**HILFE** Kind kann sich nicht von mir lösen - Kiga Eingewöhnung *****

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kacsili 27.01.11 - 15:28 Uhr

Hallo,

wer kann mir helfen, weiß einen Rat, oder wem geht/ging es genauso wie mir????

Meine Tochter (gerade 3 geworden) ist seit fast 2 Wochen im Kindergarten. Vorher muss ich sagen, dass sie die 3 Jahre zuvor bei mir war, also nicht in einer Betreuung oder so. Sie ist schon immer sehr anhänglich und auf mich fixiert und braucht sehr lange, bis sie zu Fremden vertrauen fasst.
Also kein Problem ist es bei Oma und Opa, da diese auch Vertrauenspersonen für sie sind.
Zu Hause ist sie sehr ausgelassen und fröhlich, im Umgang mit anderen aber sehr schüchtern und lässt sich auch schnell von anderen Kindern einschüchtern. Wenn ihr jemand zu nahe kommt oder so, dann bricht sie schon öfters mal in Tränen aus. Dementsprechend schwer ist es nun bei der Eingewöhnung im Kindergarten.
Wir waren nun heute den 9. Tag dort. Bisher war es mir noch nicht möglich, mich auf den Flur zu setzen, geschweige denn mal für kurze Zeit ganz zu gehen. Sie macht zwar jeden Tag Fortschritte und taut nach und nach etwas auf, aber es sind eben ganz ganz kleine Schritte. Sie sucht ständig den Rückhalt von mir und tut sich schwer, eine Beziehung zu der Erzieherin aufzubauen (sie geht eh eher auf die Kinder zu als auf Erwachsene). Der größte Erfolg bisher war gestern, da ist sie mit der Erzieherin alleine in eine Gruppe zum Spielen gegangen, während ich auf dem Flur sitzen bleiben konnte. Das dauerte ca. 10 Minuten, dann kam sie schreien zu mir rausgelaufen, weil sie sich erschrocken hat, weil ein Mädchen so laut gebrüllt hatte. Außer dieser Situation hat sie sich bisher noch nicht von mir wegbewegen lassen.
Heute habe ich versucht, dort alleine auf Toilette zu gehen. Aber sie hat so eine Angst davor, dass ich weg bin, dass sie mir an den Haare gerissen hat, weil sie nicht wollte, dass ich gehe. Ich war dann ca. 30 Sek. weg und sie war total außer sich.
Ich bin ziemlich hilflso, weil ich nicht weiß, was ich machen soll. Wenn sie wenigsten mal zur Erzieherin auf den Schoß gehen würde oder sie mal an die Hand nehmen würde, dann würde sie sich auch von ihr trösten lassen, wenn ich mal weg bin. Aber so will ich sie natürlich auch nicht so überfordern und einfach gehen. Zumal die Erzieherin auch der Meinung ist, es wäre zu früh für sie, jetzt einfach zu gehen. Damit könnte sie nicht umgehen und es würde dann eher mehr kaputt machen.
Sie müsste erstmal etwas alleine spielen, und merken, dass ich irgendwo im Flur sitze und sie jederzeit zu mir kommen kann. Aber wie soll ich das machen, dass sie sich das endlich mal traut und nicht nur an mir klebt.
Morgen schick ich den Papa mal mit. Vielleicht klebt sie an ihm nicht so sehr wie an mir und es bringt uns einen Schritt vorwärts. Sonst bin ich echt am Ende mit meinem Latein.

Wem gings denn auch so und wie habt ihr das Problem gelöst?

Bin um jede Antwort dankbar!!!

P.S. Sie sagt, dass sie gerne in den Kiga will, hat auch Spaß und freut sich - aber eben nur, wenn ich dabei bin.

Beitrag von lisasimpson 27.01.11 - 15:33 Uhr

ich finde die idee mit dem papa gut.
wenn möglich schick ihn so oft wie möglich, vielleicht auch mal oma und opa.
ganz offenabr ist das was zwischen dir und diener tochter, was sie schlecht loslassen kann.
wenn sie sich aber gaqr nicht auf die anderen dort einläßt wird das ein problem.

