Extrem schüchtern/ redet wenig mit anderen Kindern und Erwachsenen!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tannie1973 26.01.11 - 22:18 Uhr

Hallo Ihr!

Ich brauche mal euren Rat!

Meine Kleine ist jetzt 3 und seit 1 Jahr bei einer Tagesmutter! Dort sind ca. 10 Kinder! Zu Anfang hat sie sich nicht eingebracht und nur beobachtet und an ihren Händen rumgekniedelt, wenn man sie angesprochen hat! Auch beim Spielen stand sie nur im Raum und hat geschaut oder etwas für sich allein gemacht! Wenn man sie angesprochen hat, hat sie nur leise geantwortet oder gar nichts gesagt! Nach ca. 3 Monaten hatten wir das erste Elterngespräch deswegen und die Tagesmutter empfahl uns eine Entwicklungstherapeutin! Dort waren wir auch mit ihr!

Jetzt ist es so, dass sie sich super eingefügt hat in der Gruppe, sie hat auch eine beste Freundin mit der sie spricht, spielt, schreiend durch den Raum rennt etc.! Sie singt beim Morgenkreis und sagt auch der Tagesmutter, wenn sie z.B. was trinken will!

Soooo... nun spricht uns die Tagesmutter wieder an.....sie meint, dass sie zwar auch mit anderen Kindern ausser ihrer besten Freundin spielt, aber es in dem Spiel auch schafft so wenig wie möglich zu sagen! Sie meint sie kommt sprachlich nicht in Kontakt, obwohl sie natürlich sprechen kann! Sie hat mir nun eine Adresse von einer Logopädin hier in unserer Stadt gegeben, die sich mit extremer Schüchterheit auskennt!

Ich denke jetzt den ganzen Tage darauf rum.... auf der einen Seite möchte ich ihr natürlich helfen auf der anderen Seite denke ich, dass man auch nicht immer alles gleich therapieren sollte! Manchmal braucht es ja auch einfach nur Zeit! Sie ist 3 Jahre alt und es ist ihre erste Erfahrung von zu Hause weg! Und sie macht ja Fortschritte.... sollte man da gleich mit Logopäde etc anfangen, nur weil sie nicht so ganz ins Schema passt und sehr schüchtern ist???

Was denkt ihr darüber??

Danke für euer Erfahrungen/Gedanken!
Tanja

Beitrag von xandria 26.01.11 - 22:44 Uhr

Meine Tochter ist ähnlich schüchtern, aber ich käme nie auf die Idee, sie irgendwie zu therapieren. Sie braucht einfach sehr lange, um Vertrauen aufzubauen, mein Gott. Gibt schlimmeres und es wird auch besser mit der Zeit, je größer sie werden. Ich lass sie sehr viel allein machen, versuche ihr nur die Sicherheit zu geben, dass ich da bin. Sie geht gerne in den Kindergarten und mittlerweile spricht sie dort auch, mal mehr, mal weniger, mal lauter, mal leiser. Kommt auch auf ihre Tagesform an. Meine Tochter ist jetzt 3,5 Jahre. Vll braucht deine Kleine einfach noch Zeit.

LG, Kathrin

Beitrag von tannie1973 26.01.11 - 23:18 Uhr

Lieben Dank für Deine Antwort!

Das denke ich auch! Sie braucht auch längere Zeit um sich irgendwo sicher zu fühlen und zu öffnen! Das war schon damals in der Spielgruppe so... am Ende der Stunde war sie denn erst richtig "warm"! Ich finde es auch nicht schlimm, da ich auch selber sehr schüchtern war und heute habe ich es komplett abgelegt! Vor allem.... sie macht ja Fortschritte... denn sie hat zu Anfang nix gesagt und heute fragt sie nach trinken! Sie fragt sogar selber, selbst wenn ich dabei bin (war z.B. beim Adventskaffee so)!

Man fühlt sich halt nur so unter "Druck gesetzt" wenn man nun schon zum 2. Mal darauf angesprochen wird und dann auch gleich ne Adresse einer Logopädin in die Hand gedrückt bekommt! Mein Mann war richtig sauer, der meinte selbst wenn wir sie therapieren wollen, dann suchen noch immer wir die Logopäden aus!

