Ich weiß nicht was ich machen soll....

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von japolo 26.01.11 - 20:43 Uhr

Hallo zusammen,
ich weiß seit Montag das ich wieder schwanger bin. Dieses Schwangerschaft ist ungeplant. Wir haben schon 2 wundervolle Kinder (7 u. 1). Mein Mann ist alleinverdiener und wir wohnen jetzt schon nur in einer 3 Zi Whg mit 4 Erw. und 2 Hunden ( Jack Russel). Ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Ich bin am überlegen ob ich einen Abbruch vornehme oder nicht. In meinem Umfeld höre ich viel von anderen wenn sie in unserer Situation wären würden sie abbrechen usw. Es gibt quasi nur eine Person die sagt wir schaffen das. Finanziell würde das alles mehr oder weniger hinhauen. Und in spätestens 4 Jahren könnt ich ja auch wieder arbeiten. Somit bliebe nur noch das Platzproblem denn die 4 Zi Whg sind hier arg teuer. Mein Mann möchte eigentlich kein 3. Kind weil er nicht weiß ob er das nervlich und finanziell vom Druck her schafft aber er sagt auch wenn ich dieses Abbruch nicht schaffe steht er 100% zu uns denn es ist ja auch ein Teil von ihm. Ich habe einfach auf der einen Seite Angst vor der Zukunft, ob das finanziell klappt, was die Leute sagen...meist wird man ja als Asozial betiltelt und und und....dann habe ich noch Angst davor das ich es einfach nicht verkrafte wenn ich einen Abbruch vornehmen lasse....Mein Kopf ist einfach nur noch leer und ich bin echt fertig..ich schlafe kaum noch und meine Gedanken kreisen nur noch darum was ich jetzt machen soll.....Ich weiß es einfach nicht....Habt ihr vll einen Rat für mich`?

Lg

Beitrag von ratlos79 26.01.11 - 20:56 Uhr

Wirklich raten kann ich dir leider nichts, nur mitfühlen, denn ich glaube, in derselben Situation zu sein, hab grad ellenlang gepostet... Hab ebenfalls zwei Kinder und ein 3. war nicht geplant, mein Mann wollte NIE ein drittes. Ich habe einfach Angst davor, was wird, wenn ich wirklich ss bin, keine Ahnung... Irgendwie schaffen wird man es, wir müssten aber auch umziehen, nicht nur, weil ich mir nicht vorstellen kann, meinen Kindern zwangsweise eine Zimmerteilung zuzumuten (da ist doch Eifersucht vorprogrammiert), sondern auch, weil schlicht der Platz fehlt, da passt in kein Zimmer ein 2. Bett rein.
Ich könnte nicht mehr richtig arbeiten und wie das finanziell wird, weiß ich einfach nicht.
Ich glaube aber auch, dass man es definitv schaffen kann, auch wenn der Unterschied zwischen 2 und 3 Kindern einfach gigantisch erscheint, allein bei so vielen Dingen wie Auto, Fahrrad fahren etc. Zwei Kinder nehm ich an die Hand, aber drei?
Und dennoch sehe ich nicht den Punkt asozial, auch wenn mir klar ist, dass eine SS vermeidbar ist. ;-) Ich befürchte nur, eine Alternative zum bekommen sehe ich nicht, weil ich nicht weiß, ob ich eine Abtreibung durchstehen könnte.

Ich drück dich und hoffe, du findest deinen Weg. Denn die Entscheidung liegt ja allein bei uns, was ein Segen und ein Fluch zugleich sein kann...

Beitrag von charlotte24435 27.01.11 - 07:43 Uhr

Guten Morgen "japolo"
Alles zuers: Was die Leute sagen sollte Euch völlig, aber auch völlig egal sein.
Du schreibst aber, irgendwie wäre es machbar. Hast Dir auch sonst schon viele Gedanken darüber gemacht wie es mit dem Krümel ginge.
Weißt Du, Ihr jungen Leute sagt immer wenn die Älteren von früher sprechen: Ja, da war eben alles anders.
Ja, war es! Aber ich hatte noch zwei Geschwister, eine Schwester und eine Bruder. Bis meine Schwester mit 21 heiratete schliefen wir alle drei in einem Zimmer. Und ich sage Dir, daran denke ich heute noch mit viel Freude.
Es ginge auch heute noch dass zwei in einem Zimmer schlafen.
Für einen Abbruch muss Du mit vollem Herzen dahinter stehen sonst wirst Du nicht fertig damit.
Ich wünsche Dir, dass Du eine, für Euch richtige, Entscheidung findest.
Lb.G. Charlotte

Beitrag von salida-del-sol 27.01.11 - 20:27 Uhr

Hallo, liebe Japolo,
es kann nicht darum gehen, was Du tun sollst, sondern darum, dass Du eine Entscheidung treffen kannst, auf die Du in vielen Jahren stolz sein kannst.
Es geht nicht darum, was Dein Umfeld sagt. Denn Du bist die Mutter, und das Kind wächst in Dir heran.
Ich persönlich halte Deine Angst einen Abbruch vornehmen zu lassen, für berechtigt.
Denn es kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die Dich über Jahre hinweg körperlich und psychisch belastet. Es ist ein gutes Fundament, dass Dein Mann an dieser Stelle die nötige Verantwortung übernimmt. Denn zu 2. lassen sich manche Probleme leichter lösen als alleine.
Die Leute die es wagen sollten, Dich als assozial zu bezeichnen, vergessen dass dieses Kind später ihnen ihre Rente finanziert. Wenn Dir jemand schräg kommt, dann lege Deinen Hand auf den Bauch und sage:"Ich habe aber mein Baby ganz toll lieb."
Mit solchen Sätzen kannst Du Ruhe hinein bekommen. Sie können ihr leben gestalten, wie sie wollen, gestalte Du Deines.
Während der Schwangerschaft ist die Angst vor der Zukunft immer höher, denn Du merkst Dein Körper verändert sich, und dann wird es nie wieder so sein, wie es einmal war. Lass Dich doch einmal von verschiedenen Beratungstellen beraten, welche Hilfen Dir zustehen würden.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von lorena10 01.02.11 - 10:30 Uhr

hallo du liebe,
erstmal ein herzliches #liebdrueck für dich in deiner so unverhofften situation.
es sind nun schon ein paar tage her, dass du hier gepostet hast.
wie geht es dir denn inzwischen?
hast du gedanklich und auch schlafmäßig etwas zur ruhe finden können?
du hast einiges von dir und deiner situation erzählt. und siehst auch schon dinge, die weniger problematisch sind. :-)
vielleicht hast du ja mittlerweile schon ein bisschen gedanklich sortieren können, was dich momentan noch am meisten zweifeln lässt, dein 3. kind zu bekommen? und wo deine größten ängste sind?
melde dich doch nochmal und erzähl, wie der aktuelle stand ist, ja?
ganz liebe grüße und viel mut wünscht dir lorena