9 Jahre Fernbeziehung, jetzt vorbei

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von josi123 27.01.11 - 20:46 Uhr

Hallo, ich lebe mit meinem Mann seit 9 Jahren in einer Fernbeziehung, er ist Fernfahrer. Wir haben uns so kennengelernt und uns in der Zeit auch nur immer am WE oder auch nur alle 2 Wochen gesehen. Wir haben zwei Töchter. Auch wenn es einige nur schwer glauben, ich komme so sehr gut zurecht, unsere Töchter haben sich dran gewöhnt, telefonieren jeden Tag mit ihm, wir etwa alle 2 - 3 Stunden. Wir haben unseren Tagesablauf, Kita, Schule, Arbeit und uns gut eingespielt. Klar lasten fast alle Entscheidungen auf mir, wenn Kinder krank sind, ist niemand hier, der mir hilft, Omas sind 5, bzw. 8 Stunden Autofahrt weg. Aber es ist okay. Nun ist es so, dass mein Mann bald komplett zu Hause bleibt, was ich ihm auch gönne nach den Jahren harter Arbeit. Er hat nun genügend Angestellte, dass er sich um den Bürokram kümmern kann, was ich bisher abends bzw. nachts gemacht habe. Nun freue ich mich zwar, hab aber auch ein bisschen Angst, wie es so wird mit dem Zusammenleben. Wenn mein Mann am WE oder im Urlaub hier ist, habe ich immer zu tun, mich an ihn zu gewöhnen (hört sich doof an), wenn ich mich an ihn gewöhnt habe, musste er wieder los. Häufig gabs dann am Samstag auch Streit wegen Kleinkram, Unordnung, mein Alltag war irgendwie ducheinandergebracht, es war abends mehr Unruhe drin. Aber im Grossen und Ganzen sind die WE doch immer schön gewesen und wir geniessen die Zeit zu viert. Wem ging es noch so? Ist diese Angst vorm Zusammenleben normal? Gruss Josi.

Beitrag von binnurich 27.01.11 - 20:59 Uhr

mir ging es nicht so.
aber dieses "habe ich immer zu tun, mich an ihn zu gewöhnen"... das kenne ich, wenn ich von Dienstreisen zurückkomme. Ich denke, deinem Mann geht es genau so.
Mein Onkel war auf längeren Montagen früher (da war ich nocht Kind). Seine Tochter meine Freundin hatte auch immer mal Schwierigkeiten, wenn er mal wieder da war.

Ich denke, das kommt zwangsläufig.
Man sollte das vorher sehen und sich darüber unterhalten, was man tun könnte und welche Art Schwierigkeiten einen erwarten können.

z. B. die Kinder sind gewohnt, dass sie sich immer nur mit einem Elternteil auseinander setzten müssen - da müsst ihr später an einem Strang ziehen

ich würde versuchen eine Art Planung zu machen, dass es Zeiten gibt, wo ihr euch auch aus dem Weg gehen könnt.
Antrengend wird das plötzliche dauernde aufeinanderhocken sein, zumal er vermutlich auch seine Büroarbeit in der Nähe der Wohnung macht.
Außerdem könnte es sein, dass du erwartest, dass er mehr da ist, als er letztendlich da sein wird.

Das sind die Dinge, die ich so aus der Beobachtung im Umfeld kenne.
Aber sicher findest du hier Leute, die dir noch besser weiterhelfen können

Beitrag von weltenbuergerin2 28.01.11 - 00:59 Uhr

Jetzt würde ich am liebsten laut lachen. Du bist mit einem Mann zusammen, hast mit ihm zwei Kinder!!, hast dir dein Leben ( aufgrund seiner Berufstätigkeit) nett eingerichtet und jetzt will dieser Mann (Familienernährer) mit dir zusammenleben?

Welch ein Frevel!

Du siehst ihn als Fremdkörper, kann von daher deine Angst irgendwo verstehen, du hast Angst, dass dein Mann, mit dem du zwei Kinder hast, deine Kreise stört.
Du hast mächtig einen an der Waffel.
Er ist in Zukunft nicht mehr nur der Geldesel, sondern echtes Bestandteil der Familie, was eigentlich normal ist.
Wovor hast du solche Angst? Kontrolle? Sex? Einmischung?

Beitrag von nichböse 28.01.11 - 03:00 Uhr

Nein, so ist es von der TE sicher nicht gemeint, sonst hätte sie die Frage nicht so formuliert.

Es ist eine Umstellung. Kennst du "Papa ante Portas" von Loriot?

Das ist hier so ähnlich. Mehr kann ich dir dazu auch nicht sagen.

Aber es ist sicher nicht so, wie du jetzt vermutest.

LG und schlaf gut
#herzlich

Beitrag von blinkingstar 28.01.11 - 08:15 Uhr

Zuviel Gute Zeiten schlechte Zeiten geguckt? #kratz

Beitrag von lenamichelle 28.01.11 - 09:32 Uhr

#rofl#rofl#rofl#rofl

Beitrag von *** 28.01.11 - 15:28 Uhr

Deinen Beitrag finde ich total daneben!

Beitrag von nur mal so 28.01.11 - 23:42 Uhr

ich wuerde fast tippen du hattest noch nie eine fernbeziehung die funktioniert hat, mein mann ist zum teil 15 monate am stueck weg und ja jedes mal wenn er nach hause kommt frag ich mich wie es wird und jedes mal wenn er kommt streiten wir uns am anfang, mal mehr mal weniger. das ist normal.
es ist auch normal das man sich gedanken da drueber macht.
und mein mann ist kein geldesel und um solche dinge dreht sich eine fernbeziehung auch nicht!!!!
man muss sich wieder an einen alltag zusammen gewoehnen....aber ich glaube nicht das du so etwas verstehst....

Beitrag von blinkingstar 28.01.11 - 08:20 Uhr

Hallo Josi,

ich denke, das Problem ist, dass Du nicht weißt, was auf Dich zu kommt. Das kannst Du nur abfedern, indem Du Dich mit Deinem Mann darüber unterhälst.
Ihr solltet Euch einen klaren Plan fassen. Er sollte Deinen bisherigen Tagesablauf kennen, so dass ihr dann die Aufgaben unter Euch aufteilen könnt.
Es steht eine große Veränderung an, Dein Tagesablauf wird sich verändern (und das kann auch Angst machen!). Aber ich würde es positiv sehen: in Zukunft hast Du mehr Zeit zu Entspannen, denn Du kannst auch Aufgaben an Deinen Mann abgeben. ;-)

Rede mit Deinem Mann und Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass er ähnliche Sorgen hat wie Du.

Greetz

Blinking#stern