Wieder arbeiten, aber wie... ???!!!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von claudichma 26.01.11 - 17:54 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin mit dem 2. Kind in Elternzeit, diese endet Ende diesen Jahres, dann ist mein Sohn 6 und meine Tochter 3 1/2, der Große kommt im Sommer 2012 dann in die Schule.

Nun mache ich mir Gedanken um den beruflichen Wiedereinstieg nach 6 Jahren Elternzeit, und dabei kriege ich in den Diskussionen mit meinem Mann echt langsam die Krise! Er ist im mittleren Management eines Finanzdienstleisters tätig, hat ein sehr gutes Gehalt aber muss allerdings auch viel/lange arbeiten dafür (normalerweise ist er morgens vor 8 Uhr aus dem Haus und abends gegen 19 Uhr wieder Zuhause, kann aber auch abends noch länger werden).

Er ist in seinem Job absolut unflexibel, sodass man z.B. nicht fest planen kann, dass er an Tagen, wo ich dann wieder arbeite, morgens die Kinder in Kindergarten und Schule bringt, oder dass er im Krankheitsfall oder den Ferien dann Zuhause bleibt, das bliebe neben dem Halbtagsjob weiter alles an mir hängen, denn Großeltern oder andere Verwandte haben wir auch nicht vor Ort. Die Kinder können in Kindergarten und Schule bis 14 Uhr betreut werden und so wäre es AN SICH kein Problem, nur wenn ich bedenke, egal ob Ferien, ein Kind wird krank und und und, dass dann ich da immer mir freinehmen muss, weiß ich jetzt schon, das geht doch eh nicht gut, welcher Arbeitgeber macht das denn mit? Zumal mein Arbeitgeber auch Reisebereitschaft erwartet zu Schulungen (über Nacht) - wie soll das gehen,wenn der Mann einem die Kinder dann nicht abnehmen kann?

Wenn ich meinen Mann frage, wie ich das denn dann schaffen soll, ohne auf ihn oder sonst jemanden als Betreuung setzen zu können, kriege ich nur dumme Kommentare von ihm wie "wie schaffen das denn andere Frauen, die arbeiten gehen"? Tja, und deshalb gebe ich die Frage hier mal an Euch weiter: Wie schafft man das, ohne die Kinder in die Ganztags-Betreuung zu geben (was wir beide definitiv nicht machen möchten)? Auf Eure Antworten bin ich echt gespannt. :-)

Liebe Grüße

Claudia mit Ben (5) und Liv (2)

Beitrag von sillysilly 26.01.11 - 18:00 Uhr

Hallo

wir sind auch gerade am überlege -

bei uns hängt viel davon ab ob ich einen Hortplatz ab September bekommen wenn meine Tochter in die Schule geht.
und das ist hier wie Lottospielen. Vor allem weil ich im September noch in der Elternzeit bin.

Bin mit meinem dritten Kind noch in Elternzeit und hätte vor ab Januar 2012 wieder arbeiten zu gehen.
ABER ich bräuchte ja den Hortplatz schon vorher damit ich in Verhandlungen mit meinem Arbeitgeber treten kann.
ABER auf den Platz habe ich schlechte Chancen weil ich noch nicht arbeiten gehe.

Ich würde gerne 20 bis 24 Stunden arbeiten gehen - erstmals
da mein Sohn dann noch keine 3 ist würde ich gerne erstmal weniger arbeiten

Und
ich muß mir auch ausrechnen ob es sich überhaupt lohnen würde - denn bei 3 Kindern komme ich auf so 500 bis 600 Euro Betreuungskosten, da bleibt wahrscheinlich kaum was übrig ,......

Ich habe keinerlei Hilfe von Familie oder so in der Betreuung .... mein Mann könnte mal zu Hause bleiben aber auch nicht gut, so wie ich
würde zur Not mal gehen ....


Grüße Silly

Beitrag von claudichma 26.01.11 - 18:09 Uhr

Hallo Silly,

Na dann haben wir ja dasselbe Problem, bei uns kommt das mit den Kosten und dem "Lohnt sich das überhaupt" nämlich auch noch dazu.

