3,5 J. Warum kann er nicht endlich mal durchschlafen? Bin verzweifelt

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von keep.smiling 28.01.11 - 10:39 Uhr

Hallo ihr Lieben,

mein Sohn hat noch nie so wirklich durchgeschlafen. Die 20 Nächte in seinem Leben, wo das geklappt hat, waren wohl ein Ausrutscher.

Er ist schon immer ein schlechter Schläfer? Warum eigentlich? Warum gibt es so schlechte Schläfer? Was läuft bei denen anders?
Wir haben schon immer einen geregelten Tagesablauf, Rituale etc, daran liegt es nicht. Kein Fernsehen, wenn dann nur Winnieh Pooh...daran liegts auch nicht.

Meinem Sohn wurden jetzt die Rachenmandeln entfernt - ich habe meine ganze Hoffnung in diese OP gesetzt, weil er seit ca 1 Jahr geschnarcht hat etc.
Solange mein Mann mit bei ihm im Zimmer schläft, scheint es viel besser zu werden mit dem Schlafen, er hat seit der OP (13.01.) vielleicht 4 Nächte durchgeschlafen (ok, vorher hatte er noch zu tun, die OP zu verarbeiten, Wundheilung, Vollmond, Antibiotika).

Aber jetzt ist mein Mann beruflich weg und die Nächte sind grausam wie zuvor.

Ich schlafe mit meiner 9 Monate alten Tochter im Schlafzimmer (alles auf einer Etage). Die Zimmertüre meines Sohnes ist auf, er hat ein Nachtlicht, was zu trinken am Bett...
Aber sobald er aufwacht, heult er wie ein Baby. Ich springe dann so schnell ich kann zu ihm, weil er mir nur die Kleine aufweckt, die leider einen sehr leichten Schlaf hat. Meist hab ich dann 2 heulende Kinder #schwitz#heul

Letzte Nacht habe ich meinen Sohn nach dem zweiten Aufwachen mit zu mir ins Doppelbett genommen. Aber so geht das einfach nicht.

Er schläft dann schlecht, weil die Kleine immer mal aufschreit (schläft derzeit schlecht), außerdem bekommt sie die Flasche einmal in der Nacht.

Ich schlafe schlecht, weil ich zwischen den beiden liege und seine Füße im Rücken habe und ihn immer wieder rüberschieben muß und abwechselnd dazu bin ich mit Schnuller reinstecken und beruhigen vom Baby beschäftigt. Ich selbst habe einen leichten Schlaf und brauche Ruhe und kann es nicht haben, wenn jemand (egal wer) in meinem Bett liegt beim Schlafen.

Und sobald mein Sohn nur mal hustet oder sich räuspert, ist die Kleine wach.

Kuschelzeit ist für früh angedacht und abends auf dem Sofa, also zu kurz kommt mein Sohn in dem Sinn auch nicht.

Warum er nciht shcläft, kann er nicht sagen. Wir haben ihn 2 Jahre lang in den Schlaf begleitet JEDESMAL - also von Anfang an, tags, nachts, meist mehrmals hintereinander. Als Baby hat er nicht wie manhce babies rumgemeckert, oder erzählt beim Einschlafen - sondern, wenn man doch mal versuchte, obs alleine klappt, hat er richtig panisch geschrien - aber wie! Wir haben ihn nie wirklich schreien lassen, sondern uns immer dazu gelegt.

Mit etwas über 2 hat es dann so langsam geklappt mit alleine einschlafen, aber durchschlafen? Nee. Ich bin dann auch ausgezogen aus dem Kinderzimmer, weil ich das Gefühl hatte, wir stören uns gegenseitig und weil das Baby im Anmarsch war.

So, nun hoffe ich auf Erfahrungsberichte und irgendwelche Tips.
Das mit dem Familienbett funktioniert nicht, auch wenn ich das schon schön fände, wenn alle zufrieden schlafen könnten, aber bei uns gehts nunmal nicht.
Baby zu ihm stellen geht auch nicht, die stören sich gegenseitig.

Ach menno, ich dreh mich im Kreis, ich kann nicht mehr. Nach über 3,5 Jahren würde ich so gerne mal durchschlafen. Ich könnte nur noch heulen.

