Arbeiten trotz Kind ???? Wie läuft das bei euch ???

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von gela80 27.01.11 - 14:42 Uhr

Hallo

Ich hab mal eine allgemeine Frage.

Ich bekomme ständig ein schlechtes Gewissen gemacht weil ich mein Kind mit Knapp 2 Jahren in die Kita gegeben habe und dann wieder von 7.30-13.30Uhr gearbeitet habe. Im September wird er 3 und ab da arbeite ich dann jeden Tag von 08-15 Uhr. Jetzt hör ich mir wieder an, "naja musst du ja wissen aber dafür hat man doch kein Kind bekommen.

Meinem Kind gefällt es super gut in der Kita und momentan schläft er daheim bis 15 uhr und dann spielen wir oder machen sonstiges. Ab September hol ich ihn halt dann kurz nach 15 Uhr ab und dann haben wir noch den ganzen Nachmittag und Abend also genauso viel Zeit wie momentan nur das er dann halt nicht schläft sondern im Kiga ist.

Irgendwie arbeitet keine Mutter in meinem Umfeld bevor das Kind nicht 3 ist und dann hoffen alle auf ein Vormittagsjob von 08.-12 und das auch nicht jeden Tag.

Mir gefällt mein Job und ich brauche die Abwechslung zwischen Job und Mutter, ausserdem haben wir ein Haus zu bezahlen und wollen uns auch sonst noch ein bißchen was leisten und meinem Kind schadet es überhaupt nicht. Er hat total die Fortschritte gemacht seit der Kita.

Ist das denn so unnormal?
Mich würde mal interessieren wie lange hier andere Mütter arbeiten und wie sie das managen und wieviel Zeit sie mit ihren Kinder verbringen.

Danke #klee
Lg
Angela

Beitrag von kruemlschen 27.01.11 - 14:58 Uhr

"Ich wurde nicht geboren um so zu sein wie Ihr mich haben wollt"

Ich arbeite 40h pro Woche.

K.

Beitrag von lady_chainsaw 27.01.11 - 15:10 Uhr

Hallo Angela,

ich habe zwei Kinder - und arbeite 40 Stunden die Woche :-p

Meine Große ging mit 12 Monaten in die Kita, mein Kleiner ist zur Zeit noch bei der Oma (weil wir keinen Platz bekommen haben).

Wie heißt es immer so schön? Die Qualität ist entscheidend, nicht die Quantität ;-)

Ich verbringe immer noch genügend Zeit mit meinen Kindern: nach dem Feierabend, am Wochenende, in den Ferien.

Ich werde eher von meiner Großen angemault, wenn ich es wage, sie auch nur eine halbe Stunde früher abholen zu wollen ;-)

Gruß

Karen

Beitrag von anyca 27.01.11 - 15:12 Uhr

Mir geht es wie Dir, nur ohne schlechtes Gewissen! Allerdings bleibt in meinem Umfeld auch kaum eine Mutter länger als ein Jahr daheim.

Beitrag von hedda.gabler 27.01.11 - 15:12 Uhr

Hallo.

Meine Kleine ist ab ihrem 15. Lebensmonat zur Tagesmutter gegangen (8:00 Uhr bis 14:30 Uhr). Erst habe ich eine Weiterbildung gemacht und dann bin ich wieder beruflich eingestiegen.
Seit August wird sie von 8:00 Uhr (meist sind wir gegen 8:20 Uhr im KiGa, ich muss um 9:00 Uhr im Büro sein) bis 16:00 Uhr (freitags 15:30 Uhr) im Kindergarten betreut.

Ich habe eine 20-Stunden-Stelle, bei Position bringt aber auch etliche Überstunden mit sich ... ich möchte aber die Stunden nicht erhöhen, da ich mich dann auf 20 Stunden berufen kann, wenn mit meiner Kleinen was ist.
Ich hole sie unterschiedlich vom KiGa ab, je nachdem wie hoch mein Arbeitsaufkommen ist oder ob ich noch was anderes zu erledigen habe. Ich lege aber alles in die Betreuungszeiten (selten haben wir mal ein Meeting nachmittags, da nehme ich sie dann mit ins Büro), so dass wir nachmittags allerspätestens ab 16:00 Uhr Zeit miteinander verbringen ...

