stillberaterin la leche liga oder iblbc (oder so)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von mrslucie 27.01.11 - 14:07 Uhr

hallo,

suche gerade eine stillberaterin bzw. hab schon eine gefunden - aber weiß jemand, wo der unterschied in der ausbildung liegt bzw. was vorzuziehen wäre?

danke!
Lucie

Beitrag von lilly7686 27.01.11 - 14:34 Uhr

Hallo!

AFS und LLL arbeiten ehrenamtlich. Es handelt sich bei den Stillberaterinnen um Frauen, die selbst Kinder haben und diese auch gestillt haben.
Es sind also Laien, die eine Grundausbildung gemacht haben.
Die LLL und AFS bieten also quasi Mutter-zu-Mutter-Beratung an.
Die Ausbildung bei beiden ist sehr gut. Den Beraterinnen werden einige medizinische Grundlagen beigebracht, Grundlagen der Gesprächsführung, sie lernen verschiedene Stilltechniken und haben viele Informationen über Stillhilfsmittel.
Das wichtigste Wissen beziehen sie aber durch eigene Erfahrungen mit dem Stillen.
Außerdem muss eine AFS oder LLL Beraterin spätestens nach 2 Jahren eine Fortbildung machen, um ihr Zertifikat nicht zu verlieren.

Die IBCLC müssen nicht selbst gestillt haben.
Eine IBCLC Beraterin muss einen medizinischen Beruf erlernt haben (Hebamme, Krankenschwester, Arzt, usw.). Das ist die einzige Voraussetzung für die IBCLC-Ausbildung.
Leider ist es so, dass tatsächlich die meisten IBCLC Beraterinnen selbst keine oder nur sehr wenig Stillerfahrung haben.
Das heißt, sie haben zwar ein umfassendes medizinisches Wissen und ein gutes theoretisches Wissen vom Stillen, aber keine Praxiserfahrung.
IBCLC-Berater/innen müssen auch keine Fortbildungen machen, die Fortbildungen hier sind freiwillig und nicht verpflichtend.

Liebe Grüße!

Beitrag von mrslucie 27.01.11 - 14:39 Uhr

danke für die ausführliche antwort!

Beitrag von nele27 27.01.11 - 15:04 Uhr

Hi,

ich selbst hab mit der LLL ganz schlechte Erfahrungen gemacht und würde Dir AFS empfehlen. Die sind nicht so Schmalspur, sondern jedem individuellen Fall aufgeschlossen. Das ist auch deren Konzept.

Ich hatte mal Beratung von der LLL gesucht, als ich voll berufstätig war und und voll gestillt bzw. abgepumpt habe. Viel mehr als "wenn sie schon unbedingt arbeiten wollen..." kam da nicht.
Die vom AFS hat mich dann sehr kompetent genau auf meine Situation bezogen beraten und ich konnte meine Stillprobleme beheben.

Ist jetzt zwar n Einzelfall, aber manchmal steckt ja ne Philosophie dahinter, deshalb poste ich es...

LG, Nele

Beitrag von lillystrange 27.01.11 - 15:40 Uhr

Also ich habe mit ibclc schlechte Erfahrungen gemacht, mir wurde, das weiß ich heute ,ein stillproblem eingeredet!
Ich habe mir damals Hilfe und Zuspruch erwartet und habe ehrlichgesagt Unsicherheit bekommen!
Ich habe nie Hilfe bekommen beim weglassen des zufuetterns , sondern wurde zum Flasche geben bestärkt!
Ergebnis waren zig Saugverwirrungen!
Heute stille ich meine bald 8 Mon alte Tochter fast voll, weil sie erkältet ist und die Milch reicht, ich bin mir sicher , sie hätte auch für einen 5 Wochen alten saeugling gereicht!
Lg lilly

Beitrag von nele27 28.01.11 - 09:53 Uhr

Ne Stillberaterin, die die Flasche empfiehlt?? Ist ja echt schräg #kratz

Beitrag von lilly7686 27.01.11 - 15:45 Uhr

Hallo!
Mit den LLL hab ich persönlich noch keine Erfahrungen gemacht.
Aber ich hab sehr viel gehört, was zu deiner Beschreibung passt.

Bei den AFS ist aber das Stillen trotz Arbeiten sogar in der Ausbildung dabei. Wird auch absolut nicht negativ aufgefasst. Im Gegenteil, die AFS wollen das ja fördern, dass auch arbeitende Mütter stillen können.

Wie gesagt, Erfahrung hab ich mit den LLL persönlich keine. Aber ich hab auch schon viel gehört, dass die sehr konservativ sein sollen.

Aber sie sind sicher auch keine schlechten Beraterinnen! Sie bekommen genauso eine umfassende Grundausbildung. Die dürfte wohl der der AFS ähnlich sein. Es gibt natürlich Unterschiede.
Wär ja sonst langweilig ;-)

Beitrag von nele27 28.01.11 - 09:56 Uhr

Ich denke, LLL ist etwas für langzeitstillende Hausfrauen (was jetzt überhaupt nicht negativ gemeint ist - aber eben nicht mich beschreibt ;-))

Die von AFS sagte zu mir halb im Scherz, halb im Ernst, Ihr Prinzip sei: "Hauptsache, das Kind ist an der Brust, egal wie" :-)
Auf der Homepage findet sich auch ein Abschnitt Stillen und Arbeiten. Diesmal arbeite ich zwar nicht, würde aber trotzdem immer wieder AFS nehmen - einfach weil mir Leute mit weiterem Horizont lieber sind!

LG, Nele

Beitrag von steffi0413 27.01.11 - 17:54 Uhr

Hallo Lucie,

la leche liga: arbeiten ehrenamtlich, dadurch sind ja nicht immer erreichbar bzw. haben nicht immer Zeit und Möglichkeit persöhnlich vorbeizuschauen (kann man ja auch verstehen).
Eine LLL-Stillberaterin muss selber nach den Prinzipien der LLL (Stillen nach Bedarf, kein Beikost vor dem 6. Monat, im 1. Lebensjahr keine Stillmahlzeiten ersetzen usw.) gestillt haben, ist gut vertraut mit dem Inhalt des Buchs "HANDBUCHES FÜR DIE STILLENDE MUTTER", hat mindestens eine Serie von Treffen der LLL besucht.

IBCLC = internationale laktations Fachberater. Muss medizinische Vorkentnisse haben, eine internationale Prüfung bestehen, 1000 Stunden Praxis im Bereich von Stillberatung haben, mind. an 45 Stunden Weiterbildung (im Thema Stillen) teilnehmen.
Die Beratung muss man bezahlen.

Über AFS habe ich keine Informationen.

Ich würde abhängig vom aktuellen Problem entscheiden.

LG
Steffi