Elterngeld in Elternzeit?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von flowerferry 26.01.11 - 21:15 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist am 22.6.2009 geboren und ich habe mir mein Elterngeld auf 2 Jahre aufteilen lassen.Das ergab einen monatlichen Betrag von 440€.
Nun bin ich wieder schwanger und erwarte mein Kind am 1.10.2011.

Wieviel Elterngeld steht mir somit zu? Die Aussagen im Netz sind da sehr unterschiedlich.

GlG

Beitrag von anyca 26.01.11 - 21:25 Uhr

Ich denke mal, 300 Euro plus Geschwisterbonus?

Beitrag von engelchen-123. 26.01.11 - 21:32 Uhr

Hallo

leider ist es so, dass das zweite Jahr, in dem du Elterngeld bekommst nicht als Einkommen zählt. Somit ist es für die Elterngeldstelle so als hättest du überhaupt kein Einkommen.
Somit bekommst du nur 300€ Elterngeld + 75 € Geschwisterbonus.

Ich weiß wie blöd es ist. Ich habe vor der Elternzeit relativ gut verdient und befinde mich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis und was hab ich jetzt davon, nix.
Naja, aus diesem Grund möchte ich jetzt noch in der Schwangerschaft einen 400€ Job machen.

LG
Michelle

Beitrag von flowerferry 26.01.11 - 21:34 Uhr

Oh man... das ist ja eine Sauerei.
Damit haber ich nicht gerechnet....

Danke für die Antworten!

Beitrag von anyca 26.01.11 - 22:01 Uhr

Nicht übel nehmen, aber wieso ist das eine Sauerei? Ist doch klar, daß man nicht "auf ewig" aufgrund des letzten Gehaltes alimentiert wird, sonst könnte man ja im Zweijahresabstand 5 Kinder nachschieben und hätte immer noch das Elterngeld auf der Basis des Gehaltes von vor x Jahren ... ;-)

Das Elterngeld ist ja bewußt so konzipiert, daß die Frauen motivert werden, nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen und nicht mehr ewig aussetzen im Beruf. Wer länger als ein Jahr zuhause bleiben will, kann das ja tun, muß dann aber eben auch mit den Nachteilen leben.

Beitrag von anyca 26.01.11 - 22:01 Uhr

sorry, muß natürlich "motiviert" heißen ...

Beitrag von flowerferry 26.01.11 - 22:24 Uhr

@Anyca : Kein Thema.Ich finde es für die persönliche Planung und in meinem Fall auch für die Planung des AG schlichtweg ungünstig.So werde ich genötigt zwischendurch arbeiten zu gehen, meine Kinder fremdbetreuen zu lassen um dann bei bestehender Schwangerschaft wieder zu gehen.Das bedeutet für meinen AG Frau S. kommt, Frau S. geht etc.

"Früher" konnte man seine Familie gründen un nach dessen "Abschluß" wieder voll und ganz einsteigen.

Beitrag von windsbraut69 27.01.11 - 06:41 Uhr

"Früher" mußte man das auch selbst finanzieren.
Wer hat denn "früher" jahrelang Leistungen in Elterngeldhöhe bekommen?

Gruß,

W

Beitrag von anyca 27.01.11 - 15:15 Uhr

"Früher" , also z.B als ich geboren wurde, gab es weder Eltern- noch Erziehungsgeld. Da ist meine Mutter nach meiner Geburt schon früher als nach einem Jahr wieder eingestiegen, und daß sie nach der Geburt meines Bruders ohne berufliche Nachteile jahrelang daheim sein konnte, lag nur daran, daß sie Beamtin auf Lebenszeit war UND mein Vater recht gut verdiente, also nicht grade der Regelfall.

Beitrag von windsbraut69 27.01.11 - 06:38 Uhr

Warum ist das eine Sauerei???
Elterngeld ist eine LohnERSATZleistung, die Einkommenseinbußen durch das Elternjahr abfedern soll.
Wenn Du im berechnungsrelevanten Zeitraum KEIN Einkommen hattest, hast Du auch keine Einbußen, bekommst aber dennoch 300 Euro plus Geschwisterbonus.

Gruß,

W

Beitrag von flowerferry 26.01.11 - 22:26 Uhr

Achso, folgendes fand ich im Netz:

"Ausgangspunkt ist das persönliche steuerpflichtige
Erwerbseinkommen der letzten zwölf Kalendermonate
vor der Geburt des Kindes, für dessen Betreuung jetzt
Elterngeld beantragt wird. Monate mit Bezug von Mutterschaftsgeld
oder Elterngeld sowie Monate, in denen aufgrund
einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung oder
wegen Wehr- oder Zivildienstzeiten das Einkommen gesunken
ist, werden bei der Bestimmung der zwölf Kalendermonate
grundsätzlich nicht berücksichtigt. Statt dieser Monate
werden zusätzlich weiter zurückliegende Monate zugrunde
gelegt. Bei Selbstständigen werden die betreffenden Monate
auf Antrag von der Einkommensermittlung ausgenommen."

Das liest sich doch jetzt wieder anders, oder ?

Beitrag von windsbraut69 27.01.11 - 06:42 Uhr

Nein.
Es zählt nur der Anspruchszeitraum nicht das zweite Jahr, in dem Du den gesplitteten Betrag ausgezahlt bekommst.

Gruß,

W