Auszug von "Hotel Mama"

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von vale87 27.01.11 - 13:34 Uhr

Hallo ihr Lieben!
Ich bin gerade 24 geworden und wohne noch zuhause...
ist das sehr schlimm? Meine Mutter erzählt immer, dass sie schon mit 17/18 ausgezogen ist und kein Geld hatte und trotzdem klarkommen musste...

Ich war schonmal ausgezogen, in eine WG mit meiner damals besten Freundin - leider hat das garnicht funktioniert, da sie ständig Partys geschmissen hat und ich nicht zum Lernen kam. Dann bin ich wieder zurück ins Haus meiner Mutter gezogen...

Ich studiere noch und stehe kurz vor meinem Chemie-Diplom (jaaaaaha Gott sei Dank noch Diplom und nicht Bääätschelör) - ich weiß nicht, ob ich während der Diplomarbeit arbeiten gehen kann, wohl eher nicht! Ausziehen ist aber zu teuer...hhmmm und jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Meine Mutter ist sehr darauf bedacht, dass ich so schnell wie möglich ausziehe!

LG Valentina

Beitrag von ohmama 27.01.11 - 13:54 Uhr

Hallöchen Valentina!

Welche Gründe nennt Deine Mutter denn dafür, dass Du ausziehen sollst?

Ich würde an Deiner Stelle die Vor und Nachteile gegenüberstellen und Deine Mutter darauf hinweisen, dass sie evtl. als Eltern Unterhalt zahlen müssten, falls Du finanziell nicht zurecht kommst.

Wenn Du bis jetzt zu Hause wohnen konntest, wird es wohl auch kein großer Aufwand sein, so lange dort zu wohnen, bis Du Dein Diplom in der Tasche hast.

Ich würde mich aber schon jetzt auf die Suche nach einer Wohnung machen, damit Du ausziehen kannst, sobald Du Geld verdienst.
Als ein Zeichen von gutem Willen Deiner Mutter gegenüber sozusagen.

LG Bille
(ich bin wie Deine Mutter mit 18 ausgezogen und habe ihr seit dem auch nicht mehr "auf der Tasche gelegen")

Beitrag von vale87 27.01.11 - 14:04 Uhr

Hallo Bille!

Meine Mutter hat eben noch drei andere kleine Kinder, die sie viel Kraft kosten und wesentlich jünger sind als ich - vielleicht möchte sie deswegen die Älteste mal aus dem Haus haben. Ja mit Unterhalt sieht es schlecht aus: mein leiblicher Vater zahlt nicht, weil er frühzeitig pensioniert ist und ne mickrige Pension bekommt. Meine Mutter hat sich nach meinem Bruder Louis beurlauben lassen...

Jetzt ist sie auch nicht mehr die Jüngste, klagt oft über Knie- und Hüftschmerzen und ist nicht mehr so vital wie sie in meiner Kindheit war. Das hat natürlich auch Auswirkungen bei meinen Geschwistern, die wesentlich einfacher erzogen werden als ich. Na gut, jetzt bin ich aber abgeschweift...

Ich war ja auch schonmal ausgezogen. Da war auch das Verhältnis zwischen meiner Mutter und mir wesentlich besser, muss ich zugeben. Nun ist sie meiner Meinung nach überfordert mit vier Kindern im Haus.

LG Valentina

Beitrag von ohmama 27.01.11 - 14:07 Uhr

Vielleicht könntest Du -wenn Du es nicht schon machst- Deine Mutter etwas unter die Arme greifen und somit entlasten. Ab und zu mal dafür sorgen, dass sie Zeit für sich hat. Im Haushalt helfen.

Beitrag von vale87 27.01.11 - 14:29 Uhr

Naja es ist ja nicht so, dass ich nicht im Haushalt helfe - gehe auch oft mal für die ganze Family einkaufen etc.

Beitrag von mauseannie 27.01.11 - 21:26 Uhr

Naja, ein bisschen mehr und regelmaessig ist da sicher drin.

