Gymnasium oder Realschule

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von bibbelina 26.01.11 - 13:25 Uhr

hallo,mein Sohn (10) bekommt nächste Woche Zeugnisse mit einer Empfehlung für das Gymnasium.Worüber ich sehr stolz bin ,da er eine LRS (Lese Rechtschreibschwäche ) hat und sein Ziel die 2 in Deutsch zu schaffen geschafft hat.
Jetzt habe ich gestern mit der Lehrerin gesprochen und sie entgegnete vor meinem Kind "das schafft er nicht " boa ich war platt.
Sie ist der Meinung das er es von den Noten her schafft und auch das Recht hat das Gymnasium zu besuchen es aber vom Tempo her nicht schaffen wird.
Jetzt ist alles wieder durcheinander mein Kind ist geknickt weil er gerne zumGym gehen möchte nun aber Angst hat es nicht zu packen aufgrund der Aussage der Lehrerin .Zudem hat er einen IQ von 129 und ich bin hin und hergerissen.
Kennt jemand solch eine Situation ?Wie habt ihr euch verhalten?Oder hat jemand einen Rat?

Beitrag von litalia 26.01.11 - 13:46 Uhr

hmm, das sie vor dem kind gesagt hat "das schafft er nicht" finde ich sehr unglücklich.

anderseits kann sie ihn ja vielleicht auch gut einschätzen. fällt es ihm denn eher schwer gute noten zu bekommen oder schafft er das locker? ;-)

wenn er jetzt sehr viel lernen muss um eine 1oder 2 zu schreiben (auch in anderen fächern) wäre ich auch etwas skeptisch. aber wenn er generell ein guter schüler ist und nicht viel lernen muss dann sieht das anders aus.

sollte das gymnasium für ihn doch zu schwer sein könnte er ja wieder runter auf die realschule oder?
von der realschule aufs gym hoch zu kommen ist sicher etwas schwieriger?

Beitrag von delfinchen 26.01.11 - 13:50 Uhr

hallo,

ist zwar ne ehrliche einschätzung der lehrkraft, aber vor deinem sohn hätte sie das nicht kundtun müssen ....
egal.
er hat die noten, also würde ich ihn auch auf gym schicken. vielleicht kann er sein arbeitstempo ja noch steigern. vielleicht könnt ihr zuhause ja auch ein wenig an der schnelligkeit arbeiten - bestimmte aufgaben mit einer stoppuhr bearbeiten usw.

sollte er es nicht schaffen, kann er ja auch auf die realschule gehen (allerdings sollte man damit dann nicht bis nachd er 7. klasse warten). lass ihn daher mit englisch anfangen, damit ein wechsel ggf. leicht möglich ist.
ihr solltet daran denken, dass ihr zu beginn des neues schuljahres am gy, seine lrs neu prüfen lasst (- zumindest in bayern muss das beim wechsel auf eine weiterführende schule gemacht werden), nicht, dass sein nachteilsausgleich sang- und klanglos unter den tisch fällt. zum ausgleich gehört ja schließlich auch der zeitzuschlag, den dein sohn brauchen kann, wenn er wirklich probleme mit dem arbeitstempo hat, wie seine gs-lehrerin meint.

der iq-wert würde auch für das gym sprechen, aber dieser wert ist nicht alles und im laufe der schuljahre werden motivation und arbeitsverhalten wichtiger als der iq-wert.

lasst ihn das gym probieren, sonst ist er gleich zu beginn des neues schuljahres an der rs gefrustet, weil er sicher das gefühl hat, versagt zu haben ehe er es überhaupt beweisen durfte, dass er es schaffen kann.

lg und alles gute,
delfinchen



Beitrag von schnecki82 26.01.11 - 13:53 Uhr

Hallo!

Das finde ich aber absolut demotivierend von der Lehrerin !

Er hat die Noten geschafft. Was glaubst Du denn? Kriegt er das Deiner Meinung nach hin?

Gymnasien haben eine Probezeit von einem halben Jahr. Ich würde ihn trotzdem dort anmelden (ist ja schließlich auch sein Wunsch), ihn bestärken, aber auch deutlich machen, wenn es ihm zu schwierig ist oder er überfordert ist, er jederzeit die Möglichkeit hat, auf die Realschule zu wechseln.

Runterstufen geht eigentlich immer, nur hochstufen ist nicht so leicht.

LG Sabine

Beitrag von manavgat 26.01.11 - 14:24 Uhr

Einfach ignorieren.