LG ks

Beitrag von happybunny83 28.01.11 - 10:46 Uhr

Erfahrungen habe ich leider nicht aber (auch wenn es grausam klingt) werden wir, allein wegen dem Schlafverhaten, kein weiteres Geschwisterkind einplanen in nächster Zeit.


Mfg

Beitrag von keep.smiling 28.01.11 - 10:52 Uhr

Wie ist es denn bei euch? Wie alt ist dein Kind und wieso schläft es schlecht bzw was habt ihr schon probiert?

LG

Beitrag von happybunny83 28.01.11 - 11:15 Uhr

Meine Tochter ist 3,5 Jahre alt. Probiert haben wir schon alles mögliche. Waren auch beim Psychologen und im Schlaflabor. Vom Psychologen hatten wir damals Sedaplus bekommen, aber selbst dies half nicht bei unseren Schlafproblemen.

Beitrag von urmel_hh 28.01.11 - 21:22 Uhr

hallo,

gute idee ;-)

Hatten wir auch. Wir haben am ersten Geburtstag von unserem Großen gesagt, erst muss er durchschlafen und wir müssen vergessen wie sch... die Nächte mit ihm waren.
Und unsere Nächte waren mehr als schlecht. Wir haben gesagt, und wenn es 5 Jahre dauert, egal. Aber def. jetzt kein Geschwisterchen!!!

So drei Wochen später hatte ich einen positiven Schwangerschafttest in der Hand #schock
Durchschlafen konnten wir dann ganze 9 Wochen bis zur Geburt, war aber ein harter weg.

Aber wir hatten echt gut geplant aber da hat wohl jemand die sache anders gesehen ;-)

nun sind wir froh, dass es so gekommen ist und beide sind echte murmeltiere #verliebt

lg urmel_hh

Beitrag von schnullabagge 28.01.11 - 10:57 Uhr

Hallo!
Unsere Tochter schläft auch nicht durch, aber was solls. Das ändert sich auch nicht wirklich ;-)

Was ihr noch probieren könnt:

Möbel umstellen
nach einer Wasserader suchen lassen
Heilpraktikerin fragen

Lg Steffi

Beitrag von keep.smiling 28.01.11 - 13:11 Uhr

Ja an Möbel hab ich auch gedacht, geht nicht, Zimmer viieel zu klein.
Aber ich hab über ein Jahr bei ihm geschlafen und hatte auch keine Probleme - und wenn jemand bei ihm schläft, gehts ja.
Er braucht wohl einfach die Nähe, aber das ist eben nachts schwierig.

LG ks

Beitrag von schlumpfine23 28.01.11 - 11:14 Uhr

Hallo!

Kann Deine Verzweiflung nachempfinden - bei uns ist es ähnlich. Unsere wird im März 3 und die Nächte, die sie bisher durchgeschlafen hat, kann ich an zwei Händen abzählen.

Wir begleiten sie auch von Anfang an in den Schlaf - alleine geht gar nicht, selbst heute noch nicht. Manchmal denke ich, ich bin "Schuld" daran, weil ich sie früher in den Schlaf gestillt habe und sie es nicht kennengelernt hat, alleine einzuschlafen.
Wenn sie heute aber panisch brüllt, wenn wir es mal wieder versuchen, gehe ich auch ganz schnell wieder zu ihr - das möchte ich dann auch nicht.
Ich hoffe, das wird sich irgendwann von selbst regeln..#schwitz

Nachts wird sie MINDESTENS 1x Mal wach - weint dann und ich muss hin. Papa geht nur selten, nachts ist Mama angesagt. Dann muss ich nur ihre Hand halten und ihr zeigen, dass ich da bin und sie schläft wieder ein - und ich bin hellwach.:-(
Oft lege ich mich neben ihr Bett auf eine Klappmatratze, wenn sie das erste Mal wach wird - ich habe einfach keine Lust und keine Energie mehr, immer hin und her zu laufen.


