panische Angst vor der Geburt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von paradie 27.01.11 - 10:06 Uhr

Hallo liebe Mamis und werdenden Mamis,

ich bin in der 33. SSW und mit jedem Tag rückt die Geburt näher. Es ist meine erste Geburt und leider mache ich mir in letzter Zeit so sehr Gedanken über die Geburt, dass ich nachts nichtmehr wirklich schlafen kann.

Ich habe mittlerweile richtig panische Angst vor der Geburt. Klar freue ich mich sehr auf meinen Sohn, auf den ersten Moment an dem ich ihn in meinen Armen halte, aber ich habe riesen Angst vor der Geburt selbst.. Dammschnitt, endlose Schmerzen, dass etwas schief geht, mein Partner nicht rechtzeitig da ist (er arbeitet momentan in einer anderen Stadt.. 2 Stunden entfernt und ist nur am Wochenende daheim) oder der Kleine nicht gesund ist..

Auch die Geburtsberichte und Erfahrungen von Freundinnen, meiner Mutter und Schwiegermutter konnten mich nicht beruhigen..
(40 Stunden Wehen; ein Kind das bei der Geburt gestorben ist weil der Kopf einfach nicht durchs Becken gepasst hat :( .. )

Mein Geburtsvorbereitungskurs geht leider erst in 3 Wochen los und sollte unser Zwergi früher kommen wollen, hab ich noch weniger Ahnung was auf mich zukommt.

Meine Frauenärztin ist mir auch keine große Hilfe.. für sie ist das alles ein Spaziergang und trallala.. alles lustig und schön.. Sie nimmt meine Angst nicht ernst :(

Ist denn jemand hier der mich eventuell verstehen kann? Oder bin ich die einzige, der es so geht?

Liebe Grüße und besten Dank im Vorraus

Verena #stern

Beitrag von 3aika 27.01.11 - 10:12 Uhr

ist das dein erstes kind?
du solltest versuchen dich zuberuhigen und erstmal einen geburtsvorbereitungskurs zubesuchen, ich denke nicht, das dein baby früher kommt, da es dein erstes ist.

jede geburt ist anders, meine wahr schrecklich, die von meiner freundin war echt super und schnell.

Beitrag von paradie 27.01.11 - 10:25 Uhr

Ja es ist mein erstes Kind und ich freue mich wie gesagt sehr auf den Zwerg.

Geburtsvorbereitungskurs geht erst in 3 Wochen los :( habe erst so spät einen Termin bekommen, weil meine Frauenärztin davor immer meinte: das hat noch Zeit, machen Sie sich keinen Stress..

Und als ich mir dachte, ich meld mich jetz doch besser an (obwohl sie immer noch behauptete, dass ich noch viel Zeit habe), meinten die Hebammen im Krankenhaus und all jene die bei mir in der Gegend einen Geburtsvorbereitungskurs anbieten, dass ich reichlich spät dran sei.
Die meisten hatten keinen Platz mehr frei.

Eine Hebamme hat sich schlussendlich erbarmt und ich habe noch einen Platz bekommen.. aber eben sehr knapp vor dem Geburtstermin..

Und nun ist meine Angst, dass er früher kommt - laut Ärztin ist er schon sehr groß.

Liebe Grüße

Beitrag von zweiunddreissig-32 27.01.11 - 10:12 Uhr

Hast du eine gute Hebamme? Sie kann oft helfen, dir diese Sorgen und Ängste zu nehmen.
Klar, hat jede Frau Bammel. Hatte ich auch. Aber ich war am Ende so fertig, dass die Geburt und Schmerzen mir schon egal waren, ich wollte, dass es endlich losgeht.
Bitte, lies hier nicht so viel rum, du machst dir unnötig Sorgen! Konzentrier dich lieber auf dich und dein Baby! Die Geschichten von anderen sind eben von den anderen und haben mit dir nichts zu tun.#winke

Beitrag von secretxxx 27.01.11 - 10:12 Uhr

Hi,

ich kann dich verstehen, bin zwar erst 7 ssw aber ich hatte schon eine geburt vor 10 jahren... ich flippe jetzt schon obwohl ich noch monate habe....die angst kann dir keiner nehmen, wahrscheinlich wird es dann unkomplizierter als du dachtest.
bei meiner ersten geb. haben sie mir die eingeleitet weil er eh schon gross genug war, einleitung war vor et, ich hab zwar damals gesagt ich bekomme keines mehr..aber wie man sieht...
meine freundin wiederrum hatte letztes jahr eine geburt, die würde es gleich nomals durchleben wollen!

