6 Jahre unterschied, aber dennoch ähnlich (sehr lang, da 2 Berichte)

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von janeengel 26.01.11 - 12:05 Uhr

So nun komme ich nach 11 Wochen auch mal dazu:
Ich schreibe erst von der Ersten Geburt unseres Sohnes im April 2002.

10 Tage vor dem errechneten Termin musste ich in KH, um einen Doppler zumachen.
Die Werte waren noch im Grenzbereich, aber dennoch machten sie ein Wehen-Belastungs-Test. Dort stellt man fest das mein Kleiner mit abfallenden Herzschlag ragiert.
Das war schon der erste Schock und meine erhoffte Wannengeburt konnte ich vergessen.

Na ja und so bekam ich einen Wehentropf um die Geburt langsam einzu leiten, zwischen durch musste ich spazieren gehen und Kontroll-CTG´s machen.
Nachdem ein ganzen Nachmittag vorbei war und der Muttermund sich erst auf 5 cm geöffnet hatte (alles OHNE Wehen), schickten Sie mich noch mal los zum spazieren. Wir kamen zurück und der MM war wieder zu :-(, die Nachtschwester sagte, ich bekomme jetzt den letzten Wehentropf und wir probieren es morgen weiter. ( Ich wollte aber nicht das er am 03.04.02 kommt, war ein blödes Datum) also entspannt ich mich und scherzte mit meinem Mann noch etwas rum. Die Diensthabende Ärztin und Hebamme, saßen beim Kaffee.
Nach kurze Zeit bekam ich ein komisches Gefühl, ich sagte zu meinem Mann ich müsse mal auf Toilette (hatte einen Druck im Darmbereich), er nahm mir die Decke ab und sagte nur mit einem Lachen im Gesicht; „ich glaub das kannst vergessen, der Kopf ist schon da“ …hä wie jetzt. Er holte die beiden und ich hatte nur noch eine Wehe, bis mein Süßer da war, um 23:50 Uhr am 02.04.2002.
Die Ärztin hatte alles kontrolliert und was macht mein Sohn, er hob den Kopf , und das mit einem Alter von 1 MINUTE. Sie sagte das wird ein sehr aktives Kind werden…..(oh ja er ist es geworden)

Im Nachhinein war es für die erste Geburt schön, aber ich fühlte mich von dem Team alleine gelassen, sowohl im Kreissaal als auch auf der Station. Hätte ich meine Ausbildung zur Krankenschwester nicht gehabt, wäre ich sehr hilflos gewesen.


6 Jahre später:

Die Schwangerschaft mit meinem 2. Kind, war sehr viel anders, ich hatte Pickel, Sodbrennen und war nicht mehr belastungsfähig aber es verlief gut. Ich nahm mir auch diesmal eine Beleghebamme, die mich umsorgte.

