Homeoffice - wird das auf das Elterngeld angerechnet?

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Beitrag von marienkaefer1985 28.01.11 - 10:32 Uhr

Hallo!

Meine Firma hat mir jetzt angeboten, dass ich nach der Geburt auch von zu Hause arbeiten könnte, während der Elternzeit.

Das wäre für mich super, weil ich erst seit Dezember im Unternehmen bin und somit die Chancen steigen, dass ich nach der Elternzeit wieder einsteigen kann, außerdem sind die Projekte die ich dann von zu Hause aus betreuuen würde super spannend und auch von zu Hause aus machbar.

Mir geht es also mehr darum, dass ich das machen kann um meine berufliche Zukunft im Unternehmen zu sichern.

Jetzt hat mein Chef allerdings gefragt, ob es einen "Freibetrag" beim Elterngeld gibt oder ob alles komplett angerechnet wird.

Weiß das jemand?

Ich vermute mal stark, dass es angerechnet wird. Aber auch, wenn ich nicht in der Firma bin, sondern zu Hause und mein Kind dann betreuuen kann?

Ich könnte es ja rein theoretisch auch abends machen, wenn das Baby schläft, da ich mir die Zeit ganz frei einteilen kann.

Beitrag von kruemlschen 28.01.11 - 10:41 Uhr

Hallo,

da Elterngeld eine LohnERSATZleistung ist, wird jeder Lohn den Du erhältst auf das Elterngeld angerechnet.

Wie genau die Berechnung ist kannst Du hier nachlesen:

http://www.elterngeld.net/elterngeld-erwerbstaetigkeit.html

Ich würde mir das an Deiner Stelle aber genau überlegen.

Denn ein Kind ist keine Puppe die man mal eben abschalten kann, ein konzentriertes Arbeiten und dabei das Kind noch selbst betreuen zu müssen ist so gut wie unmöglich.

Ich weiß wovon ich spreche, ich habe selbst die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten und nutze das wenn mein Sohn krank ist.

Gruß K.

Beitrag von marienkaefer1985 28.01.11 - 10:59 Uhr

Danke für deine Antwort.

Dass mein Kind keine Puppe ist, ist mir klar ;-)

Der meiste Teil der Arbeit wird daraus bestehen, Sachen zu prüfen, die ich dann per Mail erhalte und die ich dann an einen Kollegen weiterleite, damit er es wiederrum mit meinem Chef besprechen kann.

Außerdem muss ich Recherchearbeiten machen, die größtenteils über gewisse Firmentools und das Internet zu erledigen sind (Angebote auswerten, Vorschläge nach gewissen Vorgaben erstellen usw.)

D. h. es wird zu 80 % PC-Arbeit sein, vielleicht 20 % Telefonate und das sind dann nur Abstimmungen mit meinem Kollegen, nicht mit außenstehenden Personen.

Außerdem will ich nicht 5 Tage pro Woche arbeiten, sondern max. 6, höchstens 8 Std., pro Woche.

Beitrag von kruemlschen 28.01.11 - 11:12 Uhr

Ich wollte Dir auch nicht zu nahe treten, aber die meisten Mütter die ihr erstes Kind bekommen stellen sich das eben so einfach vor...

Wie gesagt, ich nutze mein HO eigentlich nur wenn mein Sohn krank ist und falls mal aus einem anderen Grund ist der Fernsehkonsum an diesem Tag für meinen Sohn enorm, denn anders würde es gar nicht gehen.

Allerdings würde ich wohl auch zusagen (bei der geringen Stundenzahl), denn wenn Du einmal ein Homeoffice hast, ist es schwer vom AG das wieder zu streichen ;-)

Beitrag von marienkaefer1985 28.01.11 - 11:22 Uhr

Generell gebe ich dir Recht. Ich bin auch das erste Mal schwanger und habe sicher keine Ahnung, was da auf mich zu kommt #zitter

Ist natürlich auch alles ein bisschen davon abhängig, wie das Baby so drauf ist (eher ruhig oder aufgeweckt).

Zur Not hätte ich aber auch noch Freunde, die mich da unterstützen würden, eine sehr gute Freundin, die nur 1 Straße weiter wohnt, ist auch schwanger und hat mir da ggf. auch schon Unterstützung zugesagt, andere Freunde auch. D. h. im schlimmsten Fall mache ich es entweder abends/ nachts oder ich würde Freunde einspannen können, die sich dann um den Zwerg kümmern.

In allererster Linie geht es mir halt darum, meinen Arbeitsplatz so ein wenig sichern zu können (habe nen befristeten Vertrag, die könnten mich also jederzeit kündigen) und ein klitzekleiner finanzieller Vorteil wäre es (ca. 100 € monatlich), die ich als Alleinerziehende natürlich gut gebrauchen könnte... ;-)

Beitrag von kruemlschen 28.01.11 - 11:27 Uhr

Wenn Du auch noch AE bist, dann mach es auf jeden Fall!

Wenn Du dann mal wieder voll einsteigst, wirst Du um diesen Homeofficeplatz noch seeeehr dankbar sein!

Ich kann Dir trotzdem nur empfehlen Dich jetzt schon mal um einen Krippenplatz zu bemühen, auch da ist es wichtig einen zu haben wie viele Stunden Du den dann in Anspruch nimmst bzw. nehmen musst siehst Du da im Laufe der Zeit.

Also sag Deinem Chef zu, aber lass es Dir auf jeden Fall schriftlich geben!

Beitrag von marienkaefer1985 28.01.11 - 11:54 Uhr

Ja, mit ein paar Krippen bei mir in der Umgebung bin ich schon in Kontakt.

Demnächst werde ich noch Gespräche mit meinem Chef habe, wann ich dann hier wieder einsteige.