... oder wie diese Woche den ganzen Tag ... meine Kleine ist krank und kann nicht in den KiGa ... Montag bis Mittwoch haben ich Home-Office gemacht und heute (und dann auch morgen) habe ich sie mit ins Büro genommen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von woodgo 27.01.11 - 15:21 Uhr

Hallo,

als meine Tochter 17 Monate alt war, hab ich mit 15 Stunden die Woche angefangen, dann hatte ich teilweise ne 40-Stunden Woche und seit 4,5 Jahren arbeite ich 30 Stunden die Woche. 30 Stunden sind absolut in Ordnung für mich. Selbst 40 Stunden wären o.k., wenn es nicht anders ginge, aber es geht zum Glück. Meine Tochter mochte den Kiga von Anfang an, es gab nie Probleme, und heut ist sie in der Schule und alles ist super.
Lass Dich nicht verunsichern;-)

LG

Beitrag von october 27.01.11 - 15:33 Uhr

Hallo,

>>Irgendwie arbeitet keine Mutter in meinem Umfeld bevor das Kind nicht 3 ist und dann hoffen alle auf ein Vormittagsjob von 08.-12 und das auch nicht jeden Tag. <<

Du wohnst eindeutig im falschen Umfeld. ;-)
Ich kennen keinen, der 3 Jahre zu Hause sein Kind betreut hat und hinterher nur vormittags arbeitet. Ich kenne nicht mal jemanden, der nur vormittags arbeitet, weil er es so möchte. (Nur welche, die nichts anderes gefunden haben.)

Üblich ist in meinem Umfeld: 1 Jahr zu Hause und dann 30 - 40-Std.-Woche

Ich selbst war nur 3 Monate zu Hause. Hab erst als Studentin ein Praktikum gemacht (40-Std-Woche) und seit dem Abschluss arbeite ich nahezu Vollzeit (38 Std.).

LG

Beitrag von hedda.gabler 27.01.11 - 20:03 Uhr

Hallo.

In meinem Umfeld sind 3 Jahre durchaus üblich ...

... das liegt aber daran, dass es hier den Trend zu vielen Kindern gibt und dass sich die meisten Frauen hier locker die längere Elternzeit mit nur einem Gehalt leisten können. Zudem haben die meisten sehr gute Ausbildungen, so dass es unproblematisch ist, wieder in den Job einzusteigen (z.B. im öffentlichen Dienst), oder sie waren eh selbstständig, z. B. als Anwältinnen, und steigen eben irgendwann wieder in die eigene oder eine andere Kanzlei ein.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von october 28.01.11 - 10:47 Uhr

Hallo Hedda,

ich denke, bei uns ist das einfach historisch gewachsen. In der DDR war es üblich, dass die Frauen max. 1 Jahr (zwei, drei Jahrzehnte vor meiner Geburt sogar noch wesentlich kürzer) aus dem Beruf ausstiegen.
Dies wurde so vorgelebt und auch weitergegeben, über die Wende hinaus.
Dementsprechend ist ja auch die Kinderbetreuung gut ausgebaut und auch noch weiterhin bestehend. Für mich war es problemlos einen Platz in meiner Wunscheinrichtung zu bekommen.
Ich denke auch, hier ist es nicht nur die Gehaltssituation, sondern auch die Einstellung, die eine Rolle spielt.
Ich habe auch festgestellt, dass gerade die Frauen, die qualifiziert sind und eine dementsprechende Postition (Leitungsposition im Öffentlichen Dienst als mein Erfahrungsbeispiel) erreicht haben, vielfach früher noch zurückkehren, um den Anschluss nicht zu verlieren.
Bei Selbstständigen (von der Nagelstudiobesitzerin bis zur niedergelassenen Ärztin) habe ich beobachtet, dass die Mütter so schnell wie möglich (die Fälle, die mir bekannt sind, direkt nach dem Mutterschutz) ihre Tätigkeit wieder ausnehmen, weil einfach die Kosten der Selbstständigkeit (Miete, Personalkosten etc.) weiterlaufen.

LG Annika

Beitrag von hedda.gabler 28.01.11 - 10:54 Uhr

Hallo.

Ich komme und lebe aber im Westen ... ;-)

Gruß von der Hedda.

