stillkind und spucken - Erfahrungen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von mrslucie 27.01.11 - 14:45 Uhr

Hallo,

mein Sohn, zwei Monate, wird voll gestillt - was mich allerdings oft auch voll nervt...

er spuckt sehr viel und sehr lange nach den mahlzeiten, und schon beim trinken fängt er deutlich an, sich unwohl zu fühlen.

wie sind eure erfahrungen, wann wurde es besser?

hab meine tochter gerne und recht lange (1 jahr) gestillt, aber diesmal ist das ganze nicht so die erfüllung...

lg lucie

Beitrag von leni...86 27.01.11 - 15:19 Uhr

Juhu,
ich habe auch Vollgestill 4 Monate und da hat meine püppi auch viel gespuckt...ich hab sie am Tag manchmal 3 mal umgezogen und das ist auch immer noch so!
was du ausprobieren kannst ist mal zum ostepathen zu gehen das haben wir auch vor kurzenmal wieder gemacht weil sie so dolle gespuckt hat und es ist wirklich weniger geworden!seit dem ziehe ich sie wenn es hoch kommt nur einmal um!ich mach eihr auch ständig ein lätzchen um damit nicht gleich wieder alles nass wird wenn was kommt!!
Du hast halt auch ein kind was viel spuckt und das wird sich irgendwann mal legen (ich weiß nicht genau wann,weil ja jedes kind anders ist)
Da gegen hilft leider nicht viel....außer vielelicht mal zum osteopathen #winke

lg

Beitrag von muffin357 27.01.11 - 15:26 Uhr

hallo,

wenn dein kind dazu neigt, dann tut es das auch mit flasche (vielleicht sogar mehr) ... also verbanne einfach mal diesen gedanken aus deinem kopf und nimms, wie es ist...

bei nora wurde es recht bald, - so mit 2,5 monaten langsam besser - jetzt mit 4 monaten spuckt sie gar nicht mehr...

andere tun das, solange sie flüssige nahrung kriegen. ist veranlagungssache, - also nimms einfach hin, - du wirst es nicht ändern können...

#winke tanja

Beitrag von nineeleven 27.01.11 - 17:12 Uhr

Hallo, meine Tochter (heute 4 1/2 J.) war damals auch ein absolutes Spuckkind. Ich kannte das vorher gar nicht und war völlig entnervt. 3x am Tag umziehen war die Regel. Irgendwann bin ich mal auf die Idee mit dem Lätzchen gekommen und ich musste nicht mehr ganz so oft umziehen. Leider ist unser Sohn, 9 Wo alt, fast genauso.

Ich weiß aber noch genau dass es fast schlagartig weg war als ich mit Beikost angefangen habe. Da war sie 4 Monate alt. Irgendwie musste es wohl an der festen Konsistenz der Nahrung liegen. Bei unserem Sohn sind wir ja noch nicht soweit hoffe aber dass sich das Thema dann auch bald erledigt hat.

Beide kinder sind übrigens auch Stillkinder.

LG

Beitrag von steffi0413 27.01.11 - 20:13 Uhr

Hallo Lucie,

kann nicht sein, dass dein Milchspendereflex zu stark ist? Verschluckt er sich oft beim Stillen?

Ist er korrekt angelegt? Schluckt er nicht Luft beim Trinken? Hörst Du kein "Schmatzgeräusch" oder ähnliches, was darauf deuten würde, dass das Vacuum unterbricht?

Schreit er vielleicht oft vor dem Stillen?

Verwendet ihr Flasche, Schnuller, Stillhütchen?

Spuckt er frische Milch oder eher halbwegs verdaute?

Wie schaut sein Stuhl aus?

Wenn das Spucken keine nachvollziehbare Ursache hat, wird in den meisten Fällen mit 6-9 Monaten wesentlich besser oder verschwindet komplett.

LG
Steffi

Beitrag von mrslucie 28.01.11 - 09:00 Uhr

Hallo,

danke für all Eure Antworten!

Zu den Fragen: bei einer Osteopathin sind wir ständig, ich glaub inzwischen ja nimmer dran.
Schnuller ja, geht nicht anders.
Flasche nein.

Trinkverhalten ist von Stillberaterin schonmal angeschaut worden, scheint zu passen. kann ich eh nicht so steuern, weil er nach paar min meist loslässt und dann mit der Brust kämpft. Und an sowas wie "Brustschimpfphase" glaub ich leider auch gar nicht, vor allem hat er die ständig, also nix mit Phase.
Das Schimpfen liegt wohl eher am Reflux, dass halt während des Trinkens schon wieder Milch hochkommt (und auch gerne mal raus...).

Das Waschen und Lätzchentragen stört mich ja gar nicht, ihn das Spucken auch oft nicht.