Beitrag von ayshe 28.01.11 - 08:58 Uhr

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Ich würde mich aber schon jetzt auf die Suche nach einer Wohnung machen, damit Du ausziehen kannst, sobald Du Geld verdienst.
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Ich würde das nicht tun.
Warum sollte sie denn sicher sein, daß die Wohnung dann überhaupt in Arbeitsnähe ist?
Vllt muß sie dann immer 100 km fahren oder sonstwas.
Das ist doch keine Planung.

Beitrag von ohmama 28.01.11 - 13:31 Uhr

Ich habe nicht geschrieben, dass sie morgen einen Mietvertrag unterschreiben soll, oder?

Auf die Suche machen bedeutet für mich, sich schon einmal umzusehen was bezahlbar ist, wie der Mietspiegel ist und der Mutter gegenüber einen guten Willen zu szeigen.

Dass man erst eine Wohnung anmieten kann, wenn man weiß wo man später einmal wohnen möchte ist mir schon klar.... :-p

Beitrag von ayshe 29.01.11 - 09:29 Uhr

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Dass man erst eine Wohnung anmieten kann, wenn man weiß wo man später einmal wohnen möchte ist mir schon klar....
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Also in über einem Jahr nach dem Diplom und der erfplgreichen Jobsuche.

Ihre Mutter will aber, daß möglichst bald auszieht.

Beitrag von ohmama 29.01.11 - 14:52 Uhr

Supi!

Beitrag von redrose123 27.01.11 - 14:02 Uhr

Ich bin glaub mti 25 ausgezogen und mit meinem heutigen Mann zusammengezogen, ging finanziell eben nicht. Gott sei dank haben meine Eltern mich nicht an die Luft setztn wollen....

Beitrag von berry26 27.01.11 - 14:03 Uhr

Hi,

also für mich wäre es nicht in Frage gekommen so lange bei Mama zu wohnen. Ganz einfach weil ich weder gerne meinen Besuch zu Mama schleppen wollte, noch weil ich mir gerne in diesem Alter in mein Leben reinreden lassen wollte.

Mein Mann ist mit Beginn seines Studiums ausgezogen. Er hat halt nebenbei gejobbt (+Bafög) um seine Wohnung und sein Leben zu finanzieren.

Neben der Diplomarbeit ist nicht viel Zeit zum arbeiten, aber bissl Kellnern, putzen o.ä. ist auf alle Fälle drin. Mein Mann hat nebenbei bei einer Brauerei und einem Autovermieter gearbeitet.

Wenn du ausziehst und kein Bafög beziehst, muss dir übrigens deine Mutter Unterhalt zahlen.

LG

Judith
die Ihre Kinder über alles liebt aber sie mit spät. 22 auch aus dem Haus werfen wird!

Beitrag von gh1954 27.01.11 - 14:20 Uhr

>>>Judith
die Ihre Kinder über alles liebt aber sie mit spät. 22 auch aus dem Haus werfen wird! <<<

Schwachsinn, so etwas zu behaupten.

Beitrag von berry26 27.01.11 - 15:41 Uhr

Wieso ist das Schwachsinn?

Ab einem gewissen Alter haben Kinder IHR Leben zu leben und das möglichst nicht unter meinem Dach! Gerne in meiner unmittelbaren Nähe aber im eigenen Haushalt!

Beitrag von gh1954 27.01.11 - 18:05 Uhr

>>>Wieso ist das Schwachsinn?<<<

Weil du heute noch nicht absehen kannst, was in 20-22 Jahren ist und wie deine Kinder sich entwickeln.

Beitrag von berry26 27.01.11 - 18:18 Uhr

Na ich denke schon das ich irgendwann mal meine Ruhe haben will:-p

Ich habe nicht gesagt das ich meine Kinder nicht unterstützen werde aber ich habe keine Lust meinen Kindern im Erwachsenenalter noch "Hotel Mama" zu bieten.



Beitrag von gh1954 27.01.11 - 18:24 Uhr

>>>Ich habe nicht gesagt das ich meine Kinder nicht unterstützen werde<<<

Du weißt doch gar nicht, was das Leben noch für dich bereit hält. Vielleicht bist du in 20 Jahren überhaupt nicht in der Lage, deine Kinder (finanziell) zu unterstützen und sie müssen, bis sie auf eigenen Füßen stehen, bei dir leben.