Beitrag von october 28.01.11 - 13:00 Uhr

Hallo,

ich denke, genau dieser Unterschied, ob Ost oder West, macht viel aus.
Das zeichnet sich in der Betreuungssituation ab, in der Gehaltssituation (bei vielen ist es einfach auch erforderlich) und auch darin, was man vorher vorgelebt bekommt und gewohnt ist.

LG Annika

Beitrag von hedda.gabler 28.01.11 - 15:19 Uhr

Hallo.

Das stimmt sicher ... für mich selbst wäre eine lange Elternzeit nicht in Frage gekommen, ich kenne das aber auch aus meiner Familie auch nicht ... bei uns haben die Frauen immer in Führungsposition (selbstständig und in großen Unternehmen) gearbeitet und es war nicht üblich, länger beruflich auszusteigen ...

... dass ich hier in meinem Wohnumfeld nun erlebe, dass die Frauen viele Kinder bekommen und auch (dadurch) länger aussteigen, liegt zum einem sicher daran, was ihnen vorgelebt wurde und dass sie es sich finanziell leisten können, aber sicher auch zum anderen daran, dass hier die Mütter eher alt sind, sprich die Frauen haben erst Karriere gemacht (sind also auch dementsprechend beruflich gesattelt, so dass eine längere Auszeit nicht unbedingt ein Karriere-Knick ist) und entscheiden sich jetzt erst einmal ganz bewusst für Kinder und Familie.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von october 28.01.11 - 20:30 Uhr

Hallo,
also deine Einschätzung zum Kinder-Kriegen und Karriere-Knick bei beruflich gefestigten Frauen find ich interessant.
Ich schwanke nämlich selber sehr stark, wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle. Einerseits würde ich sehr gerne beruflich vorankommen und mich darauf konzentrieren. Es wird ja auch einfacher umzusetzen, je älter meine Tochter wird.
Andererseits kann ich mir aber auch gut vorstellen, irgendwann noch einmal ein Kind zu bekommen. Die Bedingungen, als meine Tochter kam, waren alles andere als traumhaft und ich würde sehr gerne noch einmal ein Kind geplant und mit den Glücksgefühlen bekommen, wie es üblicherweise sein sollte.
Aber bislang hatte ich immer das Gefühl, dass sich beide Wünsche irgendwann beißen werden. Vielleicht denke ich auch einfach zu kurzfristig, weil ich das Gefühl habe, beides innerhalb der nächsten 10 Jahre "bewältigen" zu müssen.

LG Annika

Beitrag von hippogreif 27.01.11 - 15:42 Uhr

Für mich ist es selbstverständlich, dass ich wieder nach 1 Jahr Elternzeit arbeiten gegangen bin. Mir wäre zu Hause sonst die Decke auf den Kopf gefallen und außerdem möchte ich auch keine zu große Lücke in meinem Lebenslauf haben. Meine Tochter kam mit 10,5 Monaten zur Eingewöhnung in die Krippe und geht von 7 Uhr bis 15/16 Uhr dorthin.
Ihr gefällts dort wirklich super gut und somit sind wir beide mit der Situation zufrieden.
Ich könnte mir nie im Leben vorstellen, mit nur 1 Kind 3 Jahre zu Hause zu bleiben. Und ich finde das auch für die Kinder nicht besonders gut. Ich sehe es an meiner Tochter, sie hat von den älteren Kindern unglaublich viel gelernt und sie hat mit ihren 1,5 Jharen jetzt sogar schon 3 kleine Freundinnen in der Krippe, mit denen sie die ganze Zeit zusammen spielt. Das ist total süß, die drei glucken tatsächlich die ganze Zeit zusammen und himmeln sich gegenseitig an :-D
Glücklicher weise haben wir eine Kita, in der sehr viel mit den Kleinen gemacht wird und auch ein sehr guter Betreuungsschlüssel da ist (4,5 erzieher auf 12 Kinder).
Muß jeder für sich entscheiden, aber wir sind mit dieser Situation alle sehr glücklich.

Beitrag von kessita 27.01.11 - 15:50 Uhr

Hallo,

den Spruch kenne ich auch und der geht mir inzwischen zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus. Bleibt jemand penetrant an diesem Thema hängen hilft manchmal : " Ich habe doch kein Kind bekommen um mir drei Jahre lang zu Hause den Arsch platt zu sitzen und meine Ausbildung verkümmern zu lassen."