die angst kann mir keiner nehmen, obwohl ich schon eine geb. hatte... jedoch wünsche ich mir eine schnell, das hoffe ich dir auch...
am besten ist nicht zuviele gedanken machen, das war bei mir auch so, ich hatte zum schluss überhaupt keine angst, hoffte nur das es bald zu ende ist... da hast du keine zeit mehr um angst zu haben :-)

viel viel glück

Beitrag von nana040279 27.01.11 - 10:14 Uhr

Hallo verena,

ich verstehe deine ängste, ich glaub die hatte ich auch bei der ersten geburt, fakt ist aber das jede geburt anders verläuft, meine war gut , kaum schmerzen ( kommt aber auch auf die empfindlichkeit der frau an) und nach einleitung ging es ziemlich schnell, 5 stunden. ich weiß nicht wie meine jetzige geburt verlaufen wird ich werd mich überraschen lassen müssen und auch im vorhinein zu sagen das der kleine wurm in deinen armen jeden schmerz vergessen lassen wird, was zwar war ist, nimmt die ängste nicht. versuch nicht so viel darüber nachzudenken und entspann dich, raus kommen alle und die medizin ist heute soweit das nichts schlimmes mehr passieren kann und ich habe gehört die haben ganz tolle schmerzmittel wenns zu heftig wird;-).
also alles liebe

Beitrag von hanni2007 27.01.11 - 10:15 Uhr

Hallo

Ich kann dich voll und ganz verstehen
So ging es mir bei meinem ersten Kind auch.
Überall wurde was erzählt,man hat so viel gelesen.
Aber ich kann dir sagen das es dann immer anders kommt.
Versteife dich auch vor der Geburt auch nicht zu sehr darauf irgendeine bestimmte position zu wollen.

Raus kommt dein Baby auf alle Fälle.
Und das Zählt.
Und was deine Ängste angeht:Hast du keine Hebamme mit der du reden kannst.
Sie kann dir ganz doll dabei helfen mit dieser Angst umzugehen.

Ich wünsche dir alles Gute

Miri mit 4 Kindern und Nr.5 im Bauch (20.Woche)

Beitrag von kleine-mama79 27.01.11 - 10:15 Uhr

Hi

Ich kann deine Angst gut verstehen,denn mir ging es nicht besser..ich hatte damals auch panische angst vor der entbindung..mir hat man dann geraten die PDA zu nehmen,damit die schmerzen erträglich werden..Als ich dann in den Kreißsaal kam,hat man mich ans CTG angeschlossen und nach 1 Std mir die PDA verabreicht,die mir auch sehr geholfen hat..Ich lag 7 Std in den Wehen bis unsere Tochter das Licht der Welt erblickte..

Dir kann ich die PDA auch wärmstens empfehlen,weil die Wehenschmerzen dann erträglich sind..

Bin auch vor knapp 14 Monaten das erste mal Mama geworden und meine Tochter ist jetzt kanpp 14 Monate alt

Dir wünsch ich viel glück für die Geburt und das alles gut klappt

Lg Claudia mit Tochter Lucia-Marie#liebdrueck#baby

P.S.das setzen der PDA merkt man kaum wenn man locker ist

Beitrag von jenny133 27.01.11 - 10:18 Uhr

Hallo Verena

lass dich mal #liebdrueck
Ich hatte vor Nico´s Geburt auch wahnsinnige Angst. Aus eigener Erfahrung könnte ich dir jetzt noch die Geburtsvorbereitende Akkupunktur empfehlen. Die bereitet nicht nur auf die Geburt vor, sondern macht auch lockerer und bereits nach der ersten Sitzung waren meine Ängste schon sehr viel weniger!

Dann kannst du dich jetzt bereits schon im KKH anmelden. Die Ärzte und Hebammen dort zeigen dir alles und werden dir auch erklären, wie sie dir beim Geburtsschmerz helfen können und welche Sicherheitsvorkehrungen es für das Baby gibt. Das beruhigt dich sicher auch wieder ein bisserl.