Von daher mag ich solche markigen Sprüche nicht...

Beitrag von berry26 27.01.11 - 18:40 Uhr

Na hör mal. Mit 22 Jahren ist entweder eine Ausbildung beendet oder es steht ihnen Bafög zu wenn ich sie nicht unterstützen kann. Ich musste mit 20 Erwachsen werden und ausziehen und mein Mann auch.

Wir waren beide in Ausbildung und bekamen nichts von unseren Eltern. Das geht also!! Ab einem gewissen Alter kann man von seinen Kindern durchaus Selbstständigkeit erwarten. Ich werde jedenfalls nicht 15 Jahre Studium unterstützen oder finanzieren noch werde ich einem 30jährigen die Unterhosen waschen und sein Bettchen machen.

Meine Kinder haben beide ihre Sparbücher in die jeden Monat eingezahlt wird (sofern uns keine größeren finanziellen Probleme ereilen). Bis sie erwachsen sind haben sie damit ein sehr gutes Startkapital und werden nicht auf dem "Trockenen" sitzen.




Beitrag von gh1954 27.01.11 - 23:34 Uhr

Dein "Na hör mal" kannst du gerne steckenlassen.

Dein Satz "Judith
die Ihre Kinder über alles liebt aber sie mit spät. 22 auch aus dem Haus werfen wird! " ist und bleibt unsinnig.

Dabei ist nicht von einem 15jährigem Studium die Rede oder dass du deinem 30jährigen Sohn noch die Unterhosen waschen musst.

Beitrag von luka22 28.01.11 - 02:23 Uhr

"Wir waren beide in Ausbildung und bekamen nichts von unseren Eltern. Das geht also!!"

Klar geht das. Es geht Vieles! Die Frage ist nur, ob das ein wünschenswertes Verhalten von Eltern ist? Ich meine nein! Meine Eltern waren einfache Arbeiter und es war selbstverständlich für sie, dass wir bis zum Beenden unserer Ausbildung/ unseres Studiums zu Hause wohnen. Für uns wiederum war es selbstverständlich, dass wir etwas dazuverdienen. Viel kann das jedoch nicht sein, wenn man studiert und dieses Studium ernst nimmt und auch in der Regelstudienzeit beenden will. Das war bei uns mit 24 Jahren. Ich war auch froh, dass ich in dem ganzen STress, zu Hause meinen Halt und stets ein offenes Ohr gefunden habe.
Ich werde eines TAges stolz sein, wenn ich die Ausbildung meiner Kinder finanzieren kann und das Letzte was ich will, ist sie mit einem Schuldenberg (Rückzahlung von Bafög) ins Leben zu entlassen, wenn es denn anders geht. Was deine Einstellung "Ich werfe mein Kind mit 22 raus" mit Liebe zu tun hat, ist mir ein Rätsel. Übrigens wohnte auch ich unter der Woche im Studentenwohnheim. Das hätte ich allerdings nie als mein Zuhause verstanden. Das war bis zu meinem echten Auszug - nach Beenden des Studiums - mein Elternhaus.
Und wenn mein Kind wirklich mit 22 unbedingt ausziehen will, dann würde ich auch das begrüßen. Ohne fertige Ausbildung, stelle ich mir das jedoch schwierig vor.