Ich würde ja gerne ein Jahr zu Hause bleiben, er hat mich gefragt, ob ich nicht nach 8 Wochen wieder anfangen will... #rofl

Naja, da müssen wir uns noch irgendwie einig werden, deshalb ist das mit dem Homeoffice alles schon gar nicht so verkehrt.

Beitrag von nele27 28.01.11 - 10:49 Uhr

Hi,

wo Du arbeitest spielt überhaupt keine Rolle. Das Gehalt wird angerechnet im ersten Jahr - egal ob Du zu Hause oder in der Firma bist. Wichtig ist, was Du an Geld erhältst.

Übrigens ist Kinderbetreuung und konzentriertes Arbeiten ein Widerspruch in sich. Ich habe auch 1-2 TZage die Woche im Home Office gearbeitet und hatte selbstverständlich trotzdem eine Kinderbetreuung....
Oder ich habe es genutzt, wenn mein Sohn krank war, während er schlief.
Bedenke, dass Du abends niemanden anrufen kannst! Weder Kundern noch wahrscheinlich den Chef, um Aufgaben abzustimmen etc. Und tagsüber anrufen kommt wegen Babygeschrei nicht sehr professionell...

LG, Nele

Beitrag von marienkaefer1985 28.01.11 - 11:04 Uhr

Danke für deine Antwort.

Es würde sich überwiegend nur um Recherchearbeiten, Auswertungen usw. handeln und man könnte fast alles per Mail regeln.

D. h. Telefonate kommen nur wenig vor.

Abgesehen davon würde ich es wohl nur max. 6 Std. pro Woche machen, die ich mir selbst aufteilen kann, d. h. nur das Ergebnis zählt.


Wie gesagt, mir wäre es halt sehr wichtig, damit ich nicht ganz raus komme und weiterhin was im Unternehmen machen kann (ich bin zwar erst seit Dezember hier, aber mir gefällt mein Job super gut). Es geht also auch darum, beim Chef etwas guten Willen zu zeigen, dass man auch weiterhin zur Verfügung steht und nicht sagt: "Schwanger geworden während der Probezeit, Kind bekommen und nie wieder melden!"

Ich möchte schon versuchen, meine beruflichen Chancen hier so gut nutzen zu können wie möglich, zumal der Personalbedarf für diese Tätigkeiten absolut gegeben ist und ich das ja jetzt schon mache, d. h. ich habe Routine darin.

Beitrag von nele27 28.01.11 - 11:21 Uhr

Ich finde das absolut richtig, dass Du was tun willst und DIch nicht zH hinsetzt und Dich hinterher wunderst, dass Deinen Job jetzt andere machen :-)

Wenn Du das stundenweise vorhast würde ich drauf achten, dass möglichst keine Terminsachen dabei sind oder die Termine wirklich lange im Voraus klar sind. Sonst stehst Du da uU mit ner halbfertigen Sache und einem schreienden Baby, dass ausgerechnet heute, wo Du um 14 Uhr Abgabe hast, keinen Mittagschlaf machen will...

Vll geht einiges als Notnagel auch mal am Wochenende, wenn Dein Mann das Kind nehmen kann?

Ich denke, stundenweise dürfte es dann klappen (und dann scheiß drauf ob es angerechnet wird, hinterher zahlt es sich aus, wenn Du bei der nächsten Gehaltserhöhung als erste bedacht wirst).

Viel Erfolg!

LG, Nele

Beitrag von marienkaefer1985 28.01.11 - 12:05 Uhr

Danke für deinen Zuspruch!

Jap, genau, es geht nicht ums Geld, sondern eher um die Firmenzugehörigkeit.

Ich habe die letzten 2 1/2 Jahre echt nen besch***** Job gehabt, nebenbei studiert, um mich beruflich weiterzuentwickeln und da möchte ich diese Chance nicht entgehen lassen :-)

Beitrag von rosalinde.x 28.01.11 - 21:50 Uhr

Hallo,

zum Elterngeld hast du ja schon antworten. Ich will dir nur meine Erfahrung mit Heimarbeit und Baby schreiben:

Ich würde wie du auch schreibst, nicht nur das Finanzielle sehen. Wenn deine mittel- oder langfristigen beruflichen Chancen durch den frühen Wiedereinstieg deutlich größer werden, würde ich alles versuchen um das Angebot annehmen zu können. Insbesondere wenn es sich nur um eine geringe Stundenzahl handelt.

Mir ging es ähnlich. Das überraschende Angebot von meinem Chef, in zu hause zu arbeiten, hatte ich damals auch angenommen. Hauptgrund war für mich, im Beruf drin zu bleiben.
Ich habe mich mit schlafendem Baby an den PC gesetzt. Das erste ca. dreiviertel Jahr hat so ganz gut geklappt.

Natürlich weisst du im voraus nicht, wie es mit Kind läuft. Ein Schreikind oder häufig krankes Kind fordert dich natürlich mehr als ein ruhiger Vielschläfer. Auch schlaflose Nächte können dich schlauchen.

Entlastung kannst du erreichen durch:
- Dein Mann sollte deine Berufstätigkeit unterstützen und dir Freiräume schaffen
- Haushaltshilfe, damit du die Zeit in der dein Kind schläft zum Arbeiten nutzen kannst
- Auf Dauer nach einem Babysitter oder einer Krippe suchen
Bei einem Baby finde ich einen Babysitter, der ins Haus kommt, am besten. So bist du erreichbar, wenn nötig (z.B. zum Stillen oder Trösten).
Optimal sind dafür natürlich auch Großeltern.
-Evtl. den Arbeitseinstieg etwas nach hinten verlegen (z.B. nach einem halben Jahr statt direkt nach dem Mutterschutz).


Liebe Grüße