Steuern und SV Beiträge auf Mutterschaftsgeld?!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kaetzchen79 27.01.11 - 16:52 Uhr

Hallo ihr lieben,

bin grad total irritiert. Habe meine Abrechnung für Januar vom AG bekommen. Seit 20.01. bin ich in Mutterschutz. Jetzt seh ich, dass die auf den Teil Mutterschaftsgeld gar keine SV Beiträge und Steuern berechnet haben.
Nur auf mein anteiliges normales Gehalt bis 19.01.

Ist das normal???

Blick grad überhaupt nicht mehr durch..... in der Perso erreich ich grad keinen mehr....

lg kätzchen+krümelinchen 35+0

Beitrag von ubbi74 27.01.11 - 16:56 Uhr

Hallo,

das ist schon richtig so, das Mutterschaftsgeld ist steuer- und sozialversicherungsfrei, du brauchst es auch nicht später in der Steuererklärung angeben, sowie das Elterngeld.

lg ubbi74

Beitrag von kaetzchen79 27.01.11 - 16:58 Uhr

was ehrlich!? ist ja geil. kann ich kaum glauben.

wie sieht denn dann erst die abrechnung im nächsten monat aus, wenn ich voll im muschu bin?! #gruebel

hat man dann brutto= netto?

nur dass es kein missverständnis wird, meine nicht die täglichen 13 euro der kasse....

Beitrag von ubbi74 27.01.11 - 17:05 Uhr

Ja, die Abrechnung ist dann brutto=netto und die 13 € von der KK kommen noch oben drauf.
da kannst du ordentlich für dein Kleines shoppen gehen.

lg Ubbi

Beitrag von kaetzchen79 27.01.11 - 17:07 Uhr

wow, hab das nebenbei auch noch mal gegooglet. ist ja unglaublich. und das muss ich nicht in der nächsten einkommenssteuererklärung angeben?
sorry wenn ich so doof frage, aber sonst kassiert der staat immer nur.....

und die acht wochen nach der geburt, wie ist das da? da wird ja noch was mit dem elterngeld verrechnet?! weisst du das auch?

danke schon mal!

Beitrag von ubbi74 27.01.11 - 17:12 Uhr

In den acht Wochen nach der Geburt ist das genauso wie in den sechs Wochen vorher, da bekommst du das Mutterschaftsgeld weiter und Elterngeld erst danch, weil die das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld anrechnen.

lg

Beitrag von kaetzchen79 27.01.11 - 17:14 Uhr

wahnsinn, mein tag ist gleich ein großteil schöner geworden! dachte schon die haben vergessen dass ich im muschu bin.... #huepf

danke dir!! #liebdrueck

Beitrag von hexchen1982 27.01.11 - 17:32 Uhr

Hallo Ubbi,

deine Aussage ist falsch, Mutterschaftsgeld und Elterngeld unterliegen dem Progressionsvorbehalt und sind in der Steuererklärung anzugeben.

LG Hexchen

Beitrag von coolcat76 27.01.11 - 17:37 Uhr

Hallo,

sorry wenn ich Dir ganz entschieden widersprechen muss.

Sowohl das Elterngeld als auch das Mutterschaftsgeld musst du in der Einkommensteuererklärung angeben, wenn Du in dem gleichen Jahr andere Einkünfte hast oder verheiratet bist und mit Deinem Ehemann gemeinsam veranlagt wirst.

Richtig ist, dass auf beides keine Steuer anfällt, aber es fällt in den sogenannten Progressionsvorbehalt. D.h. das zu versteuernde Einkommen wird ohne Elterngeld und Mutterschaftsgeld ermittelt und dann wird beides dazugerechnet und geschaut, wie hoch der Steuersatz wäre, wenn Steuern anfielen. Dann wird dieser Steuersatz auf das zu versteuernde Einkommen angewendet.

Bsp.: 1.000 € MuSchGeld
6.000 € Elterngeld
22.000 € zu versteuern
bei 22.000 € = 8% Steuern
bei 29.000 € = 10% Steuern
Folge: Du zahltst nicht 1.760 € (=8%), sondern 2.200 € (= 10%)Steuern.

Die Angabe in der Erklärung ist wichtig, weil sonst (versuchte) Steuerhinterziehung vorliegt und das Finanzamt weiß in der Regel durch elektronische Übermittlung, dass Du das Geld bekommen hast.

VG, coolcat


Beitrag von carinio35 27.01.11 - 19:26 Uhr

Also wir haben das Mutterschaftsgeld schon anzugeben. Es ist aus der Lohnsteuerkarte sowieso ersichtlich. War einfach so ein Zettel von der Krankenkasse, auf dem stand, was sie bezahlt haben.

Angeben sollte man das wohl schon, denk ich mir so. Aber das Ergebnis ist das gleiche, es ist ja eh netto, wird also nicht nochmal belastet.

Schönen Abend
C.

Beitrag von eisrose1 27.01.11 - 17:49 Uhr

Also eigentlich bekommst du nicht das Brutto ausgezahlt (also den Bruttobetrag) sondern den durchschnittlichen Nettobetrag der letzen 3 Monate.