Luka

Beitrag von berry26 28.01.11 - 08:48 Uhr

Wenn du meinst.... Mein Mann liebt zumindest seine Eltern und sie ihn, obwohl er von ihnen finanziell oder Wohnraummäßig ab 20 nichts mehr von ihnen zu erwarten hatte. Ich habe zwar Probleme mit meiner Mutter, aber das hat ganz andere Gründe. Ich bin sehr froh das sie mich nicht finanziell unterstützt hat, denn so wurde ich erwachsen. Klar... im Moment ist alles etwas schwieriger aber es ist ein super Gefühl etwas ganz allein aufgebaut zu haben. Davon war aber noch nicht mal die Rede, da ich durchaus für sie ein finanz. Polster angeschafft haben werde (sofern nichts Unvorhergesehenes geschieht.) Ich möchte nur meine erwachsenen Kinder nicht ununterbrochen um mich rum haben, sie bekochen, ihre Wäsche waschen oder gar ihre Zimmer aufräumen müssen. Irgendwann ist halt einfach Schluss!
Wenn du unter der Woche in einem Studentenwohnheim gewohnt hast, so war dein Lebensmittelpunkt nicht mehr zu Hause. Kein Mensch hat gesagt, das meine Kinder nicht übers WE kommen dürfen bzw. daheim wohnen dürften, oder ich sie nicht aufnehme wenn gerade Not am Mann ist (z.B. nach einer Trennung o.ä.). Aber ich würde mit Sicherheit nicht Hotel Mama für ein erwachsenes Kind spielen.

Erziehung zur Selbstständigkeit hat für mich sehr viel mit Liebe zu tun!

Beitrag von ayshe 28.01.11 - 09:13 Uhr

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Aber ich würde mit Sicherheit nicht Hotel Mama für ein erwachsenes Kind spielen.
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Ich verstehe unter "Hotel Mama" etwas ganz anderes.

Wenn ein Kind fertig ist, wenn es Erwachsen IST und einen Job hat, seine Ausbildung beendet ist und es auch Geld verdient, aber sich nur aus reiner Bequemlichkeit von Mama bekochen, bewaschen und sonstwas läßt, DANN ist es "Hotel Mama aus Bequemlichkeit"


Nein, ich würde das auch nicht gut finden, außerdem würde ich es nicht normal finden, daß ein Mensch tatsächlich nie den Wunsch hat, auszuziehen und sein eigenes Leben ohne Eltern zu führen.
Wirkt auf mich nicht normal.


Aber darum geht es ja hier gar nicht.

Auch eine abgeschlossene Ausbildung gehört zum Erwachsensein.
Ist alles beendet, der Job gefunden, kann es losgehen.

Beitrag von berry26 28.01.11 - 09:28 Uhr

Das ist ja auch Blödsinn! Man ist ja nicht erst erwachsen wenn man eine abgeschlossene Ausbildung hat und einen Job. Dann wären sehr sehr viele Menschen mit 50 noch Kinder...;-)

Ich mache das einfach vom Alter abhängig!

Ich weiß echt nicht warum man sich darüber so aufregen muss. Andere wandern aus oder ziehen einfach weg während ihre Kinder eine Ausbildung machen.

Und nochmal....
!
Ich möchte meine Kinder nicht mittellos auf die Strasse setzen.



Beitrag von ayshe 28.01.11 - 09:33 Uhr

Das ist das Innere.

Für mich gehört es dazu, daß man auch das Leben eines Erwachsenen führen kann, und zwar durch eigene Finanzen.
Ich möchte, daß mein Kind möglichst zügig und mit voller Konzentration seine Ausbildung macht und sich nebenbei nicht mit der Sorgen um die Miete und Essen quälen muß und sich alles unnötig in die Länge zieht.


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Ich weiß echt nicht warum man sich darüber so aufregen muss. Andere wandern aus oder ziehen einfach weg während ihre Kinder eine Ausbildung machen.
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Dann macht es ihnen eben keinerlei Sorge, wie und und wann das Kind seine Ausbildung macht und unter welchen Umständen.
Ich kann es nicht verstehen.

Beitrag von luka22 28.01.11 - 22:53 Uhr

"Für mich gehört es dazu, daß man auch das Leben eines Erwachsenen führen kann, und zwar durch eigene Finanzen."

Genau so sehe ich es auch. Für mich würde eher der andere Weg schwierig sein: Ein Kind das unter allen Umständen ausziehen will, noch mitten in der Ausbildung steckt und du ihm monatlich noch die Miete und das Essen zahlen musst. Das ist eine Scheinselbstständigkeit.

Na ich bin mal gespannt, wie es bei uns kommt! ;-)

Grüße
Luka