Vorher hatte ich schon noch Angst. Aber als die Geburt losging war da irgendwie eine innere Ruhe. Man kommt ja doch nicht drum rum ;-) Ich hab mir nichts vorgenommen und hab alles auf mich zukommen lassen (von wegen das einige schon vorher Wassergeburt planen oder eine PDA oder so. Das muss man Situationsbedingt entscheiden)

Letztenendes kann ich dir von einer wunderschönen Geburt berichten, die für mich ein tolles und einzigartiges Erlebniss war. (falls du mal den Geburtsbericht lesen willst meld dich nochmal) Und das, obwohl ich in deiner SS-Woche ebenfalls noch fast in Tränen ausgebrochen bin, wenn ich dran dachte was auf mich zukommt!

Ganz liebe Grüße
Melanie mit Nico (3 Jahre) und Bauchzwerg (18+4)

Beitrag von paradie 27.01.11 - 10:35 Uhr

Hallo, erstmal vielen Dank für die liebe Antwort :)

Das mit dem KH und Kreissaal besichtigen, erwartet mich nächste Woche. Das Eltern-Baby-Zentrum in Salzburg wurde erst Anfang des Jahres neu eröffnet und habe wunderschöne Fotos auf der Internetseite des KH gefunden :) sieht aus wie in einem Wellnesstempel ;) das ist das einzige, was mich bisher etwas beruhigt hat.

Es ist schön zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht/ging. Meine Freundinnen mit Kindern konnten mich leider in der Hinsicht überhaupt nicht verstehen.. :(

Bezüglich der PDA und Schmerzmittel bin ich etwas skeptisch :) darüber habe ich mich noch zu wenig informiert.. aber ich möchte auf jedenfall meinem Sohn nicht im Medikamentenrausch das erste Mal begegnen ;)

PDA ist ein Kreuzstich oder liege ich da falsch?

Ganz liebe Grüße

Verena

Beitrag von jenny133 27.01.11 - 10:58 Uhr

Hallo

ja das ist es. Ich hatte auch keine PDA bei der Geburt von Nico.
War aber bei mir auch nicht nötig. Lass dich diesbezüglich auch gleich nächste Woche im KKH aufklären. Es gibt aber auch noch andere Schmerzmittel die während der Geburt eingesetzt werden können. Für mich war es eben vorher auch noch zusätzlich eine Beruhigung zu wissen, das es was gegen die Schmerzen gibt, wenn es für mich zu heftig werden würde. Man muss da mittlerweile nicht mehr so ausgeliefert sein.

Auch solltest du dir im vornerein nicht vornehmen KEINE Medikamente zu nehmen. Denn das macht nur ein schlechtes Gewissen wenn es dann doch soweit kommen sollte. Die Geburt kann ein wundervolles Erlebnis sein, wenn man sich nicht zu sehr einengen lässt von aussen und von sich selbst. Sei da großzügig zu dir und vielleicht nochwas: Überleg mal wieviele Menschen auf der Welt es gibt. Und ein großteil kommt durch eine normale Geburt auf die Welt. Der Körper der Frau ist 100% dafür konstruiert das zu schaffen und durchzustehen. Vertrau da auch wieder auf deinen Körper, denn ich denke, das haben wir im Zeitalter der Medizin irgendwie total verlernt!

LG
Melanie

Beitrag von klara4477 27.01.11 - 10:21 Uhr

Hallo Verena!

Nein, Du bist ganz sicher nicht die einzige die Angst vor der Geburt hat!

Allerdings solltest Du versuchen etwas gelassener an das Ganze ranzugehen. Ich weiss, einfacher gesagt als getan... Aber weisst Du, jede Geburt ist anders, daher wird es Dich auch garnicht weiterbringen wenn Du Dir "Horrorgeschichten" von anderen anhörst. Wenn Dir wieder wer versucht soetwas aufzutischen sag das Du das nicht möchtest.

Ich gehe davon aus das Du im Krankenhaus entbinden wirst, oder?
Da werden Du und Dein Baby in aller Regel gut überwacht. Ausserdem ist es fast jederzeit möglich etwas gegen die Schmerzen zu bekommen sollte es für dich zu arg werden.
Was den Dammschnitt anbelangt, vieleicht brauchst Du ja garkeinen. Und selbst wenn, das Gewebe steht zum Zeitpunkt des schneidens so unter Spannung das Du normalerweise so rein garnichts davon merken wirst.

Lies Dir mal einige Geburtsberichte hier durch, die meisten sind doch eigentlich wunderschön.
Klar, eine Geburt tut weh, eine Geburt kann lange dauern, aber meistens ist es doch so das man das alles dann doch mehr oder weniger gut wegstecken kann. Und das was am Ende auf Dich wartet ist eben einfach all die Mühe wert!

