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Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von urbinka.de 26.01.11 - 18:12 Uhr

also, ich habe gestern ein film geschaut, Schwester der Königin.
da hat die königin eine fg gehabt, sie konnte sogar schon erkennen, dass es ein junge war. dann war sie sofort bereit schnell schwanger zu werden, wegen der thronfolge usw.
habe mir heute den ganzen tag darüber gedanken gemacht.
um was es mir geht, wie war es damals? glaube ich nicht, dass die frauen eine AS bekommen haben. besonders die armen leute konnten sich doch kein arzt leisten. mich interessiert es, wie es so war. kennt jemand solche schlimmen geschichten von früher, z.B. von oma?

Beitrag von singa07 26.01.11 - 18:35 Uhr

Naja... also erstmal waren FGs damals genauso häufig wie heute.
Und du darfst nicht vergessen: auch heute gehen viele FG normal ab; nicht alle brauchen eine AS.

Es ist ja auch so, dass selbst nach einer AS das Gewebe, was dann noch übrig ist, mit der nächsten mens abgehen - so war das schon immer.

Kehrseitig darfst du nicht vergessen, dass damals viele Frauen im Kindbett oder nach einer FG gestorben sind - wenn Reste drin blieben, sich die GB entzündet hat etc.

Die Schwester meiner Oma (Jahrgang 1920) hatte drei FGs - das eine hat sie bei der Feldarbeit verloren. Sie ist dann nach Hause, hat irgendeinen blutreinigenden Tee von der Hebamme bekommen und die Hebamme hat die GB massiert (Methergintropfen gab es da noch nicht...), damit sie sich zusammenzieht und die Tante nicht zu sehr blutete.

In einer Zeit, in der die Frauen viel öfter schwanger waren und viel mehr Kinder bekamen, war eine gewissen FG-Rate und auch eine wesentlich höhere Kinder- und Wöchnerinnensterblichkeit einfach "normal".

LG
Singa

Beitrag von lieke 26.01.11 - 19:16 Uhr

Hallo,

was für Geschichten meinst du denn jetzt?

Ich weiss, dass früher Frauen mit stillen Geburten ihre Kinder gar nicht zu sehen bekamen. Ich kenne eine Geschichte, da wurde während der Geburt sogar ein Tuch gespannt und das Baby wurde gleich weggebracht, es war im 9.Monat geboren, aber es war tot. Man glaubete, dass es besser sei, zu tun, als würde es nicht existieren. Dieses "früher" ist noch gar nicht so lange her.

Zu den Ausschabungen: wenn du da richtig früher meinst, also so 100 Jahre her glaube ich dass viele Frauen ihre FGen gar nicht bemerkt haben. Woher sollte man auch wissen dass man ss ist und wie weit. Da bekam man seine "Mens" mal später und etwas heftiger und gut ist. Bis zur heutigen 8.SSW war das ja problemlos möglich.

Spätere FGen MÜSSEN ja auch nicht ausgeschabt werden. Wegen des medizinischen Standards und der Neugierde der Frau kommt man einfach sehr schnell dahinter, wenn sich eine SS nicht gut entwickelt. Dann kann man ausschaben lassen oder abwarten. Aber wenn es nicht durch eine Blutung abgeht ist ja zunächst kein Unterschied spürbar. Wenn man es möchte kann warten, gefährlich ist das bis auf wenige Ausnahmen nicht.

LG

Beitrag von kyra01.01 26.01.11 - 22:28 Uhr

meiner schwiegeroma erzählt das sehr oft!!!!sie hatte vor meinem sv und seinen kleinen geschwistern 7 fg bei ihr ist jedes mal ein arzt gekommen und hat eine as gemacht alledings nicht unter den hygienischen bedingungen wie heute!!!sie wird jetzt 90 jahre alt und so wie ich das verstanden hab war sie krankenversichert sie war bei der stadt beschäftigt entweder ich vertue mich oder es gab da auch schon krankenkassen oder es liegt daran das sie bei der stadt angestellt war!!!!
lg