Ich werde einfach weiter gucken... im Sommer kommt sie in den "großen" Kindergarten...mal sehen, wie sie sich dort macht!

Danke und LG Tanja

Beitrag von xandria 26.01.11 - 23:32 Uhr

Lass Dich nicht verunsichern! Ihr macht das schon richtig so. Ich fühlte mich oft auch unsicher, musste mich bei Hinz und Kunz für ihr Verhalten rechtfertigen, aber das mache ich nicht mehr. Sie ist, wie sie ist und es gibt wahrlich schlimmeres. Dafür muss ich keine Rechenschaft ablegen! Bei meiner Tochter ist es auch so, dass man sie zu nichts drängen darf. Wenn sie etwas möchte, muss sie selber die ersten Schritte machen. Ein Beispiel: mein Vater hat Pferde, wir wollten sie mal reiten lassen, aber sie hatte Angst. Dann haben alle auf sie eingeredet, wodurch sie noch mehr Angst bekam und sich zurückzog und abwehrend reagierte. Dann haben sie alle in Ruhe gelassen und sie ist selbst auf das Pferd zugegangen (unter meiner Aufsicht), hat ihm Löwenzahn gegeben und seitdem reitet sie sehr gerne. Aber sie muss es eben selber wollen. Und sie muss auch selber Vertrauen zu den Leuten fassen. Du kannst ihr zwar zeigen, dass du einer Person vertraust, das gibt ihr sicher ein bisschen mehr Sicherheit, aber sie muss es selber wollen. Wenn sie normal spricht (mit Euch), dann würde ich nicht zum Logopäden gehen. Meine Tochter ist sprachlich wirklich fit und kauft da locker den Vorschulkindern den Schneid ab, aber das muss sie ja nicht jedem immer beweisen. Ich weiß, was sie kann, das reicht. Stärkt ihr Selbstvertrauen, sie wird ihren Weg gehen. Meine Kleine hat Freundinnen im Kindergarten und spielt mit allen Kindern gerne (außer den großen Jungs ;-)), manchmal lässt sie sich von ihrer besten Freundin etwas herumkommandieren, aber au da muss sie selbst durch. Wenn die beste Freundin mal krank ist, ist sie überhaupt nicht mehr Mitläufer, sondern auch mal "Bestimmer". Ich versuche das auch mit ihr zu spielen, wenn ich sage, ich will Bestimmer sein, dann versucht sie sich auch durchzusetzen, weil sie bestimmen will. Gebt ihr Zeit und lasst Euch nicht unter Druck setzen, Eure Tochter ist toll, wie sie ist und sie wird ihren Weg finden!

Sorry, dass es jetzt so lang geworden ist! Kannst mich auch gern per PN anschreiben, wenn du noch was wissen magst/dich austauschen magst.


LG, Kathrin

P.S.: Mir ist so ein schüchternes Kind lieber als eins, das auf alle immer zu rennt und überallhin mitgeht.

Beitrag von bine3002 26.01.11 - 23:23 Uhr

Nein, nicht therapieren, sonder akzeptieren und daran "arbeiten".

Auch meine Tochter muss erst Vertrauen haben, um aus sich heraus zu kommen. Wir kämpfen immer wieder damit, aber bisher haben wir immer gewonnen. Z. B. wollte sie unbedingt zum Ballett und als sie dann da war, fing sie an zu weinen, weil sie noch kein Vertrauen zur Lehrerin hatte. Aber das kam und heute hat sie dort extrem viel Spoß. Dafür hat sie gerade ihre Problem beim Rollkunstlauf. Der Ton ist härter, es gibt mehr Trainer, das "Gewusel" ist größer und dann wird er noch buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen. Das führt zu Tränen und Unsicherheit. Ich gehe aber mit ihr nicht zum Therapeuten, weil ich es als meine Aufgabe als Mama ansehe, ihr selbst dabei zu helfen. Therapeuten bedeuten in dem Fall für mich nur, dass man die Verantwortung jemand anderem überträgt.

Beitrag von tannie1973 26.01.11 - 23:28 Uhr

Wie alt ist deine Tochter jetzt?

Ich finde halt auch, dass wenn ich mit ihr zum Therapeuten gehen, dass ich ihr irgendwie damit vermittel, dass sie anders und falsch ist! Das finde ich total blöd und kontraproduktiv!