Manchmal. Nicht immer.

LG

Beitrag von bettibox 27.01.11 - 16:37 Uhr

Hallo, wie Karen sagte, Qualität geht vor Quantität. Ich habe 8 Wochen nach der Geburt wieder angefangen, Oma hat das Kind gehütet von 7.30 - 13.00, Muttermilch gab es in der Zeit aus der Flasche. Seit sie in Kindergarten geht, arbeite ich von 7.30 - 16.00 Uhr, Oma bringt sie morgens in Kindergarten und holt sie um 15.00 Uhr wieder ab. Wir sind um ca. 16.15 Uhr zu Hause, dann wird gemeinsam gekocht, gegessen, gespielt, bis unsere Tochter um derzeit 20.00 Uhr ins Bett geht. Das Wochenende und die Ferien gehören nahezu ausschliesslich ihr. Haushalt etc. wird meistens abends gemacht oder entweder mein Mann und ich machen das entsprechende und der andere macht was mit dem Kind. Bei uns klappt es prima. Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber aufhören mit arbeiten wäre für mich niemals in Frage gekommen.

Alles Gute

Beitrag von uphelia 29.05.12 - 14:07 Uhr

Dieser Beitrag ist schon etwas älter, dennnoch möchte ich etwas dazu sagen.
Ich gehe seit meine Kleine 2 Jahre alt ist 30 Stunden die Woche arbeiten. Arbeitszeit von 8:00-14:00 Uhr - wobei ich oft auch mal bis 15:oo Uhr arbeiten muss. Fahrzeit habe ich ca. 45 Minuten.

Hier mal zur Veranschaulichung wie so ein Tag aussehen kann:

06:30 Uhr aufstehen/anziehen/Brote Machen
06:50 Uhr Kind wecken / frühstücken/ Kind zum Anziehen und Zähneputzen animieren
- wenns gut geht sind wir um 7:30 Uhr aus dem Haus
08:00 Uhr arbeitsbeginn - durcharbeiten meist ohne Pause bis 14/15:00 Uhr
15:30 Uhr Kind vom KiGa abholen und nach hause fahren
(wie ihr bestimmt bemerkt habe ich immernoch nichts ausser Brot im Bauch)
16:00 Uhr nachdem ich mir ne Doe Ravioli ngegönnt habe ist nun die Bude dran
16:00-16:30 130qm Saugen
16:30-16:45 Spühlmachine aus und einräumen
16:45-17:00 ups die Wäsche liegt ja seit gesternin der Waschmaschine und muss in den Trockner
(Zwischendrin Apfel scheiden/Trinken geben und irgendwie noch das Kind beschäftigen.... was definitif zu kurz kommt)
17:00- 17:20 Blumen und rasen gießen und Häschen füttern
17:20 Abendessen vorbereiten
17:45 Abendessen und endlich mal sitzen
18:15 Tisch abräumen und Klamoten für mich und Kind für den kommenden Tag raußlegen

nun ist es fast 19:00 Uhr und ich habe noch keine Zeit gehabt mit der Kurzen was zu machen...nun muss Sie Zähneputzen und sich Duschen und Anziehen und und und.... ab ins Bett ca. 19:30Uhr
19:30 - x ach da war ja noch die Wäsch zum zusammenlegen..... bis ca 19:45
19:45 mich Duschen und Frühstück für Morgen parat stellen
20:30 ab auf die Couch ...Beine tun weh!!!

... was für ein Wundervollen beruflich erfülltes und zeitlich diktiertes Leben! Vergesst bitte nicht di Freunde die Mittags kommen und die Kurse zu denen ihr das Kind auch noch bringen müsst.

Mein Statement hierzu..arbeiten ja aber nur von 08:00-12:00Uhr alles andere ist der Horror! ... und ich tus doch....

Beitrag von hippogreif 27.01.11 - 17:06 Uhr

Möchte kurz noch was ergänzen zu dem was schon gesagt wurde: eigentlich macht man sich nur in Deutschland so ins Höschen, wenn die Mütter nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen. In anderen europäischen Ländern (insb. Frankreich und Skandinavien) ist es dagegen fast selbstverständlich, dass die Mütter direkt nach dem Mutterschutz wieder anfangen, in ihrem Beruf zu arbeiten.