Mich haben nur Eure Erfahrungen interessiert. Das einzige, das wirklich stört, ist der kurze Trinkabstand und die fehlende Möglichkeit, abzupumpen. Wäre mir auch wieder egal, aber ich hab ja noch eine große Tochter, die auch mal gerne alleine mit der Mama etwas unternehmen würde.

Ach ja, die Milch kommt in jedem Aggregatszustand raus, nach egal welcher Zeit, und der Stuhl ist halt Stillstuhl, "Senf mit Frischkäse"...

Danke!
Lucie

Beitrag von steffi0413 08.02.11 - 22:46 Uhr

Hallo Lucie,

sorry, dass ich erst jetzt antworte, ich bin in den letzten Tagen leider nicht dazu gekommen...:-(

Wenn er schon beim Trinken spuckt, würde ich sagen, vielleicht ist Dein Milchspendereflex zu stark. Dadurch kann er ein Haufen Luft schlucken.
Dagegen kannst Du im Liegen stillen oder eine Stillposition wählen, wo die Milch gegen die Gravitation fliessen muss. zB. bei Wiegehaltung lehnst Du dich zurück.

Hast Du schon daran gedacht, den Kleinen ins Tragetuch zu packen? Er kann dort sogar Dauerstillen und Dir bleiben noch immer 2 freie Hände für Deine Tochter. Wenn der Kleine wirklich Reflux hat (Spucken bedeutet nicht automatisch Reflux), würde er sich in senkrechter Position auch besser fühlen als waagrecht.

Wenn er oft halbverdaute Milch spuckt, kann (muss aber nicht sein) ein Zeichen für Kuhmilchunverträglichkeit sein. (ist aber in den meisten Fällen mit schleimigem Stuhl, Bauchschmerzen, sogar Blut im Stuhl verbunden). Wenn Du Lust hast, kannst Du für eine Woche Kuhmilch und Milchprodukte komplett weglassen. Wenn Kuhmilch die Ursache wäre, solltest Du in 4-5 Tagen eine Besserung beobachten.

An Brustschimpfphase glaube ich auch nicht, aber wenn ein Baby die Brust anschreit, oft loslässt, damit kämpft, evt. die BW ziehst, die Brust anschreit, soll man immer an die Möglichkeit einer Saugverwirrung - verursacht durch Flasche oder Schnuller - denken.

LG
Steffi

Beitrag von ginni10 28.01.11 - 16:24 Uhr

Kenne ich. Wie fühlt er sich denn dann? Weint er, überstreckt er sich, verweigert er?

Ich habe gerade gestern einen langen Bericht über die Refluxkrankheit, die es in verschiedenen Variationen gibt und immer noch nicht genug bekannt ist, ins Forum gesetzt.
Schreib mir doch eine PN, wenn Du mehr wissen willst:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=52&tid=3002273

LG Ginni

Beitrag von mrslucie 29.01.11 - 10:51 Uhr

Hallo,

danke für Deine Nachricht bzw. den Text.

Ja, er überstreckt sich beim Trinken und wird nach ca. 3 min total hektisch, möchte weitertrinken, lässt wieder los, etc.

Ich vermute, dass es daran liegt, dass die Milch schon wieder die Speiseröhre zurückkommt, also Sodbrennen. Das ist eigentlich das Störendste.

Ansonsten spuckt er immer, egal, wie lange die letzte Mahlzeit her ist. Schlimm finde ich, wie gesagt, nur das Stillen. Es ist halt keine ruhige Angelegenheit, sondern von Spannung geprägt.

Aber gut, es hilft nicht, erstmal muss man einfach durch. Hab auch schon auf Milchprodukte verzichtet, aber da änderte sich gar nichts.

Dank Dir jedenfalls!
Lg Lucie

Beitrag von ginni10 29.01.11 - 20:58 Uhr

Liebe Lucie,

Elias hat erst nach 9 Monaten super gestillt. Er schluckt allerdings (jaaaa, ich stille nachts immer noch - und zwar gerne :-p) immer noch viel Luft und ja, er hat immer noch ein wenig Reflux.

Er hat aber auch immer sehr viel geweint, hatte also viel Schmerzen, hat sich überstreckt, gekämpft etc etc. Daher bin ich viel bei Ärzten zu Besuch gewesen, bis wir dann Antra Mups, eine Art Rennie aber dann preventiv, bekommen haben. Das hat die Säure soweit unterdrückt, dass er wenigstens wieder normal trinken konnte.

So lange er nicht wirklich leidet, kannst Du es wirklich nur aussitzen. Ich glaube, eine Flasche würde an Deiner Situation auch nichts ändern - es sei denn, Du hast jemanden, der ihm die Flasche geben kann, damit Du und Deine Tochter Zeit miteinander verbringen können. Ansonsten muss Du ihn ja eh füttern, oder? Es gibt Anti-Reflux-Milch von Nestlé Beba... falls Du abstillen willst.

Überlege doch mal mit Deinem Kinderarzt.

LG ginni