Ich warte einfach ab und versuche ihr weiterhin mehr Selbstvertrauen zu geben!

Danke und LG Tanja

Beitrag von joel-laurin 27.01.11 - 09:38 Uhr

Hallo,

das kommt immer auf das Kind drauf an. Ich würde erst mal abwarten und sehen wie sie sich weiterentwickelt.

Mein Sohn ist auch sehr sehr schüchtern. Er geht zur Logopädie und es gefällt ihm sehr gut und hilft ihm auch. Wir haben das gemacht weil er nicht mehr viel Zeit hat bis er zur Schule muss. Werden ihn aber versuchen zurück stellen zu lassen.

Er ist fünf und wird am 30.08. sechs. Stichtag ist der 31.08.

Er braucht total lange bis er Vertrauen hat und redet grundsätzlich nicht mit Fremden. Haben die diagnose selektiven Mutismus und Verdacht auf Asperger Syndrom.

LG Sandra

Beitrag von tannie1973 29.01.11 - 09:31 Uhr

Hallo Sandra,

ich hatte mir auch ein Buch über Selektiven Mutismus gekauft... finde sie da aber nur teilweise wieder! Was ich allerdings noch nicht verstehe ist, wo ist der Unterschied zwischen schüchtern und sel. Mutismus??

Bei uns ist es so, das sie sich schon öffnet...sie redet ja auch mit ihrer Tagesmutter! Sie sagt auch wenn sie etwas haben will, sie Durst hat!
Beim Spielen mit den anderen..... sie spielt mit den Kindern, mag es aber wohl nicht sich sprachlich in der Vordergrund zu stellen! Ausser bei ihrer besten Freundin... da ist sie völlig losgelöst und sabbelt mit ihr pausenlos!
Ich erkenne bei ihr auch noch keine richtige Strucktur, wo man sagen kann, da redet sie nicht, da ja! Sie singt auch im Morgenkreis mit!

Ich muss auch dazu sagen, dass sie im ersten Lebensjahr sehr krank war! Wenn da Fremde auf sie zukamen, waren es ja meist Ärzte und die haben ihr weh getan. Das ist so ihre Erfahrung... vielleicht sitzt das auch noch in ihrem Erinnerungen! Und dann eben noch die Tatsache, dass ich auch schüchtern war und es auch ein Teil vererbt und anerzogen ist!

Ich denke, ich warte noch einmal wie sie sich ab Sommer im richtigen Kindergarten macht!

Danke für deine Antwort und LG Tanja

Beitrag von joel-laurin 31.01.11 - 19:50 Uhr

Hallo Tanja,

Der Unterschied zwischen großer
Schüchternheit und Mutismus ist: das Schweigen
wenn jemand so schüchtern ist, dass er sich
im Unterricht nie meldet und rot wird, sobald man ihn anspricht,
reagiert er wenigstens. Ein Mutist tut das nicht.

Mein Sohn geht jetzt seit Sommer 2009 in die Kita. Es hat mind. 3 Monate gedauert bis er angefangen etwas zu sagen. Kaum wurde er daruf angesprochen schwieg er wieder eine zeitlang. Mittlerweile spricht er etwas, aber nur wenn wenige da sind oder er sich nicht beobachtet fühlt. Er singt überhaupt nicht mit (ausser wenn er sich nicht beobachtet fühlt dann kommt schon mal vor, dass er die Lippen dazu bewegt) und macht auch bei keine Spiele mit wo er was sagen muss (z.B. Koffer packen, er hilft seinem Sitznachbarn im Flüsterton weiter aber sobald er dran ist schweigt er). Sagt kein Guten morgen auch kein Tschüss. Kann auch nicht fragen, ob er im Bewugngsraum rein darf muss dann immer seine Erzieherin machen oder er wartet vor der Tür bis er reingeholt wird. Und wenn er direkt angesprochen wird schweigt er. Es kommt schon vor, dass er ab und an was im Flüsterton antwortet bzw. fragt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es sich bei euch noch legt. Kann gut sein, dass die Krankheit damit auch sehr viel zu tun hat. Würde auch erst mal abwarten wie sie sich weiter entwickelt. Du sagst ja selbst, dass sie spricht wenn sie etwas haben möchte. Mein Sohn kann das gar nicht er schweigt und macht lieber in die Hose als zu fragen darf ich zur Toilette (sollen sich ja schon aus der Gruppe abmelden).
Und man muss ja nicht gleich ein Kind haben was auf alles zugeht (so wie mein kleiner ser braucht nur was angeboten zu bekommen und er ist sofort zur stelle sagt auch danke u.s.w) Was mein Sohn bis vor kurze´m auch nicht konnte. Er konnte nix von Personen annhemen die Fremd sind. Das macht er jetz schon aber kommentarlos.

