Die "Windelfrei"-Geschichte...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von christianef. 27.01.11 - 10:46 Uhr

Hallo ihr Lieben...

habe gerade hier bei Urbia den Bericht über "Windelfrei" Gelesen!

Finde ich sehr interessant,und überlege,dass diesesmal auch zu probieren.

Was haltet ihr davon,oder hat schon jemand Erfahrung damit?

LG Chris (15.ssw)

Beitrag von sandmann1234 27.01.11 - 10:53 Uhr

wenn dein kind den ganzen tag auf dem töpfchen sitzt, bekommts hämorrieden.

Außerdem sind sie erst ab ca 2 Jahren in der Lage den Schließmuskel zu benutzen.

Wenn dir die Einweg Windeln zu teuer sind, dann gibts auch den Windelservice. Das sind Stoffwindeln die frisch gewaschen gebracht werden und schnutzig wieder abgeholt werden

Beitrag von christianef. 27.01.11 - 10:56 Uhr

Hallo...

Okay,du hast den Bericht wohl nicht gelesen,denke ich!

Da steht nämlich,dass man durchaus diesselbe Windelanzahl gebrauchen kann,wie normal auch!Es geht mir vielmehr um den Kommunikationsansatz!

LG Chris

(Wenn ich mir keine Windeln leisten könnte,würde ich keine Kinder bekommen!)

Beitrag von sandmann1234 27.01.11 - 11:02 Uhr

doch hab ich, aber da steht ja auch in welchen ländern die das machen und da laufen die kids eh fast nur nackt rum.

Das mit den Windeln leisten können, hat damit nichts zu tun, es sollte dich nicht angreifen.

Es gibt halt Leute die mögen keine wegwerf Windeln. Aus Umweltschutz z.B.
Gerade im Sommer wo es in der Plastikwindel eh immer schön feucht ist

Beitrag von sonnenstein 27.01.11 - 11:16 Uhr

windelfrei bedeutet nicht das das baby/kind den ganzen tag auf dem töpfchen verbringt#nanana
vielleicht solltest du dir den beitrag mal durchlesen?
es geht nicht um sauberkeitserziehung!
und auch bei windelfrei kommen windeln zum einsatz!

lg daniela

Beitrag von estherb 27.01.11 - 10:56 Uhr

Hallo!

Also, ich würde mir das im Leben nicht antun :-) Ich hab einfach gewickelt, ganz "stinknormal", aber dafür ab eineinhalb Töpfchen und Klositz angeboten, meine Maus fand es toll und wollte mit zwei keine Windel mehr. Da hat sie dann ein Vierteljahr echt noch oft genug in die Hose gemacht, mit zweieinviertel war sie dann aber tagsüber sauber und mit zweidreiviertel nachts. Ich hätte keine Lust, noch einen dreieinhalbjährigen zu wickeln, das krieg ich bei Freundinnen mit. Aber beim Baby fand ichs nicht schlimm und lebenspraktischer, ich hab auch noch was anderes zu tun, als pausenlos auf Signale zu achten oder ständig vollgepinkelt zu sein. Meine Tochter hat am Anfang viertelstündlich gepinkelt und hatte acht Windeln täglich voll bis zum Rand. Die hat sogar bei der U 2 dem Kinderarzt Muttermilchstuhl auf die Hose gekackt (per Weitschuss aus der Bauchlage wie aus nem Kanonenrohr). Das Zeug ist so flüssig und das kommt so schnell raus, dass du froh sein kannst, wenns keine Flecken an der Wand gibt. Der Kinderarzt machte noch einen Hechtsprung rückwärts, konnte aber nicht mehr ausweichen. Und dabei haben wir das "Signal" gesehen und noch "Vorsicht...." gesagt, da wars schon zu spät. Wenn ich meine Tochter im Sommer nackt eine Viertelstunde auf dem Wickeltisch hab rumliegen lassen, musste ich auch alles waschen. Und eh bei jedem Wickeln noch fünfmal neu abwischen, bis sie sich mal ausgekackt hatte. Mein Kind hatte für solche Spielereien wie "windelfrei" eindeutig eine zu gesunde Verdauung.

LG Esther

Beitrag von christianef. 27.01.11 - 11:11 Uhr

Hallo!

Danke für deine Meinung!

Mich spricht diese Methode aber wirklich an.Nicht um das Baby früh sauber zu haben,sondern einfach um es besser verstehen zu lernen!

