich auch rufen kann, macht sie aber nicht).

Wenn ich ins Bett gehe (so gegen 23 Uhr) frage ich sie leise, ob sie mal muss. Wenn sie reagiert, sagt sie meist Ja und ich setze sie auf den Topf. Wenn sie nicht reagiert, lasse ich sie schlafen. Dann klappt es trotzdem manchmal.

Ich finds Ok so. Probiert es doch einfach mal für 2 Wochen und schaut, was passiert.

Wenn meine Tochter irgendwoanders schläft, dann gebe ich ein Bettlaken und einen Matratzenschoner mit. Und ihr habe ich erklärt, dass ihr Körper noch nicht so weit ist und dass sie sich dafür überhaupt nicht schämen muss.

Beitrag von maggelan 26.01.11 - 14:06 Uhr

Nun du kannst dir Tabletten verschreiben lassen, wie eine Bekannte von mir, oder aber dein Kind weiterhin nachts aufwecken für seinen Toilettengang.
Das ist aber nur Stress für alle Beteilgten und bringt gar nichts.

Du schreibst ihr habt abgewartet. Das widerspricht sich leider total mit den Aktionen die du aufgezählt hast um das Kind nachts trocken zu bekommen.

Was kostet es denn so dramatisch viel, wenn ein Kind pro Nacht eine Windel benötigt? Pro Monat sind das max. 6€, wenn man Markenwindeln wie Pampers verwendet. Bei anderen Sorten ca 4€
Ich weiß selbst wovon ich rede, denn mein Sohn braucht Nachts auch immer noch seine Windel.
Ich werde ihm die Zeit lassen und was andere Mütter dazu denken ist mir egal.

Rede mit deinem Kinderarzt, der weiß darüber sehr gut Bescheid und kann dir weiterhelfen.

Beitrag von butler 26.01.11 - 15:06 Uhr

Ich verstehe Dich! der Freund von meinem Sohn (knapp4) trägt auch noch eine Windel zum schlafen.
Als er bei uns geschlafen hat trug er in der ersten nacht noch eine Zauberhose( Windelslip) in der 2. Nacht hat er die alleine ausgezogen und ist auf den Topf gegangen .
Zu Hause trug er wieder Windeln.
Heute hat er seiner Mama gesagt das er die Dinger nicht mehr will und sie ihm den Topf hinstellen soll. Denn bei mir blieb ja auch das Bett trocken.
Es gibt aber auch Klingelhöschen die hatte meine Großnichte diese war dann mit knapp 8 Nachts trocken.
Gib ihr die Windelslip mit und rede mit der Mama über das Problem.
lg