Leider habe ich bei meinem Mann den Eindruck, wenn ich mit all diesen Bedenken komme, er meint, ich bin bloß zu faul wieder arbeiten zu gehen, dabei würde ich echt 3 Kreuze machen, wenn ich auch mal wieder ein paar Stunden täglich unter Erwachsenen verbringen könnte, ohne dabei das Wort "Mama" zu hören. ;-) Nur wenn ich weiß, dass ich null Unterstützung habe und dann zusehen kann, wie und wo ich die Kids untergebracht bekomme, wenn was ist, dann graut mir echt davor, mich darauf einzulassen. Für meinen Mann wäre ich eh nur "Arbeiterin 2. Klasse", die ihren lächerlichen Peanuts-Job noch irgendwie dazwischen schieben soll, aber dass es natürlich nicht sein kann, dass der Herr von und zu Manager zu Hause die Kinder hütet, damit "Mutti" zu ihrem "Lullijob" fahren kann. #augen

LG
Claudia

Beitrag von sillysilly 26.01.11 - 18:21 Uhr

Hallo

unser Problem ist wir "brauchen" das Geld eigentlich wirklich -
aber ehrlich gesagt, wenn ich 20 bis 24 Std. arbeiten gehe, und mir dann 200 Euro auf die Hand übrig bleiben - ist es mir den Streß, den Druck und den Aufwand nicht wert.

Mein Arbeitgeber würde mir bei vielem entgegen kommen, trotzdem ist es nicht einfach.
Erstmal eben der Hortplatz - davon hängen jetzt jeglichen weitern Überlegungen ab

dann eben 20 Std. arbeiten für 200 euro auf die Hand - boah das ist es echt nicht Wert .
Drei Kinder fertig machen, vielleicht noch 3 unterschiedliche Anlaufspunkte morgens ..... dann abholen, ja auch nicht alle um dieselbe Uhrzeit, Ort ....
und dann eben wenn einer krank ist ect.

So würde ich schon auch gerne wieder arbeiten, aber ob es sich "lohn" vom Geld und Streßfaktor her ist sehr fraglich

Vielleicht wäre ein 400 Euro Job viel lohnender, aber das gibt es in meinem Bereich kaum

Grüße Silly

Beitrag von ichclaudia 26.01.11 - 18:20 Uhr

Hallo,

zunächst hatten wir einen Halbtags-Kindergartenplatz. Ich hab vormittags gearbeitet und mein Mann voll, wir haben uns allerdings bereits zu dem Zeitpunkt die Kinder-Krank-Tage 50:50 geteilt ! Allerdings musste ich dann immer häufiger Überstunden machen und hab es nicht geschafft unseren Sohn abzuholen, der dann ein paar Mal vor dem Kindergarten darauf gewartet hat, abgeholt zu werden #schwitz, so dass wir jetzt einen Ganztagsplatz (der geht bei uns nur bis 15.30 Uhr) haben. Jetzt klappt es ohne Probleme, aber auch nur MIT der Unterstützung von meinem Mann, der morgens unseren Sohn in den Kindergarten bringt, damit ich bereits zur Arbeit fahren kann...

Ohne Unterstützung geht es kaum. Eigentlich wechseln sich bei uns im Kindergarten sämtliche Eltern ab, einer bringt morgens die Kinder und der andere holt nachmittags ab...

LG

Beitrag von reini77 26.01.11 - 18:45 Uhr

Hallo,

erstmal was spricht gegen eine Ganztagsbetreuung? Zum Zweiten: andere Frauen haben Männer (im besten Fall der Vater der gemeinsamen Kinder) die sie unterstützen.

Wir arbeiten beide, hab das Glück das mein Freund Lehrer ist. Somit sind Ferien kein Problem. Wir wechseln uns natürlich ab, was Sachen wie zum Kiga bringen oder abholen oder Krankheitsbetreuung betrifft. Sonst würde es nicht funktionieren.

Wenn das bei Deinem Mann nicht geht (was ich schon merkwürdig finde, das er das alles dir überlässt), braucht Ihr wohl ne Tagesmutter zusätzlich zum Kiga oder Du bleibst zuhause.

Grüße Ulrike

Beitrag von keks_3 26.01.11 - 18:52 Uhr

Liebe Claudia,

wir haben ein Au-Pair Mädchen.Das klappt super gut,vielleicht wäre das eine Alternative für Euch.;-)


LG,Silke#winke mit Lennard(5 Jahre)

Beitrag von loonis 26.01.11 - 19:15 Uhr




Es funktioniert halt bei den meisten nur mit einer
Ganztagsbetreuung...
Bei uns ist es auch nicht anders ...
Ich bin auch recht schnell immer wieder arbeiten gegangen...Luca ging
mit 20 Mon. in d.Krippe,Malea mit 11 Monaten...