ich bin sher für eine sanfte eignewöhnung- aber so wie es sich anhört, hört sich das nicht so an, als würde sie sich einleben.
von daher den papa schicken und das nächste mal gaaanz viel trinken, bevor du mit ihr gehst, so daß du öfter mal aufs klo mußt (am bsten, wen nsioe ws gaaaanz atrraktives macht)

sie muß einfach immer und immer wieder erleben, daß die welt nicht unter geht, wenn du weg bsit und daß du ganz sicher wieder kommst.
wenn sie diese erfahrungen 10, 20 mal gemacht hat, dann wird sie sich einlassen können- ungüpnstig ist es, wenn sie völlig außer sich ist, wenn du weg bist, denn damit bestätigt sich ihre angst (es ist ganz furchtbar, wenn mama weg ist)

ich finds klasse, daß die erzieher da auch vorsichtig rangehen. wichtig ist aber auch da, eine balance zu finden zwischen "die sicehr basis mama so lange belassen, bis es andere sicherheiten gibt" und "loslösung UM sich auf andere menschen einzulassen, die dann sicherheit geben können"


Alles liebe
lisasimpson

Beitrag von kacsili 27.01.11 - 18:17 Uhr

Danke für deine Antwort. Ich bin echt mal gespannt, wie es morgen mit papa wird. Leider kann er das nicht öfters machen wegen Job und so, aber ev. mach ich das dann auch mal mit Oma und Opa. Also du denkst, dass ich das mit dem auf Toilette gehen ruhig öfter machen soll, auch wenn sie brüllt wie am Spieß. Ev. warte ich dann jedes Mal ein wenig länger dort, damit sie auch die Chance hat, sich bei der Erzieherin ev. ein wenig zu beruhigen, sonst bringts wenig wie du schreibst.
Aber irgendwas musste ich einfach mal probieren.

Danke auf jeden Fall für deine Antwort. Es tut gut, wenn jemand zuhört und konstruktive Kritik gibt statt wie ne Nachbarin, die fragte: Was??? Du warst noch nciht einmal weg??? Ja, traust du dich nicht zu gehen?????

Ja klar!!!!!!!!!!!!

So Leute verstehen einfach nicht, dass es nicht nur super funktionierende Kinder gibt, die gleich mit jedem gut Freund sind...

LG, kacsili

Beitrag von lisasimpson 27.01.11 - 19:35 Uhr

Hallo!

Ja, Kinder sind da einfach unterschiedlich- laß dich nicht verunsichern.

Eine antwort, die du bekommen hst, fand ich klasse.
dei mutter beschreibt, daß sie selbst im gruppenraum sitzt und sich nicht bewegen darf- die erzieher aber schon.

so in etwa würde ich das auch bei euch angehen (in zusammenarbeit mit den erziehern)-
du machts uuultra langweilige sachen (eine Zeitschrift lesen, stricken, nur dasitzen und döseln) während die erzieher hoch die attraktiven sachen machen.
nach eingier zeit, wird deine tochter merken, daß es langweilig ist, bei dir zu sitzen und daß das andere seinen reiz hat.
ich würde auch mit ihr vorbesprechen, wie ihr weiter voreht.
du bleibt noch eine woche mit drin (z.B.)- du sagst ihr aber, daß du in der zeit auch 3 mal auf die toilette gehen wirst (aleine!)- du gehst kurz auf die toilette und sie darf weitespielen-
das ist vorher mit ihr besprochen. ich würde auch mit ihr besprechen, ab wann sie alleine dort bleiben darf und wie du dir vorstelslt, wie es weiter läuft (in der nächsten woche gehe ich dann mal kurz zum bäcker us ein frühstück kaufen.. in der dirtten wochen gehe ich dann mal kurz einkauf nund in der 4,. wochen kannst du schon 2 stunden dort bleiben. so wie die andern kinder auch..)
ansonsten sitzt du eben sehr langweilig rum.

sie muß einfach jetzt die erfahrung machen- bei den andern zu sein hat vorteile, es kann spaß machen und das sind klasse leute- bei der mama sein ist toll, aber es gibt zeiten, da bin ich im kiga und dei mama kommt ganz sicehr wieder- es passiert nichts schlimmes.

daher würde ich echt versuchen das mit dem klo langsam zu steigern.
zuerst ihr vielleicht sagen, du holst was aus dem bad (ein handtuch) und bsit wirklich 30 sekunden später wieder da. das wiederholst du 2-3 mal.
beim nächsten mal holst/ bringst du was anderes und bist ne miniute weg, dann gehst du aufs klo usw.. bestenfalls weint sie gar nicht.
jede erfahrung die ihr sagt: "alles ist gut" ist in eurem sinne.

ich drück die daumen, aber ich denke mit hifle von papa, oma und opa und mit hilfe von so verständisvollen erziehern klappt das ganz sicher

lisasimpson

Beitrag von juju277 27.01.11 - 15:39 Uhr

Hi,

beim Sohn meiner Freundin war es auch so, sie ist ungefähr 3 Monate mit in den Kiga gegangen, bis er es endlich allein geschafft hat...