Nun zum entschiedenen Tag:
Es waren wieder einmal 10 Tage vor ET, komisch was…
Ich hatte so gegen 10:00 Uhr ein Termin mit meiner Hebi Nicole, sie fragte mich wie ich mich fühle und ob das Baby ruhiger geworden ist. Ich sagte Ihr das mich dieses warten nervt und ja es ist etwas ruhiger als die letzten Tage.
Sie gab mir etwas pflanzliches zur Entspannung und weichmachung des Muttermundes (eine sehr kleine Dosis), eine nahm ich sofort und die andere sollte ich um 18:00 Uhr nehmen.
Nach dem Sie weg war, legte ich mich aufs Sofa und las noch hier Geburtsberichte.
Um 16:00 Uhr holte meine Mann unseren Sohn von der Schule und tankte noch (die Leuchte blinkte schon). Er sagte er habe ein komisches Gefühl, es ist WE und man weiß ja nie. So gegen halb Sechs, wollte mein Sohn zu McDonalds, ich hatte überhaupt keinen Hunger, aber alleine bleiben wollte ich auch nicht. Also fuhren wir dort hin, ich nahm meine zweite Dosis und zwängte mich dazu etwas zu essen (hatte den Tag über noch nichts)
Auf dem Weg nach Hause, hatte ich das Gefühl als bekäme ich meine Periode…. Ich lief schnell auf `s Klo und siehe da der Schleimpropf hatte sich komplett gelöst.
Ich rief meine Hebi an schilderte alles, sie sagte sie kann in einer Stunde da sein, wenn ich aber noch öffters auf die Toilette muß und viel Blut verliere dann solle ich mich melden.
Das war gegen 19:00 Uhr, ich weiß nicht warum, aber ich war nervös und bin in der einen Stunde noch mehrmals zur Toilette gegangen. Gegen 19:50 legte ich mich ins Bett, ich hatte leichte Unterleibsschmerzen (es waren natürlich Wehen, aber die kannte ich ja bis dahin noch nicht) und nahm eine Heizkissen….. wie blöd war das denn, ich regte ja somit den Blutfluss noch mehr an, aber es half mir immer bei dieser Pein.
Um 20:00 Uhr kam dann die Hebi, sie nahm mir sofort das Kissen weg (da hat es erstmal *bing* in meinem Kopf gemacht), hörte sich die Herztöne an und taste den Gebärmutterhals ab. Sie sagte ich solle mich fertig machen fürs KH, es sei Ihr zu viel Blut und sie möchte nicht das wir unterwegs anhalten müssen.
Also zog ich mich an und setzte mich ins Esszimmer, mein Mann rief eine gute Freundin an die auf unseren Sohn aufpassen sollte. Er war aufgeregt und gleichzeitig traurig das er nicht mitkommen konnte, aber Nicole erklärte Ihm alles ganz ruhig. Wir scherzten noch rum und als es klingelte und ich aufstehen wollte, platzte mir die Fruchtblase. Na super wieder umziehen (das 6x diesen Abend).
Nach kurzer Autofahrt und 5 aus zu haltender Wehen war ich im Kreissaal
-->20:30 Uhr.
Ich zog mich um und Nicole legte das CTG an, nach 10 min fragte Sie ob wir in den Kreissaal mit der Wanne wechseln möchten (oh bitte vielleicht klappt es diesmal). Die Ärztin nahm mir Blut ab und legte mir eine Infusion (NaCl und Buscopan+Novalgin) an. Ich bat meinen Mann mir zu helfen mich um zu ziehen und auf die Toilette zu begleiten.. ich hatte wieder diesen Druck auf dem Darmbereich.
Als ich wieder zurück war, fragte mich Nicole ob sie die Musik anmachen soll, aber es war mir alles egal…ich hatte Wehen :-) die ich wegatmen musste. Sie sagte ich möchte mich noch mal auf das Bett legen, das sie gucken kann wie weit der MM schon auf ist… 8 cm. Die Ärztin sagt dann könne sie schon mal das Labor machen, es würde ja noch dauern.
Ich dachte nur:“ denkste Puppe, nicht mit mir“, ich presste (hatte den Drang danach) einmal…der Kopf war da, dann kurz Luft holen, pressen und die Maus war da. -->21:06 Uhr am 06.11.2010
Die Ärztin kam rein und konnte es nicht glauben, bis sie den Wurm selber gesehen hat…. aber auch diesmal konnte ich den Genuss der Wanne nicht haben ;-)

Fazit: Ich habe soviel geplant und vorbereite, aber es kam dann doch anders.
Es ist einfach toll nicht zu wissen was es wird und eine Beleghebamme zu haben, man fühlt sich geborgen und sie kennt ja alles von Dir, das macht viel aus.

LG Jane mit Angelique

Beitrag von jessie78 26.01.11 - 13:17 Uhr

Wahsinn!;-) also planen kann man echt nichts das kenne ich....

Aber die erste Geburt das ist schon krass..der Kopf war echt da schon draussen ohne das Du gepresst hast!#schock

Alles #herzlich für Dich&Deine Familie Jessie & Younes 29.ssw

Beitrag von sarahwong 27.01.11 - 04:11 Uhr

WOW! Hoert sich nach zwei traumhaften Geburten ohne grosse Komplikationen an! :) *will-ich-auch*
Hattest du denn trotzdem einen Dammriss oder so?

Beitrag von janeengel 27.01.11 - 10:12 Uhr

Guten morgen,

bei der ersten gar nichts und bei der zweiten nur eine ganz leichte Schürfwunde, da die Maus das Händchen vor dem Gesicht hatte und mich mit Ihren Fingernägeln kratzte.

Ja solche Geburten wünsche ich jedem.

Liebe Grüße Jane