Also - lange Rede... Einen Tip habe ich nicht, aber ich denke mir immer, dass sich das irgendwann legen wird. Allerdings haben wir auch - noch - kein zweites Kind.. das stelle ich mir dann doch schwieriger vor.


Alles Gute - und gute Nerven!

LG#winke

Beitrag von tragemama 28.01.11 - 11:52 Uhr

Ich kenn das. Allerdings haben wir ein Familienbett und wenn die Kinder schlafen, werden sie in ihre Beistellbetten geschoben - mich nervts auch oft, wie eine Sardine ;-) zu schlafen, aber andererseits ist diese intensive Zeit so kurz...

Beitrag von urmel_hh 28.01.11 - 21:13 Uhr

Hallo,

unser großer hat bis kurz vor dem zweiten Geburtstag schlecht geschlafen.

Er hat jede nacht drei stunden am stück gebrüllt, egal was man gemacht hat:-(

da ich aber wieder hochschwanger war und gearbeitet habe und mein mann in seinen prüfungen, waren wir dann auch ziemlich am ende #heul

Wir haben ihn dann 1 woche zu meinen eltern gebracht, dort hat er in der ersten nacht auch nicht gut geschlafen aber meine eltern sind nicht darauf groß eingegangen und haben ihn nur gestreichelt. dann schlief er da super.

also die zeitliche trennung hat uns allen gut getan!!!

als er wieder bei uns war sind wir zum heilpraktiker und haben globulis bekommen. drei tage ha es gedauert und er hat endlich durchgeschlafen #huepf

aber irgentwie hat uns die zeitliche trennung auch gutgetan und wir waren danach auch einfach innerlich gefestigter.
wenn man lange zeit nicht durchschlafen kann, ist es ja auch für die seele anstrengend.

also als fazit hat bei uns geholfen:
1. die zeitlich trennung, um danach "neu" und konsequent in den nächten zu sein (und wir haben ihn nicht schreien lassen aber nach einer woche durchschlafen konnten wir besser damit umgehen)

2. die Globulis vom Heilpraktiker waren dann für uns das 2. Wunder.

Ich wünsche euch viel glück,dass es bald besser läuft #liebdrueck

lg urmel_hh

Beitrag von sam80 28.01.11 - 21:50 Uhr

Huhu

wir haben auch ein "Nicht-Durchschlaf-Wunder" nebenan liegen. Mittlerweile geht es.

Ich hab mit absprache vom KiA mit ca 2 die Globuli von Weleda "Avena Sativa comp." verwendet.

Zwei Wochen lang jeden Abend 7 Kugeln und er fing an durch zuschlafen.

Manchmal mach ich diese Kur heute noch mit ihm weil er dann schlecht ein und durchschläft. Und es wirkt bei ihm immernoch.

Lass ihn sonst mal beim Arzt duch checken.

LG
sam80 mit Fröschi (4) und Floh (27.SSW)

Beitrag von keep.smiling 28.01.11 - 22:08 Uhr

Danke für den Tip.
Und beim Arzt durchchecken - aber was soll der da untersuchen?

LG ks

Beitrag von wattewolke7 29.01.11 - 19:14 Uhr

Ganz ehrlich? M.m.n. liegt der Grund in den folgenden zwei Sätzen versteckt und in der Haltung, die ich zwischen deinen Zeilen herauslese:

"Wir haben ihn 2 Jahre lang in den Schlaf begleitet JEDESMAL - also von Anfang an, tags, nachts, meist mehrmals hintereinander."
"Wir haben ihn nie wirklich schreien lassen, sondern uns immer dazu gelegt."

Ich finde, Schlafen muss gelernt werden und hat ganz viel mit dem Selbstempfinden des Kindes zu tun. Wenn ihr als Eltern dem Kind "vertraut", also ihm zutraut, dass es schlafen kann, dann spiegelt sich das im Empfinden des Kindes wieder. Jegliche Unsicherheit die ihr dem Kind aber entgegenbringt macht dem Kind Angst, es fühlt "da stimmt was nicht, sonst wären meine Eltern nicht so besorgt/ängstlich/nervös/wütend..."