Hast Du keine Hebamme mit der Du mal über Deine Ängste sprechen kannst? Ich denke gerade bei solchen Themen ist man dort oft besser aufgehoben als beim Gyn. Der sieht das Ganze halt aus medizinischer Sicht, und nüchtern betrachtet ist eine Geburt aus solch einer Sicht eben auch normalerweise so rein garkein Problem.

Weisst Du, mich plagen gelegentlich auch Ängste, aber ich versuche mich dem nicht so ganz hinzugeben, denn letztendlich kann ich jetzt noch garnicht wissen wie`s wird und ich vertraue einfach darauf das ich das genauso gut hinbekomme wie die meisten anderen Frauen auch.

Ach ja, und was Deinen Freund anbelangt:
Gerade bei der ersten Geburt ist es recht unwahrtscheinlich das die Geburt Knall auf Fall kommt, also sollte er normalerweise noch Zeit genug haben dazu zu kommen wenn Du merkst es geht los.

Ich wünsche Dir auf jedenfall alles Gute! Und he, Tschaka, Du machst das schon #liebdrueck!

Beitrag von sunnygirl1978 27.01.11 - 10:22 Uhr

Hallo,

mir ging es bei der ersten Geburt genau andersherum. Ich hatte keine Angst, dachte ich sei gut vorbereitet haha. Naja muss aber dazu sagen. Es ging 36. Woche los, der kleine kam innerhalb von 3 Stunden, also Wehen im Minutentakt von Anfang an. usw.

Wichtig - höre dir keine anderen Geburtsgeschichten mehr an - es kann bei dir ganz anders sein. Mir hilft Entspannung. Arbeite mit der REgenbogenentspannungs-CD vom Hypnobirthing und bin nach einer Woche täglich hören schon viel ruhiger (mehr als mein Mann lach).

Suche dir eine gute Hebamme und bespreche auch deine Sorgen mit Ihr.
Wichtig ist, versuchen, die Gedanken positiv zu ändern, denn dann wirst du auch ruhiger.

Ich wünsche dir alles Gute

Sunnygirl 24+4

Beitrag von mff 27.01.11 - 11:10 Uhr

Hallo Verena,

ich kann Deine Ängste verstehen... mir ging es genauso!

Ich habe hier im Forum auch immer die Geburtsberichte gelesen, ABER immer nur die positiven, bei denen stand: "Nur für gute Nerven" oder so... habe ich immer nicht aufgemacht!!!:-D

Am Anfang meiner SS wollte ich immer einen Kaiserschnitt, da ich dann die Schmerzen unter der Geburt -wie ich meinte- nicht ertragen müsse...
Das Forum half mir, mich mit einer Wassergeburt vertraut zu machen und ich wollte dann auch eine natürliche Geburt!
Jeder (v.a.in der Family) erzählte immer wie schlimm die Geburt doch gewesen ist und was schief gegangen ist- oh Gott eine Wassergeburt, wie kann ich nur! Und dann hat jeder schon was schlechtes über eine Wassergeburt auf Lager gehabt.- Ich hab mich am Ende schon gar nicht mehr getraut von meiner gewünschten Wassergeburt zu erzählen.
Das positive wird immer nicht erwähnt. (Ausnahme: hier im Forum, liest man auch das ein oder ander Gute! Aber das Gute kommt trotz allem zu kurz!)
Bei meiner Family wollte mir auch Eine Angst machen vor ihrer Horrorgeburt und in diesem Klinikum will ich entbinden??? Sie würde das nie wieder machen, es war bei ihr alles so schlimm, und die Schwestern richtig unfreundlich und am besten gleich wieder nach Hause, da alles sooo schlecht war und die Ärzte/ Schwestern unfähig...Die Details erspar ich Dir jetzt!
Ich hätte ihr fast eine runtergehauen... :-p
Wie kann man mir so eine Angst bereiten, kurz vor der Geburt???