Ich habe ledigl.meine AZ auf 30h /Wo nach dem 1.Kind reduziert...

Der Große gehe nun in d. 2.Klasse (bis 13 Uhr) ,anschl. bis 16 Uhr
in d.Hort (ausser freitags ,da kommt Luca direkt nach d.Schule
heim) u. d. Kleine geht 8-16 Uhr in d.KiTa ...
Wir haben eine supertolle Betreuung im KiGa ,wir sind wirkl.
begeistert u. ich kann nichts neg. über d. Ganztagsbetreuung
sagen...

Mein Mann arbeitet voll in 3 Schichten ,ich nur nachts ...
beide arbeiten wir abwechselnd WE u. Feiertage ,Unterstützung
haben wir keine ,da d. Verwandtschaft 300 km weit weg wohnt...
wir haben eine nette Babysitterin ,wenn sich unsere Schichten mal
überschneiden...

Weg. Krankheit der Kids mussten wir uns zum Glück noch nie krank schreiben lassen ,da mein Mann Spätschicht arbeitet,wenn ich Nachtschicht habe ,so stehe ich dann eben nach 4,5h Schlaf u. kümmere mich weiter um das kranke Kind,wenn mein Mann dann zur Arbeit fährt ...2-3 Tage kann man das mal machen,es schlaucht natürl. ,aber
es geht ...

Tja ,die Kids sind gerade im 1.KiTa-Jahr häufig krank,das ist leider so...
da muss man u. der AG durch ,irgendwie ....

Aber mein Mann u. ich teilen uns halt alles auf ,anders würde es gar nicht funktionieren...

LG Kerstin

Beitrag von schnuckimama 26.01.11 - 19:15 Uhr

Hallo,

meine Kinder sind gleichalt wie Deine und ich war fünf Jahre in Elternzeit. Hab mich dann letztes Jahr woanders beworben-weil mein AG keine passende Teilzeitstelle hatte. Hab jetzt -zum Glück- eine Stelle von 9 bis 13 Uhr. Somit ist das Bringen und Holen in Ordnung, obwohl es stressiger ist , weil ich einen langen Weg habe.

Ich habe Glück, wenn die Kinder krank sind, springt die Oma ein oder mein Mann, da ich ja noch Probezeit habe. Ansonsten regel ich das mit sozialem Netzwerk: Nachbarn und Freunde. Wir teilen uns die Schliesstage. Oder holen die Kinder gegenseitig ab.

OHNE meinen Mann würde ich das nicht hinbekommen. Ich muss nämlich auch schonmal auf eine Sitzung nachmittags. Dann holt er oder meine Mutter (die arbeitet auch) die Kinder ab.

LG

Schnuckimama

Beitrag von jenny133 26.01.11 - 19:24 Uhr

Hallo Claudia

GAR NICHT!
Und meine Antwort kannst du gerne mal deinem Mann zeigen! Er ist auch Erzeuger und Vater und trägt ebenfalls 50 % Verantwortung für die Kinder! Entweder du müsstest dich beruflich doch anders orientieren (wobei ich verstehen würde, das es für dich nicht gerade befriedigend ist?!) und erstmal einen Minijob machen, der sich besser mit den Betreuungszeiten vereinbahren lässt. Oder ihr sucht euch doch eine weitere Betreuungsmöglichkeit.

Wünsch dir alles gute!

LG
Melanie

Beitrag von jule2801 26.01.11 - 19:32 Uhr

Hallo,

mein Mann arbeitet beim Fährunternehmen und ist immer eine Woche zu Hause und dann eine Woche auf dem Schiff (also gar nicht da). Ich bin jetzt seit 1 1/2 Jahren zu Hause aber vorher hat es auch in den Wochen wo er weg war eigentlich ziemlich gut geklappt. Die Kinder waren bis mittags im Kindergarten und da habe ich sie dann abgeholt und bin mit ihnen nach Hause gefahren. Klar war auch mal ein Kind krank - aber das ist dann so, und dann habe ich mir frei genommen. Die Ferien werden wir uns aufteilen - einen Teil der Zeit nehme ich frei, einen Teil er und irgendwo sollte es sich auch mal überschneiden.