Beitrag von ayshe 27.01.11 - 18:54 Uhr

Genau, die Deutschen sind Mimöschen. ;-)

Beitrag von ronja_one 27.01.11 - 17:12 Uhr

Hallo Angela,

beim ersten Kind habe ich nach drei Monaten wieder 30 h/Woche gearbeitet, beim zweiten Kind ein Jahr Elternzeit eingelegt, danach ein Jahr Teilzeit (30h/Woche) und nun arbeite ich seit Juli wieder Vollzeit.

Ich liebe meinen Job, meine Kinder mögen Kita oder Tagesmutter und so sind alle zufrieden. Zeit bleibt uns füreinander genug, mein Mann und ich können beide sehr flexibel arbeiten. Davon abgesehen muss nicht nur Geld zum Leben reinkommen, sondern es darf auch gerne ein bisschen Geld zum Erleben da sein!

Das Jahr Elternzeit war mich und meine Familie eine Katastrophe, weil ich total unzufrieden war!

Alles Gute :-)

Ronja

P.S. Ich finde inzwischen eher die Zuhause-Fraktion unnormal.

Beitrag von ayshe 27.01.11 - 19:01 Uhr

Hallo,

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Irgendwie arbeitet keine Mutter in meinem Umfeld bevor das Kind nicht 3 ist und dann hoffen alle auf ein Vormittagsjob von 08.-12 und das auch nicht jeden Tag.
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Ich denke auch, daß es an deinem Umfeld liegt ;-)


Ich habe 5 Monate nach Geburt wieder voll angefangen, ca. 10 h außer Haus und die Kleine war mit meinem Mann zuhause.
Mit 17 Monaten kam sie in die Kita, auch die gleiche Stundenzahl wie deine.
Mein Mann hat sie immer hingebracht und abgeholt,
ich habe das immer nur an Tagen mit Homeoffice geschafft.

Ich sehe sie auch immer nur abends oder ab späten Nachmittag eben.
Kita und Kiga fand sie immer toll und wollte sich dann auch am liebsten noch am WE mit den Kindern verabreden.


##
Mir gefällt mein Job und ich brauche die Abwechslung zwischen Job und Mutter, ausserdem haben wir ein Haus zu bezahlen und wollen uns auch sonst noch ein bißchen was leisten und meinem Kind schadet es überhaupt nicht. Er hat total die Fortschritte gemacht seit der Kita.
##
Ich finde das auch wichtig, und du hast den Einstieg schon, je später, desto schwieriger kannes wohl werden, ist mein Eindruck.
Und dieses Kindergruppenleben tut ihnen echt gut, das kann man auch nicht ersetzen.


Beitrag von loonis 27.01.11 - 20:28 Uhr




Ich habe kein schlechtes Gewissen ...
Beide Kids gingen in d.Krippe,der Große mit
20 Mon.,d. Kleine mit 11 Monaten....
Krippe/Kita u. jetzt auch Hort beim Großen...
die Kinder gehen gern ,wir sind auch absolut zufrieden
mit der Betreuung...

Und ja ,ich habe Kinder bekommen u. ich arbeite trotzdem...
ich will keine Hausfrau sein.
Unsere Kids sind trotzdem glücklich...
Lass Dir nix einreden.

Von nichts ,kommt nichts ...
Ich finde es absolut nicht verkehrt ,wenn auch
Kinder DAS von Anf. an lernen...

Wir fahren dafür jedes Jahr in d.Urlaub (1-2x),machen viele Ausflüge
mit den Kids ...fahren 3-4x pro Jahr zur Oma (300 km) nach
Meck/Pomm u. unternehmen dort alle zusammen richtig tolle Sachen...
Wir müssen nicht jeden Cent umdrehen...
Wir haben trotzdem Zeit mit unseren Kids ...

Ich arbeite seit den Kids allerdings nur noch 30 h die Woche ....
Mein Mann voll.


