Dürfte Urlaub gestrichen werden?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lenchen2002 26.01.11 - 21:27 Uhr

Hallo,

ich arbeite seit Sept. im Einzelhandel, es handelt sich um 2 Filialen, in jeder sind 2 Mitarbeiter, die sich eben in Früh- und Spätschicht teilen.

Wenn einer von den 4en krank ist oder Urlaub hat fangen es die anderen 3 auf indem sie ein paar Überstunden machen, bzw. keine gemeinsame AZ haben.

So, nun habe ich ab Sa. Urlaub, Ende letzten Jahres beantragt und genehmigt, ist mein Resturlaub. Wir fliegen nach Ägypten...

Und nun ist eine Kollegin seit gestern krank, und fällt auch länger aus, also auf jedenfall ist sie während meines Urlaubs nicht da...

Also fehlen zwei und meine zwei Kolleginnen müssen nun jede eine Filiale komplett alleine betreuen von frühs bis abends 6 Tage lang...

Mein Chef hat nix dergleichen gesagt, aber wäre das eine Situation, um mir den Urlaub zu streichen? Eigentlich denke ich ja.

Aber was ist dann mit dem bereits bezahltem Urlaub?

Hab schon ein bissel ein schlechtes Gewissen wegen meiner Kollegen, dass sie dann so Stress haben die Woche... Aber ich kann ja auch nix dafür... Verschieben ist ja auch nicht, zumal wir ein schulpflichtiges Kind haben...

Wer klärt mich mal ein bisschen auf?

LG

Beitrag von snoopster 26.01.11 - 21:55 Uhr

Du willst ernsthaft nach Ägypten????

Beitrag von king.with.deckchair 27.01.11 - 12:21 Uhr

Schon vor den Unruhen war eine Reise dorthin absolutes NoGo!

Beitrag von zaubertroll1972 26.01.11 - 22:03 Uhr

Hallo,

ich arbeite auch im Einzelhandel. Wir buchen sobald der Urlaub genehmigt ist. Danach kann nichts mehr gestrichen werden. Genehmigt ist genehmigt und gebucht ist gebucht.
Wenn zu wenig Mitarbeiter da sind sollte der Chef schauen daß noch Aushilfen hinzukommen. Aber das sollte nicht Dein Problem sein.
Mich würde nur interessieren wie Ihr am Sa. in URlaub fliegt wenn Ihr ein schulpflichtiges Kind habt. Wo sind denn gerade Ferien????
LG Z.

Beitrag von lenchen2002 26.01.11 - 22:28 Uhr

Hallo,

Berlin, Brandenburg, Thüringen... 31.1. bis 5.2.

LG

Beitrag von windsbraut69 27.01.11 - 07:03 Uhr

Doch, natürlich kann der Urlaub auch anschließend noch aus dringenden betrieblichen Gründen gestrichen werden.

Gruß,

W

Beitrag von smokefighter 27.01.11 - 07:45 Uhr

Soweit korrekt dazu muss der Arbeitgeber dieses aber begründen welche dringenden betrieblichen Gründe vorliegen und diese müssen derart zwingend sein das der Arbeitgeber keine andere Möglichkeit hat den Arbeitnehmer in der Zeit zu ersetzen (Aushilfen über Personalleasingfirmen etc oder der Arbeitnehmer hat spezielle Qualifikationen die nicht durch andere Arbeitnehmer ausgeübt werden können)

Wird der Urlaub aus diesem Grund gestrichen muss der Arbeitgeber alle Kosten die durch die Streichung des Urlaubes entstehen tragen (Reiserücktritt, Schadenersatz für eventuelle Mehrkosten beim Buchen einer neuen gleichwertigen Reise wenn der Urlaub verschoben wird )

Beitrag von windsbraut69 27.01.11 - 09:49 Uhr

Ja, das habe ich ja nicht bestritten.

Beitrag von evebaby 27.01.11 - 07:45 Uhr

Ich denke auch, meinem mann wird der urlaub ständig verschoben aus irgendwelchen gründen (andere mitarbeiter krank etc.)

aber er muss dir die kosten erstatten die du hast um den urlaub zu stornieren.


ich würd ihn aufjedenfall fairerweise mal darauf ansprechen, vielleicht hat er auch vergessen das du weg bist? lg

Beitrag von zaubertroll1972 27.01.11 - 08:53 Uhr

Und wer kommt dann für die entstandenen Kosten auf?

Beitrag von windsbraut69 27.01.11 - 09:49 Uhr

Der AG.

Beitrag von cinderella2008 27.01.11 - 08:29 Uhr

Hallo,

mir wurde auch schon einige Male Urlaub gestrichen, der bereits genehmigt war. Ich habe eine Kollegin, die häufig durch Krankheit ausfällt, vorzugsweise, wenn ich Urlaub geplant habe.

Ich musste dann meinem AG den Reisevertrag vorlegen und habe die Unkosten für die Reise, die nicht angetreten werden konnte, erstattet bekommen.

LG, Cinderella

Beitrag von windsbraut69 27.01.11 - 09:50 Uhr

Ja, Du willst ihn ja wohl nicht jetzt noch mit der Nase drauf stoßen, oder?

LG

Beitrag von manavgat 27.01.11 - 12:38 Uhr

Sollte der AG, den Urlaub jetzt verweigern, so muss er sämtliche Stornokosten übernehmen und zwar für die komplette Familie. Das wird so teuer, da käme er mit Zeitarbeit besser weg.

Gruß

Manavgat