Allerdings habe ich meinem Mann immer ganz klar gesagt, wenn ich auf Fortbildung fahre MUSS er zu Hause sein. Ich habe das dann so frühzeitig wie möglich 'angemeldet' bei ihm und dann hatte er Zeit seinen Urlaub für den Zeitraum einzureichen.

Es ist auf jeden Fall zu schaffen, aber ein ganz wenig Kooperationsbereitschaft vom Partner gehört schon dazu!

lg Jule!

Beitrag von sonne0410 26.01.11 - 19:46 Uhr

Hallo Claudia,

leider kann ich Dir auch nicht helfen, da ich in der gleichen Situation bin. Nur das mein Mann einen Beruf hat, wo ich von vornherein einplanen muss alles allein organisiert zu bekommen. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber (bin auch seit fast 6 Jahren in Elternzeit) werde ich nicht mehr arbeiten können, da wir zwischenzeitlich umgezogen sind. D.h. ich darf mir auch noch eine neue Stelle suchen. Bin schon gespannt, ob es auch Arbeitgeber gibt, die nicht nur zeitliche Flexibilität fordern.

Alles Gute für Dich.

Susan mit Emily (5) und Marie (2)

Beitrag von die_schnute 26.01.11 - 20:56 Uhr

Hallo,

ich habe nur ein Kind,5, und das ist seit sie 2 ist in der Ganztagesbetreuung (immerhin auch 330€)
Außer Mittwochs, da habe ich seit diesem Jahr den Nachmittag Kindfrei.
Also nur für Mausi und mich, von meiner Vorgesetzten initiiert.
Da fällt ne Menge ab und die Woche ist für uns beide nicht mehr ganz so lang.

Mein Freund ist jetzt im Winter von 8- 18Uhr im Büro.
Wenn im Frühjahr Messen, Kongresse etc wieder losgehen gehts bis September wieder rund. Da ist er etwa 10Werktage (plus meist noch Wochenende) nicht da. Ich bin dann allein mit 35h Arbeit, 2 Hunden, Kind und Haushalt. Wobei ich das als wesentlich entspannter empfinde, warum auch immer. Omas etc haben wir in unserer Nähe keine, die wohnen 400km weg.

Was ich allerdings absolut dreist von deinem Mann finde:

Du ziehst seine 2 Kinder groß, kümmerst dich ums Essen, Einkaufen, Putzen, Wäsche, Haushalt und versuchst wieder ins Berufsleben einzusteigen und er meint, ihm ist wurst wie Du das anstellst?
Es war ihm doch auch nicht wurst wie ER zu seinen Kindern gekommen ist.
Du seist faul und bequem und dein Einkommen ein Peanuts-Job?

Verhält sich jemand so, der einem geschworen hat, einen ein Leben lang zu lieben, achten und ehren? Der Vater der Kinder, die du rausgepresst hast, wegen derer Du 9 Monate unter Hochdruck standest und die in der Hauptsache du zu jungen, verantwortsungsbewußten und selbständigen Erwachsenen erziehst ?
Es sind auch seine Kinder, seine Verantwortung.

Meiner hat auch relativ wenig mit der Betreuung zu tun, aber wenn ich frage ob ein Brückentag drin ist bei ihm, damit ich da arbeiten kann, die Kleine krank ist oder ich mal Spätdienst machen kann, dann dreht er sich.
Ich verlang es halt nicht oft, aber er ist da (wenn er nicht gerade auf Geschäftsreise ist) und er genießt das auch, auch das Gebrauchtwerden.
Und das ist auch sein Job- als Vater und als Mann!

Andererseits:
Ohne Unterstützung - vor allem seinerseits- wirst du eben nicht arbeiten können und er muss dann noch weiter Alleinernährer sein, wenn er sich SOOOO wichtig im Berufsleben hält und sich für weniger wichtig im Privatleben und dementsprechend auch nicht einbringt.

ODER:
du weichst auf die Ganztagsbetreuung aus, nutzt sie nur so, wie es sein muss und machst ihm klar, dass das Geld gespart werden könnte, mit ein bisschen Zutun seinerseits.
Auf die Lohnsteuerklasse 5 würde ich allerdings dann der Peanuts zuliebe verzichten :-p#schein (so ihr denn, wie wir, getrennte Konten habt ;-))