Differenzierungstest-/arbeiten wie läuft das bei Euch

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Beitrag von reethi 27.01.11 - 08:43 Uhr

Hallo!

Ich habe ein Frage. Mein Sohn geht in die 4. Klasse und dort werden seit Anfang des Schuljahres in Mathe und Deutsch nur noch Differenzierungstests geschrieben. Ich finde es eine Katastrophe und möchte gerne wissen, wie es bei Euch läuft.
Mein Sohn ist nicht schlecht in Mathe. Aber er hat nicht sehr viel Selbstbewusstsein. Wenn sie also einen Mathetest schreiben dann hat er Angst die rechte Seite zu machen (also die "schwierigere"). Er traut sich immer nur an die linke Seite, was dann zur Folge hat, dass er selbst wenn er alle Aufgaben richtig gelöst hat, also null Fehler hat, er trotzdem nur eine 3 bekommt.
Für ihn ist das ziemlich frustrierend und richtig verstehen tut er es auch nicht. Macht man einen Rechenfehler und bekommt noch Punktabzug ist man ganz schnell bei einer 4.
Seit diese Tests eingeführt wurden ist der Notendurchschnitt in der Klasse rapide gesunken.
Wie laufen diese Tests bei Euch? Was habt Ihr damit für Erfahrungen?

VG
Neddie

Beitrag von zickentwins 27.01.11 - 09:56 Uhr

Hallo!

Wir hatten im 3. und am Anfang der 4. Schuljahres auch solche differenzierten Mathetest (Ich vermute mal ihr habt auch "Denken und Rechnen" als Mathebuch. Das sind nämlich die vorgefertigten Mathetests des Verlags.)

Eine meiner Töchter hatte auch Probleme mit dieser Art Test. Sie ist eigentlich eine ganz gute Rechnerin,aber sie traut sich wenig zu und konnte sich dann nie so recht entscheiden, ob sie lieber die leichten Aufgaben oder die schweren machen sollte. Zumal man ja nur mit richtig gelösten Aufgaben, auf der schweren Seite, wirklich gute Noten bekommen konnte. Sie löste also zunächst die linke Seite, dann die rechte, soweit sie kam. Ergebnis 3.

Meine andere Tochter rechnet eigentlich auch nicht viel besser als ihre Schwester, ist aber mit einem gesunden Selbstbewußtsein ausgestattet. Sie hat immer erst die schwierige Seite und dann die leichte gelöst. Ergebnis 2.

Diese Art Test hatte in unserer Schule anscheinend viele Kinder verunsichert.
Daher waren sie immer wieder Thema auf Elternabenden. Nach 3 Elternabenden hatten die Lehrer schließlich ein Einsehen und schrieben fortan selbstgeschriebene Tests ohne Auswahlmöglichkeit.

Die unsichere Tochter wurde besser, schrieb fortan nur noch 2en. Sie konnte sich endlich auf's Rechnen konzentrieren und war froh drüber. Die selbstbewußtere Tochter schrieb mit den normalen Test weiterhin 2en. Für sie änderte sich nichts.

Also meiner Erfahrung nach sind diese Art Test nichts für unsichere Kinder. Sprech' doch mal mit den anderen Eltern. Vielleicht geht es denen ja auch so und ihr könnt das Thema mal an einem Elternabend ansprechen.

Viel Glück dabei,
zickentwins

Beitrag von anja1968bonn 27.01.11 - 14:09 Uhr

Ah, jetzt weiß ich endlich, wie diese Test heißen ...

Mein Sohn hat damit auch Schwierigkeiten, eigentlich ist er in Mathe ganz fit, und beim 1. Test hat er die linke Spalte komplett richtig gelöst und dafür ein "gut" bekommen. Beim 2. Test hat er erst einmal einige Zeit überlegt, wo er anfangen soll, hatte dann zwei Flüchtigkeitsfehler in der linken Spalte und für einige Aufgaben in der rechten Spalte keine Zeit mehr, "befriedigend". Beim 3. Test hatte die Lehrerin vorher gesagt, dass man auf jeden Fall ein "gut" bekommt, wenn man beide Spalten schafft - mein Sohn hat also schnell, aber eben auch schusselig gearbeitet und so ein "befriedigend" bekommen.

LG

Anja