elterninitiative - stress oder toll?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von aurice 27.01.11 - 13:21 Uhr

hat jemand erfahrungen mit einer elterninitiative? welche aufgaben sind es und wieviel zeit nehmen sie in anspruch? ich überlege ob ich mein kind da anmelden soll..

danke!

Beitrag von palomita 27.01.11 - 14:06 Uhr

Wir haben uns, nachdem wir uns mehrere Kitas angesehen haben und wegen schlechter Betreuungssituation in unserer Stadt eh keinen Platz bekommen hätten, entschieden, einer Elterninitiative beizutreten. Ich habe auch immer vorher gedacht: boah, das ist doch nur Stress, wie soll man das nebenbei alles schaffen - wo es doch viel einfacher ginge.
Letzten August hat unsere Kita aufgemacht. Natürlich war das wirklich viel Arbeit, wir haben uns aber auch extrem doll eingebracht (sowohl ich als auch mein Freund, einer hätte eigentlich gereicht als Anforderung). Und ich bin so glücklich, dass wir diesen Schritt gewählt haben! Wir konnten so viel mitbestimmen/ gestalten... angefangen vom Essensanbieter über Inneneinrichtung, Baugeschehen, Auswahl Personal usw. Gut, Vorteil war dabei, dass die Einrichtung noch nicht bestand und wir somit die Grundlagen selber mitbestimmen konnten. Das geht bei einer laufenden Einrichtung natürlich nicht mehr. Nachteil ist, dass man bei nem Neuanfang auch viel mehr Dinge zu lösen hat, ständig neue Herausforderungen hat. In unserer Stadt gibt es mehrere Elterninitiativen, wenn du die Wahl hast, schau dir doch mehrere Projekte an und entscheide danach. Ich bin mit unserer Entscheidung jedenfalls sehr glücklich, unsere Tochter will nachmittags gar nicht mehr mit nach hause, fühlt sich pudelwohl. Und das Verhältnis unter den Eltern ist einfach sehr viel anders als in einer normalen Kita. Man kennt sich, hat zusammen was aufgebaut. Das schweißt zusammen. Finds ne tolle Alternative, aber man muss auch den Willen haben, Zeit zu investieren. Die Zeit dafür hat man übrig, man kann ja so viele Aufgaben erledigen, ohne dass es einen völlig überfordert (nebenbei Handtücher waschen, am WE mal den garten mit aufräumen, Wände streichen, Kinder betreuen, Pressemitteilungen schreiben - jeder, was er kann und mag).
LG, palo

Beitrag von kessita 27.01.11 - 14:35 Uhr

Hallo,

das kommt immer auf die Elterninitiative an.

Meine Große ging in die Krippe die auf Elterninitiative gegründet wurde und von der ein Elternverein Träger ist.

Für mich persönlich einfach nur klasse. Es wird so betreut wie Eltern die Betreuung brauchen, ganztags, auch einige Kinder nur 2- 3 Tage die Woche, Aufnahme unter einem Jahr und auch die Öffnungszeiten orientieren sich an den Bedürfnissen der Eltern.

Pflichten unserer Eltern:
- 15 Stunden pro Elternpaar und Jahr für die Krippe - putzen, Rasen mähen, renovieren, etc.

- Mitgliedschaft im Verein

wer mehr machen will ist im Vorstand herzlich willkommen.
Ehrlich gesagt mein Kleiner müsste nicht unbedingt in die Krippe da ich auch abends arbeiten könnte, aber ich möchte ihm weder die Gruppenaktivitäten noch die große Bewegungshalle, noch die zig Fördermöglichkeiten die unsere Krippe bietet vorenthalten.

Gäbe es hier nur die Krippe in Trägerschaft der Diakonie, bliebe Lukas zu Hause.

LG