LG

Beitrag von claus 27.01.11 - 15:42 Uhr

Hallo,

ich denke, da müßt ihr euch wirklich vorsichtig rantasten.
Meine Freundin hatte das "Problem" auch mit ihrer Tochter, während mein Sohn mich direkt am ersten Tag vergessen hat ;).
Die Tochter meiner Freundin geht erst jetzt, ein halbes Jahr, nach der Eingewöhnung gerne n den KIGA, ohne morgens zu weinen.
Meine Freundin saß echt lange mit im Gruppenraum, dann immer wieder in den Pausenraum der Erziehrinnen minütlich gesteigert.
Sie hat ihrer Tochter dann auch immer gesagt:" Siehst du, Mama kommt immer wieder!".

Ich drücke dir die Daumen!

Ich habe genau das andere Exemplar hier, Luca geht von der ersten Minute an gerne in den KIGA und war auch 3 Jahre mit mir zuhause.

Wir haben vorher wöchentlich 2 Spielgruppen und einen Schwimmkurs besucht, aber immer mit Mama zusammen.


LG

Claudia & Luca (30.09.2007)

Beitrag von kacsili 27.01.11 - 18:21 Uhr

Danke für deine Antwort.
Gut zu hören, dass es bei anderen auch so ist (deine Freundin) und auch gut zu hören, dass es NICHT daran liegt, dass ich sie noch nicht zuvor in eine Betreuung gegeben habe, denn das war ja bei dir auch so und dein Sohn hatte keine Probleme mit dem Kiga. Es ist eben einfach Typsache und hat damit nicht viel zu tun. Meine Kinderärztin will mir ja seit Ewigkeiten einreden, dass ich meine Tochter viel früher hätte in eine Betreuung geben müssen, damit sie sich daran gewöhnen kann. Ich bin NICHT dieser Meinung und deine Antwort bestätigt das wieder.

LG, kacsili

Beitrag von emilia72 27.01.11 - 18:34 Uhr

Hallo - du schreibst hier fast unsere Geschichte. Allerdings nur fast.

1. Haben wir hier ein männliches Exemplar der Gattung "Anhänger" und
2. Endet unsere Geschichte nach ca. 3 Wochen... (freu!)

Also: wir waren zum "Schnuppern" 3 Vormittage zusammen im Kindergarten, dann fing die Eingewöhnung an. Ich war 2 Vormittage mit ihm komplett dort (auch mit Riesen-Wein-Vorstellung, weil ich auf der Toilette war) und dann sollte ich echt am nächsten Tag eine halbe Stunde schon heimgehen. Mit der Ankündigung, sie würden mich auf keinen Fall anrufen - durch die halbe Stunde müsse er durch.

Komischerweise wurde er an diesem Tag krank, so dass wir am nächsten Tag nicht hinkonnten (komisch - hab ich als Kind immer unterbewußt auch so gemacht...). Jedenfalls habe ich mich in dieser Nacht kaum geschlafen - ich wusste, wenn ich diese harte Tour mit ihm fahre, geht er nie wieder irgendwo alleine hin. Ausserdem war mir der Kindergarten aus meiner Kindergartenzeit immer noch unangenehm. Ich habe kurzerhand den Kindergarten gewechselt. Ein ganz kleiner Kindergarten mit 2 Gruppen à 12 Kindern. Ich hatte den "alten" Kindergarten einfach ausgesucht, weil er uns am nächsten lag.

Im neuen Kindergarten war mein Kind ein völlig anderes: am 1. Tag ging er schon alleine durchs Zimmer und war total glücklich.

Die Eingewöhnung hat am 2. Januar begonnen und lief wie folgt:

1. Woche war ich komplett dabei
2. Woche saß ich drei Tage mit einem Buch in der Hand in einer Ecke im Zimmer mit drin. Johannes (unser Kleiner) konnte immer zu mir, nur ich "durfte" mich nicht vom Fleck bewegen. Das war ihm dann am 3. Tag langsam zu langweilig und er hat sich eine Erzieherin geschnappt, die mit ihm dann spielen sollte. Die nächsten 2 Tage der Woche konnte ich jeweils 5 und 10 Minuten rausgehen. Ich saß dann im Aufenthaltsraum der Einrichtung in Hörweite und hätte kommen können, wenn er geweint hätte. Hat er auch kurz, als ich mich angezogen und "gegangen" bin. Hat aber sofort aufgehört, als ich ausser Sichtweite war.
3. Woche: Montag 15 Min im Aufenthaltsraum - keine Tränen mehr
Dienstag: 20 Min - ohne Tränen
Mittwoch: halbe Stunde.