LG Sandra

Beitrag von buggie 27.01.11 - 11:26 Uhr

Hallo

Mein großer Sohn (jetzt 8) war auch total schüchtern bei fremden Kindern, ich hab mit ihm geübt, wir haben Rollenspiele gemacht Situationen am Spielplatz usw. wie er Kinder ansprechen kann und wie sie reagieren könnten, das war total lustig, ich hab versucht sein Selbstbewusstsein zu stärken und irgendwann hat er es versucht und war erfolgreich, von da an gings steil bergauf, jetzt ist er in der dritten Klasse, steht für sich ein und ist sehr beliebt und hat jede Menge Freunde. Manchmal wünsch ich mir mein schüchternes Baby zurück aber so hat er es auf jeden Fall viel leichter im Leben :-)

liebe Grüße
Mary

Beitrag von tannie1973 29.01.11 - 12:24 Uhr

Hallo Mary,

Danke für deine Antwort!
wie habt ihr die Rollenspiele gemacht? Mit Puppen oder ihr Beide im Spiel?

LG Tanja

Beitrag von poulette 27.01.11 - 13:53 Uhr

ich würde da erstmal weiterhin beobachten. immerhin spricht sie ja mit fremden, wenn auch wenig, oder?

bei unseren tochter ist es so, dass sie zb im kindergarten kein wort mit den erzieherinnen spricht. ich hab auch lange gebraucht, um zu verstehen, dass sie wohl ein problem hat und nun wurde selektiver mutismus diagnostiert.
ansonsten ist sie aber ein ganz normales mädchen. man sollte das aber schon behandeln (wenn es auch so keinen "stört") , denn später kann es erst richtig zu problemen kommen.... und je früher man was macht, desto besser ist es..

Beitrag von sax30 28.01.11 - 08:15 Uhr

Hallo,

wir haben bei unseren Sohn genau das gleiche Problem. Ich wollte es erst nicht wahr haben, da er sich zu Hause ganz normal verhält und viel spricht. Aber im Kindergarten kein Wort zu den Erzieherinnen .... wie sieht bei Euch die Therapie aus?

Viele Grüße
Sax

Beitrag von poulette 28.01.11 - 09:02 Uhr

wir gehen zu einer logopädin, bis jetzt waren wir zweimal dort.

dann hab ich versucht, die erzieherinnen und die kindergartenleiterin über den "mutismus" zu informieren, aber leider sehen die ja auch gar kein problem darin. ich selbst könnte meiner tochter wohl sehr gut einem programm helfen, womit schon sehr viele erfolg hatten. das geht so (kurz gesagt):

ich gehe zweimal pro woche mit meiner tochter in den kindergarten, wo ich mit ihr ALLEINE im zimmer (wo sie auch sonst immer ist) spiele. bis sie anfängt, sich ungehemmt mit mir zu unterhalten. (das kann einige sitzungen dauern, die meisten mutistischen kindern sprechen ja auch nichts mit den eltern, sobald sie im kindergarten sind, meine tocher verstummt, sobald wir is gebäude reingehen).