Mit dem IQ und den Noten wird er es schaffen, wenn er es will.

Gruß

Manavgat

Beitrag von angstmama 26.01.11 - 15:59 Uhr

Ich hab damals auch nur die Empfehlung fürs Gymnasium bekommen, weil wir echt gebettelt haben und meine Lehrerin ne nette war :-). Ich hab es bis zur zehn dort "geschafft". War nie gut...aber wenn man dann wechselt ist man als schlechter Gymnasiast den anderen noch um Welten voraus :-). Und hat dann woanders nen guten Abschluss oder z.b. Wenn man zur gesamtschule wechselt die möglichkeit auf ein gutes abi

Beitrag von kleinezitrone 26.01.11 - 16:51 Uhr

Hallo,

das kenn ich aus meiner eigenen Schulzeit! Meine Grundschullehrerin hat meiner Mutter damals auch gesagt, dass ich zu langsam für s Gymnasium bin - hatte aber die Noten dazu.
Ich wollte unbedingt, also bin ich gegangen, weil meine Mutter sich ja auch gefreut hat, das ich die Noten hatte ;-)

Im nachhinein bin ich sehr froh, weil ich doch eher eine faule Schülerin war ;-P Ich hatte damals noch mit Latein angefangen und einfach nicht gepeilt, dass ich das lernen muss - alle anderen Fächer waren mittelmäßig ohne großes Lernen.
Naja, bin schlussendlich (damals noch 4 stufige Realschule) von der 6. zur 7. Klasse auf die Realschule und hatte da dann leichtes Spiel! Ich bin mir aber sicher, wenn ich auf der Hauptschule geblieben währe, dass ich den Sprung auf die Realschule nicht geschafft hätte wegen meiner Faulheit!

Auch wenn ich damals faul war (oder langsam) hab ich trotzdem meinen Traumberuf erlernt :-P

PS: Meine Mitschüler in der Realschule, die alle von der Hauptschule kamen taten sich anfangs sehr schwer mit dem Tempo - ich wars schon gewohnt (jede Stunde anderer Lehrer, Abfragen, Exen, etc.)

Beitrag von lalelu74 26.01.11 - 17:37 Uhr

Hallo,
wir stehen zur Zeit vor der selben Entscheidung. Unser Sohn hat die Noten für das Gymnasium, hat aber große Probleme mit der Rechtschreibung und daher in Deutsch eine 3. Ansonsten bringt er es auf einen Schnitt von 2,0 und das ohne großes Lernen.
Er wollte eigentlich auch aufs Gymnasium, steht aber mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß.

Ich habe aber wegen der Rechtschreibung große Bedenken, da am Gymnasium ja such gleich 2 Fremdsprachen gelernt werden müssen. Wir haben uns jetzt entschieden, ihn an der Realschule anzumelden und wenn er dann mit 16 die Schule weitermachen will, kann er auch auf der FOS das fachgebundene Abitur machen und dann sogar in dem Bereich z.B. mathematisch/naturwissenschalftlich an der Uni studieren.
Er hat dann zwar 3 Jahre FOS, aber ich denke dieser Weg ist der stressfreiere. Klar muss er auch Englisch lernen, aber ich glaube 1 Fremdsprache ist noch machbar.

LG lalelu74


Beitrag von tinamaria32 26.01.11 - 18:20 Uhr

Hallo,

also, unsere Tochter hatte auch eine Gymnasium Empfehlung sie hatte in den 2,00 in den 3 Hauptfächern.
Jetzt geht seit September 2010 auf das Gymnasium (Bayern),
und ich muss sagen es ist kein Zucker schlecken.

Es wird viel gefordert, jeden Tag Englisch Vokabeln lernen.
Immer auf den nächsten Tag vorbereiten.
Denn es kommen immer Exen (Stehgreifaufgaben ) dran.
Schulaufgaben werden noch angesagt.
Aber da heisst es nicht nur das Blatt lernen , sondern auch im Buch .
Nächstes Jahr kommt dann noch die 2 Fremdsprache dazu.(Franzö.)
Latein wollte sie nicht.
Wir haben uns es leichter vorgestellt.

Ich würde ihn anmelden und schauen wie es läuft.
Wenn du siehst nach einen halben Jahr es läuft nicht, er tut sich schwer und die Noten sinken , würde ich ein Gespräch mit den Lehrern (Gym.) machen.

lg Tina-Maria





Beitrag von kathrincat 29.01.11 - 16:56 Uhr

er hat die noten also gym.