Letztenendes haben mir die Gespräche mit meiner Hebamme und meiner Schwester geholfen, die 6Monate vor mir entbunden hat!
Dadurch hab ich Kraft bekommen...und konnte meinen Wissensdurst auch stillen.
Ich hab mein Ding durchgezogen! Und das war gut so, denn die Ärzte und Schwestern waren sehr nett... (außerdem ist die Geburt der Verwandten schon 10Jahre her und die Medizin hat sich weiterentwickelt!!!)
Eine Wassergeburt konnte ich dann leider doch nicht haben... habe mich im Wasser nicht wohl gefühlt...:-[

Was ich dir damit sagen will, bitte such dir jemanden, mit dem Du darüber JETZT sprechen kannst, am Besten eine Hebamme, die Dich dann auch während der Geburt begleitet! Sprich mit ihr über Deine Ängste, sie kann Dir (fast) alles beantworten.
Sprich auch mit ihr darüber, wie Du Dir die Geburt vorstellst! Sei aber offen, wenn etwas sich unter der Geburt sich anders entwickelt... z.B. ich wollte die Wassergeburt, konnte aber dann kein Wasser leiden, da die Wehen zu stark geworden sind. Letzten Endes war ich auf dem Geburtshocker, bei dem ich im GVK immer gesagt habe, dass kommt für mich nicht in Frage...!!!
WEnn es med. bedingt ein Kaiserschnitt sein muss, dann ist es so... sie machen keinen um dich zu ärgern! Sei offen!!!
Such Dir bitte eine Hebamme, am liebsten würde ich Dir meine gleich vorbeischicken!!!!
Führ ein Kennenlern Gespräch mit ihr! Am besten Du rufst GLEICH eine an! Wenn die Hebamme nicht dein Ding ist, such Dir eine andere und mach noch ein Kennenlern- Gespräch. Nichts ist schlimmer, als wenn Du sie nicht leiden kannst und ihr nicht vertraust!!!!

Nun noch zu Deinen beschriebenen Ängsten:

-Ein Kind, dass nicht durchs Becken gepasst hat und daran gestorben ist... Ja, das gab es einmal... heute wird vorher geschaut, wie groß der Kopf ist und ob er durch das Becken passt! dafür gibt es die Untersuchungen zuvor!!! Falls der Kopf nicht durchpasst, muss eben ein Kaiserschnitt gemacht werden...
-40 Std. WEhen... Ja, dass kann vorkommen, aber es gibt gute Schmerzmittel, die die Wehen erträglicher machen!
-Du hast Angst, dass Dein Mann zu spät kommen könnte... keine Angst... Das dauert...v.a. beim ersten Kind!!! Meist gehen die Wehen doch sowieso Abends los... warte es ab!
Außerdem weißt Du noch gar nicht wie Du unter der Geburt drauf bist... Ich wollte z.B. während der Geburt nicht, dass mein Mann mich auch nur anfasst!!! Das habe ich hier im Forum schon öfters gelesen... und meinen Mann auch schon drauf vorbereitet gehabt! Mir wäre es egal gewesen, wenn er erst nach 2 Stunden nach gekommen wäre... Er hat sowieso nichts für mich tun können, außer in der Ecke sitzen und meinen stöhnen zuzuhören... der Arme!!!
Plan B zur Absicherung: Wenn Du def.(außer der Hebamme)die ganze Zeit jemanden dabei haben möchtest, frag doch evtl. deine Freundin oder Mutter, ob sie dich begleiten können, bis dann Mann dann da ist! (Ich hätte es nicht haben wollen! - Das entscheidest aber NUR Du allein!)
-Dammschnitt: Rede da mit Deine HEbamme darüber! Ich war mir, zus. mit ihr einig, dass wir keine Dammschnitt machen, wenn es reißt, dann reiße ich eben. (so war es dann auch... aber es vergeht!) Wir waren der Überzeugung, dass es besser/schneller heilt ohne Schnitt!
Wenn die Hebi dies weiß, wird sie dass dann auch unter der Geburt geg.über den Ärzten vertreten!
-Mach Dir im Vorfeld Gedanken über Schmerzmittel und besprich auch dies!!! Ich hatte gesagt, ich versuche es ohne, wenn es gar nicht mehr geht, dann lasse ich mir eine PDA legen... den unterschriebenen Wisch hatte ich im MuPa dabei! Sei auch hier für alles offen, und mach dich mit den verschiedenen Möglichkeiten vertraut! --> meine HEbi meinte dann während der Geburt, dass sie mir dann jetzt doch ne Nadel legt... ich war sicher dass jetzt ne PDA kommen würde... sie legte mir aber "nur" ein Schmerzmittel über den Tropf... das hat bei mir geholfen, wenn nicht, hätte ich auch die PDA genommen!!!