-wenn sie soweit ist, dass sie sich mit mir unterhält, wir langsam die erzieherin dazugeführt, die anfangs aber nur mit im zimmer ist, aber was "anderes" macht und sich anscheinend nicht um uns kümmert. wenn meine tochter dann anfängt, im beisein der erzieherin mit mir zu reden und spielen, dann kommt der nächste schritt:

-die erzieherin begibt sich zu uns und versucht mit der tochter zu reden. sobald das funktioniert, ziehe ich mich zurück.

das kann einige monate dauern, aber es funktioniert in den meisten fällen. das ist so eine art "desensibilisierung".

das ganze programm mit den ganzen einzelschritten und spieltipps hab ich hier (60 seiten) und habe versucht, es der erzieherin zu erklären, damit ich es durchführen kann. leider ist sie nicht damit einverstanden :( (noch nicht).

redet dein kind mit anderen kindern im kindergarten?

ansonsten ist es wichtig, jede woche ein kind vom kindergarten zu euch nach hause einzuladen (immer das gleiche zuerst) und sich jede woche auch mit einem anderen kind ausserhalb des kindergartens zu treffen.


man muss das kind in seinem selbstvertrauen stärken, es nicht "überschützen" , keinen druck auf es ausüben, im kindergarten die erzieherinnen sollen keine direkten fragen stellen etc...
ich hab mir ein paar bücher über mutismus bestellt, bin auch gerade dabei, die zu lesen... ;)




Beitrag von sax30 28.01.11 - 10:25 Uhr

Ja, er redet mittlerweile mit anderen Kindern. Kan sich aber denen gegenüber nicht behaupten. Er sagt, Ihnen nicht was er möchte und zieht dann immer wieder den kürzeren. Wenn aber eins von den Kindern hier ist ( sind 4 Jungs im gleichen Alter ) ist es anders, da wehrt er sich, wenn er etwas nicht möchte.... ist sehr schwierig für mich nachzuvollziehen.
Hatte getsern Elterngespräch und werde dann ersteinmal einen Termin beim Kinderarzt machen und mich mal mehr mit dem Thema beschäftigen.

Danke für deine Infos!

Beitrag von bellpepper 29.01.11 - 14:29 Uhr

Hallo,

will mich nicht weiter einmischen, aber ich finde es echt unmöglich, wenn den Erzieherinnen im Kindergarten eine Anleitung gegeben wird, wie man einem Kind helfen kann (die, wie ich finde, super-gut ist), und die das dann zu anstrengend finden. Kann die Logopädin da nicht mal vermittelnd eingreifen???
Wir scheinen ja richtig Glück gehabt zu haben mit unserem Kindergarten. Die haben alles getan, um zu helfen!!!
Alles Gute für Euch und bleibt dran!
bellpepper

Beitrag von poulette 29.01.11 - 17:04 Uhr

hi,

ich fand es auch frustrierend, dass die erzieherin so reagiert hat.. die wollen halt nicht, dass ich ALLEINE mit meiner tochter im klassensaal bin (wobei ich natürlich zu normalen öffnungszeiten dorthin gehen will) und dann hat sie wohl angst, überstunden machen zu müssen. ( wäre ja immerhin ne viertel stunde in der zweiten phase des programs 2mal pro woche).
und sie hätte ja 30 kinder und soviel zu tun, da könne sie sich nicht extra um meine tochter kümmern, wir solln uns halt ausserhalb hilfe suchen, meinte sie :(

die logopädin wird später eh mal mit in den kindergarten kommen, um dort mit meiner tochter zu spielen, sie zu beobachten etc...

wir haben bald einen termin mit der kindergarten/schulpsychologin, vielleicht kennt die sich ja besser damit aus und kann eventuel mal ein wort mit der leiterin reden...

was habt ihr alles gemacht?

Beitrag von bellpepper 30.01.11 - 10:56 Uhr

Hi nochmal,

so wie du das jetzt schreibst, finde ich es ja noch schlimmer. Wovor haben die denn Angst, wenn du allein mit ihr im Raum wärst? Dass du die dunklen Geheimnisse des Kindergartens ans Tageslicht beförderst? Eijeijei, die Tante scheint ja mit ihrem Job ziemlich überfordert zu sein.
Schade, denn es geht wirklich nur mit diesen Anleitungen und diesen Vorgaben, und wenn da nicht alle ausnahmslos mitziehen und dahinter stehen, dann wird's schwer.
Genauso haben wir das auch geschafft. Kannst mir gerne eine pn schreiben, wenn du Fragen hast.
Aber ehrlich gesagt: von der Kindergartenpsychologin würde ich mir in der Hinsicht nicht allzu viel versprechen. Die haben in der Regel keine Ahnung von Mutismus und machen damit alles nur noch schlimmer. Aber vielleicht habt ihr ja Glück...
Toi toi toi!
bellpepper