Pflichtteil einfordern / Erfahrungen Anwalt Kosten

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Beitrag von radiocontrolled 26.01.11 - 17:53 Uhr

Hallo,

ich überlege meinen Pflichtteil einzufordern habe allerdings Angst vor einem endlosen Anwaltskrieg an dessen Ende ich ohne Gewinn dastehe bzw. drauf gelegt habe.

Hat jemand von Euch einmal Erfahrungen mit solch einer Sache gemacht und kann mir von den ungefähren Kosten berichten ?

Danke

RC

Beitrag von tweety12_de 26.01.11 - 18:55 Uhr

hi,
bei was von wem wlechen pflichtteil meinst du ??#kratz

Beitrag von tritratrullalala 26.01.11 - 18:58 Uhr

Hallo,
ich habe so etwas zwar noch nicht gemacht, aber wird das nicht nach dem Streitwert berechnet?

Lg,
Trulli

Beitrag von radiocontrolled 27.01.11 - 06:54 Uhr

Hej, ist der strengerer das gesamte erbe oder nur meine 25 %?

Beitrag von tritratrullalala 27.01.11 - 16:32 Uhr

Sorry, das kann ich leider nicht sagen.

Beitrag von gh1954 26.01.11 - 18:58 Uhr

Wenn du einen Erbfall meinst: Dazu brauchst du keinen Anwalt, es sei denn, der Haupterbe stellt sich quer.

Beitrag von radiocontrolled 27.01.11 - 06:57 Uhr

HeJ, der Haupterbe stellt sich so vermutlich bei 200000 quer die verschollen sind. Darum ja auch meine frage nach den kosten bzw Erfahrungen.

Beitrag von urbani 26.01.11 - 20:41 Uhr

Hallo,

wir haben mal einen Pflichtteil vom Erbe eingefordert. Dazu sind wir jedoch lediglich zum Beratungsgespräch zu einem Anwalt gegangen. Dies hat dann unsere Rechtschutzversicherung bezahlt. Wir haben dann so versucht, vom Alleinerben den Pflichtteil einzufordern. Da wir nicht auf einen langen Streit auswaren, haben wir uns nach einigem Hin und Her auf einen Betrag geeinigt, der eigentlich viel niedriger war. Mit Anwalt hätte man wahrscheinlich viel mehr rausholen können, aber auch wir scheuten die Kosten.

urbani

Beitrag von radiocontrolled 27.01.11 - 06:58 Uhr

Kannst du mir etwas über eure kosten erzählen bzw was die Argumentationen waren es nicht zu tun?

Beitrag von urbani 27.01.11 - 21:30 Uhr

Hallo,

das Beratungsgespräch beim Rechtsanwalt hat meine Rechtsschutzversicherung übernommen. Wir hatten dann ja die Informationen, die wir bräuchten. Die Alleinerbin hat dann immer nur Teile des Erbes offengelegt und auch Immobilienwerte etc. sehr niedrig angesetzt. Da ich von verschiedenen Konten wusste, habe ich sie damit konfrontiert und dann wurde das auch mitaufgenommen. Aber ich bin sehr sicher, dass noch sehr viel mehr Vermögen vorhanden war, haben uns letztendlich aber dann doch entschlossen, nicht gerichtlich gegen sie vorzugehen. Heute bereue ich das, aber damals bauten wir gerade und dachten, wir nehmen lieber etwas, als wenn wir jahrelang hätten kämpfen müssen.

Die Haupterbin ist allerdings sehr gut dabei weggekommen, denn sie hat nicht nur uns, sondern auch zwei Geschwistern gleich wenig Pflichtteil ausgezahlt!

urbani

Beitrag von parzifal 27.01.11 - 10:47 Uhr

Wie bereits geschreiben hängt das vom Gegenstanswert ab. Je höher der Pflichteil desto höher die Kosten.

Steht denn der Umfang des Erbes fest?

Wenn nicht solltest Du zunächst den Erben um eine Aufstrellung des Vermögens auffordern.

Wenn berechtigte Zweifel an der erhaltenen Aufstellung bestehen, dann kann man verlangen, dass eine eidesstattliche Versicherung durch den Erben diesbezüglich abgegeben wird.

Wenn die Summe unstreitig ist braucht man den Erben nur zur Zahlung auffordern.

Der Pflichtteilsanspruch verjährt in drei Jahren.

Beitrag von radiocontrolled 27.01.11 - 11:39 Uhr

Naja zugegeben wurden 100000. Ich gehe von weiteren 200000 aus die mit reinkommen könnten wenn der Anwalt alle morglichkeiten nutzt. Pflichtteil wäre dann zwischen 25000 und 75000. Ich rechne mit sehr sehr harten bandagen

Beitrag von parzifal 28.01.11 - 08:25 Uhr

Wie vorgeschlagen sollte ein schriftliches Vermögensverzeichnis verlangt werden. Wenn es Anhaltspunkte für eine falsche Vermögensaufstellung gibt sollte verlangt werden, dass dieses eidesstattlich versichert wird (unter Fristsetzung).

Beitrag von squadstein 08.03.12 - 15:48 Uhr

Der Thread ist ja nun leider schon etwas älter. Was mich hier aber wirklich stört, ist das fehlerhafte Ergebnis. In der Regel muss der Erbe die Anwaltskosten des Pflichtteilsberechtigten bezahlen, wenn er in Verzug ist. Also sollte wer auch immer das hier als nächstes liest, den Erben in Verzug setzen und schauen, wie er reagiert. Ein gutes Muster findet sich zum Beispiel hier: http://www.rechtsanwalt-eilenburg.de/erbrecht/pflichtteilsanspruch.php