LG Kerstin


Beitrag von derhimmelmusswarten 27.01.11 - 20:59 Uhr

Komischerweise hast du ja nur Antworten bekommen von Müttern, die Vollzeit arbeiten. Ich muss sagen, dass ich persönlich keine kenne, die das mit kleinem Kind macht. Unser Kindergarten hat z.B. 85 Plätze, darunter 10 Kitaplätze, die man ganztags nutzen kann und 24 andere Plätze, die man bis nachmittags nutzen kann. Ab 13 Uhr herrscht gähnende Leere. In der Kitagruppe gibt es 1-2 Kinder, die dort schlafen und ansonsten sieht man auch nur vereinzelt Kinder. Der Hauptandrang ist von 9-12 Uhr. Ich wohne ländlich und hier geht kaum jemand Vollzeit arbeiten von den Müttern. Wenn doch, betreuen scheinbar die Omas. Und das, obwohl Kindergartenplätze ab 2 Jahren bei uns nun umsonst sind.

Ich persönlich möchte nicht Vollzeit arbeiten gehen mit kleinem Kind. Weil ich Müttern nicht abnehme, dass das alles ganz toll und einfach ist. Es ist vielleicht machbar, aber bestimmt nicht schön! 40 Stunden arbeiten plus Fahrtzeit plus Abhol- und Bringzeit. Wo bleibt da die Zeit für Haushalt, Einkauf etc. etc.? Ich hab ja nix dagegen, dass Mütter 40 Stunden die Woche arbeiten gehen, aber ich nehme einfach niemandem ab, dass das einfach ist und man damit keinerlei Probleme hat. Ich hätte sie. Und das gebe ich auch zu. Ich habe 20 Stunden gearbeitet als meine Tochter 14 Monate alt war und das hat mir voll und ganz und gar gereicht.

Beitrag von ayshe 28.01.11 - 07:28 Uhr

Vllt ist es in der Stadt anders als auf dem Land.
Bei meinen Eltern (ländlich) gehen die Kinder auch fast alle nur bis Mittag in den Kiga, es gibt nur ganz wenige, die überhaupt länger anbieten.

Bei uns ist das anders, es gibt zwar weniger Ganztagskitas als halbtags, aber die sind rappelvoll und es gibt lange Wartelisten.

Vllt haben auch in der Stadt weniger Leute die Möglichkeit der Omabetreuung. Also mir kommt es so vor, wenn ich an die Dörfer denke, oft wohnen die Familien recht nah beieinander, aber die Leute, die ich in der Stadt kenne, haben ihre Verwandten teils etliche km weit weg.


##
Weil ich Müttern nicht abnehme, dass das alles ganz toll und einfach ist.
##
Das hat hier auch niemand behauptet.
Ich hätte auch Lust spätestens mittags zuhause zu sein und dann schön in Ruhe im Haushalt zu pütschern, das Kind abzuholen usw. da wäre einiges wirkliche entspannt.

Ich habe hier nirgendwo gelesen, daß es alle so schön finden, du?
Die Frage war, ob es läuft und geht, und ja, es läuft und geht eben.

Beitrag von hippogreif 28.01.11 - 21:53 Uhr

Also, es haben ja nun einige geantwortet, die (wie ich) nur TZ arbeiten. Und ich persönlich finde diese 30h/Woche bei mir gerade sehr angenehm, das gebe ich auch offen und gerne zu. Aber in absehbarer Zeit werde ich auch wieder VZ arbeiten, weil ich das eben so möchte.
Ich kenne in meinem Umfeld mehrere Mütter, die mit kleinen KIndern VZ arbeiten. Natürlich ist da nicht immer alles toll, aber mit etwas Organisationsgeschick bekommt man das hin.
Mit einem einigermaßen anständigen Gehalt kann man sich ne Putzfrau leisten, die die Wohnung 1x gründlich sauber macht. Mit seinem Mann kann man sich absprechen und versetzt arbeiten, so dass die Kinder nicht so lange in der Kita sind. usw.
Und ich kann Dir versichern, dass sich die Frauen aus meinem Bekanntenkreis FREIWILLIG für die VZ Tätigkeit entschieden haben und dies nicht tun, weil sie sonst finanziell nicht über die Runden kommen. Und ja, sie sind mit der Situation zufrieden.
Wie gesagt, nicht an jedem Tag ist immer alles toll, aber trotzdem sind alle Beteiligten mit der Situation zufrieden.

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