Und diese Unsicherheit kommt schon in deinem Post durch, sicher auch bedingt durch die Tatsache, dass ihr noch ein Baby habt, dass ja auch schlafen soll. Es könnte gut sein, dass eure Tochter auf dem gleichen Weg ist, wie euer Sohn, einfach, weil sie diese Hektik ums Schlafen auch schon in die Wiege gelegt bekommt.

Ich würde versuchen, konsequenter zu sein, was das Schlafen angeht. Mach ihm sein Zimmer und sein Bett so gemütlich und schmackhaft wie möglich, dort wird geschlafen und nur dort. Wenn er also aufwacht, beruhige ihn in seinem Bett und nimm ihn nicht mit zu dir. Das wird zu ein paar rauhen Nächten führen, in denen du immer wieder an sein Bett zurück musst, um ihm zu zeigen, dass alles gut ist und er beruhigt schlafen kann (das musst du aber auch so empfinden!) Irgendwann wird er sich lieber schlafen legen als zu protestieren und wenn er einmal gelernt hat, dass ihm das mehr bringt, wird er gelernt haben wieder einzuschlafen, wenn er mal kurz aufwacht - er wird den Schlaf wählen, nicht das Drama.

Ich halte dir die Daumen, dass sich das Schlafproblem löst, oder vielmehr, dass ihr es löst.

Viele Grüße,
Watte

Beitrag von keep.smiling 29.01.11 - 20:39 Uhr

Ja, als "Leser" würde ich das auch so sehen.
Und was du schreibst, haben wir versucht, bzw versuchen wir seit Monaten und bringt nichts - ihn im Bett beruhigen etc.

Und dass wir uns immer dazu gelegt haben, hat auch seinen Grund. Er hat immer so panisch geschrien, hätten wir uns nciht dazu gelegt, wäre er 5 h in seinem Bettchen gestanden und hätte schweißgebadet panisch geschrien. Das kann sich nciht jeder vorstellen.

Meine Tochter jetzt zB ist ganz anders. Wenn sie mal schreit oder meckert klingt das gaaaanz anders. Mit Pausen und unterschiedlich, so dass man hört, was los ist (naja fast ;) Aber bei meinem Sohn war das immer eins - panisches Schreien von Anfang an.

Ich weiß nicht,was ich noch machen soll. Er hat ein tolles Zimmer, tolles Bett, Lieblingsbettwäsche, Nachtlicht, Tür auf - ich habe ihm erklärt, dass er da auch am besten schläft und nicht gestört wird etc - seit einem Jahr renne ich nachts manhcmal bis zu 5 mal zu ihm rüber - mir geht langsam die Kraft aus! Und die Geduld.

Alleine einschlafen kann er ja, nur nicht nachts - da kann er nicht oder will er nicht - viell. will er mich auch nur ärgern? Viell. ist es Eifersucht? Ich weiß es nicht. Ich kann ihn ja schlecht an sein Bett fesseln und seine Türe abschließen.

LG ks

Beitrag von wattewolke7 30.01.11 - 10:42 Uhr

Wahrscheinlich hast du Recht, da ist man als Außenstehender wohl wirklich zu blauäugig... Dass er dich ärgern will, glaube ich nicht - du zeigst ihm ja sicher deinen Ärger oder deine Verzweiflung nicht.

Da hilft, wenn ihr Platz habt, vielleicht wirklich nur noch eine Matratze neben eurem Bett oder ein Beistellbettchen, in das er nachts umziehen darf. Dann nimmt er dir wenigstens nicht die Ruhe zum schlafen.

Du sagst, eure Tochter ist anders, wollt ihr sie nicht jetzt schon an ihr eigenes Zimmer gewöhnen? Mit neun Monaten gewöhnt sie sich auf jeden Fall viel besser dran als ab 2 Jahren oder so.

Wir haben unsere Tochter mit 8 Wochen in ihrem eigenen Zimmer schlafen gelegt, eben auch, weil wir uns gegenseitig wach gemacht haben mitten in der Nacht. Mit Babyfon müsste das doch gut klappen.

Ich halte dir alle verfügbaren Daumen, ich kann mir nicht vorstellen, wie du den Tag überstehst ohne Nachtschlaf!

Viele Grüße,
Watte