So verflixt das ist jetzt extrem lang geworden...

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!
Tu mir einen Gefallen und such Dir eine Hebamme!!! Sprich bitte ausführlich mit ihr, falls Du keine finden solltest/ keine mehr frei ist, geh ins Krankenhaus zur Geburtsvorbesprechung und lege fest, was Du willst und was nicht!
Sprech auch mit Deinem Mann darüber... Er kann dann unter der Geburt evtl. auch das ein oder andere mal nein sagen.

Wenn Du eine aus dem Krankenhaus nehmen solltest, also nicht Deine eigene mitnehmen solltest, und Du die Dir zugewiesene Hebi nicht ab haben kannst, sag es, bzw. Dein Mann soll dies dann tun... Es sind immer mehrere Hebis da die Schicht haben!!! Du bekommst gerade Dein Kind und musst nicht zu irgendwelchen Beißzangen nett sein, obwohl Du sie nicht leiden kannst!!! Das kannst Du unter der Geburt nicht gebrauchen!!!

So und nun ab ans Telefon und Hebi anrufen!!!

Alles, alles Gute für Dich. Du schaffst das!!!! #liebdrueck

LG mff

Beitrag von jenny133 27.01.11 - 11:22 Uhr

Hallo

schön geschrieben #pro
Wollte nur noch was zufügen: Zu dem das das Kind evtl. nicht durch den Geburtskanal passt. Bei meiner Schwester war es so. Nach acht Stunden Wehen musste sie auf einen Kaiserschnitt ausweichen. Trotzdem zieht sie ein positives Resumee aus der Geburt und freut sich über ihre kleine Tochter tierisch. Kann also auch erst bei der Geburt festgestellt werden, ist aber trotzdem nicht gefährlich fürs Kind.

Hab bei mir noch vergessen zu schreiben: Ich hatte ebenfalls einen Dammschnitt und der hat mir absolut keine Probleme bereitet!!

LG
Melanie

Beitrag von paradie 27.01.11 - 11:27 Uhr

Hallo :)

danke für deine lange und ausführliche Antwort.

Gleich zu Anfang, dass Kind, dass nicht durchs Becken gepasst hat.. das war Ende November letzten Jahres.. also ganz aktuell - leider :(

In den meisten Punkten schließe ich mich deiner Meinung an. Ich kann mir zum Beispiel auch nicht vorstellen meine Mutter oder eine Freundin bei der Geburt dabei zu haben und möchte es denen auch garnicht erst zumuten. Da bleib ich lieber die erste Zeit alleine.

Ob ich mir eine Wassergeburt wünsche weiß ich nicht, ich wünsche mir auf jedenfall eine Geburt, bei der ich nicht die ganze Zeit liegen muss - entweder weil ich zu schwach bin oder weil es dem Kind nicht gut geht - weil ich denke, dass das nur noch anstrengender wäre.

Auf jedenfall bin ich froh, dass lauter positive Antworten kamen und ich nicht alleine mit dieser Angst bin. Dachte schon ich wäre die Einzige, der es so geht!

Mir kommt vor, dass ich auch schon ein wenig ruhiger werde! Vielen vielen Dank!!!!#blume

Liebe Grüße

Verena

Beitrag von mff 27.01.11 - 13:14 Uhr

Liebe Verena,

Schlaf da auch ruhig noch mal drüber! Das musst Du nach und nach verarbeiten, dass es sich bis zur Geburt alles gesetzt hat.

Schreib Dir Deine Fragen auf, auch wenn Du sie für peinlich/einfach hälst.
Stille Deinen Wissensdurst und frage! (Aber versuche die neg. Erfahrung von anderen auszulassen...)

Hmmm... mit der Todgeburt im Nov.... ok... es kann natürlich immer was passieren! Aber Gefahren lauern immer und überall in unsern Leben!!!
Ich weiß nicht, ob sie sich evtl. vorher strikt gegen einen Kaiserschnitt ausgesprochen hatte und versucht hatte mit aller Gewalt das Kind auf natürlichen Weg zur Welt zur bringen?!
Die Ärzte wollen eigentlich schon dieses Risiko ausschließen, und versuchen dann schon vorher einzugreifen.

So schlimm wie die ganze Geschichte auch ist: Sieh es positiv... Bei Dir passiert das nicht! Warum sollte es denn auch? Kopf hoch!

Bereite Dich nun Schritt für Schritt auf die anstehende Geburt vor!

LG mff