LG Chris

Beitrag von estherb 27.01.11 - 11:49 Uhr

Hallo Chris,

du kannst es ja ausprobieren, du siehst schon, ob das mit deinem Kind was bringt. Es ist mir schon klar, dass es nicht in erster Linie ums Sauberwerden geht, sondern um das Deuten von Signalen. Nur dass das Deuten bei meiner Tochter wenig gebracht hätte. Sie hat zum Beispiel mit Begeisterung die ganzen erste Monate während des Stillens gekackt. Und zwar nicht ein bisschen, nee :-) die war bei jedem Stillen so vollgekackt, dass es oben am Rücken rauslief :-) 6-8 Mal täglich :-), als sie noch so oft trank (die ersten zwei Monate). Was hätte ich da tun sollen? Während des Stillens Windel runterreißen und Töpfchen drunter? Auf dem Sofa oder im Bett :-)? Glaub nämlich nicht, dass sie während des Kackens meine Brust losgelassen oder das Trinken unterbrochen hätte, nichts da. Sie war absolut Multi-Tasking-fähig. Und bekam offensichtlich so viel Muttermilch, dass sie zum Dauerkacker wurde :-)

Dass es Signale gibt, stimmt schon. Die Babys verziehen das Gesicht, werden puterrot, man sieht schon, dass die jetzt machen. Deshalb finde ich es dann auch später, beim Sauberwerden, sehr wichtig, dass man damit noch anfängt, wenn das Kind diese Signale noch an den Tag legt, zugleich Interesse am Töpfchen hat und noch nicht so lange in seinem Leben gewindelt wurde, dass es bewusst und gezielt in die Windel drückt, obwohl es den Vorgang durchaus bemerkt und auch eher, als viele Eltern denken. Weiter unten hat jemand geschrieben, sie müssten es sonst mühsam wieder lernen, selbst Signale wahrzunehmen. Das sehe ich auch so, wenn man einem Dreijährigen die Selbstbewusstseinserfahrung nimmt, zu lernen, aufs Klo zu gehen. Nur bei manchen Babys funktioniert das - glaub ich - nicht so toll.

Aber wie gesagt, probier es aus, wenn du magst. Vielleicht kriegst du ein Baby, das nur einmal am Tag oder gar nur einmal in der Woche kackt, das gibts ja auch, dann ist das natürlich weniger schwierig :-) Ich wäre aus dem Windel an- und ausziehen oder zum Töpfchen rasen nicht mehr herausgekommen, ich hatte eh schon das Gefühl, ununterbrochen das Kind zu säubern...

LG Esther

Beitrag von uta27 27.01.11 - 11:01 Uhr

Hi!

Das das Kind den ganzen Tag auf dem Töpfchen sitzt, ist ja nun sehr weit hergeholt.
Es geht doch nicht darum, das Kind 24 Stunden unten herum nackig zu lassen.
Man benutzt sehr wohl Windeln.
Es ist frühe Kommunikation mit dem Kind, das sehr wohl merkt, dass es sich erleichtern muss. Wenn Du die Signale richtig deuten kannst, ist das eine tolle Sache für Euch!

Ich war bei meinen ersten beiden Kindern auch noch der Meinung (die natürlich von aussen in mich hineingetragen wurde), dass das Kind seinen Schliessmuskel noch nicht trainieren kann ect.!
Darum geht es aber nicht!
Es ist schon total klasse, wenn man keine vollgekackten Windeln hat, besonders wenn man mit Stoff wickelt.

Ich kann Dir sagen, es funktioniert!
Und es hat nichts mit frühem "topfen" und Sauberkeitserziehung zu tun!
Babys sind sich Ihrer Ausscheidungen bewusst und werden durch Pampers und Co. dazu gezwungen, dies zu verlernen und wieder mühsam zu erlernen.

Liebe Grüße, Uta

Beitrag von christianef. 27.01.11 - 11:08 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort!
Schön,das du die Erfahrung gemacht hast,dass es funktionieren kann!

Das bestärkt mich in meiner Motivation,es auf jeden Fall zu versuchen!

LG Chris

Beitrag von anne_loewe 27.01.11 - 12:44 Uhr

Liebe Chris,

das Forum hier ist denke ich zu konservativ was das "windelfrei" Thema betrifft. Interessante Beiträge findest Du bei

www.rabeneltern.org

Dort triffen sich eher aufgeschlossenere Eltern ;-)

Mein Sohn hat ab dem dritten Monat kein grosses Geschäft mehr in die Windel gemacht und findet es total ekelig wenn andere Kinder in die Hose machen. Ich habe nie Druck gemacht oder so und mit Pipi war es mir persönlich zu kompliziert, doch es ist (von der Windelindustrie verbreiteter) Quatsch die Kontrolle des Schliessmuskels sei erst dann und dann....

Ich fand es für mein Kind jedenfalls deutlich angenehmer nicht in seinen eigenen Ausscheidungen zu sitzen :-)

Liebe Grüsse und viel Glück, melde Dich einfach nochmal bei Fragen!
Anne

Beitrag von christianef. 28.01.11 - 09:32 Uhr

Hallo...

Danke für deine Antwort!

LG Chris