Seit dem bin ich dann wirklich gegangen. Zuerst eine halbe Stunde, inzwischen sind wir bei 1 1/2 Stunden.

Er ist super glücklich dort, spielt zwar noch nicht viel mit anderen Kindern, aber es klappt.

Wenn ich ihn abhole, ist er auch glücklich, allerdings ist er sehr anhänglich für den Rest des Tages. Wird aber auch schon besser.

Ich bin so froh, dass wir den Kindergarten noch rechtzeitig gewechselt haben. Wir haben hier bei uns den "Luxus", von heute auf morgen einen Kindergartenplatz zu bekommen.

Die Eingewöhnung wird bei uns noch ca. 1-2 Wochen gehen. Es gibt dort auch Kinder, die wurden 6-8 Wochen eingewöhnt. Ist in dieser Einrichtung überhaupt kein Thema - auf die harte Tour wird da nie etwas gemacht.

Vielleicht könntest du ja mal ansprechen, ob es gehen würde wie bei uns. Also nicht aus dem Zimmer raus, sondern einfach einen Platz am Rand suchen und da sitzen bleiben. War bei uns das Wundermittel.

Viel Erfolg

Chris

Beitrag von sarina76 27.01.11 - 20:47 Uhr

#zitter
Wir fangen am Mittwoch mit der Eingewöhnung an. Meine Tochter ist auch eine Kleine anhängliche.....#zitter

Beitrag von pinklady666 27.01.11 - 21:49 Uhr

Hallo

Meine Maus ist auch so eine kleine Klette.
Ich habe ganz bewusst entschieden, dass bei uns der Papa die Eingewöhnung machen wird.
Man sagt ja den Kindern auch eigentlich "das ist ein Kindergarten, kein Mamagarten". Das wäre bei uns aber leider nicht gegangen. Ich bin Erzieherin. Marie war fast 3 Jahre lang mit mir auf der Arbeit. Sie kannte also zum Einen schon die Institution Kindergarten, zum Anderen aber leider auch dass ich immer mit dabei bin.
Darum habe ich sie auch in einer anderen Einrichtung angemeldet und eben den Papa mitgeschickt. Außerdem habe ich darauf geachtet, dass sie viele Kinder dort schon vom Spielkreis her kannte (da ging sie jeden Donnerstag mit Papa oder Oma hin und wir hatten das Glück, dass fast alle Kinder die dort waren in die lila Gruppe wollten / kamen. Das kam uns sehr entgegen da ich Marie genau zu diesen Erzieherinnen geben wollte. Hatte selber dort schon gearbeitet und halte sehr viel von den Beiden).
Die Eingewöhnung lief bei uns super. Leider hatte sie es danach sehr schwer, aber das legte sich nach einiger Zeit. Schon nach den Sommerferien, Marie startete auch im Mai, lief sie fröhlich in ihr Zimmer zu ihreren Freundinnen und schreit mittlerweile am Wochenende wenn mal kein Kindergarten ist.

Auch auf der Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Eingewöhnung gerade bei den Kindern, die stark auf Mama fixiert sind, besser läuft wenn Papa sie durchzieht (wir hatten auch schon eine Oma hier sitzen).
Kann außer der Mama keiner, wird die Eingewöhnung halt entsprechend lange angesetzt.

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Sophie Marielle (ET 22.06.2011)

Beitrag von kacsili 28.01.11 - 09:01 Uhr

Ja, heute ist mal Papa dabei.
Leider ist das nur einmalig, da er ja arbeiten muss.
Ich bin mal gespannt, wie sie sich dann verhält.
Aber auf jeden Fall gehts mir grad super, da ich echt mal Luft zum Atmen hab. Da ist ein ganz schöner psychischer Stress, wenn dein Kind die ganze Zeit an dir klebt im Kiga. Da tut es echt mal gut 3 Stunden komplett ohne zu sein.

Drückt mir die Daumen, dass es sich mit der Zeit bessert.
Irgendwann muss ich ja mal kurz weggehen. Die anderen Mütter und Nachbarn halten mich glaub ich eh schon für bekloppt, weil ich nun ganze 2 Wochen schon dabei bin und mich kaum wegbewegen darf von ihr.
Man kommt sich echt unfähig vor.

LG, kacsili